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#1 Ein paar Modelle von Martin-Bremen 18.11.2021 12:26

Moin, Ihr Forum-Schauer......

ich kümmere mich nun ja nach ca. 40 jähriger Anlagenbau-Abstinenz um die Gestaltung meiner Segmente der Verden-Walsroder-Eisenbahn.
Aber über all die Jahre war ich natürlich auch ein "fleißiger" Sammler - was einen größeren Fundus an netten Lokomotiven, Personen- und Güterwagons etc. ergab.
Ich persönlich mag an Vorbildern und entsprechenden Modellen jene, an denen das Auge an vielen Details, unterschiedlichsten Formen, bewegenden Antrieben usw. hängen bleibt, und an denen man sich eben nicht "satt genug" sehen kann - daher ist für mich die moderne Bahn mit ihren gleichförmigen und glatten Fahrzeugen nicht von Interesse.
Wohl aber die Fahrzeuge, welche in den Epochen II bis IV auf den Schienen zu finden waren.......

In lockerer Folge kann ich da gerne mal ein paar Modelle hier zeigen.

schöne Altbau-Elektrolokomotiven mit ihren wirbelnden Stangen-Antrieben finden sich viele in meiner Sammlung.....
hier mal die E 77

natürlich ist der Anteil der "alten" Arbeitstiere in Form von Dampflokomotiven bei mir am größten........
hier die schöne Brawa BR 57

aber auch verschiedenste Diesellokomotiven finden mein Interesse - so natürlich auch die "Hauslokomotiven" der Verden-Walsroder-Eisenbahn
hier die, von mir etwas umgestaltete Industrie Mak 650 D von Heljan, welche nun im exacten Design der VWE daherkommt
(für diejenigen Leser, die meine Lok noch nicht in meinen Berichten über die VWE gesehen haben)

Demnächst mehr - wenn Ihr denn wollt....
VWE-Grüße aus Bremen
Martin

#2 RE: Ein paar Modelle von olli hb 18.11.2021 13:22

Moin Martin,

sehr schön! Ja, die wirbelnden Stangen üben einen ganz besonderen Reiz aus :-)

Viele Grüße von Bremen nach Bremen
Olli

#3 RE: Ein paar Modelle von Deutzfahrer 18.11.2021 13:50

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Moin Martin,

Zitat von Martin-Bremen im Beitrag #1
Demnächst mehr - wenn Ihr denn wollt....



unbedingt !

schöne Modelle

#4 RE: Ein paar Modelle von Lernkern 18.11.2021 15:14

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Tag Martin.

Die V65 der VWE ist tatsächlich an mir vorbeigegangen. Hast du den Umbau zufällig dokumentiert? Das würde mich doch sehr interessieren...

Viele Grüße

Jörg

#5 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 18.11.2021 22:44

Hallo Jörg,

ich habe die Heljan Diesellok nicht umgebaut ! Ich habe sie "nur" umlackiert und in ein paar kleinere Details optisch überarbeitet.
Die ersten Serien der Heljan-Lokomotiven litten ja vielfach an schlechten Fahrwerken und wurden größtenteils wieder an den Hersteller zur Überarbeitung zurückgeschickt.
Auch meine erste gelieferte Lok hat mein Händler zurückgeben müssen ! Die zweite läuft aber prima : schön langsam, taumelfrei und völlig leise.
Die Heljan-Ausführung der Mak Industrie 650 D ist genau jene, die auch die Verden-Walsroder Eisenbahn hatte, daher kam sie für die Modell-Umsetzung der VWE-Maschine genau recht.
Da ich eine Lok mit rotem Fahrwerk als Grundtype brauchte, da ja auch die VWE-Lok ein rotes Fahrwerk hatte, kam nur die Heljan Tegernsee-Lok für mich in Frage, um nicht zu viel umgestalten zu müssen. Denn alle anderen Versionen von Heljan haben schwarze Fahrwerke.
Dann kam mir noch zu gute, daß die Tegernsee-Version auch genau die gleiche Anordnung von Sandkästen und Druckluftbehältern unter dem Umlauf hat, wie die VWE-Lok, weiterhin hat sie sogar die gleichen Zierlinien an den Aufbauten !
Somit musste ich nur die blaue Lackierung in eine Grüne "umwandeln". Da es aber galt, auch die weißen Zierlinien und die aufgedruckten schwarzen Gummileisten, sowie die Alu-Deckleisten an den Aufbauten zu übernehmen bzw. zu erhalten, habe ich mich entschlossen, diese Lok mit dem Pinsel frei Hand umzulackieren.
Die Sandfallrohre sind durch feine Drähte neu ersetzt worden und die Räder in passendem Rot gemalt.
Aber die Blindwelle hat noch ein völlig unpassendes Gegengewicht - dieses, und wohl auch die Räder werden noch durch Roco-Teile ersetzt.

Und zum Abschluss des Tages hier noch zwei Fotos einer Kleinlok : die "Ks" 382 001 der DB - die letzte Akku-Kleinlok der DB !
Eine sehr alte Brawa-Lok , die aber toll gestaltet ist und auch sehr gut fährt : im Kriechgang über die Gleise schleicht und durch das stark untersetzte Getriebe auch nur eine geringe Höchstgeschwindigkeit hat.

Bis die Tage
Martin

#6 RE: Ein paar Modelle von Lernkern 19.11.2021 13:15

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Tag Martin.

Danke für deine Infos zur 650D. Der Pinsel soll in Zukinft auch mein Mittel der Wahl bei Umlackierungen werden. Ich mag die etwas unruhige Oberfläche, die dabei entsteht. Die Lok ist dir wirklich gut gelungen.

Was mich bei Heljans 650D stört, ist dass man das Rücklicht nicht getrennt schalten kann. Aber sogar @Speziguzi hat geschrieben, dass das Öffnen der Lok ziemlich hakelig ist.
Heljan MAK 650 D, Bericht, Bilder Innenleben
Deswegen gehe ich da ohne Not erstmal nicht ran.

Viele Grüße

Jörg

#7 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 19.11.2021 13:48

Hallo Jörg,

das Abnehmen des Gehäuses ist eigentlich ganz einfach !
So, wie es auch auf dem Beiblatt geschrieben steht : erst das Führerhaus entfernen, danach die Vorbauten.
Das Führerhaus wird seitlich etwas gespreizt und nach Oben abgezogen - leider ist zum langen Vorbau seitlich am Führerhaus noch eine Rastnase, die ist etwas hinderlich, geht aber auch beim Abheben am Vorbau vorbei. Das eigentliche Problem bei meiner Lok war, daß die Kabel hinter dem Lok-Gehäuse in den Nuten des Guss-Klotzes mit dünnem doppelseitigen Klebeband fixiert waren - und an diesem Klebeband klebte dann auch das Gehäuse fest ! Ich dachte auch erst, daß ich das Gehäuse nicht runter bekomme - ich wusste ja nicht, warum es sich nicht hochheben ließ ! Mit dosierter Hebelwirkung und feinstem Werkzeug ging es dann.
Die Vorbauten sind dann einfacher zu lösen, obwohl auch sie durch das doppelseitige Klebeband hafteten. Die Vorbauten aber erst etwas nach "vorne" schieben - also von den inneren LED´s weg und dann spreizen und abheben, denn es sind kleinste Moosgummi-Streifen innen am Gehäuse geklebt, die die roten und gelben LED´s lichtundurchlässig voneinander trennen. Die würde man sonst mit abreißen.
Geht also ganz einfach, wenn man weiß, daß da Klebestreifen mit "festhalten"........

Gruß
Martin

#8 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 19.11.2021 16:41

Hallo,

hier mal zum Wochenende eine preussische P 4 in der Epoche II-Ausführung als BR 36
auch mal mit ein paar passenden Wagen.........alles von Roco

Bis die Tage
Martin

#9 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 22.11.2021 19:52

Moin aus Bremen !

Heute mal weitere Fahrzeuge :
fange ich mit der V36 / 4 an - eine von der DB nachgebauten V36 aus dem Jahre 1950, eine aus der Serie von 18 Maschinen.
Als Modell von Lemke mit automatischer Rangier-Kupplung.



Dahinter bzw. davor laufen die Donnerbüchsen in roter Vorort-Zug Lackierung und mit Wagen mit Steuerabteil vorweg.
Diese hier als die alten Fleischmann-Wagen unter dem Roco-Label rausgekommen.


Als nächste interessante Lokomotive stelle ich Euch die ehemalige pfälzische P 5 vor.
1908 lieferte Krauss 12 dieser Lokomotiven an die Eisenbahnen der Pfalz - die bayerischen Eisenbahnen ließen später dann noch verbesserte und optisch etwas geänderte weitere Serien nachbauen, so daß es später insgesamt 41 Lokomotiven der Baureihe BR 77.
Dieses Modell gab es damals von Rivarossi.



Und die Elektro-Traktion spiegelt Heute mal die E 71 wieder :
auch diese Lokomotive sehr eigenwillig im Aufbau konstruiert, aber sehr robust und ihrem Aufgabengebiet gewachsen.
Ab 1914 wurden insgesamt 27 Lokomotiven gebaut und für den elektrischen Betrieb der Strecken um Leipzig/Halle vorgesehen. Ende der 20er Jahre wurden die Lasten für jene Lokomotiven zu groß, und man machte Versuche auf der badischen Wiesen- und Wehrtalbahn, wo sie sich bewährten. Und somit kamen fast alle diese Lokomotiven zum BW Basel - die letzten wurden dann bis 1959 ausgemustert.
Hier das Roco-Modell in der grünen Epoche II Ausführung.



Bis die Tage
Martin

#10 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 23.11.2021 16:29

Moin,

auch das Modell der Fleischmann BR 81 ist damals sehr schön geworden : fein detailliert und gut umgesetzt.
Eine BR 81 gab es vorher nur über viele Jahrzehnte von Märklin, welche äußerst gut verkauft wurde, die robust für die damalige Spielbahnen war und die es auch mit der automatischen Telex-Kupplung gab. Aber den heutigen Ansprüchen von "Modell-Bahnern" nicht mehr genügen könnte.



Gruß aus Bremen
Martin

#11 RE: Ein paar Modelle von masteba 23.11.2021 17:30

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Moin Martin,

schöne Bilder einer bulligen kleinen Lok. Ich habe die auch, wenngleich die Originale ja nie aus Norddeutschland rauskamen. 4 Achsen sind zum Rangieren einfach besser als 3...

Neben den von Dir genannten Modellen gab es noch 2 Kleinserienprodukte, von Model Loco aus den 90ern und moderner von Weinert (fast) aus Deiner Nachbarschaft.

#12 RE: Ein paar Modelle von Zwei-Takt 23.11.2021 20:03

Hallo Stefan,

Zitat von masteba im Beitrag #11
wenngleich die Originale ja nie aus Norddeutschland rauskamen.


vielleicht nicht zu DB-Zeiten. Vorher durchaus, zumindest eine Zeitlang. So ab 1935 waren 5 der 10 81er in Bayern stationiert (001 und 002 in Regensburg, 003-005 in Hof). Zumindest die Regensburger bis 1943.

Die 005 diente nach der offiziellen Ausmusterung noch als Werkslok im AW Frankfurt-Nied.

Das Thema hatten wir schon einmal... Und ja, hübsch ist sie. Die Preise, die für die Fleischmänner aufgerufen werden, sind daher auch nicht ohne. Ich hab' jetzt endlich auch eine, war lange auf der Suche...

Die E71 darüber ist mein persönliches Lieblings-Elektroschnuckelchen. Wer braucht schon ein Krokodil, wenn er so ein schönes Bügeleisen hat? Die "pälzisch" 77 ist irgendwie ... eigenwillig. Nicht wirklich elegant, aber interessant. Ungewöhnliche Optik für eine Dampflok aus Deutschland.

Viele Grüße
Andreas

#13 RE: Ein paar Modelle von masteba 23.11.2021 20:17

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Hallo Andreas,

danke für die Korrektur. Ja, stimmt, die Vorkriegsgeschichte der 81er blende ich irgendwie immer aus. Ist halt nicht meine Epoche.

Wie gesagt, ich habe das Felsichmann-Modell, und glücklicherweise habe ich nie versucht, die Model Loco 81er zu bauen, die ich mal gekauft hatte. Den Bausatz konnte ich noch ganz gut verkaufen damals.

#14 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 23.11.2021 22:26

Hallo Stefan,
hallo Andreas,

ja, genau diese "schrägen" und eigenwilligen Konstruktionen an etlichen Altbau-Lokomotiven machen für mich den optischen Reiz aus !
Der zerklüftete Aufbau der E 71 : häßlich schön !
Die unelegante Achsanordnung der BR 77 (bedingt durch das Krauss-Helmholtz-Gestell der vorderen Laufachse mit der zweiten Kuppelachse), und der daraus resultierenden Anordnung der Zylinder : eine komische Auffälligkeit !

Nun ja - und wo welche Lokomotiven eingesetzt waren, ist mir egal ; ich kaufe das, was mir gefällt - und da können es auch Schweizer oder anderer Länder Fahrzeuge sein.
Aber der Großteil ist dann fast immer deutschen Bahnen gewidmet.
Und Weinert-Bausätze habe ich auch.......mal schauen, wann ich die Muße für die BR 85 finde.
Auch Wagons - ob nun Personenwagen oder Güterwagen - sind sooo vielfältig und "sehenswert" , da wird auch viel gesammelt.

Gruß
Martin

#15 RE: Ein paar Modelle von Zwei-Takt 24.11.2021 02:19

Hallo Martin,

Zitat von Martin-Bremen im Beitrag #14
Die unelegante Achsanordnung der BR 77 (bedingt durch das Krauss-Helmholtz-Gestell der vorderen Laufachse mit der zweiten Kuppelachse), und der daraus resultierenden Anordnung der Zylinder : eine komische Auffälligkeit !


weil diese etwas merkwürdige Lok mein Interesse geweckt hat – als ob die "Habenwill-Liste" nicht ohnehin schon vieeel zu lang wäre – habe ich jetzt mal nachgelesen.

Rivarossi hat ja zig Ausführungen der 77.0 (Pfälzische P5, ursprünglich Nassdampf, 1925 auf Heißdampf umgebaut) und 77.1 (Pfälzische / bayerische P 3/6, von Anfang an Heißdampf) auf den Markt geworfen. Immerhin fünf davon habe ich als (auch für mich relevante) DB-Ausführungen in 2-Leiter DC gefunden:
- 77 002 (1329)
- 77 009 (1372)
- 77 114 (1359)
- 77 115 (1390)
- 77 122 (1360)

Deine scheint eine 1329 zu sein; etwas unglückliche Wahl der Betriebsnummer von Rivarossi, weil ausgerechnet die 77 002 den Krieg nicht überlebt hat und daher nie bei der DB eingestellt war. Da war die 77 009, die soweit ich sehen kann als 1372 angeboten wurde, die bessere Wahl. Streng genommen müsstest deine Lok also umnummerieren. Zu der Zeit haben es die Moba-Hersteller echt nicht allzu genau genommen...

Ich mach' mich dann mal auf die Suche nach einer 1372. Vielleicht auch noch nach einer 1360 - nicht ganz so schön wie die Pfälzerinnen, aber dafür immerhin bis 1954 einsetzbar...

#16 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 24.11.2021 18:29

Moin,

hier mal kurz die "uralte" Roco BR 01
mit Messing-Beschilderung auf Epoche II umgemodelt mit Tender 2´2´T32





Und in der Epoche IV dann mal die "Lollo" mit Silberlingen - Beides von Roco




Gruß
Martin

#17 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 29.11.2021 16:26

Moin in die Runde !

Auch bayerische Dampflokomotiven - oder besonders diese - sind sehr attraktiv von der Ästhetik !
Hier mal die "kleine" Güterzug-Schlepptender-Dampflok der BR 54 in Epoche II als Modell von Fleischmann :



Und wieder eine Altbau-Elektrolokomotive - eine, welche auch für Bayern beschafft wurde, aber hier in der Ausführung daherkommt, wie sie speziell für die preussischen Gebirgsbahnen in Schlesien gebaut wurden ! Die E 91 88 besitzt im Gegensatz zu ihren bayerischen Schwestern keine Türen mit Übergängen in den Fronten. Ein interessantes Roco-Modell.



Und in der Diesel-Traktion möchte ich Euch den "Nebenbahn-Retter" der frühen 50er Jahre der DB zeigen - der VT 95 mit Beiwagen von Fleischmann macht sich gut auf kleinen Nebenstrecken :



So viel zum Schauen erst einmal für Heute.
Gruß
Martin

#18 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 02.12.2021 21:36

Moin, Heute mal wieder ein paar Fotos :

In der Dampf-Traktion fährt nun die preussische T 9 / 3 vor, eine universell einsetzbare Lok auf den Nebenstrecken - sowohl im Personenverkehr, als auch für den Güterzug geeignet.
Hier wieder in der Epoche II Version von Fleischmann.






In der Elektro-Fraktion seht Ihr Heute meine modernste Lok : die E 03 - hier als Epoche IV Modell 103 230-9 mit langem Führerstand.
Dieses ist ein Sondermodell aus dem Jahr 1985 mit der Bedruckung des Logos zur 150-Jahr-Feier der deutschen Bahn.




Das war es für Heute
Gruß aus Bremen
Martin

#19 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 06.12.2021 21:26

Heute möchte ich Euch eine ganz besondere Lokomotiv-Bauart vorstellen :
Für besondere geographische Verhältnisse, mit ihren besonders anspruchsvollen Streckenführungen - mit Steigungen und engen Krümmungen im Gleisverlauf, bedurfte es auch besonderer Lokomotiv-Konstruktionen ! So gab es in Bayern, in Württemberg, in Sachsen und weiteren gebirgigen Regionen spezielle Lokomotiven, um die Lasten über diese anspruchsvollen Strecken führen zu können.
In Sachsen gab es bei den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen als Vorstand des Maschinentechnischen Amtes den Herrn Lindner, welcher neue Techniken ersann und auch realisierte. So konstruierte er mit dem Herrn Klien zusammen eine angetriebene Lokomotiv-Achse, deren Achse aus zwei Körpern bestand : eine innere durch außenliegende Kurbeln angetriebene Welle und eine darum gestülpte Hohlachse, die die Räder aufnahm - beide waren mit einer radialen Verzahnung miteinander verbunden, aber eben seitlich ineinander verschiebbar. Es war die "Klien-Lindner-Hohlachse" .
Mit dieser Achs-Konstruktion wollte der Herr Lindner eine Lokomotive bauen, die große Steigungen bewältigen sollte (und daher 6 angetriebene Achsen erhalten sollte) , und gleichzeitig aber auch recht enge Gleisradien bewältigen musste - man brauchte also großzügig verschiebbare angetriebene Achsen.

Im Jahre 1916 wurde dann 2 dieser Lokomotiven fertiggestellt : die sächsische Baureihe XV HTV , oder spätere Baureihe 79
Prinzipiell erfüllten diese Lokomotiven die, in sie gesetzten Erwartungen - aber das komplizierte Fahrwerk war nur sehr teuer zu unterhalten und die Synchronisierung des
4-Zylinder-Verbund-Triebwerkes war noch schwieriger und aufwändiger zu bewerkstelligen ! Daher war den Lokomotiven nur ein kurzes Leben beschieden.
4 Zylinder in einem Guß-Block mit je einen Hochdruck- und Niederdruck-Zylinder pro Fahrzeugseite mit einem vorwärts und einem rückwärts laufenden 3-Achsigem Triebwerk waren schon sehr exotisch auf deutschen Gleisen !

Nun schaut Euch das Ganze mal hier im Modell an :





Hier mal die geöffnete Rauchkammer-Tür mit dem dahinter zu sehenden Innenleben :







Und als letztes könnt Ihr Euch das "Modell-Fahrwerk" von unten anschauen - auch hier ist die Klien-Lindner-Hohlachse als solche ausgeführt und extrem seitenverschiebbar (aber im Modell nicht mit angetriebenem Radsatz, da hier eine reale Verzahnung fehlt) :



Das soll es erst einmal für Heute an Informationen gewesen sein.

Gruß aus Bremen
Martin

#20 RE: Ein paar Modelle von Martin-Bremen 09.12.2021 21:06

Hallo,

der bayerische Gegenentwurf zu der sächsischen Sonderbauart der XV HTV (spätere BR 79) war die große Dampflok der Baureihe GT 2 x 4/4 mit Mallet-Fahrwerk und 8 angetriebenen Achsen - die spätere Baureihe BR 96.
Hier nun als Trix-Modell eine Variante der 2. Bauserie, welche in den Jahren 1922 und 1923 geliefert wurden. In der Epoche II









In der Elektro-Fraktion fährt Heute die E 60 in der grünen Epoche III-Version von Fleischmann vor :







Bis die Tage
Grüße aus Bremen
Martin

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