#1 Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 03.02.2018 09:30

Hallo zusammen,

wie handhabt ihr es mit der Anzahl der Einspeisungen?
- an jedem Gleisstück eine?
- oder ist auf die Verbindungslaschen verlaß?
- oder werden die Schienenstöße alle verlötet (außer natürlich Dehnungsfugen)?

was hat sich besser bewährt
- Pertinaxschwellen oder Messingschrauben, um die Gleise festzulöten
Bei Pertinax habe ich irgendwo gelesen, daß das nicht so stabil wäre wie die Messingschraube, wenn man dran hängen bleibt. Bei der Messingschraube könnte ich mir vorstellen, daß es mehr Löttemperatur oder längeren Hinhalten des Kolbens braucht.

Trennt ihr die befestigten Endstücke nach ein paar cm vom Rest der Gleise, damit bei einem Abriß des Endstückes nicht mehr Gleis als nötig mitgerissen wird?

Zu Dehungsfugen: Auf der Geraden stelle ich mir das noch einfach vor. Braucht man in Kurven bestimmte Techniken, damit man bei einem Trennschnitt keinen Knick ins (vorgespannte) Flexgleis bekommt?

Gruß
Bernd

#2 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von ductore 03.02.2018 10:25

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Hallo BErnd,

viele Fragen auf einmal. ;-)

Zu Einspeisungen:
Ich speise jedes Gleisstück nur einmal ein. Aus meinen Erfahrungen reicht das für den Normalbetrieb.
Man kann sich auf Gleisverbinder verlassen, ich mache es nicht so.
Ein Verlöten der Schienenstöße ist nicht notwendig, da du ja Gleisverbinder benutzen willst. Da solltest du trotzdem jedes Gleisjoch einzeln versorgen.

Zu Befestigung am Gleisende:
Jede Methode hat seine Vor- und Nachteile. Ich bevorzuge die Messingschraubenmethode bzw. die Schienenverbinder mit angegossenerer Schraube von Weinert.
Bei der Messingmethode muss zwar entsprechend vorgeglüht werden, bei einem Abriss/Korrektur hast du aber, im Gegensatz zur Pertinaxschwelle, auf der das Gleis mindestens über zwei Schwellen, also eine recht lange Lötstelle, verlötet wird (so kenne ich es), nur eine punktuelle Lötfläche.
Und ausserdem sehen die Pertinaxschwellen irgendwie generell auch komisch aus, selbst nach Bearbeitung durch Farbe usw.

Zu Trennung der Endstücke am Modulrand:
Mache ich nicht, da ich bisher wenig bis keine Probleme mit abgerissenen Gleisstücken hatte. Im Fall der Fälle kann man natürlich auch nur die betreffende Stelle mit dem Dremel abschneiden und ein neues, kurzes und passendes Gleisstück einsetzen.
Aufgrund eines harmonischen Gleisverlaufs und der Stabilität versuche ich jedenfalls möglichst lange Gleisstücke, die lediglich durch die Dehnugnsfuge getrennt werden, zu verbauen.


Zu Dehnungsfugen:
Ich verlege das Gleis an einem Stück und verklebe es. Anschliessend wird mmit einer Trennscheibe in jedes Profil die Fuge eingeschnitten. In Kurven sollte man die beiden Fugen versetzt anbringen

Noch ne Idee:
Sofern man Schienenverbinder benutzen will, kann man diese als "Dehnungsfuge" verwenden. D.h. es werden die Profile nicht ganz zusammengeschoben.
Vorteil ist zudem, dass die beiden Profile, im Gegensatz zu einer losen Verlegung, durch den Verbinder geführt werden und die Gefahr, dass es zu einem Versatz kommt, gegen null minimiert ist

Viele Grüsse
Holger

#3 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von cauchy 03.02.2018 11:28

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Moin!


Stimme Holger da soweit zu ... kleine Ergänzung noch: NIcht von Leuten beirren lassen, die der Meinung sind, man braucht keine Dehnungsfugen!

Selbst wenn Du nicht an Modultreffen teilnehmen willst (Module im Keller lagern, dann in einer sonnendurchfluteten, natürlich nicht klimatisierten Halle im Sommer aufstellen), ist das ratsam ... aus dem kühlen Bastelkeller nehmen und in der Sonne einen netten Platz für Fotos in der Natur suchen (ist ja ein Vorteil von Modulen, dass man sowas mal machen kann), mag da schon reichen ...

Ich habe schon Module gesehen, bei denen es keine Dehnungsfugen gab und die durch solche Temperaturunterschiede dann zu Slalompisten wurden ...


Grüße,
Harald

#4 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 03.02.2018 19:38

Hallo zusammen,

@Holger
danke für die vielen Erfahrungswerte, sehr klasse! Dehnungsfuge über Schienenverbinder mache ich.

Wenn ich Tillig Elite und Peco Finescale (oder Weinert) so in der Hand habe würde ich meinen, die Pecos setzen der "Biegerei" wesentlich weniger Widerstand entgegen, was ja logisch wäre wegen feinerem Schienenprofil. Da hätte man in Kurven natürlich auch weniger Spannung beim Biegen bzw. an der Dehnungsfuge.

@Harald
merci für Deine Bobachtungen. Mache ich auf jeden Fall. Ich will die Module bzw. Segmente nach draußen tragen wenn z.B. "dampfige" oder sehr staubige Arbeiten anstehen. Ein entscheidender Vorteil für mich bei der Bauweise.

Viele Grüße
Bernd

#5 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Axel-T 04.02.2018 12:02

Hallo Bernd
Ich würde alle Gleis-Stücke 1x einspiesen oder mit einer kleinen U-Brücke "unterirdisch" ans nächste Segment anschliessen. Dehnungsfugen sind KEIN Luxus.

LG,
Axel

#6 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von 600mm 04.02.2018 13:45

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Hallo zusammen,

zum Thema Dehnungsfugen. Ich habe keine einzige bei mir. Allerdings auch nur Schienen in Code40, Selbstbaugleis komplett verklebt und verlötet. Das gibt bei mir keine Probleme. Auch nicht im Hochsommer bei 35° im Schatten. Die längsten Gleisabschnitte bedingt durch die Länge der Segmete von der Anlage sind 130cm.

Probleme kommen dann auf, wenn Gleismaterial zur kalten Jahreszeit in kalten unbeheizten Räumen verlegt wird. Wenn es dann ins warme geht kommen die Probleme.

#7 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 05.02.2018 23:04

Hallo zusammen,

@Axel - ist notiert

@600 - danke für den Erfahrungswert. Code 40 kenne ich noch gar nicht. Welche Spurweite? Dagegen ist Code 75 oder 83 natürlich ein dickes Ding.

Gruß
Bernd

#8 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Lernkern 06.02.2018 01:25

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Tag.

Zitat von Axel-T im Beitrag #5
Dehnungsfugen sind KEIN Luxus


Wo kann ich unterschreiben? Das ist richtig.

Sowohl 90cm lange Bemo Gleise als auch 60cm lange Peco Gleise (beide H0m) haben sich bei mir so ausgedehnt, dass sie sich aus der provisorischen Verklebung mit Holzleim losgerissen haben. Kein Problem, denn an den Enden waren sie auf Schrauben gelötet, aber seitdem mache ich eigentlich immer Dehnungsfugen.

Andere scheinen das Problem nicht zu haben, trotzdem: eine Dehnungsfuge hat noch keinem geschadet.

Gruß

Jörg

#9 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 07.04.2018 19:50

Hallo zusammen,

in einem andere Thread habe ich grad gelesen, daß sich die Schienenprofile nach dem Einschottern nicht mehr bewegen. Klingt zwar einleuchtend, aber sind dann sämtliche Dehnungsfugen nicht außer Funktion gesetzt?

Gruß
Bernd

#10 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Sören Treuer 07.04.2018 20:10

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Du schotter ja nur die Schwellen. Die Schienen selber können sich weiter ausdehnen.
Klar ist auch: Jedes Material hat eine Ausdehnung wenn es wärmer wird, das eine mehr, das andere weiger. Selbst der eingeschottert Schwellen rost dehnt sich aus, nicht ganz so zu merken wie das Metal. Aus diesem Grund sind die Schotter kleber meist auch flexibel.

#11 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 08.04.2018 09:48

Hallo Sören,

wenn ich mir die Bildchen im Netz so anschaue, wird ja Kleber per Pipette o.ä. auf den Schotter geträufelt. Da läuft kein Kleber zwischen die Kleineisennachbildungen und Schienenprofile? Ich schätze da muß man höllisch aufpassen...

Gruß
Bernd

#12 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Sören Treuer 08.04.2018 09:59

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Der Kleber läuft schon durch die Kapilarwirkung überall hin, da muss man schon etwas aufpassen. Aber man Schottert ja nur bis maximal oberkane der Schwellen. Wenn man nun vorsichtig Kleber aufträufelt (ich mach es mit einer Spritze von unten, und lass den kleber durch Kapilarwirkung nach oben ziehen) setzt sich nichts in die Kleineisen. Mann möchte ja auch keine Kleberflecken auf den Schwellen. Mit etwas Geduld und Übung geht es. Ich hab meine Weichen so eingeschottert, das man nicht mehr viel frei sieht und es läuft alles super. Kommt aber auch etwas auf den Kleber an, ich verwende den von Koemo.

Gruß

#13 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 08.04.2018 10:03

Hallo Sören,

von unten - das probier ich dann auch mal - gute Idee!

Gruß
Bernd

#14 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Sören Treuer 08.04.2018 10:40

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Ich träufeln hierbei etwas Kleber neben das gleis direkt an den schotter. Wenn dieser kleber Punkt nun in den schotter "gezogen" wird, geb ich immer etwas Kleber auf die feuchten stellen. So schwimmt nichts auf und ich vermeide meine schwellen mit kleber zu ver... Im äußeren Bereich arbeite ich mit Pipette. Im Gleis arbeite ich mit einer 2ml Spritze mit kurzer kleiner Kanüle. Um zu sehen, wie sich kleber und schotter verhalten, habe ich damals an einem langen geraden stück nur erst den Außenbereich geschottert. Hier kann man Genug Erfahrung sammeln um den schwirigeren Teil innen oder gar schwellen zu meistern.

Gruß

#15 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Berndk 08.04.2018 16:47

Hallo Sören,

besten Dank für die Infos!

Gruß
Bernd

#16 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von Sören Treuer 08.04.2018 20:43

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Bitte Bernd. Gern geschehen.

#17 RE: Einspeisungen bei Modulen, Befestigung an den Modulenden und Dehungsfugen von rudolf 13.05.2018 23:02

Hallo Bernd,
zu Deiner Frage Dehnungsfugen in Kurven würde ich empfehlen übliche Schienenverbinder (die von Roco Line sitzen schön stramm). Zusätzlich sollten die Trennstellen versetzt werden (ca 5 - 10 cm),
das soll ein möglichen Knick wirksam verhindern. Der Tipp stammt von einem amerikanischen Modellbauer, die Quelle finde ich leider nicht mehr.
Gruß
Rudolf

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