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#1 Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von StEn 03.04.2017 21:09

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Hallo Forumbahner,

da das Signalwesen der Forumbahn bisher noch ein Randthema ist, halte ich den Zeitpunkt für gegeben, eine Diskussion über das Thema anstoßen.

Wenn man im WWW zum Thema Signalisierung bei Modulbahnen mithilfe diverser Schlüsselbegriffe sucht, bekommt man zwar eine Fülle an Informationen und Tipps, aber die Infos, nach denen ich gesucht habe, musste ich mir dann oftmals mühsam zusammenklauben. Zudem habe ich nichts dazu gefunden, wie man Signale bei Modulanlagen im Verbund, also als Signalsystem steuert, anschließt, vernetzt....

Ziel sollte es daher sein, einerseits unser bisher gesammeltes Wissen beim Einbau, der sinnvollen Aufstellung und der Verbindung von Signalen sowie zu der Kombination mit dem Wattenscheider Signalschacht hier zu sammeln.
Andererseits möchte ich gerne euer Wissen und eure Talente nutzen, um eine mögliche "Einheits-Signalbauweise der Forumbahn" im Sinne der universellen Tauschbarkeit sowie vereinfachten Bedienung voranzutreiben.
Wenn wir hier etwas Substantielles erreichen, können wir letztlich gerne nochmal darüber diskuttieren, ob wir das Ergebnis vielleicht sogar in unsere Norm aufnehmen wollen. Dies jedoch erst zuletzt.

Nachdem beim letzten Wintertreffen neben den üblichen Abzweig-Signalen die Einfahrsignale für Rotterode vorhanden waren und sich als echt nützlich erwiesen, denke ich, dass dies der folgerichtige nächste Entwicklungsschritt sein wird, unser Signal-Konzept auszubauen.
Während die Binnensignalisierung eine (freiwillige) Aufgabe des Betriebsstellenbesitzers ist und unser Arragement (derzeit) noch nicht auf eine Blocksignalisierung angewiesen ist, sollte zunächst danach gestrebt werden, möglichst viele Bahnhöfe mit Einfahrsignalen auszustatten. Dazu benötigen wir eine größere Anzahl an Signal-fähigen Modulen. Ich rege daher an, die vorhandene Signalschächte in den Datensätzen der Module in der Arrangement-Software kenntlich zu machen (sofern noch nicht geschehen).
Die vor längerer Zeit einmal vorgebrachte Forderung, dass jedes Modul in beiden Richtungen mit Signalschächten auszurüsten ist, ist zwar aus Sicht der Signalplanung sicher nicht falsch, aber mir fallen da sofort eine ganze Reihe an Modulen ein, auf denen solche Schächte mit Sicherheit ein störendes Bild ergeben würden. Daher sollten wir mit dem planen, was vorhanden ist. Und da gibt es ja noch Signalmodule mit geringer Länge...
Zu berücksichtigen ist dann ein angemessener Durchrutschweg zur nächsten "Gefahrenstelle", mithin also z. B. der Einfahrweiche.

Für Einfahrsignale schlage ich also folgende Eigenschaften vor:
- drei Begriffe (Halt, Fahrt, Langsamfahrt)
- Verbindung zu Vorsignal
- Tauschbarkeit Flügel/ Lichtsignal
- Signalträger im Wattenscheider Schacht
- Bedienung an zentraler Stelle der besteffenden Betriebsstelle ("Stellwerk")

Dazu habe ich mir über die mögliche Hardware-Lösung einige Gedanken gemacht.

Wenn wir Signale und Bediengerät miteinander verbinden wollen, sollte es aus meiner Sicht so aussehen:



Ein Signal mit einer FB-einheitlichen Schnittstelle (z. B. RJ45-Ethernet-Stecker mit 8 Polen) wird über dieses Kabel direkt mit dem Bediengerät verbunden. Die Stromversorgung (2 Pole) sollte an jeder Stelle des Netzwerks möglich sein, also dort, wo eine Stromquelle vorhanden ist.

Dazu folgende Skizze:



Micha hatte den Vorschlag, einen Arduino Nano mit einem RJ45-Shield als Verbindung zwischen Signal und Ethernet einzubauen. Dabei soll in jedem Signal bspw folgende Konfiguration programmiert sein:
- Pol 1 Stromversorgung
- Pol 2 Stromversorgung
- Pol 3 Halt
- Pol 4 Fahrt
- Pol 5 Langsamfahrt
- Pol 6 frei nutzbar
- Pol 7 frei nutzbar
- Pol 8 frei nutzbar
Zudem sollten sowohl Lichtausgänge als auch bis zu 3 Servo-Ausgänge möglich sein.

Am Bediengerät ("Signalbox") müsste eine Art Encoder so programmiert sein, dass
- er seinen Strom über Pol 1 + Pol 2 bekommt
- Pol 3 mit Taster Halt
- Pol 4 mit Taster Fahrt
- Pol 5 mit Taster Langsamfahrt verbunden ist
- die Pole 6-8 sinngemäß mit den anderen Tastern

Um auch Lichtsignale überwachen zu können (aus Sicht der Betriebsstelle von hinten) sollten an jedem Taster noch eine kleine LED aufleuchten, wenn aktiviert. Dazu müsste dann noch eine Fehlerkorrektur verhindern, dass bestimmte Taster gleichzeitig aktiv sind.
Wenn die dazugehörigen Vorsignale ebenfalls so geschaltet sind, könnten sie an einer Ethernet-Weiche einfach dazugeschaltet werden.
Über eine Weiche müsste dann noch die Stromversorgung der Pole 1 und 2 sichergestellt werden.
Mit dieser Signalbox, die ich mir in etwa wie die diversen Module von Viessmann vorstelle, also Handgröße, könnte man dann nicht nur Einfahrsignale sondern auch Block,- Sperr- und weitere mehrbegriffige Signale bedienen, sofern man an den Signalen die Polung einhält.
Damit wäre der Grundstein für eine einfache Blocksignalisierung gelegt.
Eine Herausforderung, für die ich noch keine Idee habe, ist bei der Konfiguration "Hauptsignal mit Vorsignal am gleichen Mast". Zwar könnten beide Signale über zwei RJ45-Stecker getrennt voneinander angesteuert werden, aber die Dunkeltastung des VS, wenn das HS "Halt" anzeigt, wäre dann nicht möglich.

So, das erstmal von meiner Seite. Wie denkt ihr darüber? Ist so eine vergleichsweise einfache Schaltung ohne eine "Zentrale" im digitalen Sinn überhaupt möglich?

Anmerkung: Ich habe die Ansteuerung über einen PC zunächst bewusst ausgeklammert. Sollte die FB noch an Umfang dazugewinnen und wir auf Blocksteuerung angeweisen sein müssten, wäre der Einsatz eines PC vermutlich unumgänglich.

Grüße
Steffen

#2 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von br218 03.04.2017 23:22

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Hallo Steffen,

wir hatten ja schon der PN geschrieben gehabt. Erst einmal vielen Dank für die Initiative. Die Normmäßige Legitimation hier ergibt sich ja aus Punkt 7.8.1. der Norm mit Einschränkung durch Punkt 7.8.1. Variation 1 und 2:

Zitat
Auf der Forumbahn gelten Signale gemäß ihrer Bedeutung laut Signalbuch.


Ich fange mal bei den von dir vorgeschlagenen Grundeigenschaften einer Signalnorm an.

Zitat von StEn im Beitrag #1
- drei Begriffe (Halt, Fahrt, Langsamfahrt)
Gehe ich mit. Ausfahrsignale unterscheiden sich bei Form- und Lichtsignale zu stark hinsichtlich des Funktionsumfanges als das man das alles sinnvoll (!) in einer Steckernorm unter einen Hut gebracht bekommt. Außerdem sind diese eh fix einer Betriebsstelle (= Bahnhof) zugeordnete sodass Tauschbarkeit hier nicht notwendig ist. Solche Späße wie Voranzeiger, Kennlicht, Stumpfgleisanzeiger etc. oder was man an ein Einfahrsignal alles dran basteln kann werden wir bei der Forenbahn auf absehbare Zeit nicht benötigen. Und wenn doch gibt es dann halt mal 1 oder 2 inkompatible Signale.
Zitat von StEn im Beitrag #1
- Verbindung zu Vorsignal
Man sollte es planersich auf jeden Fall vorsehen, wobei ich aber ehrlich denke das wir bei der Forenbahn auf mittlere Distanz nicht die Arrangmentgröße- und Strecke zusammen bekommen werden welche uns die Möglichkeit eines annähernd glaubwürdigen Vorsignalabstandes bei genügend verbleibender Fahrstrecke erlaubt.
Zitat von StEn im Beitrag #1
- Tauschbarkeit Flügel/ Lichtsignal
Einer universellen Tauschbarkeit Lichtsignale <=> Formsignale stehe ich eher skeptisch gegenüber. Ich präferiere zwei "Normen", eine Für Licht- und eine für Formsignale. Mehr dazu weiter unten.

Zitat von StEn im Beitrag #1
- Signalträger im Wattenscheider Schacht
Im Sinne der universellen Verbaubarkeit Ja. Hierzu sagt auch die Norm (Punkt 8.1.):

Zitat
Bei neu gebauten Modulen sind, sofern der Einbau von Signalen vorgesehen ist, die Signale in Wattenscheider Signalschächten einzubauen.



Zitat von StEn im Beitrag #1
- Bedienung an zentraler Stelle der besteffenden Betriebsstelle ("Stellwerk")
Ja



Warum ich einer universellen Tauschbarkeit aller Lichtsignale <=> Formsignale eher skeptisch gegenüber stehe: Einerseits wegen der unterschiedlichen Ansteuerungsarten die bei einer Universalnorm unnötig verkompliziert und verteuert werden, andererseits aufgrund der im Vorbild begründeten nichtnotwenidkeit.

Dazu ein paar Zeilen zum Vorbild: Bei Modernisierungen ihrer Sicherungsanlagen sind die beiden deutschen Staatsbahnen nach 1945 unterschiedlich voran gegangen. Bei der Bundesbahn wurden bei einer Modernisierung in der Regel (es gibt ein paar wenige Ausnahmen) die Bahnhöfe komplett mit neuer Sicherungstechnik ausgerüstet. Dies bedeutete oftmals das der jeweilige Bahnhof auf ein zentrales Spurplanstellwerk umgerüstet wurde, alle Weichen/stellwerksbedienbare Gleissperren/ etc. auf Elektroantrieb umgerüstet wurden. In der Folge wurden auch die alten Stellwerksgebäude fast immer überflüssig.

Die DR konnte aufgrund anderer Voraussetzungen bei weitem nicht so konsequent vorgehen. Zwar gab es auch dort Umbauten von Bahnhöfen welche in ihrer Gründlichkeit mit der der Bundesbahn vergleichbar waren. Üblicher waren hingegen schrittweise (Teil-)Modernisierungen der bestehenden Sicherungstechnik. Manchmal wurden einzelne Signale gegen Lichtsignale ausgetauscht (oft die Einfahrsignale und/oder die Einfahrvorsignale), manchmal einzelne Bahnhofsteile, Bahnhofsköpfe oder teilweise auch nur einzelne (abgängige) Signale. Weichen wurden/werden oft weiterhin per Drahtzug gestellt, Schranken (insbesondere wenn nahe dem Stellwerk gelegen) ebenso. Deswegen kann man im ex DR-Gebiet anders als im ex DB-Gebiet aus dem Vorhandensein von (Hl)-Lichtsignalen keine Rückschlüsse auf ein Spurplan- oder Drucktastenstellwerk schließen, es gibt eben auch Mechanische oder Elektromechanische Stellwerke mit Hl-Signalen.


Um wieder den Bogen zur Forenbahn zu kriegen, für das Modell ist dieser insofern von Relevanz als das der die Gestaltung des Umfeldes, genauer der Stellwerke, maßgeblich beeinflusst, und zwar im Zustand wie in der Art. Was ist jetzt daraus die Konsequenz? Nehmen wir als Beispiel einen kleinen Bahnhof mit zwei mechanischen Stellwerken, je eines an jedem Bahnhofskopf (wegen der Stelldrahtlängen). Passt zu Formsignalen. Passt auch zu Hl-Signalen, dort hätte es in echt dann einen Anbau am Stellwerk für den Relaisraum und ein Stellpult gegeben. Was hingegen nicht passt sind Bundesbahn-Hv-Signale, denn wie eben ausgeführt hätte man dort eher ein neues Stellwerk errichtet. Oder im Fall eines Abzweiges wohl sogar sehr wahrscheinlich an den nächsten Bahnhof angeklemmt sodass das Stellwerk am Abzweig aufgelassen, d.h. als verfallen oder gar nicht dargestellt werden müsste. Selbiges wenn wir einen Blick weiter in die Zukunft werfen bei Hv-Signalen mit Kompaktschirm oder noch weiter bei bei Ks-Signalen. Vom Umfeld her ist so eine universelle Tauschbarkeit aller Lichtsignale nicht notwendig und sogar eher Vorbildwiedrig. Es reicht eigentlich wenn die jeweiligen Lichtsignaltypen untereinander austauschbar sind.

Weiter, du hast es ja in deinem Beitrag schon angesprochen, der Hauptknackpunkt bei Lichtsignalen, und das habe ich bei Mückendorf (wofür es Licht- und Formsignale gibt) erst im Nachhinein gemerkt, man brauch für Lichtsignale eigentlich zwingend irgendeine Rückmeldung über die aktuelle Signalstellung da man diese vom "Stellwerk" aus ja nicht sieht. Das klicken der Relais beim umschalten mag man bei ruhiger Umgebung noch wahrnehmen, es ist aber keine sichere Rückmeldung. Formsignale hingegen erkennt man auch so, da wäre eine Rückmeldung nur überflüssige Spielerei.

Ebenso ist die Ansteuerung unterschiedlich. Die Viessmann (was anderes werden die meisten ja nicht nutzen) Formsignale sollen gemäß Viessmann per Impuls geschaltet werden. Bei Lichtsignalen wäre hingegen schalten über Kippschalter zweckmäßiger, da man sonst ein Relais oder aber teure, von der Sache her aber unnötige, Elektronik verwenden muss.

Auch muss man hinsichtlich des verwendeten Stroms aufpassen (Gleichstrom, Wechselstrom oder vielleicht sogar eine eigene Digitalzentrale, je nach Ansteuerung).



Zur Hardware: Ich denke wir sollten trennen zwischen Formsignalen und Lichtsignalen. An Formsignalen werden ja in der Regel die von Viessmann verwendet. Es liegt also nah, die "Formsignalnorm" vollkommen auf diese auszurichten, insbesondere hinsichtlich Funktionsumfang und Ansteuerung. Das heißt Konkret: Es gibt nur die Drei Stellungen Halt, Langsamfahrt und Fahrt, die Signale werden über Impuls geschaltet, ob AC oder DC zum schalten verwendet ist ist den Signalen egal, die können beides ab (abhängig von eventuellen anderen Verbrauchern auf dem Modul um nicht doppelt Strom einspeisen zu müssen).

Hinsichtlich Lichtsignale wäre eine Ansteuerung über Arduino Nano bestimmt möglich, allerdings kenne eich mich damit überhaupt nicht aus und kann auch nicht sagen was hier an Kabelverbindung sinnvoll ist/benötigt wird und insbesondere wie die Rückmeldung bewerkstelligt wird.

Eine Ansteuerung per PC oder weitreichender Steuerungslogik wäre nicht nur extremster Overkill, sondern auch im Sinne eines einheitlichen Nenners alles andere als Anzustreben. Wer so etwas machen will "darf" daher seine Signale nach eigenem Gusto verkabeln. Der kleinste gemeinsame Nenner wären hier die Wattenscheider Schächte.



Mein Vorschlag ist daher wie folgt: Wie einigen und hinsichtlich der elektrischen Ansteuerung auf je einen Standard für Formsignale und einen für Lichtsignale. Bezüglich ersterem schlage ich ferner vor, die bisherige Verkabelung der Formsignale nach dem Schema vom Abzweig Mückendorf zu nutzen.

#3 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von ductore 04.04.2017 00:09

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Hallo,

Steffen hat sich viele Gedanken zum Thema und Lösungsansätze gemacht, danke dafür

Meiner Meinung nach ist die Sache aber recht einfach zu lösen. Es gibt hierzu eigentlich nur zwei Aspekte zu beleuchten.

1. Das Signalmodul an sich, also das Modul, wo ein Signal drauf steht
2. Form- und Lichtsignalansteuerung, also Elektrik

Desweiteren bin ich gegen jede Art von Verkomplizierung und Speziaiisierung (vulgo elektronischer Overkill) von Teilen, die von der Allgemeinheit bedient werden müssen.

Mein sehr pragmatischer Ansatz:

Zu 1: Es gibt einfache Signalmodule. Das sind kurze Streckenmodule mit Wattenscheider Schacht. Fertig. Somit umgeht man elegant die "Normierung", dass in jedem Streckenmodul die m.E. unförmigen Wattenscheider Schächte eingebaut werden müssten.

Zu 2: Aufgrund der unterschiedlichen Ansteuerungen von Form- und Lichtsignalen stelle ich mir eine Normierung der Anschlüsse schwer vor. Somit könnte man einfach bestimmen:
Derjenige, der das Signal mitbringt, hat dafür zu sorgen, dass die passende Schaltung/Bedieneinrichtung mitgeliefert wird. Einzig die Stromversorgung könnte zentral normiert werden.
Die Signale werden, je nach Signaltyp, mit der am einfachsten möglichen elektrischen Lösung geschaltet. Ganz platt gesagt: Roter Knopf/Schalter = zeigt Halt, grüner Knopf/Schalter zeigt Fahrt. Und mit einer einfachen Logik wird sicher auch HP2 zu schalten sein.
Was in der Bedieneinrichtung drinnen ist, das hat derjenige zu verantworten, der das Signal bereitstellt.

Sonderfunktionen, Arduino-Lösungen und all das, was bei der Fehlersuche und -lösung lange dauert und nur durch Experten gelöst werden kann, ist bei unserem "lockeren Verbund Forumbahn" mehr als hinderlich.

Gedanken zu einer Blocksteuerung bzw. -signalisierung, Vorsignalen usw. sind bei unserer aktuellen Größe und Entwicklung verfrüht. Desweiteren wäre zu überlegen, ob man überhaupt zwingend einen Austausch von Signalen während eines Treffen anstreben sollte. Als Vorbild nehme ich mal den Bahnhof Friedberg/Hessen, bei dem erst 2016 die Formsignale ausgetauscht wurden. Ebenso auf der Strecke Giessen-Fulda wurden in diesem Jahr Ks-Signale auf der Strecke installiert. Es spricht also nichts gegen eine komplette Signalisierung mit Formsignalen.
Weiterhin wäre es von Vorteil, da die Formsignale bei beiden früheren deutschen Bahnen, im Gegensatz zu den Lichtsignalen, einheitlich waren.

Da Martin auf die Steuerung von Mückendorf hinweist, sollte er sie einfach mal vorstellen. ;-)

Viele Grüsse
Holger

#4 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von outatime 04.04.2017 07:29

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Hallo zusammen,

ich finde die Idee, auf der Forumbahn mehr Signale zu verwenden auf der einen Seite ganz schön, denn ich habe in größeren Arrangements auch schon Spaß daran gehabt, auf die Signale zu achten.
Andererseits sollte man sich fragen, ob das bei unseren Arrangementgrößen wirklich sinnvoll ist.
Im Prinzip haben wir zur Zeit auch eine Signalisierung bei Bahnhöfen, nämlich die Trapeztafel.
Züge werden mittlerweile vom Fdl nur bis zur Trapeztafel des Bahnhofs geschickt und dann vom nächsten Fdl weiter behandelt, das hat gut geklappt und erfüllt eigentlich die gleiche Funktion wie ein Einfahrsignal.

Weiterhin wäre zu beachten, dass wir ja meistens einen Nebenbahn-Zweig haben (zuletzt NRT -> Bad Orb), auf dem es auch beim Vorbild nicht mehr als Trapeztafeln braucht.
Auf der eingleisigen Hauptbahn kann ich mir Signale schon eher vorstellen.

Bezüglich der Komponenten mit Steuerung und Verkabelung teile ich die Gedanken von Holger. Lieber versuchen, es nicht zu kompliziert zu machen.
Dieses System würde auch erst voll zum Tragen kommen, wenn genug Module mit Signalschächten vorhanden sind.

Daher würde ich vorschlagen, lieber kurze (z.B. 10 cm) Signalmodule zu bauen. Hier könnte evtl. Daniel Bausätze für BS bzw. F96 Profil anbieten, in denen sowohl der Schacht, als auch eine Transporthalterung für das jeweilige Signal enthalten ist.
Die Elektrik für das Signal könnte dann auch in dem Signalmodul Platz finden, ebenso wie die erforderlichen Schalter. Das würde beim Aufbau viel Zeit sparen und da es sich um Einfahrsignale handelt, sind sie vom Fdl. eines Bahnhofs auch räumlich noch ganz gut zu erreichen.
Die Signalmodule könnten so auch sehr flexibel eingesetzt werden und wir würden dem "Zwang" entgehen, jedes Modul mit einem Schacht auszurüsten.

Viele Grüße,
Björn

#5 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Bruchflieger 04.04.2017 22:41

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Hallo,
ich hab die 4 Aufsätze mal überflogen und ich finde Steffen's Ansatz mit dem Genormten RJ45 Stecker durchaus machbar um darüber sowohl Lichtsignale, als auch Servobetätigte Formsignale zu steuern. (von den Viessmann mit Spulenantrieb halte ich ehrlich nicht viel - die 2, die Micha zum Wintertreffen dabei hatte haben die meiste Zeit immer wieder rumgezickt...)

Hier nochmal auf die möglichen 8 Leitungen und deren Verwendung - ich hab die Belegung aber mal noch ein wenig verändert:
- Pol 1 = Stromversorgung +5V
- Pol 2 = LED rot - Halt
- Pol 3 = LED gelb
- Pol 4 = Servoimpulsleitung 1 - HP0 / HP1
- Pol 5 = Servoimpulsleitung 2 - HP2
- Pol 6 = Signalübergabe Hauptsignal Halt am kombinierten Signal
- Pol 7 = LED grün - Fahrt
- Pol 8 Stromversorgung GND

Den Arduino würde ich dabei in die Signalbox packen, genauso wie den Anschluss der Stromversorgung.
Die angesprochene Kombination von Haupt und Vorsignal kann man mittels Leitung 6 realisieren, über die der folgenden Signalbox zum Vorsignal die anliegende HP0 Signalisierung übergeben wird, woraufhin der Arduino dort die LED-Ausgänge des Vorsignales umschalten kann auf eine schwächere Ausleuchtung.
Dazu müsste allerdings das Vorsignal wahrscheinlich an einem eigenen RJ45 Anschluß angeschlossen werden, damit nur dessen Beleuchtung gedimmt wird.

Wer unbedingt die Vießmann Spulensignale verwenden will, kann an der Signalbox auch einen Umschalter anbringen, dann kann man dem Arduino auch eingeben die LED-Leitungen so zu beschalten, dass darüber die Spulen angesteuert werden können - dann muss der Ausgang nur mit einem Transistor noch verstärkt werden.

Bei allem Enthusiasmus muss ich aber auch folgende 2 grundsätzliche und zum teil auch gegensätzliche Fakten beim Namen nennen:
1. mit einem 8poligen Kabel zwischen Signalbox und den Signalen kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine eierlegende Wollmilchsau schaffen, die nahezu alle Wünsche abdecken kann. Das halte ich für durchaus machbar!

2. stelle ich mir im Gegensatz dazu aber auch die Frage, ob wir wirklich das Rad neu erfinden müssen? - Viele von Euch Mitlesern sind beim Fremo aktiv und dort wurde der Wattenscheider Signalschacht nach meinem Kenntnisstand erfunden. - Daher gehe ich davon aus, dass man sich dort inzwischen auch auf einen Standart für den elektrischen Anschluss geeinigt haben könnte... - warum dann nicht diesen übernehmen?

(Sollte ich mit 2. daneben liegen, bin ich aber auch gern bereit, mir im Sommerurlaub ein System auszudenken, wie wir mit relativ einfachen Mitteln (maximal ein Arduino pro Signalbox und alle mit einheitlicher Software) so viele Wünsche wie möglich abdecken kann. - Nur denke ich, dass diese Entwicklungsarbeit dann in einer der PG'en (z.B. der PG digital) durchgeführt werden sollte, denn je mehr Köche am Brei rühren, desto ungenießbarer wird er am Ende...)


Zu den Modulen:
Wer meine Website aufmerksam gelesen hat, hat vielleicht schon bemerkt, dass ich auch kurze Module mit 25cm Länge im Angebot habe. bei den 3 Modulkästen der Prototypserie dieser Kästen habe ich auch gleich die nötige Aussparung im Trassenbrett für die Installation eines Wattenscheider Signalschachtes (von H0-fine) eingebracht. Derzeit bastele ich noch an der Einrichtung eines neuen Shopsystems, wo beim Bestellen jedes Modulkastentyps auch diese Ausfräsung im Trassenbrett mit bestellt werden kann - in jedem Modul! Aber dazu später im Werbeforum mehr, sobald der Shop online ist.

Achso ganz vergessen:
Ich persönlich bin ebenfalls der Meinung, dass die Einführung einer Signalisierung im Arrangement der Forumbahn den Spielspass erhöhen. Meine Kreiseisenbahn in Kindertagen hatte keine Signale und das fand ich die ganze Zeit über doof. Die TT-Bahn meines Onkels hatte mehrere Signale und da hab ich jedes Mal in den Winterferien Stunden damit zugebracht an dieser Anlage zu spielen. - Ebenso ist es bei der Forumbahn - die Signale ergänzen das Gesamtbild und bereichern das "spielen" Und ganz ehrlich - an so einer schnöden Trapeztafel anhalten zu müssen macht doch weniger Spaß, als langsam auf ein Halt zeigendes Signal zu zu fahren und mit der Soundlok den FDL daueranzuhupen... ;)

#6 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von wknarf 04.04.2017 23:04

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Moin zusammen,

Zitat von ductore im Beitrag #3

Steffen hat sich viele Gedanken zum Thema und Lösungsansätze gemacht, danke dafür



Dem schließe ich mich an. Danke, Steffen, für die Überlegungen und den Beginn der Diskussion.

Zitat

Meiner Meinung nach ist die Sache aber recht einfach zu lösen. Es gibt hierzu eigentlich nur zwei Aspekte zu beleuchten.

1. Das Signalmodul an sich, also das Modul, wo ein Signal drauf steht
2. Form- und Lichtsignalansteuerung, also Elektrik

Desweiteren bin ich gegen jede Art von Verkomplizierung und Speziaiisierung (vulgo elektronischer Overkill) von Teilen, die von der Allgemeinheit bedient werden müssen.



Ich bin da Holgers Meinung. Wir sollten versuchen, die Ansteuerung der Signale so einfach wie möglich zu halten.

Die Spur 1-Bahner im Fremo haben da eine wie ich finde schöne Lösung gefunden. Zu jedem Formsignal, das als Block- oder Einfahrsignal Verwendung findet, gehört ein Stellhelbelkasten mit einem H0fine-Stellhelbel auf der Oberseite, der im Bahnhof in der Nähe des Stellwerks mit einer Schraubzwinge am Modulkasten befestigt wird:

Link ins Fremo:32-Forum

So etwas kann man auch mit einfachen Kippschalten für zweibegriffige Signale oder mit Tastern für Lichtsignale machen.

Bei den Modulen für die Schächte teile ich die Meinung von Björn, dass es am besten ist, kurze Streckenmodule zu bauen, die je einen oder zwei Schächte tragen. Ich habe für die BS-Module zwei Signalmodule in Arbeit, die 225mm (genau ein Gleisrost) lang sind.

Wir sollten nicht versuchen, alles zu vereinheitlichen. Hauptsache ist, dass die Signale in Wattenscheider Schächten untergebracht werden und die Erbauer der Signale Kabel und Schaltkästen mitliefern, damit die Signale von den Bahnhöfen aus betätigt werden können. Eine einheitliche Stromversorgung der Signal wäre dabei sicher hilfreich.


Viele Grüße,

Frank

#7 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Ronny_Sommer 04.04.2017 23:10

Hallo,

möchte mich gern mal kurz einmischen und

Zitat von ductore im Beitrag #3

Weiterhin wäre es von Vorteil, da die Formsignale bei beiden früheren deutschen Bahnen einheitlich waren.



gegen diese Aussage protestieren. Beim Blick auf die Hauptsignale mag dies stimmen, bei den Vorsignalen hört es allerdings schon wieder auf. Weiterhin passen keine grünen DB Formsignale auf ein DR-Layout, denn dort waren alte Signale schwarz und neu aufgestellte in einem helleren grau gestrichen.

Weiterhin sollte bedacht werden, daß Signale an sich sehr empfindliche Teile sind und eine entsprechende sichere Transportverpackung benötigen wenn sie nicht fest auf dem Modul stehen. Bei fest installierten Signalen dürfte der Modulbesitzer allein entscheiden was für eine Steuerung er nachbilden möchte.
Neben individuellen Bastellösungen und den bekannten Gleisbildstellwerken, gibt es schon 2 Hersteller die ein mechanisches Stellwerk (wenn auch leicht getürkt) anbieten:

http://www.h0fine.com/shop/index.php?cPa...95e8db306648285

http://www.rst-modellbau.de/rstshop/inde...-stellwerk.html

#8 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von br218 04.04.2017 23:52

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Zitat von ductore im Beitrag #3
Da Martin auf die Steuerung von Mückendorf hinweist, sollte er sie einfach mal vorstellen. ;-)
Was ich hiermit mache:



Die Grafik zeigt die Belegung der Buche am Signal (rechts nochmal exemplarisch für die Buchse Conrad 716136). Am Stellpult ist die Belegung hierzu gespiegelt. Folglich müssen die Kabel die Stecker in die jeweils selbe Richtung haben, also nicht der eine nach unten und der andere nach oben (da gibt es bestimmt einen Fachbegriff für). Genutzt wird RJ 45 6-polig. Die Pinbelegung ist dabei am Signal wie folgt:

1 Pluspol
2 Halt
3 Langsamfahrt
4 Fahrt
5 nicht belegt
6 Minuspol Licht

Zitat von Bruchflieger im Beitrag #5
(von den Viessmann mit Spulenantrieb halte ich ehrlich nicht viel - die 2, die Micha zum Wintertreffen dabei hatte haben die meiste Zeit immer wieder rumgezickt...)

...

Wer unbedingt die Vießmann Spulensignale verwenden will, kann an der Signalbox auch einen Umschalter anbringen, dann kann man dem Arduino auch eingeben die LED-Leitungen so zu beschalten, dass darüber die Spulen angesteuert werden können - dann muss der Ausgang nur mit einem Transistor noch verstärkt werden.
Ich bin da inzwischen zwar auch gemischtere Gefühle. Fakt ist aber auch das zum jetzigen Stand 100% aller Formsignale im Forenbahnuniversum von Viessmann stammen.

Zitat von Ronny_Sommer im Beitrag #7
Hallo,

möchte mich gern mal kurz einmischen und

Zitat von ductore im Beitrag #3

Weiterhin wäre es von Vorteil, da die Formsignale bei beiden früheren deutschen Bahnen einheitlich waren.



gegen diese Aussage protestieren. Beim Blick auf die Hauptsignale mag dies stimmen, bei den Vorsignalen hört es allerdings schon wieder auf. Weiterhin passen keine grünen DB Formsignale auf ein DR-Layout, denn dort waren alte Signale schwarz und neu aufgestellte in einem helleren grau gestrichen.
Die roten Gaskartuschen bei der DR nicht zu vergessen, welche ich fast noch prägnanter finde.

#9 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Bruchflieger 05.04.2017 08:01

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Hallo Martin,

dein System hat einen Vor- und Nachteil in einem:
du verwendest das 6-polige RJ12 Stecksystem, welches schon am X-Bus der Multimäuse und bei der FB nun auch für den Boosterbus per Loconet verwendet wird.

Vorteil: - die Kabel sind in der Regel vorhanden
Nachteil: - es besteht die Möglichkeit der Verwechselung mit Leitungen der anderen Busse.

Hatten deine (eure) Formsignale auch den Spulenantrieb von Viessmann?


Da ich für den Bahnhof Pretzsch auch einiges an Signalen aufzubauen habe, wird mich dieses Thema dann auch noch mit voller Wucht treffen. - wobei ich meine Signale und Weichen über die Selbstbau-Controller von einem Herrn Wagenlehner ansteuern möchte, da ich diese auch an den DCC-Bus anschließen und damit dann ebenfalls zusätzlich zum Stellpult die Signale und Weichen und Bahnübergänge ansteuern kann. (Für den FB-Betrieb wird dann ein Schalter angebracht, der die Anbindung DCC unterbricht)

Ich hab mir die ganze Sache aber auch nochmal durch den Kopp gehen lassen - wenn man die Signale tauschbar haben möchte, ist es doch besser, wenn jedes Signal, das an eine Signalbox angeschlossen werden soll, einen eigenen kleinen Käfer (Arduino nano / micro) hat, da z.B. nicht jeder seine Servo's exakt gleich eingestellt bekommen wird, ist dafür auf jeden Fall eine individuelle Konfiguration pro Signal notwendig. Damit lässt sich das Problem der Vorsignaldunkeltastung am kombinierten Lichtsignal bei HP0 aber sowas von einfach umsetzen, da die Info's von der Signalbox nur noch das gewünschte Signalbild enthalten und der Käfer am Signal erzeugt das daraus zu erstellende Signalbild - entweder per LED-Ausgänge oder per Servoansteuerung.
Damit sind wirklich nur noch wie in Martin's System 6 Leitungen im Kabel notwendig: (man kann die Norm aber auch auf 8-polige Leitungen festlegen, dann hat man noch 2 Signalbilder zur Verfügung z.B. Langsamfahrt 40/60km/h und noch ein weiteres...)

1 Spannungsversorgung +5V
2 Halt
3 Langsamfahrt
4 Fahrt
5 Signalbeleuchtung (bei Formsignalen)
6 GND

1 Spannungsversorgung +5V
2 Halt
3 Langsamfahrt
4 Langsamfahrt 40 km/h
5 z.B. BÜ gesichert (2x weiß)
6 Fahrt
7 Signalbeleuchtung (bei Formsignalen)
8 GND

Die Modular-Y-Verteiler gibt's auch für RJ45 - damit wäre die gleiche Flexibilität gegeben wie beim RJ12, und man könnte niemals versehentlich das Loconet-Boosterkabel an ein Signal anstöpseln, weil passt nicht...

Und wer Angst hat, das Aufspielen der Programmierung für die Signale nicht hin zu bekommen, da denke ich, dass sich ein ebenso praktikabler Weg finden lassen wird, dass das ganze als System entsprechend vorgefertigt bezogen werden kann...

PS: Die Viessmann-Signale gibt es ja auch ohne Spulenantrieb - so sind sie ja auch einiges günstiger und man kann sich einen Antrieb seiner Wahl drunter bauen - muss ja auch kein Servo sein, obwohl alle anderen mir bekannten Antriebe zu groß für den Einsatz im Watti sein dürften...

#10 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von ductore 05.04.2017 09:12

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Guten Morgen zusammen,

dank Ronny + Martin weiß ich nun, dass es Maste und Gasflaschen mit verschiedenen Lackierungen bei beiden Staatsbahnen gab. Mir war das bisher nicht bekannt und ist, denke ich, auch keinem bei den bisherigen Einsätzen aufgefallen. Somit stände wieder ein weiteres ToDo für unserer DR-Bahner auf der Liste ;-)

Spass beiseite: Ich denke, dass dies vernachlässigbare Kleinigkeiten sind. Und es spricht nichts dagegen, Form(haupt)signale mit grüner Mastfarbe und grauen Gasflaschen auch in einem DR- bzw. DB-AG-Szenario Da finde ich die unterschiedlichen Bauarten bei den Lichtsignalen schon wesentlich relevanter.
(Form-)Vorsignale usw. lasse ich bewußt aussen vor, da wir aktuell nicht in der Lage sind, diese vorbildgerecht einzusetzen. Weiterhin wäre ein reiner Tausch der Vorsignale von der Anzahl her sicher nicht so aufwändig als wenn man alles tauschen würde bzw. müsste.

Wie Daniel richtig schrieb, sollten spezielle Minimodule für Signale das Platzierungsproblem kurz- und auch langfristig lösen.
Ebenso gibt es bereits erprobte Lösungen für das Signalwesen (siehe entsprechende links).
Ich stimme auch Björn zu, dass wir normalerweise keinen großen Bedarf an Signalen haben, zum einen aufgrund der vielen Betriebsstellen, die eher zu einer Nebenbahn (im Zugleitbetrieb) passen und auch, weil wir einfach zu wenige Leute (ausser vielleicht beim JT) sind, die auch die entsprechenden Positionen (Fahrdienstleiter) besetzen können. Das merke ich immer wieder als Fahrplanplaner wie um jede Person für das fahrende Personal gekämpft bzw. geknobelt werden muss. ;-)

Da ich derzeit keine dringende Notwendigkeit für eine Normierung sehe, warte ich mal ab, was so kommt.
Also, macht mal…………ich bin gespannt. ;-)

Viele Grüsse
Holger

#11 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Lernkern 05.04.2017 09:59

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Tag zusammen.

Zitat von ductore im Beitrag #3

Desweiteren bin ich gegen jede Art von Verkomplizierung und Speziaiisierung (vulgo elektronischer Overkill) von Teilen, die von der Allgemeinheit bedient werden müssen.



Ich bin zwar rein entfernungsmäßig außen vor, bei der Normalspur sowieso. Trotzdem überlege ich na klar immer mal wieder, etwas Normalspuriges zu bauen und wenn dann na klar nach Forennorm.

Nur, wenn ich mich da dann in Signaltechnik und -ansteuerung einarbeiten und dafür mir bisher unbekannte Kosten tragen müsste, dann würde ich mir das vermutlich zweimal überlegen. Ob ich mit diesem Gedanken jetzt allein bin oder noch andere so denken, weiß ich natürlich nicht.

Nehmt mir den Beitrag nicht übel, auch unbequeme Fragen wollen gestellt werden.

Achja, was ich schon lange mal fragen wollte: Gibt es bei der Forumbahn eigentlich noch das "freie Fahren"?-)

Grüße

Jörg

#12 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Bruchflieger 05.04.2017 14:52

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Hallo Jörg,

Um deine Frage kurz zu beantworten: Ja, gibt es noch ab und zu zwischen den unzähligen Fahrplansessions. - Allerdings traut sich das kaum noch jemand exzessiv auszukosten, da man im Anschluss von den Fahrplangeilen Freaks (sorry, das musste mal raus) angemacht wird, weil die Loks und Wagen nicht mehr zur Grundaufstellung passend stehen...

Back to topic:
Um es deutlich auszusprechen die "Normierung" soll nicht dazu führen, dass man erst noch Signalwesen studieren muss. Ich habe es so verstanden, dass die Ausführung der verwendeten Anschlussstecker und Pinbelegung vereiheitlicht wird.
Und vielleicht kann nebenbei auch ein Baustein entwickelt werden, der für einzelne oder mehrere Signaltypen verwendet und im Watti eingebaut werden kann, um damit das jeweils installierte Signal ansteuern zu können.

#13 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von br218 05.04.2017 17:01

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Zitat von Bruchflieger im Beitrag #12
Um es deutlich auszusprechen die "Normierung" soll nicht dazu führen, dass man erst noch Signalwesen studieren muss. Ich habe es so verstanden, dass die Ausführung der verwendeten Anschlussstecker und Pinbelegung vereiheitlicht wird.
Richtig, es hat keiner die Absicht etwas für alle verbindlich einzuführen. Das könnte wenn überhaupt nur die PG Norm. Intention ist vielmehr eine durchdachte Vorlage als Empfehlung gibt. Wenn solche solche Vorlagen oder Empfehlungen gut gemacht sind werden sie übernommen uns setzten sich irgendwann durch. Sind Signale untereinander tauschbar so macht es kein Problem wenn mal ein Signal die Löffel streckt. Hat jeder inkompatible Signale dann hat man im worst case eben für den Rest des Treffens kein funktionsfähiges Signal mehr (so wie bei Suhl 2016 am Abzweig Mückendorf).

Siehe deine Ablagen Daniel. In der Norm steht nirgends das man genau diese Ablagen zu nehmen hat, es steht nur das eine Ablage vorhanden sein soll. Eine Eigenbaulösung ist also auch okay. Trotzdem haben viele von uns deine Ablage gewählt da diese einfach genial aufgebaut ist.

#14 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Lernkern 05.04.2017 17:06

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Hallo.

Danke Daniel, danke Martin.

Wenn ich es richtig verstehe, dann muss also niemand Wattenscheider Schächte einbauen (etc.), sondern man kann. Oder, wie Holger weiter oben gesagt hat, es wird Signalmodule geben. Und die baut dann der, der eben gern mit Signalen fahren würde. Oder?

Viele Grüße

Jörg

#15 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von StEn 05.04.2017 20:47

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Hallo Diskussionsteilnehmer,

zunächst einmal danke für die rege Beteiligung und die mitunter sehr ausführlichen Beiträge. Und auch, wenn dieser Thread unter "Forumbahn" läuft, freue ich mich auch über Beiträge von Nicht-Forumbahnern und "virtuellen Forumbahnern aus down under"!

Wie ich bereits zu Beginn anmerkte ...

Zitat von StEn im Beitrag #1

...
Die vor längerer Zeit einmal vorgebrachte Forderung, dass jedes Modul in beiden Richtungen mit Signalschächten auszurüsten ist, ist zwar aus Sicht der Signalplanung sicher nicht falsch, aber mir fallen da sofort eine ganze Reihe an Modulen ein, auf denen solche Schächte mit Sicherheit ein störendes Bild ergeben würden. Daher sollten wir mit dem planen, was vorhanden ist. Und da gibt es ja noch Signalmodule mit geringer Länge...



... was durch meine Vorredner direkt oder indirekt bestätigt wurde, ist daraus ableitbar, dass es weder eine Verpflichtung zum Einbau von Signalschächten noch der Zwang zum Aufstellen von Signalen geben wird.
Die Anregung zur Aufnahme in die Forumbahn-Norm bezieht sich lediglich auf den einheitlichen technischen Aufbau der Signale (Schnittstelle, Verkabelung, Stromversorgung) sowie auf ein einheitliches Bediengerät für alle unsere Signale. Hintergedanke war dabei auch, bei Bedarf solche standardisierten "plug-and-play-Signalboxen mit einheitlicher Schnittstelle letztlich auch in größeren Mengen fertigen lassen zu können.
Allerdings wird sich der Aufbau und die Bedienung auch durchsetzen, wenn sie gut und erschwinglich ist, ohne dass sie in der Norm zwingend verankert ist - siehe die Daniel´schen Dienststellen-Ablagekästchen.

Zwischen den Zeilen: Wer könnte denn solche Kunststoffkästchen nach Kundenvorgaben in kleinerer Anzahl fertigen? 3D-Druck evtl.?

Ich war bisher bei 2 FREMO-Treffen, auf denen die Signale (auch der Größe geschuldet) mit dem PC gesteuert wurden. Das hat funktioniert, bindet aber ständig einen Mann komplett am Rechner. Daher sehe ich dieses Konzept die nächsten Jahre nicht bei uns, zumal eine Blocksignalisierung ebenfalls nicht nötig ist. Bleibt die lokale Steuerung der Binnensignalisierung sowie die Einfahrsignale für einen Bahnhof oder einen Abzweig, der nicht Bestandteil eines Bahnhofs ist. Hier baut derzeit jeder seinen eigenen Signalaufbau sowie das dazu passende Bedienkästchen. So außergewöhnlich neu ist meine Idee also nicht, dass man dies als "Rad neu erfinden" bewerten müsste.
Vielleicht gibt es ja ähnliche Lösungen bereits, aber ich habe sie auch nach intensiver Recherche nicht gefunden - jedenfalls nichts marktgängiges. Das kann natürlich auch an mir liegen

Ich teile die Ansichten, dass wir die Singalisierung nicht unbedingt brauchen. Der Betrieb läuft auch ohne Signale und mit diversen Täfelchen ganz gut und wir haben unseren Spaß. Aber das Bessere ist nun mal des Guten größter Feind und mir gefällt das Anhalten an einem "echten" Signal mittlerweile nun mal besser, als an einem Täfelchen. Zudem blicke ich gerne in die Zukunft. Das weitere Expandieren der Forumbahn über die Jahre ist nicht ausgeschlossen. Eine bereits vorhandene Lösung verhindert später mühsames Nachsteuern.

Zur Technik: Daniel, ich freue mich, dass du die Intension dahinter technisch verstanden und weiterentwickelt hast. Nach deinem Vorschlag könnte man mit einer Signalbox "Basic" ein beliebiges zwei- und dreibegriffiges Signal - sowohl Licht als auch Formsignale - und das dazugehörige Vorsignal (wenn Platzierung sinnvoll!) bedienen. Somit wär der Betrieb von beiden Signalarten lediglich durch Tausch des Signals (und ggf. des VS) möglich. Und der Arduino wäre dann nur in der Signalbox nötig. Das ist eine herrliche Idee! Gut gemacht!
Für mehrbegriffige Ausfahrsignale könnte man die untere Taster- oder Kippschalter-Leiste der "Basic" umbeschriften und die Pole 4-5 des Arduion von Servo- auf Lichtsteuerung umprogrammieren... fertig! Cool. Da ist nichts kompliziert oder unnötig aufwändig daran.
Ein zusätzlicher Arduino im Signalträger wäre dann - entgegen meinen Erstvorschlag - nicht mehr nötig, was den Aufwand und die Kosten je Signal mindert.
Eine Signalbox "Bahnhof" wäre dann so konstruiert, dass sie 2 Einfahrsignale + 2 VS steuern könnte. Alternativ gingen auch 2 x "Basic".

@Frank: Danke für den Link. Diese Idee dahinter ist ähnlich meiner Intension. Sicherlich sind diese Stellhebel mechanisch gesehen ganz nett. Mir persönlich gefallen sie garnicht. Dieser Stellkasten aus dem Fremo:32 ist aber auch nur eine Insellösung, die nicht markgängig ist. Mit einem Stellhebel bist du in der Grundform schon mit 29,50 EUR dabei. Billiger wird diese Lösung daher auch nicht. Ich finde es darüber hinaus auch nicht schön, ein Lichtsignal über einen mechanischen Stellhebel zu schalten.

Danke Matin, für die Skizzierung deiner Schnittstelle. Daniel hat ja zu den Vor- und Nachteilen einiges ausgeführt. Dem kann ich mich nur anschließen.

Grüße
Steffen

#16 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Dominik B 05.04.2017 21:55

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Zitat von Bruchflieger im Beitrag #12
Um deine Frage kurz zu beantworten: Ja, gibt es noch ab und zu zwischen den unzähligen Fahrplansessions. - Allerdings traut sich das kaum noch jemand exzessiv auszukosten, da man im Anschluss von den Fahrplangeilen Freaks (sorry, das musste mal raus) angemacht wird, weil die Loks und Wagen nicht mehr zur Grundaufstellung passend stehen...


Hallo Daniel,

früher war ich auch mal Fahrplangeiler, das hat sich etwas gelegt. Mittlerweile reizen mich Treffen dahingehend die Leute zu sehen und lustig drauf zu sein. Aber beim freien Fahren ist das auch unkompliziert geregelt: Fahre den Zug am Ende wieder da hin wo er vorher stand oder gleise den Zug wieder ab wenn du ihn extra aufgegleist hast und alles wird gut. Es kostet nur unheimlich viel Zeit bei jeder Session alles neu aufzustellen.

Andere Frage: Wozu der Thread? Kann doch jeder seine Betriebsstelle wie er will mit einem eigenen Signalsystem (Ansteuerung und Verdrahtung) ausstatten. Interessant wird eine Normung nur wenn man echte Blöcke mit Erlaubniswechseln einrichtet. Aber da sind wir bei uns so weit weg wie die Erde vom Mond.

Gruß

Dominik

#17 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von StEn 11.04.2017 19:32

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Hallo Leute,

wie anfangs erwähnt, soll dieser Thread auch dazu dienen, unsere Erfahrungen zum Thema Signal- Einbau, -Anschluss und -Betrieb zu sammeln. Ich denke dabei auch an solche Forumsnutzer, die gerade anfangen haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Dazu soll an dieser Stelle zunächst der Einbau näher betrachtet werden.

Ein Modellbahner mit stationärer Anlage wird Signale einer bestimmten Epoche fast ausschließlich fest einbauen. Dazu bietet u. a. VIESSMANN eine ganze Reihe verschiedener Signalarten und Bauweisen mit einem nach meiner Bewertung durchaus fairen Preis-Leistungsverhältnis an. Gerade die Lichtsignale mit Steckfuß lassen sich sehr schnell und einfach verbauen.

Auch Module lassen sich mit Signalen ausstatten. Der Einbau von fest installierten Signalen ist dabei ebenso unkompliziert wie bei stationären Anlagen. Dies bietet sich z. B. bei Betriebsstellen mit größerer Anzahl an Signalen an, da eine Verwendung von sog. Wattenscheider Signalschächten (s. u.) zwischen den Gleisen schon zu Platzproblemen führen kann.
Als Nachteil ist zu beachten, dass solche Signale - wie bereits erwähnt - erhöhter Vorsicht beim Transport und bei Aufstellung bedürfen. Zudem sollte vermieden werden, dass unterflur verbaute Signalantriebe über die Unterkante des Modulkastens herausragen.

Wer sich für die Idee des Wattenscheider Signalschachts entscheidet (Bezugsquelle hier: h0fine), kann die Signale, die in dazu passenden Einschub-Signalträgern (Beispiel hier) verbaut sind, jederzeit entnehmen und in selbst gebauten Transportbehältern sicher verwahren. Da diese Signale nur im Betrieb im Schacht angebracht werden, stört auch nicht, wenn sie unter dem Modulkasten nach unten herausragen.

Zum Einbau eines Wattenscheider Signalschachts gehe ich so vor:

Zunächst ist es sinnvoll, die Einbaumaße aus der Einbauskizze zu entnehmen.

Dann wird die Einbaustelle aufgezeichnet:



Nach einer oder mehreren größeren Bohrungen erledigt eine Stichsäge sowie ggf. eine feinere Holzfeile die Anpassung an die Außenmaße des Signalschachts.



Die Aussparung ist fertig, wenn der Schacht noch leicht fest sitzt.



Da der Unterbau an dieser Stelle teils aus Holz, teils aus Styrodur besteht, habe ich Holzleim zum Verkleben verwendet. Dieser greift das Styrodur nicht an und ich habe genug Zeit, den Signalschacht auszurichten. Gleichzeitig habe ich um den Schachausgang an der Oberfläche etwas Spachtelmasse aufgetragen, die ebenfalls zur Fixierung beiträgt.

Da ein schiefes Signal definitiv nicht schön aussieht, kann man jetzt den Signalträger soweit über den Schacht herausragen lassen, dass eine saubere vertikale Ausrichtung möglich ist.



Nach dem Aushärten der Verklebung kann die Geländegestaltung um den Schachtausgang erfolgen. Je nach Wunsch und Fähigkeiten bieten sich Tarnmaßnahmen an:





Man sieht: keine Hexenwerk! Allerdings ist es natürlich deutlich einfacher, die Signalschächte bereits im Rohbau anzubringen. Dann erspart man sich ggf. aufwändige Nachgestaltung.

Grüße
Steffen

#18 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von BJA 29.10.2017 12:05

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Hallo Steffen,

klasse Ansatz mit dem Schacht, kannte ich noch nicht, werd ich aber einsetzen

#19 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von StEn 29.10.2017 15:48

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Hallo Bernhard,

danke! Das ist m. E. jedoch nur sinnvoll, wenn man die Signale z. B. bei Epochenwechsel austauschen möchte oder wenn die Signale bei einer Modulanlage transportbedingt entnehmbar sein müssen. Bei einer Heimanlage würde ich die Signale fest einbauen, denn dann kann man auch die Details des Umfeldes (Indusi, Kabel, etc.) passend dauerhaft installieren.

Grüße
Steffen

#20 RE: Signale für die Forumbahn - Aufstellung, Verkabelung, Bedienung, Konzept von Modulbahner 29.10.2017 16:53

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Hallo zusammen,
die Idee mit dem Wattenscheider Schacht finde ich klasse, so kann an den filigranen Signalen beim Transport von Modulen nix kaputtgehen
und der Preis hält sich auch in Grenzen. Wer benutzt denn schon diese Art des Einbaus und kann einmal ein Bild mit Signal einstellen.
Dafür schonmal ein dickes Danke.

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