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#1 Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 18.05.2018 23:13

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Liebe Forumsgemeinde,
nach meinem "Outing" auf Youtube vor einem halben Jahr möchte ich nun auch in den Themenforen aktiv werden. Ich habe einige Jahre an Methoden für einen möglichst vorbildnahen Gleisbau getüftelt und mit der Verfügbarkeit von Weinerts "Mein Gleis" das perfekte Grundmaterial gefunden. Zwei meiner Filme zeigen die Methoden, die sich bei mir bewährt haben:

Gleise schottern und altern: https://youtu.be/q3fGZRR9ddg
Gleise verlegen und ausrichten: https://youtu.be/HLbJxtjh8po

Intro zum gesamten Anlagenprojekt B.B.M.1930er: https://youtu.be/Ztxmttnqt2w


Ich freue mich sehr auf einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit euch hier in diesem Forum!


Euer Alex

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#2 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BR 12 7010 19.05.2018 07:27

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Hallo Alex.

Herzlich willkommen hier in unserer Runde im Modellbahnforum.

Das ist ja mal wieder was sehr interessantes, was du hier zeigst. Was für eine Schottermischung (Farbe) nimmst du und welche Größe hat der Schotter und der Hersteller wehre noch sehr interessant.
Aber wenn du den Schotter verkleben tust, verfärbt sich der Schotter? Zu 80% hat man einen anderen Farbton, wenn der Schotter eingenässt wird und dann verklebt ist.
Dann ist der Farbton weg den man sich vorher ausgesucht hat um das zu vermeiden.
Das meine ich.

#3 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Berndk 19.05.2018 13:51

Hallo Alex,

finde die professionelle Machart Deiner Videos sehr klasse inklusive der sehr ausführlichen und ruhigen Kommentierung. Stehe selbst vor dem Gleis Verlegen und freue mich über derartige und detaillierte Erläuterungen, die oft auch genaue Materialangaben enthalten. Solche Beiträge motivieren (mich zumindest) zum Nachbauen. Bitte so weitermachen, werde den Bau interessiert verfolgen - auch weil Epoche II mein Steckenpferd ist.

Zwei (Anfänger-)Fragen:
1. Reicht es, die Profile nach dem Lackieren nur oben abzuwischen? Ich dachte immer, der Spurkranz sollte auch noch leitend anliegen können (kann aber falsch liegen) - quasi an der oberen radzugeneigten "Ecke" des Profilopfes. Was für ein Holz nimmst Du zur Lackentfernung?
2. Arbeitest Du ganz ohne Schalldämmung? Du verwendest eine erhebliche Plattendicke wie ich gesehen habe - dämpft das dermaßen gut?

Gruß
Bernd

#4 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 19.05.2018 14:35

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Hallo Frank,
die Schottermischung habe ich selber ganz simpel mit verdünnter Künstleracrylfarbe und mit Farbpigmenten gefärbt, stets ein Umbra gebrannt in verschiedenen braun-rot-schwarz Tönen. In einem meiner nächsten Videos wollte ich die Prozedur zeigen. Ausgangsmaterial ist "Basalt" und "Granitschotter erdbraun" in der Korngröße 0,2-0,6mm ("Spur N") von Wolfgang Tschunkert, ein genialer Händler auf Ebay.de mit seinem Shop "Gleisschotterschmiede". Top Qualität, Preis, Versand.
Ja, der Schotter dunkelt nach dem Kleben und Trocknen immer leicht nach, auch bei mir. Wenn also im trockenen Zustand alles etwas zu hellgrau erscheint, ist es nachher genau richtig. Ich muss zugeben, dass ich richtig viel Zeit verbraten habe, bis ich um am Ende zufrieden war... Im Bereich, wo die Züge viel bremsen, habe ich direkt neben den Gleisprofilen noch mit Airbrush zusätzlich ein wenig Bremsstaub gespritzt. Bin jetzt grad nicht an meinem Heimrechner, heute Abend kann ich auch ein Vergleichsbild trocken-verklebt nachreichen.

#5 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 19.05.2018 14:53

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Hallo Bernd,
freut mich sehr, dass dich die Inhalte meiner Videos konkret unterstützen, so war es gedacht.
Zu deinen Fragen:
1. Ich nehme Holzklötzchen von Verschnitten beim Sägen. Es ist ein Tischlerplattenrest, Birke. Aber es geht mit jedem Holz, weil es weicher als das Schienenprofil ist. Beim Schaben umschließt die weiche Holzkante das Schienenprofil ganz leicht, so dass auch die wichtige innere Kante von der Farbe befreit wird. Diese innere Kante ist wichtig für die Stromübertragung, die beim Modell sicher immer mal wieder über den Spurkranz erfolgt.
2. Ein größeres Thema.... ich melde mich heute Abend wieder.

#6 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Dampflokfan 19.05.2018 19:58

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Hallo Alex,
also ich bin begeistert von der Art und Weise, wie Du die Gleise verlegst und alterst. Dieser Aufwand verdient meine größte Bewunderung. Auch das Zubehör (Antriebe, Laternen, Seilzüge und nicht zuletzt die Farbgebung) sind absolute Spitze. .
Optisch ist das einfach nicht zu verbessern! Ich halte das durchaus für das Beste, was ich bisher in dieser Richtung gesehen habe.
Der zeitliche Aufwand ist wahrscheinlich enorm, aber dafür ist die Optik unübertroffen!
Nicht zuletzt lese ich gerne die Tips, die Du hier gibst.
Gruß Bernd

#7 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Hausser 19.05.2018 20:35

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Hallo Alex,

das ist ein wirklich gut gemachter Beitrag, dessen Ergebnis mir gut gefällt. Bitte mehr davon.

Was das Abdunkeln des Schotters angeht, so kann man das in gewissem Maße selbst beeinflussen.
Zum Einen sollte man qualitativ hochwertigen Schotter nehmen. Hier gibt es bekannte Marken, die Echtsteinschotter in exakt maßstäblicher Korngröße anbieten, bei dem das abdunkeln minimal ins Gewicht fällt.
Zum Anderen und noch viel entscheidender ist der Anteil des Weißleim o.ä. am Schotterkleber. Frank hat in einem anderen Beitrag ein Bild während des Einleimens gezeigt, an dem man gut erkennen kann, dass die Mischung viel zu "Gehaltvoll" ist.

Als Beispiel habe ich hier erst kürzlich von mir geschotterte Gleise. Rechts sehr dünn aber trotzdem fest klebend - links habe ich versehentlich zu viel Weißleim mit angerührt. Beides bereits vollständig durchgetrocknet.

#8 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Thomas_K 19.05.2018 22:30

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Hallo,
die Filme sind nicht schlecht, warum machst du nicht noch eine deutsche Version. Wir sind hier in Deutschland. Ist zumindest meine Meinung. Die Modellbahnfreunde, die kein englischh sprechen, gerade die älteren, werden davon ausgeschlossen, das finde ich nicht gut. Die Amis würden nie eine deutsche Version machen, warum machen wir eine englische???????
Thomas

#9 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 20.05.2018 00:19

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Hallo zusammen, vielen Dank für eure Beiträge!
Unten habe ich als Nachtrag zu BerndKs Frage noch ein Bild des Schotters vor und nach dem Kleben und Trocknen hinzugefügt. Der Unterschied ist nicht ganz so groß. Ich gebe Hausser Recht, Staubanteil des Schotters und Kleberverhältnis beeinflussen das Nachdunkeln. Ich verwende Weinert Latexkleber 1:6 verdünnt mit entspanntem Wasser. (Bem. an Hausser: dein Wählitz muss ich mir noch alles genauer anschauen, richtig richtig gut!).

Zu Thomas_K: Ich verstehe deine Sicht zu hundert Prozent! Dein Argument mit den Modellbahnern ohne Englischkenntnisse ist absolut valide und hat mich auch schon beschäftigt. Gerne erzähle ich kurz, wie es kam... vom letzten Video habe ich ja vor einigen Tagen eine deutsche Version gemacht. Wegen meines Deutschland-Schweiz-Italien-Anlagenthemas wollte ich auch Italiener ansprechen. So kam ich auf Englisch... als internationale Sprache innerhalb Europas. Nun sehe ich, dass die dt. Fassung des letzten Videos deutlich mehr Zuspruch bekommt, weshalb ich definitiv erwäge, auch die älteren Videos neu auf deutsch zu kommentieren.


Nun noch kurz zur Frage der Schalldämmung: Richtig gute Schalldämmung gelingt mit Weinerts Gummimatten (3 oder 5mm), alles verklebt. Aber leider nur ohne Schotter. Sobald geschottert, ist das Gleis um einiges lauter. Auch mit Latex-Schotterkleber. Auf der Hauptstrecke vom Abzweig Tempelhof bis Einfahrt Basel Bad.Bf. habe ich 3 und 5mm Gummimatte verlegt, da fahren die Züge ja auch mal schneller. Im Bahnhofsbereich gibt es im Basel Bad.Bf. keine Durchfahrten, die Züge fahren mit max. 40km/h. Da habe ich mir die Kosten, den Aufwand und das Gewicht der Gummimatten gespart. Dafür habe ich die 22mm Tischlerplatten mit einer 10mm Gummiplatte auf die Pfosten abgestützt, das hilft etwas. Aber: das Klangbild von geschottertem Gleis ist mit Gummimatte darunter etwas besser, auch wenn gefühlt nicht wirklich leiser. Für die nächste Bauetappe bin ich mir noch nicht sicher, ob ich im Bahnhofsbereich wieder auf die Gummimatten verzichten werde...|addpics|kyg-4-5986.jpg|/addpics|

#10 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BR143 20.05.2018 08:06

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Hallo Alex,
Zum Thema Geräuchreduzierung gibts hier im Kanalhafenbautread Post #223 eine Anleitung dazu.
Der Unterschied ist wirklich hörbar.

Grüsse Felix

#11 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Berndk 20.05.2018 09:45

Hallo Alex,

danke für Deine Erfahrungswerte bzgl. Schalldämmung! Das deckt sich mit Steffens hörbar sehr effektivem Beispiel im Kanalhafen (auf welches Felix verweist) - man muß unbedingt eine Trennschicht einbringen, damit die Poren des Schalldämm-Materials nicht mit Kleber etc. verfüllt werden und ihre Wirkung reduzieren/verlieren. Sinngemäß hat mir das IMT auch mal so erklärt - mit nur einer Lage Schalldämm-Material allein ist es wohl nicht getan, zumindest nicht wenn man schottert.

Gruß
Bernd

#12 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BR 12 7010 20.05.2018 09:47

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Zitat von BBM1930er im Beitrag #9



Nun noch kurz zur Frage der Schalldämmung: Richtig gute Schalldämmung gelingt mit Weinerts Gummimatten (3 oder 5mm), alles verklebt. Aber leider nur ohne Schotter. Sobald geschottert, ist das Gleis um einiges lauter. Auch mit Latex-Schotterkleber. Auf der Hauptstrecke vom Abzweig Tempelhof bis Einfahrt Basel Bad.Bf. habe ich 3 und 5mm Gummimatte verlegt, da fahren die Züge ja auch mal schneller. Im Bahnhofsbereich gibt es im Basel Bad.Bf. keine Durchfahrten, die Züge fahren mit max. 40km/h. Da habe ich mir die Kosten, den Aufwand und das Gewicht der Gummimatten gespart. Dafür habe ich die 22mm Tischlerplatten mit einer 10mm Gummiplatte auf die Pfosten abgestützt, das hilft etwas. Aber: das Klangbild von geschottertem Gleis ist mit Gummimatte darunter etwas besser, auch wenn gefühlt nicht wirklich leiser. Für die nächste Bauetappe bin ich mir noch nicht sicher, ob ich im Bahnhofsbereich wieder auf die Gummimatten verzichten werde...|addpics|kyg-4-5986.jpg|/addpics|


Ich nehme 4mm Kork der mit Pattex Farblos (Transparent) verklebt wird. Der ist Elastisch, und das der Kleber vom Schottern nicht in den Kork eindringen kann, wird eine Schicht vom Pattex Transparent Kleber über den Kork aufgetragen. Somit ist der Kork geschützt vor dem harten austrocknen und so habe ich eine gute Geräuschdämmung.

#13 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Dä Rallef 20.05.2018 14:46

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Hallo,

eine Supersache was Du da zeigst. Wenn man es nicht weiß muß man wirklich sehr genau schauen um zu erkennen ob das 1:1 oder 1:87 ist!

Möchte aber auch etwas anmerken. Zum einen was die angesprochenen Lärmdämmung angeht, sollte man das nicht übertreiben. Ich glaube aber Du hast das auch nicht getan. Immerhin hat die Eisenbahn früher, also auch und gerade noch in Epoche II, einen Heidenlärm verursacht, der dann ja auch zur vorbildgetreuen Darstellung dazu gehört. Ich erinnere mich zumindest noch gut daß ich mir (1963er) in meiner frühesten Kindheit an Bahnübergängen z.B. immer die Ohren zugehalten habe.
Dazu gehört ja auch das Geräusch der Räder über den Schienenstössen. Da meine Frage, ich habe jetzt an den Seiten zwar Stösse, aber keine Verbindungslaschen sehen können. Würden die denn in Epoche II nicht dazu gehören? Mit Thermit
wurden die Gleise doch erst viel später verbunden? Oder bin ich da falsch?

Und was die Farbe des Schotters angeht, denke ich auch hier muss man das grundsätzlich nicht zu genau nehmen. Da diese doch schon aufgrund des meist regional vorhandenen und verwendeten Gesteinmaterials sowie des Alters sehr unterschiedlich sein kann, sogar schon auf wenigen Metern. So wie Du es da zeigst sieht das aber auf jeden Fall sehr gut und glaubhaft aus.

Gruß
Ralf

#14 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 21.05.2018 01:27

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Hallo zusammen, danke für eure Meldungen!

Ralf hat mich erwischt und es freut mich, dass hier Kenner genauer hinsehen: Natürlich gab es in jener Zeit Schienenstöße ohne Ende, und zwar mindestens alle 16m! Pro Meter Flexgleis in 1:87 also rund 5 Schienenstöße mit jeweils 2x2 Laschen. Von Weinert gibt es wunderschöne Laschen für "Mein Gleis", 16 Stück in 74015 für EUR 5,78 . Bisher habe ich über 80m sichtbares Gleis verlegt, und das sind noch keine 10% der fertigen Anlage... ich hätte also bisher bereits über 1600 Schienenlaschen für EUR 578.- verbauen müssen... plus jedes Flexgleis auseinandernehmen und 5 Doppelschwellen alle 184mm einfügen müssen... ich musste und muss leider auf vorbildgerechte Schienenstöße verzichten, es wird mir zu viel Aufwand.

Mit der Schalldämmung sind wir uns einig. Steffens Modul zeigt die Grenze mit Schotter, ungefähr so klingt auch mein geschottertes Gleis auf Gummimatte. Und wenn Züge mit 40km/h über direkt verklebtes, mit Latexkleber geschottertes Gleis fahren, ist kein riesiger Unterschied zu hören, aber er ist da. Bei 200km/h ist der Unterschied sicher deutlich größer.

Gruß
Alex

#15 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Dä Rallef 22.05.2018 23:10

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Hi Alex,

is ja der Hammer! War mir gar nicht bewusst, daß die einzelnen Schienen nur max. 16 m lang gewesen sind. Da sind Deine argumente natürlich absolut nachvollziehbar!

Als ebenfalls "Epoche IIer" würde mich mehr von Deiner Anlage interessieren. Bei 80 m Gleis müsste es doch schon einiges zu sehen geben?! Oder Gleisplan?

Gruß
Ralf

#16 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 23.05.2018 00:44

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Hallo Ralf,
es freut mich, dass du mehr von meinem Projekt wissen willst!

Erster Teil meiner Anlagenpräsentation ist hier: https://youtu.be/XjHL8vnPMvU
Eine "Führerstandsfahrt" ist hier: https://youtu.be/e7ioWqory_o

Die Führerstandsfahrt habe ich in schwarz-weiß gemacht, geschnitten und ein wenig inszeniert, damit es nicht langweilig wird. Schnelles Internet wäre gut, ist in 60fps, damit es nicht ruckelt.

Übrigens sind alle meine Filme im Kanal "BBM1930s" gebündelt, den man abonnieren kann...

Angehängt die groben Gleisplankonzepte, die ich in PowerPoint erstelle. Wegen der Komplexität der Rampen unter der Dachschräge habe ich keinen gesamthaften Gleisplan in Wintrack, sondern nur die einzelnen Bahnhöfe. Bei Interesse kann ich die bisher umgesetzten Bhfe als Detailgleispläne auch hier posten. Die Gleisplankonzepte sind noch nicht endgültig, teilweise nur angedeutet. Die Konzepte sind eine Kombination aus typischen Merkmalen des Vorbilds (z.B. Anzahl Gleise im Anhalter Innenbahnhof), notwendigen Funktionen (z.B. Lokfahrgleis) und natürlich der Zugänglichkeit und Platz. Die Bahnhöfe sind alle für eine maximale Zuglänge von 3m ausgelegt.
In Basel SBB herrscht noch etwas Chaos, weil ich mich erst spät durchgerungen habe, ihn tatsächlich als Spitzkehrenbahnhof anzulegen.

Baust du an einer Ep.II-Anlage oder sammelst du? Würde mich auch interessieren.

Gruß
Alex
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#17 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Dä Rallef 23.05.2018 17:08

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Hi Alex,

ja, das sieht nach viel Fahrspass mit schönen langen Zügen aus! Sehr saubere Arbeit, in allen Bereichen.

Ein wenig von meiner Anlage kannst Du HIER finden.
Sind allerdings nicht die letzten Bilder bei. Muß ich mal wieder ein Update machen....

Ein ganz konkretes Vorbild habe ich da nicht. Thema ist eine Nebenbahn mit Endbahnhof, und damit ich auch was richtig rollen lassen kann gibt es als Paradestrecke noch ein schönes Stück elektrfizierte zweigleisige Hauptbahn.
Ein Abzweig ist, mangels Platz und Glaubwürdigkeit, tatsächlich nicht sichtbar.
Der Fuhrpark ist nicht nur aber vor allem ein wenig nach schlesischem Vorbild gewählt. Da fahren z.B. einige Loks und Wagen die im Riesengebirge unterwegs gewesen sind.
Das hat ein wenig familiengeschichtliche Hintergründe. Aber grundsätzlich sehe ich das nicht zu sklavisch eng. Auch wenn ich versuche, mich an das Vorbild von ca 1930 zu orientieren, dürfen da auch Sachen fahren die vielleicht erst etwas später zum Einsatz gekommen sind. Im Grunde aber alles was bei KPEV und DRG gewesen ist! Dabei fällt mir ein, daß ich inzwischen mal den Thread-Titel eigentlich so auf ca. "90 Jahre" aktualisieren müsste

Gruß
Ralf

#18 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Berndk 23.05.2018 20:20

Hallo Alex,

ich habe mir die beiden Videos angesehen. Das war ja schon ein echter Akt, den Speicher bewohnbar zu machen! Hat sich gelohnt. Herrlich bei diesen Anlagen-Dimensionen eine Führerstandsfahrt zu verfolgen. Gefühlt endlose Strecke. Klasse wie sich der Sound hinter dem Kamin richtig wie in einem Tunnel anhört :-) Sehr praktisch, daß Du Dir bei diesen Längen offenbar sämtliche Gleiswendeln sparen kannst und die Züge quasi immer im Blick hast.

Wirst Du den Betrieb später durch Automatik unterstützen oder per ausreichender Anzahl an Mitspielern?

Bei Deinen schönen Loks (nach meinem Geschmack ;-) fällt mir auf - momentan hört man auch Dampfstöße wenn die Lok nur ohne Leistung dahinrollt - viele Soundprojekte erlauben ein Leerlaufgeräusch oder machen es sogar automatisch beim Regler runterdrehen. Käme noch authentischer rüber. Bei der Führerstandsmitfahrt meinte ich zu hören, daß das Rollgeräusch sich zumindest im Video auf den Bereichen direkt auf Holz und auf Dämmung kaum unterscheidet. Etwas verwundert war ich über Deinen Erfahrungswert, generell Stützkondensatoren einsetzen zu müssen. Die Anlage ist ja neu und augenscheinlich mit guter Gleislage versehen. Da bin ich mal gespannt was da noch auf mich zukommt. Anfängerfrage - treten Aussetzer vermehrt auf farbig gestalteten Gleisen auf oder nicht? Oder kämpfst Du mit "Baustaub" auf den Gleisen?

Ich wiederhole mich: Deine Videos machen Lust auf mehr, freue mich schon drauf.

Viele Grüße
Bernd

#19 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von BBM1930er 23.05.2018 23:57

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Danke Ralf für den Hinweis auf deine Anlage, ich habe dort meinen Kommentar abgegeben. Die Vielseitigkeit unseres Hobbys ist immer wieder sehr inspirierend.

Freut mich Bernd, dass du dir die Zeit genommen hast, die Videos anzuschauen. In den statistischen Infos zu meinem Kanal steht, dass meine Videos nur zu einem Drittel der gesamten Dauer angeschaut werden...

Der Betrieb der BBM ist komplett nach US-Amerikanischer Art: Man läuft herum ("walk around"), mit dem Smartphone in der Hand (Roco Z21) und steuert eine Lok mit ihrem Zug. Ist immer in der Nähe, man kann überall rangieren, entkuppeln. Gleichzeitig ist man Fahrdienstleiter und muss die eigenen Fahrstraßen stellen mit Kipphebeln, angelehnt an die Weichenhebel im mechanischen Stellwerk. Nach vorn Grundstellung, nach hinten Ablenkung, mit Weichennummern. Kein Gleisbildstellwerk. Die Weichenhebel sind vorbildnah dort gruppiert und platziert, wo ein Stellwerk stehen würde. Man muss natürlich mit den Mitspielern kommunizieren und prüfen, dass der Fahrweg auch frei ist oder die Strecke nicht belegt ist. Angelehnt an die Epoche II, wird es keinerlei Automatik geben. Wenn man an Hp0 vorbeifährt, passiert erstmal nichts...

Mit dem Leerlaufgeräusch hast du vollkommen Recht! Ich habe bei allen Loks dafür zwei Tasten programmiert: für Leerlauf und besonders schwere Anfahrten, gibt es ja schon eine Weile beim ESU Loksound4. Hab ich beim Dreh schlicht verpennt. Ich fahre auch an geschlossenen Signalen vorbei... und an einem offenen in Gegenrichtung... ist ein Test für Enthusiasten, die genauer hinsehen... beim nächsten Dreh pass ich besser auf.

Stützkondensatoren machen schlicht süchtig. Ich habe keine Erinnerung, wann das letzte Mal auf der BBM eine Lok stehengeblieben ist oder das Geräusch plötzlich weg war (wahrscheinlich in der Brawa 74er, bevor ich das Powerpack installiert habe...). Aktuell sind alle Schienenprofile gefärbt, absolut kein Unterschied zu blanken Profilen vorher. Ich trimme die Fahreigenschaften des Decoders sehr aufwändig am Lokprogrammer und das Rangieren ist mit allen Loks ein Genuss. Das ist mir wichtig.

Grüße
Alex

#20 RE: Gleisbau möglichst dicht am Vorbild auf meiner B.B.M.1930er Anlage von Berndk 24.05.2018 18:47

Hallo Alex,

Lokführer und Walk-Around wird auch mein heimischer Ansatz. Das hält den technischen Aufwand pro Weiche recht übersichtlich, ist auch mir deswegen äußerst sympathisch. Würdest Du mir noch die genaue Bezeichnung und Bezugsquelle Deiner Kippschalter nennen? Die Länge des Hebels ist außergewöhnlich und gefällt mir sehr gut. Ich stelle meine Weichen mechanisch über einen Kippschalter und habe derzeit einen im Einsatz der gerade so funktioniert. Deine Kipphebel sind noch länger, das käme mir entgegen.

Gruß
Bernd

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