#1 Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 06.06.2019 20:56

Hallo zusammen,

eine BR39 soll neu besohlt werden. Ich nutze Tillig Elite im Abstellbereich und ansonsten wird es auf Weinerts mein Gleis hinauslaufen. Weinert hat ja die geniale DKW für NEM/RP25/fine angekündigt. Da nur die DKW speziell wird - kann jemand bestätigen, daß die Weinert EWs mit Code 88 keinerlei Probleme haben? Selbe Frage für Tillig Elite EW3? Ich besitze bisher leider nur eine 75.4 mit dem Radprofil. Die geht durch die EW3. An manchen Herzstücken (an den spitz zulaufenden Schienen) rumpelt es allerdings etwas - aber nicht an allen, trotz theoretisch identischer Weichen auf identisch ebenem Brett. Ist aber rein akustisch, sie wackelt dabei nicht auffällig o.ä. Aber nur eine Lok ist keine "Datenbasis". Wer von Euch kann etwas dazu sagen, und zwar aus eigener Erfahrung oder Beobachtung?

Was mich auch interessiert - das Haftreifenthema. Die Lok wird auf Modulen fahren und ich baue keine Gleiswendeln. Personenzüge mit 40+ Achsen sind möglich. Zieht der Gfn Tender so etwas noch ohne Gummis? Auch hier: Bitte nur eigene Erfahrungen oder Beobachtungen. Ich besitze bisher nur eine Trix 38.4 als Schlepptenderlok ohne Haftreifen mit Neusilberrädern. Die würde es definitiv nicht packen, obwohl die Lok selbst sehr leicht läuft und der Tender schwer ist - aber natürlich m.E. nicht so geschickt konstruiert wie der Gfn, welcher für mich die beste Zugkraft aller mir bekannten Schlepptender besitzt.

Gruß
Bernd

P.S.: Nach der 75.4 wollte ich die Finger von Code 88 lassen, aufgrund der Empfindlichkeit der Vorläufer. Die 39er Räder sollen aber wesentlich robuster sein.

#2 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 07.06.2019 12:20

hat sich erledigt. Gräler sagt, er will da auf Nummer sicher gehen und nimmt 2,6 mm breite Radscheiben. Damit ist auch das Haftreifenthema vom Tisch, bei der Radbreite kommen einfach welche rein und fertig. Bei Tenderloks habe ich zwar gute Erfahrungen ohne Haftreifen (GfN konnte sowas), aber bei einer schweren Schlepptenderlok mit Tenderantrieb, die selbst auch noch geschoben werden will, dürften lange Züge ein Problem werden.

Gruß
Bernd

#3 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 07.06.2019 12:22

Hallo Bernd,

ich habe ja nun einige Fahrzeuge mit RP25 C88 Rädern ausgerüstet. Dabei sind Wagen (Luck und Weinert) und Triebfahrzeuge (meist Drehgestell, Weinert und Gräler). Alle sind sie aus Neusilber.
Mir fällt es aber schwer, Deine Fragen zu beantworten. Alle derartigen Triebfahrzeuge haben keine Haftreifen. I.m.A. ist der Zugkraftverlust minimal bis nicht feststellbar. Doch alle Fahrzeuge haben "bewegliche" Fahrwerke und ermögliche so ein engen Grenzen nahezu eine Allradauflage. Vielleicht solltest Du das mal bei der Trix überprüfen.

Bei Gleimaterial mit recht harten Schwellenmaterial (Weinert, Rocoline) habe ich kaum Entgleisungsprobleme. Weicherts Material wie bei Tillig Elite gestattet da schon ein Arbeiten des Gleises und es gibt schon mal Probleme bei selbstgebauten Bogenweichen bzw. Weichem an Übergängen. Die Tillig z.B. 85353 (EW3?, Tillig hat den Begriff bei sich nicht mehr verwendet) normal eingebaut, ist recht gutmütig. Nur Bewegungen des Gleis vom Übergangsrand auf das Herzstück sollte man vermeiden (u.U. durch zusätzliche Schnitte). Durch das weiche Material sind die Weichen eben nicht identisch, da sich die Schienen im Herstück verschieben können und sich die Maße unmerklich ändern.

Ich habe EKWs und da bin ich z.T. nicht glücklich geworden, wenn der Einbau sind sofort geklappt hat. Auch sollte sie dann sehr plan liegen wie auf Sperrholz oder den Weinert Dammatten. Es darf unter den Weichen in keinem Fall gestückelt werden (z.B. bei Verwenden der Gelisstreifen unter den Weichen). Problem EKW habe ich dann durch Weinert Einzelweichen ersetzt. Ich habe aber auch zwei EKWs von Tillig, die problemlos sind.

Hoffe doch einige Anregungen geben zu haben
Manfred

#4 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 07.06.2019 12:23

Zitat von Berndk im Beitrag #2
hat sich erledigt. Gräler sagt, er will da auf Nummer sicher gehen und nimmt 2,6 mm breite Radscheiben. Damit ist auch das Haftreifenthema vom Tisch, bei der Radbreite kommen einfach welche rein und fertig.



Das ist kapitulieren vor dem nicht vorhanden Feind. Schade.

Manfred

#5 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 07.06.2019 12:38

Hallo Manfred,

danke für Deine Infos und Erfahrungen.

Der Trix aber auch GfN Tender besitzt leider kein bewegliches Fahrwerk. Der Gfn hat nur 2 Achsen angetrieben, der Trix sogar 3 (die 4. Achse dient zur Stromaufnahme) - und die Trix Lok schiebt sich sogar noch leichter als die GfN. Ich überlege mir natürlich schon, mir irgendwann haftreifenlose Austauschachsen zu besorgen. Aber von vorne weg, da fehlt mir etwas der Mut nach der Trix-Erfahrung (wenn jemand "hier" ruft mit einem ähnlichen Setup denke ich noch mal drüber nach ;-). Du hast bei Deinen Drehgestell-Loks wesentlich mehr "Reibfläche" und auch noch die Beweglichkeit derselben. Ich besaß vor Furhparkbereinigung mal einen Proto 2000 4 Achs Switcher und war erstaunt, was die Lok ziehen konnte.

Mit einer ungeeichten Briefwaage komme ich bei einer alten Serien-Gfn94 (ohne Haftreifen, Ballastgewicht noch voll vorhanden, starres Fahrwerk) auf 50g Zugkraft, ebenso bei einer Liliput 62 mit Teichmann Neusilber-Rädern (ohne Haftreifen, Kuppelachse gefedert). Beide Loks sind wesentlich schwerer als der Gfn oder Trix Tender und schieben keinen "Rollwagen" vor sich her. Die Trix kann gerade mal 40g. Eine Gfn 89.7 knapp unter 30g. Die 39 muß erst mal sich selbst "herumschieben" plus einen richtig langen Personenzug hinten dran.

Falls die Kapitulation auf die Radbreite bezogen war - naja, wenn das der Meister so einschätzt... Ich mutmaße es gibt noch kaum Leute, die mit einer großen Code 88 Tenderantrieb-Dampf-Lok Betrieb auf u.a. Tillig Elite machen wenn ihm da die Rückmeldungen fehlen.

Damit Du mich richtig verstehst - mir ist ohne Haftreifen auch lieber. Wenn es der Betriebsaufgabe angemessen sicher funktioniert. Ich bin mir durchaus bewußt, daß die Zugkraft vieler Modell-Loks mit Haftreifen himmelweit über ihrem Vorbild liegt.

Gruß
Bernd

#6 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 07.06.2019 14:23

Hallo Bernd,

Mist, meine Antwort ist weg. Also noch mal.

Ich hatte auch einige Gespäche mit Herrn Gräler. Ich glaube, er kann nicht anders anworten, wenn er den Gegenüber nicht kennt. Er möchte ja was verkaufen und damit möglichste wenig Probleme haben. Man muss sich dann schon zu seiner Entscheidung bekennen.

Lutz hat zu dem Thema Fahrwerk vielen geschrieben, ich einiges bei der 38.2. Da die Hersteller bei dem Thema den Sand in den Kopf stecken, sind RP25 C88 und feiner und Fahrwerk untrennbar verbunden und muss sich zwangsläufig damit auseinander setzen. Wenn man dies vollkommen ausschliesst, sollte man bei C110 bleiben.

Ich habe das Tillig Ellite vor den C88 Experimenten verbaut. Für das vorhandene war es gut genug. Meine ersten C88 Experimente verliefen auch sehr gut. Bis ich zu den langen Zweiachsern und Genickschusswagen kam. Auch einige ACME 4Achser sind grausam. Ich habe angefangen, die Problemfälle zu bearbeiten. Eine kleinere Anlage wäre da natürlich hilfreicher. So dürfen bei mir die Genickschusswagen im Schattenbahnhof nur mit 60km/h fahren. Wo ist das Problem?

Tillig Ellite ist für C88 Räder geignet. Durch die Weichheit muss man nur viel genauer arbeiten als es z.B. bei Weinert MG notwendig ist, weil das Material den Einbau vereinfacht. Wobei Weinert MG noch sauberer gearbeitet ist.

Schau Dir den Beitrag zu miner 38.2 an. Der Tenderantrieb von PMT ist auch ein Brett. Jetzt bin ich bei der Zugkraft, die ich benötige. Bei alleinigen Fahrten ins Gebirge mit der 38.2 wurde auch der Speisewagen abgehangen. Ich hatte also auch zu viel verlangt. Habe nur keine 38 1182, mit der sie dann unterwegs sein kann. Ein Exot aber auch schon ein längerer Traum von mir.

Stell doch mal eine Bild des Trix Tenders ein, vielleicht mit demontierter Bodenplatte. Da kann man vielleicht ein paar Tipps geben. Wie geht Du mit dem Thema Umbau um? Ausgeschlossen, denkbar, interessiert...

Neusilber ohne Gummis hat eben auch noch weitere Vorteile auch bzgl. des Drecks, die in den Foren nachzulesen sind. Ich habe es mir aber nur gemerkt und die Quellen nicht verzeichnet.

Viele Grüße
Manfred

#7 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von helko 07.06.2019 19:52

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Zitat von dr iv im Beitrag #6
bei dem Thema den Sand in den Kopf stecken,...

immer diese neumodischen Sitten, kann man das nicht wie früher machen???

#8 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 07.06.2019 20:56

Zitat von helko im Beitrag #7
imömer diese neumodischen Sitten, kann man das nicht wie früher machen???



Ja, bis sie tot sind, weil es keinen mehr interessiert.

Gruß an die ewig gestrigen
Manfred

#9 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 07.06.2019 21:37

Hallo Manfred,

sind RP25 C88 und feiner und Fahrwerk untrennbar verbunden und muss sich zwangsläufig damit auseinander setzen. Wenn man dies vollkommen ausschliesst, sollte man bei C110 bleiben.
guter Punkt, jetzt wo Du es schreibst klingts logisch

Tillig Ellite ist für C88 Räder geignet. Durch die Weichheit muss man nur viel genauer arbeiten
gut zu wissen. Ich hatte beim FY/Abstelbahnhof zunächst Gummimatten obendrauf im Sinn, habe das aber aus Gründen der Gleislage verworfen. Ich bemühe mich sehr um eine gute Gleislage.

Schau Dir den Beitrag zu miner 38.2 an. Der Tenderantrieb von PMT ist auch ein Brett. Jetzt bin ich bei der Zugkraft, die ich benötige.
Ich habe mir den sehr informativen Thread angeschaut, danke. für den Hinweis.

Wie geht Du mit dem Thema Umbau um? Ausgeschlossen, denkbar, interessiert...
Im Grunde sehr interessiert. Erste erfolgreiche Faulhaber-Fräsumbauten (78, 94, 55) habe ich hinter mir. Erste Erfahrungen mit zusätzlicher Stromaufnahme (die nicht quietscht, zuviel bremst oder zu gut sichtbar ist ;-). Einige Umbauten mit spanabhebender Bearbeitung von älteren analogen Loks auf technisch zeitgemäßen Sound. Dauerprojekte wie einer Liliput 62 oder Rivarossi 59 und 96 Laufkultur beizubringen sind auch schon dabei. Fahrwerksfederung in Ansätzen bei einer Roco 58 und der Riva 59. Ich stehe im Vergleich zu Dir oder Lutz also noch ganz am Anfang. Bin derzeit am Anlagenbau, da ich endlich auf gescheit verlegten Gleisen fahren will anstatt auf einem öden Provisorium und sollte die Loks ruhen lassen damit an der Anlage mal etwas vorwärts geht, die ich lange geplant habe. Die 39 wollte ich mir zwischendurch mal als Highlight gönnen ;-) Schöne Loks mit guten Laufeigenschaften sind nicht nur der Antrieb meiner Züge sondern auch mein eigener beim Modellbahnhobby...

Gruß
Bernd

#10 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 08.06.2019 09:21

Hallo Bernd,
ich denke, unter den Bedingungen wirst Du wohl auch mal zu dem Ergebnis kommen, dass C110 rausgeschmissenes Geld war. Gerade bei einer Dampflok ist doch der Unterschied nochmals beachtlich.

Wenn ich heute jung wäre würde ich realitätsnah bauen. Der Umstieg ist aber nochmals ein wesentlicher Schritt mehr. C88 ist in meinen Augen mit Willen und Hobby-Werkzeugen noch zu machen.

Ein Kompromiss wäre, die Lok ohne Tender umrüsten zu lassen. Das Porto fällt da eh nicht so ins Gewicht. Der Tender kann dann noch folgen. An der Trix sollte weiter gearbeitet werden.
Beim Bauen sollte was geeignetes da sein. Bei mir hat sich die NMRA Gleisschablone bewährt und ein paar Wagen. Wenn lang Achssabtändige eine Rolle spielen, dann auch solche.

Viel Erfolg und Spass
Manfred

#11 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 09.06.2019 14:06

Hallo Manfred,

ich werde versuchen, noch mehr Erfahrungswerte zusammenzutragen. Den Auftrag habe ich gerade erst erteilt, der hat erfahrungsgemäß mehrere Monate Vorlauf. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich der erste Code 88 Nutzer an einer größeren Schlepptenderlok bin.

Gute Idee mit erst mal nur die Lok. Das überlege ich mir. Bzgl. der Trix melde ich mir zu einem anderen Zeitpunkt wieder. (Die hat noch mehr Baustellen bzgl. Soundeinbau ohne Gewicht im Tender zu spenden). Die NMRA Gleisschablone werde ich mir besorgen, danke für den Tip!

Viele Grüße
Bernd

#12 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von lohengrin 10.06.2019 00:12

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Leider kann ich keine konkreten Erfahrungen mit Code 88 - Rädern beisteuern.
Ich wollte aber betonen, daß bezüglich Zugkraft zumindest rein theoretisch die Anzahl der Räder auf dem Gleis NICHT relevant ist. Ausschließlich die Reibungsmasse (und natürlich der Koeffizient). Ob die Lok oder der Tender ein steifes Fahrwerk hat, wirkt sich bei sauberen Schienen nicht allzusehr aus.

Bei Weinert haben zumindest die 2,4 mm breiten Räder der MM-Maschinen kein Problem. Ich halte diese Breite für einen guten Kompromiß.

Störender als die Herzstücke sind übrigens die Zungenspitzen. Diese sollten gut verlaufend an der Innenseite befeilt werden, damit ein sauberer Einlauf gewährleistet ist.

LG

Martin.

#13 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 10.06.2019 08:17

Hallo Martin,

danke für den Erfahrungswert. Mit Weinert konnte ich noch nicht experimentieren. Ich hatte meine bescheidenen paar Zugversuche auf einem geraden, ebenen Stück Gleis durchgeführt. (Die Aussagen bzgl. gefederter Fahrwerke kann ich teils schon nachvollziehen seit ich selbst am Bauen bin. Selbst mit größter Mühe beim Gleisverlegen sollte ein Fahrwerk m.E. ein paar Zehntel "Gleisbewegung" verkraften, zumindest mit Holzunterbau und Tillig Oberbau).

Mit der Reibmasse hast Du sicher Recht. Ich nehme an deswegen hat GfN und später auch Roco nur die erste und letzte Achse angetrieben, was mit Haftreifen auch super funktioniert. Die Reibmasse ist halt beim Triebtender eher beschränkt durch den relativ kleinen Aufbau. Man könnte m.E. bestenfalls mit Walzblei das Seriengewicht nachbauen. Auch mit dem Koeffizient hast Du Recht. Die Trix besitze ich zweimal - einmal mit PrKenny (Edelstahl Radreifen) und einmal Teichmann (Neusilber). Ansonsten identische Loks. Die Teichmann besohlte zieht etwa 25% mehr. (Die Trix mit Edelstahl Radreifen besitzt etwa die Zugkraft wie eine GfN 89.7 - wobei letztere m.E. erstaunlich "viel" zieht für ihre Größe). Neusilber auf Neusilber habe ich mir sagen lassen wäre ohne Haftreifen optimal.

Ich meinte die Zungenspitze des Herzstücks (habe das oben mal ergänzt). Genau da rumpelt es. Wahrscheinlich durch das zu breite Radsatzinnenmaß. Interessanterweise aber nicht bei jeder Weiche gleich, obwohl ich 15 theoretisch identische verbaut habe. Wenn Du diese befeilst - kommst Du noch gut mit NEM drüber?

Was sind MM-Maschinen?

Gruß
Bernd

#14 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 10.06.2019 09:38

[quote=Berndk|
Ich meinte die Zungenspitze des Herzstücks (habe das oben mal ergänzt). Genau da rumpelt es. Wahrscheinlich durch das zu breite Radsatzinnenmaß. Interessanterweise aber nicht bei jeder Weiche gleich, obwohl ich 15 theoretisch identische verbaut habe. Wenn Du diese befeilst - kommst Du noch gut mit NEM drüber?
[/quote]

Hallo Bernd,

er meint, wo die Zungenschiene an die durchgehenden Gleise anliegen. Bei weinert ist das durch Fräsen sauber gearbeitet. Bei Ellite ist das aus Gleismaterial geschliffen. U.U. muss man unten den Schienenfuß nachbearbeiten, damit die Zungenschiene richtig anliegt. Zum Anderen runde ich die Enden der Zungenschiene immer ab und diese können auch manchmal recht breit noch sein. Da gehe ich dann mit einer Rundfeile ran, bis es von der durchgehenden Schiene eine stufenlosen Übergang zur Zungenschiene gibt.

Da andere Problem sind die beiden zum Herzstück zulaufenden Schienen. Wenn Die beim Einbau stauchst, verschieben sie sich durch das wabbelige ins Herzstück oder werden herausgezogen. Das passiert regelmäßig durch Temparatur oder Stöße, wenn das Herzstück nahe am Modulrand liegt. Damit verändert sich die Geometrie des Herzstück, was zum Rumpeln oder Entgleisen führt. NEM Radsätze kommen da meistens noch mit klar. Bei C88 wird es dann schon kritisch. Wie eng es da zugeht, kannst Du gut im Beitrag üner Weinert MG nachlesen. Hier hilft zum einen die Lehre und zum anderen das Entkoppelt des Teils des Herzstücks. Wenn aber die Kleineisen ausgeleichert sind, hilft nur noch ausbauen und wegschmeißen.

Viele Grüße
Manfred

#15 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Berndk 10.06.2019 09:54

Hallo Manfred,

danke für die Klarstellung, war auch falsche Ausdrucksweise meinerseits. Ja, das Tillig-Zungenende. Da hatte ich Glück mit der Serienstreuung bei den 12° Weichen vom letzten Jahr. Hatte auch schon mal welche da, wo diese Stelle eckig, also kein Radius drangefeilt war. Da hat es den Code88 Vorläufer der 75.4 grundsätzlich rausgehauen währen NEM nur mit Rumpeln quittierte.

Gruß
Bernd

#16 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von echoo 10.06.2019 12:43

Zitat von Berndk im Beitrag #15
Ja, das Tillig-Zungenende. Da hatte ich Glück mit der Serienstreuung bei den 12° Weichen vom letzten Jahr. Hatte auch schon mal welche da, wo diese Stelle eckig, also kein Radius drangefeilt war.




Hallo,

iich meine mich zu erinnern, dass in frühen Jahren zumindest bei den Selbstbauweichen in der Aufbauanleitung stand, dass die Zungenspitzen nachzuarbeiten - sprich rund zu feilen - wären.
Von daher schaue ich auch bei Fertigweichen gerne mal über die Spitzen und feile ggf. nach, ebenso am Schienenfuß. Macht sich nachher im fest eingebauten Zustand zwar schwieriger, ist aber
ebenso möglich - und bleibt dann hoffentlich auch so, dass es fahrtechnisch klappen sollte.
Ergo, je feiner das Rad-Schiene-System werden soll, desto umfangreicher ist der Aufwand...

Gruß
echoo

#17 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von dr iv 10.06.2019 13:56

Zitat von echoo im Beitrag #16

Ergo, je feiner das Rad-Schiene-System werden soll, desto umfangreicher ist der Aufwand...



Hallo echoo,

nicht ganz. Bei Weinert ist das für den Mehrpreis wesentlich päziser gearbeitet. Es ist also eine Frage des Geld- oder eigenen Aufwandeinsatzes. Dazu kommt noch, dass Weinert MG nicht unbedingt modernen Bauarten entspricht und somit aus der Sicht leider nur bedingt anwendbar ist.

Viele Grüße
Manfred

#18 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von 93er 10.06.2019 16:00

avatar

Meiner Meinung muß man bei Weinert MG nix nachbearbeiten.



Hatte vor Weinert das Tillig Elite Gleis ...

#19 RE: Loks mit Code 88 (2,2 mm) Rädern auf Tillig Elite- und Weinert mein Gleis-Weichen plus Zusatzfrage Haftreifen oder nicht - Erfahrungen gesucht von Axel-T 12.06.2019 14:37

Hallo Zusammen
was gern vergessen geht und was ich Bernd auch schon per PN zukommenlassen habe ist die Tatsache,
dass sich die Gleise/Profile auf dem Schwellenrost in gewissen Tolleranzen "verschieben" lassen.
Das bedeutet, dass man alle wichtigen Masse wie z.B. beim Herzstück zu überprüfen und zu testen sind.
Dann kann man die Profile mit Sekundenkleber am Rost fixieren. Ich klebe den Rost erst auf, dann messen, dann ggf. verschieben & fixieren und dann verkabeln.
Auch wenn es nur 0.2-0.5 mm Distanz sind, mit der sich jede Schiene verschieben lässt, dann hat man im Herzstück ggf. schon fast 1 mm und die Distanz ist dann bei den spitzen Winkeln eine Herausforderung.
Bei Tillig Bausatzweichen ist das ganz extrem, die Flexweichen von Weinert sind schlimmer als die normalen.

Meine 5 Cent...

LG,
Axel

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