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#101 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 28.02.2017 21:57

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... und ich noch einen schönen Garagenhof (2 Bilder). Standort wird nicht verraten. Ich mag nicht, wenn etwas abgeschraubt wird!
Grüsse
Norbert



#102 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 01.03.2017 14:08

Hallo Norbert Hanstein, hallo Leute,

ja, die Schilder sollten wirklich an ihrem Platz bleiben. Das Standard-Schild scheint noch aus den 1920/30er Jahren zu stammen.

Ich habe hier noch irgendwo ein Emailleschild von BV-ARAL als "Garagen-Hausnummer".

Hier noch ein weiteres Foto aus der Zeit um 1960:



Es handelt sich um eine kleinere Esso-Tankstelle. Interessant finde ich auch das Umfeld mit den Geschäften. Im Allgemeinen waren Tankstellen früher kleiner, aber häufiger als heute zu finden.

Gruß

Uwe Ganther

#103 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 07.03.2017 16:37

Hallo Leute,

heute mal einfach nur eine interessante alte Straßen-Szene aus der Zeit um 1960.


Interessant ist das Vorkriegs-Dreirad (1933-1935), das hier - um 1960 - offenbar noch sehr gut in Schuss ist.

Natürlich sieht man hier den unvermeidlichen VW-Käfer. Auf welchem Straßenfoto ist auch kein Käfer zu sehen - damals?
Der Roller dürfte eine Vespa einer sehr frühen Bauserie sein. Sie hat noch den Scheinwerfer auf dem vorderen Kotflügel und ein Reserverad hinten.
Der Dreirad-Pritschenwagen ganz links im Bild dürfte wohl ein Goliath F200 sein. Mich macht die Seitenlinie der hinteren Tür allerdings etwas irre. Normalerweise waren unter dem Ausschnitt Kühlrippen und die Tür war rechteckig ausgeschnitten - hm.

Die Straßenbahngleise sind offenbar nur noch nach rechts befahrbar.

Das Schild "Vorfahrtsstraße" ist mit weißem Grund und rotem Rand. Die gibt es seit den frühen 1970er Jahren nicht mehr.

Die Kennzeichen sind bereits weiß, so dass das Foto nach 1956 entstanden sein muss. Kann mir jemand die Uhrzeit sagen?

Ich finde Fotos aus den 50er und 60er Jahren immer sehr reizvoll, wenn sie abwechslungsreich sind und gemischten Verkehr vor historischer Kulisse bieten.

Hier reizte mich natürlich besonders der Goliath F200 der Bauserie 1933-1935, der hier ganz links im Bild ist und sich offenbar guter Pflege erfreut. Ob der da noch heute fährt?

Auch bei diesem Foto weiß ich leider nicht, in welcher Stadt es entstanden ist.

Gruß

Uwe Ganther

#104 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von telefonbahner 07.03.2017 19:04

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Hallo zusammen,
hier mal aus der "Mottenkiste" ein paar Bilder.
Bitte bei den schwarz-weiß Bilder die Qualität entschuldigen, es handelt sich hierbei um Scans von meinen uralten Negativfilmen der Sorte FOTO 65. Da waren die Grautöne kaum vorhanden.
Den Anfang macht die Lockwitztalbahn (Linie 31) der Verkehrsbetriebe Dresden. Das Foto entstand 1977 kurz vor der Halte- und Ausweichstelle Hummelmühle und zeigt einen in Richtung Niedersedlitz fahrenden Straßenbahnzug als "Falschfahrer". Immer wieder schön und interessant wie die Fuhrwerkslenker reagieren wenn ihnen auf ihrer Fahrbahnseite plötzlich eine Straßenbahn entgegenkommt.
Man stelle sich mal die heutige navigesteuerte Generation vor

Die 31 ist ja schon seit 1977 Geschichte, aber das gleiche kann man noch zwischen Bad Schandau und Lichtenhainer Wasserfall erleben wenn die Kirnitzschtalbahn als Falschfahrer entgegenkommt. Die Autos weisen ja schon darauf hin, auch diese Aufnahme ist aus den 70gern.

Hier noch 2 Diascans aus Dresden. Auf der Ernst-Thälmann-Strasse ( der heutigen Wilsdruffer Strasse) sind nur eine überschaubare Anzahl an Fahrzeugen unterwegs. Die Fahrbahn war mit Kupferschlackepflastersteinen aus dem Mansfelder Land versehen, bei einsetzendem Regen selbst im Hochsommer Glatteisgefühl !

Die Verkehrsbetriebe habe wohl gerade ein paar neue IKARUS- Busse bekommen und fahren nun am Landhaus (Stadtmuseum) vorbei in Richtung Postplatz.


Gruß Gerd aus Dresden

#105 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 07.03.2017 19:25

Hallo Gerd aus DD, hallo Leute,

Entschuldigungen sind da völlig überflüssig! Vielen Dank für das Zeigen Deiner interessanten Fotos!

Historische Bilder muss man nehmen, wie sie sind. Schließlich sind es Zeitdokumente, die sich niemals mehr wiederholen lassen.

Mir ging es ja in diesem und den anderen ähnlichen Threads um Anregungen für den Modellbau, um das Zeigen authentischer Szenen und Hilfe bei der Suche nach Vorbildern für Modellbauprojekte.

Hier kommt es sicherlich nicht darauf an, dass jeder Niet sichtbar ist, sondern wie Atmosphäre jener gezeigten Epoche war.

Und - Atmosphäre haben Deine Fotos jede Menge (eine schöne Mottenkiste...).

Gruß

Uwe Ganther

#106 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von Lernkern 07.03.2017 23:41

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Tag.

Uwe, auf deinem Foto aus #102 ist es 17 Uhr 10.

Gerd, schöne Fotos sind das auch von dir. Das Auto, das im zweiten Bild näher am Betrachter ist, hätte ich als Renault eingeordnet. Kann aber nicht sein, es wird ein Lizenzbau sein. Welche Marke ist das?
Und täusche ich mich, oder sind die Ikarusse () so neu, dass sie noch nicht mal Kennzeichen haben?

Viele Grüße

Jörg

#107 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von telefonbahner 08.03.2017 00:27

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Hallo Jörg,
die Busse sind vermutlich ladenneu aus Ungarn gekommen und haben tatsächlich noch keine Kennzeichen.
Der PKW auf dem Bild 2 ist der rumänische Lizenzbau des Renault 12, wurde in der DDR als DACIA 1300 verkauft.
Siehe auch hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dacia_1300

Gruß Gerd aus Dresden

#108 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 09.03.2017 21:17

Hallo Leute,

ich kann nur sagen: TOP!

Was hier so an alten Fotos und damit Anregungen für den Modellbauer so auftaucht... (!!!)

Ich hingegen habe heute nur wieder ein ziemlich unscharfes Vorbild-Foto, das mir vor Jahren mal auf einem Flohmarkt in die Finger kam:



Dieses Foto entstand im Jahre 1963 in HH vor dem Großmarkt. Der Tempo Hanseat (15 PS) biegt gerade nach links, rechts in das Großmarkt-Gelände ab (nicht im Bild).
Der moderne Lieferwagen im Vordergrund ist ebenfalls ein Tempo, es dürfte ein Tempo Wiking I (20 PS) sein.
Leider ist die Rückwand-Linie der Kabine abgeschnitten, denn daran könnte man unterscheiden, ob es wirklich ein Wiking oder ein Rapid bzw. Matador der gleichen Bauserie ist. Dahinter noch das Konkurrenzmodell von VW, der bekannte T1 Bulli. Auch der Opel Rekord P1 Caravan ist nicht nicht gerade unselten.

Dass es wirklich ein Bild aus den 1960ern ist, verrät zumindest der Opel Kadett A, von dem man die Seitenlinie klar erkennt.

Den Bus halte ich für einen Henschel.

Nachbau-Anwärter sollten auf den Straßenbelag achten. Kopfsteinpflaster, asphaltierte Einfahrt und offenbar auch asphaltierte Hauptfahrbahn. Interessant sind immer die Übergänge zwischen verschiedenen Straßenbelegen, die nach einiger Benutzung auch nach einiger Benutzung aussehen sollten. Ich suche mal in meinen Unterlagen nach passenden Bildern.

Die meisten unter Euch werden wohl mitbekommen haben, dass ich nicht nur von der Eisenbahn, sondern auch von möglichst urigen Straßenfahrzeugen infiziert wurde - und das seit meiner frühesten Kindheit.

Dreiräder haben mich irgendwie in ihrer Gewalt - ich kann nichts dafür...

Gruß

Uwe Ganther

#109 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von Rockabilly Hobo 09.03.2017 21:20

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Hallo Uwe,
Du auch?
Und ich bin sicher wir sind nicht allein hier.

Gruß Frankie

#110 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 10.03.2017 00:26

Hallo Leute,

ich hatte vor einiger Zeit noch einen ähnlichen Thread mit ähnlichem Hintergrund eröffnet, den wir jetzt einfach mal im Sande versinken lassen sollten.

Allerdings war ein Foto dabei, das ich nicht einfach vergessen möchte, da es sehr interessant ist:



Das Foto entstand in Hannover in der Vahrenwalder Straße, dort, wo die Autobahn (oben) über die Vahrenwalder Straße führt. Wir sehen in Richtung Vahrenwald. Links sehen wir die Kasernen, die damals noch die Wellblech-Nissenhütten an der Straße hatte (leider nicht im Bild).

Natürlich könnte dieses Bild auch in jeder anderen Stadt der Nachkriegszeit entstanden sein.

Alternativ könnte die Blechbrücke natürlich auch eine Eisenbahnbrücke sein.

Viele Dinge sind für den Modellbauer, der die Epochen 3 oder 4a im Sinn hat, von großem Interesse.
Zum einen seht Ihr das Kopfsteinpflaster, das in großen Straßen der damaligen Zeit überall zu finden war. Vermutlich handelt es sich um die leicht glänzend, schieferartig schimmernden, gepressten Schlacke-Steine, die bei feuchter Witterung immer so gefährlich schlüpfrig wurden. Noch heute findet man diese Steine in vielen Städten - auch in Hannover. Oft sind auch die Gleise der Straßenbahn damit ausgemauert.

Interessant auch der dreiteilige Straßenbahn-Zug der Linie 19 aus alten, unterschiedlichen Zweiachsern. Der Triebwagen dürfte wohl von HAWA sein, ein ehemaliger Hauslieferant der ÜSTRA.

Die Blechträgerbrücke existiert so heute auch nicht mehr. Als die Autobahn verbreitert und die Abfahrt und das Dreieck ausgebaut wurden, wurden "gesichtslose" Betonkonstruktionen gebaut.
Das Schild an der Brücke weist auf die Durchfahrthöhe mit der Oberleitung hin.

Der Wegweiser rechts ist ebenso von Interesse! Hinweisschilder, die zu Autobahn-Auffahrten weisen, sind heute "autobahnblau". Hier ist ein normaler, gelber Wegweiser zu sehen. Für die Epoche-3-Bauer sicherlich wichtig.

Der Pritschenwagen rechts neben der Straßenbahn ist ein Goliath GD750 (Dreirad). Das Fahrzeug davor kann ich leider nicht entziffern.

Auf der Autobahn ist ein Kofferzug der Adler-Eilboten unterwegs (Spedition Seemann). Die hatten damals ihr Domizil in der Vahrenwalder Straße. Das Zugfahrzeug ist ein MAN.

(Nicht zu vergessen die Witterung - damals schneite es noch in Hannover)

Gruß

Uwe Ganther

PS: Ich bitte Euch, Eure Bilder ebenso zu kommentieren, damit wir wissen, worauf wir achten sollten

#111 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von hanstein 10.03.2017 15:41

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....wird gemacht - kommentieren meine ich.
Hier 2 Bilder aus Berlin. Auf dem Foto aus den 1930-er Jahren sind nicht weniger als 4 Dreiräder zu sehen! Uwe, Du kannst die jeweiligen Hersteller bestimmt definieren. Auch dieses Bild ist ein Fund vom Flohmarkt oder besser gesagt: Buch- und Antiquitäten-Markt am Kupfergraben. Das Bild wurde etwa von vor der Vorderseite des Schlosses gemacht (mit zoom), welches 1950 abgerissen wurde und heute wieder neu entsteht, im Vordergrund die Schlossbrücke mit den Figuren, rechts das heutige Museum für Deutsche Geschichte, dahinter die Humboldt-Universität, weiter hinten Friedrich der Große in der Mitte der Strasse zu erkennen und ganz hinten das Brandenburger Tor. Ja, wir befinden uns am Anfang von "Unter den Linden", jetzt seit ich in Berlin bin immer eine Baustelle.
Das neue zweite Foto etwa vom gleichen Standpunkt gemacht (etwas weiter vorne wegen der Bauzäune), gestern am 09.03.2017 aufgenommen. Wenn man genau schaut, kann man in der Bildmitte wieder Friedrich den Grossen erkennen. Wie sich die Bilder gleichen und doch wieder nicht. Alle Gebäude auf der linken Seite waren total zerstört und sind während der DDR-Zeit neu entstanden.Die Autos sind auf jeden Fall langweiliger geworden...
Grüsse an alle
Norbert





Ich stehe ungefähr da, wo der Ford Eifel fährt.

#112 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 10.03.2017 17:51

Hallo Norbert, hallo Leute,

das mit dem Identifizieren ist gar nicht so einfach. Da geht es mit dem Infizieren schon leichter...

Das Foto ist zwar scharf, aber die Autos sind doch arg klein.

Auf jeden Fall entstand Dein Foto ab 1936.

Die beiden Dreiräder links im Bild sind zweifelsfrei Tempo E-Typen der Baujahre 1936-38 als Pritschenwagen.
Von genau diesem E-Typ habe ich früher mal ein H0-Modell geliefert, das aber heute nicht mehr erhältlich ist. Wer diesen damals sehr wichtigen Fahrzeugtyp haben will, muss sich (mit viel Glück) in der Bucht versuchen (siehe Foto unten).

Dann kommt links der Ford Eifel (Busch) auf uns zu.

Dahinter links ist ein Dreirad mit freistehendem Frontmotor, das ich für einen Framo TV oder LT halte. Es könnte aber auch z. B. ein O.D. sein (Ostner/Dresden).
Auch ein frühes Weise-Dreirad (Berlin) oder ein Tamag (Krefeld) käme in Frage.

Neben dem Eifel fährt noch ein Mercedes Benz 260 D der Baureihe W138. Den kann man von Wiking erhalten.

In dritter Reihe sieht man noch einen Opel Kadett (1936-1940), möglicherweise auch ein Olympia (ab Baujahr 1936), von Busch lieferbar. Das große Fahrzeug daneben kenne ich nicht - wäre aber interessant zu wissen.

Hinter dem Opel Kadett fährt in respektvollem Abstand zu diesem ein schwerer Mercedes-Benz (vermutlich Kompressor).

Das Dreirad ganz rechts im Bild kann ich leider auch nicht identifizieren, da man eigentlich nur die Tiefpritsche sieht. Es scheint ziemlich schwer beladen zu sein und hängt durch (überladen).

Auch die anderen Fahrzeuge sind nur sehr schwer zu erkennen.


Hier ein H0-Diorama u. a. mit Ganther-, Oestmann-, und EMS-Modellen. Ein Tempo E200 (Ganther) kommt da gerade aus der Haus-Einfahrt


Gruß

Uwe Ganther

#113 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 11.03.2017 00:44

Hallo Leute,

einen habe ich noch:


Links Framo LTP, rechts Tempo A400 nebst VW Käfer, Fiat LKW und Kälble mit Anhänger-Dreieck auf dem Dach

Ene dicht befahrene Straße irgendwo in HH:
Auch hier sieht man wieder zwei Dreiräder, die beide etwas verbeult aussehen. Im Vordergrund rechts ist ein Tempo-Dreirad der A-Serie (1938-1948) zu sehen. Es handelt sich dabei um den Einheitstyp E1 nach dem Shell-Plan, der auch von den Standard-Werken in Plochingen gebaut wurde. Hier wird es sich aber vermutlich wirklich um einen Tempo A400 und nicht um einen Standard E1 (1939-1945) handeln.

Hinter dem Tempo A400 fährt ein Adler 2,0 Liter (1938-40), meine ich. Die beiden Brezel-Käfer sind sicherlich unschwer zu erkennen.

Aber das linke Dreirad ist für einen echten Hanseaten fast ein Sakrileg!
Das ist ein Framo LTP (1935-1936), das Vorgängermodell meines LTG's. Deutlich sieht man hier die schmale und hohe Bauweise, die bei Framo durch die Vorderachs-Konstruktion mit dem stehenden Motor auf dem Vorderrad bedingt war. Beim Nachfolrgemodell LTG änderte man die Konstruktion und konnte dadurch wesentlich flacher bauen. Ja, auch die Hanseaten fuhren nicht nur, was in HH gebaut wurde, wie man sieht, sondern auch die Konkurrenz aus Hainichen. Der flache LTG aus Beitrag #99 hier zum Vergleich (klick).

Der Frontlenker-LKW dürfte wohl ein Fiat sein und der große Schnauzer ein schwerer Kälble, wie ich vermute. HInter dem Fiat fahren verdeckt noch mindestens zwei weitere Dreiräder. Auch ein Buckeltaunus folgt der Kolonne - man erkennt die Silhouette mit dem Teil eines Scheinwerfers Beifahrererseite.

Es ist leicht zu erraten, zu welcher Zeit dieses Foto entstanden sein muss, wenn man sich den Zustand des Daches ansieht. Das Foto entstand wohl ca. 1949 vor dem Hauptbahnhof Hamburg. Wann war das Dach wieder gedeckt?

Gruß

Uwe Ganther

#114 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 14.03.2017 19:18

Hallo Leute,

heute mal wieder eine Garage, die wir noch nicht hatten.


Auch dieser Käfer (ab Modelljahr 1958) hat drei Räder, um bei meinen Lieblingsautos zu bleiben

Die älteren unter uns kennen sicherlich noch die "Laternengarage", die hier gut im Bild ist. Man beachte auch hier wieder den Straßenbelag und den Papierkorb an der Laterne. Wer hat das schon einmal in H0 nachgebildet?

Ich kann mich gut an ein Bild in einem alten Vollmer-Katalog der 1960er-Jahre erinnern. Dort war eine ähnliche stimmungsvolle Laternengarage abgebildet.

Wenig ist oft mehr!

Gruß

Uwe Ganther

#115 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 16.03.2017 15:08

Hallo Leute,

wenn wir Modelle vergangener Epochen nachbilden möchten, so fehlen uns oft Vorbildfotos.

Parkplätze geben oft einen guten Überblick, welche Fahrzeuge für die Nachbildung des Straßenverkehrs von besonderem Interesse für uns sind. Natürlich gibt es gravierende Unterschiede links und rechts des eisernen Vorhanges.

Da ich - als alter Wessi - hier mehr gesammelt habe, als von drieben, hier mal wieder Westliches aus alten Zeiten:


Hier ein kleiner, gedrängter Behelfsparkplatz, sicherlich irgendwo in alten hamburger Seitenstraßen. Ist das ein schiefgefahrener Zigarettenautomat oder ein Telefonkasten?

Deutlich sieht man rechts ein Goggo Coupé, das ich bisher nur von Walldorf Mini kenne. Links daneben parkt ein Ford Taunus Turnier (Weltkugel). Ein H0-Modell kenne ich bisher nicht. Dahinter erkennt man zwei VW Käfer. Ganz hinten ist ein Tempo Hanseat, Bj. 51-56 (rundes Hochdach) als Tiefpritsche geparkt. Das im Vordergrund gerade vorbeifahrende Fahrzeug ist mit 100%iger Sicherheit ein seltener Messerschmidt KR175. Man erkennt ihn an der geraden, eingesetzten Frontscheibe auch auf diesem Fragment deutlich.

Auch das ganze Umfeld dieses Fotos, das auf jeden Fall erst ab 1956 (siehe Auto-Kennzeichen) entstanden ist, ist sehr interessant. Es ist also auf keinen Fall mehr ein Trümmerfoto. Güldenring-Filter-Zigaretten (???) - nie gehört!

Als zweiter Parkplatz hier ein absolut gegensätzliches Bild in "glatter", moderner Umgebung, vermutlich ungefähr aus der gleichen Zeit:



Dieses Bild ist auf jeden Fall erst ab 1961 entstanden, da hier bereits Opel Kadett A und Rekord P2 zu sehen sind. Aber es sind auch Fahrzeuge, wie z. B. Goggomobil Limousine, BMW 600, Ford Buckeltaunus Spezial, BMW 700 Limousine, Glas Isar 600, Fiat 600, Lloyd LP400, Opel Kadett A, DKW 1000 S Coupé, DKW F11/12, Opel Olympia Rekord, Ford Streifen-Taunus, VW Karmann-Ghia, Opel Kapitän etc. zu sehen. Auf die ganze Armada von VW Käfer muss man ja nicht erst extra hinweisen.
Aber zumindest ein Zweirad ist auch zu sehen - eine BMW R27 (mit mehr als 12 Teilen?)?

Gruß

Uwe Ganther

#116 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von martin67 16.03.2017 20:58

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Hallo,

hier noch mal ein Garagenfoto. Das Bild habe ich vor knapp zwei Wochen in Tschechien aufgenommen. Die Garagen befinden sich in einem Innenhof eines Straßenblocks, zusammen mit einigen Gärten.



Martin

#117 RE: Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 17.03.2017 17:20

Hallo Martin, hallo Leute,

auf solchen Fotos sind auch immer die Hinterhöfe mit ihren Fassaden interessant. Hier beachte man die geänderten Fenster. Leider hat man hier auch die ursprünglichen Rundbögen der modernen Zeit geopfert.

Gruß

Uwe Ganther

#118 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 17.03.2017 17:23

Hallo Leute,

hier zur Abwechslung mal wieder ein altes Farbfoto aus Berlin:


Dame mit Kompott-Hütchen und junge Dame (sie trägt 'nen Faltenrock, ich geh am Stock...)

Farbfotos sind interessant, weil man hier die originale Farbgebung nachvollziehen kann. Der Lloyd LT600 kommt hier in einem hellen, leicht gebrochenen Blau daher. Das Dach hatte bei den Lloyd LT-Modellen immer einen anderen Farbton, da dieses noch bis zur Produktionseinstellung im Jahre 1961 aus Sperrholz mit Kunstleder-Überzug war.

Auch sind Passanten immer wieder interessant, damit man auch die Wahl des passenden Outfits für die Preiserlein treffen kann.

Die alten zweiachsigen Straßenbahnen sind ebenso interessant, wie der Brezelkäfer und das alte Haltestellen-Schild.

Fassaden-Rüstungen waren damals noch aus Holz.

Gruß

Uwe Ganther

#119 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 17.03.2017 17:38

Hallo Norbert, hallo Leute,

dann habe ich hier noch einen ganz speziell für den Norbert Hanstein:

Zitat von hanstein im Beitrag #24



Norbert, warst Du hier auch beteiligt?


Für den Modellbauer natürlich das zeitgenössische Outfit und auch die typischen niedrigen Korb-Kinderkarren damals

Ich weiß allerdings nicht, wo dieses Foto entstand.

Gruß

Uwe Ganther

#120 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 18.03.2017 13:32

Hallo Leute,

an anderer Stelle (ab hier) hatten wir Butenuth-Econom-LKW (zufällig) zum Thema.

Deshalb zeige ich Euch heute noch eine Ausschnitt-Vergrößerung aus Berlin mit einem frühen Econom-Fünftonner.

Diese modernen großen Frontlenker-LKW hatten anfangs (ab 1950) tatsächlich nur einen Zweizylinder-Kämper-Diesel mit 25 PS unter der nicht vorhandenen Motorhaube!
Mit dieser üppigen Leistung von sage und schreibe (ich wiederhole) 25 PS durfte dieser Mittelklasse-LKW 5 Tonnen Nutzlast und noch einmal die gleiche Anhängelast befördern!

Man überlege, dass ein Tempo-Dreirad (Dreivierteltonner) damals 15 PS, ein VW-Transporter Bulli T1 (Dreiviertel-Tonner) 25 PS hatte, also ebenso viel wie der große 5-Tonner Econom!

Man muss allerdings bedenken, dass ein großer, langsamlaufender Diesel ein ganz anderes Drehmoment entwickelt, als die kleinvolumigen und vergleichsweise schnelllaufenden Transporter-Motore mit 400 (Tempo) bzw. 1200 ccm (VW).



Auf dieser Ausschnitts-Vergrößerung seht Ihr einen solchen frühen Econom im berliner Straßengewühl. Da Econom-Fotos aus normalem Straßen-Alltag eher selten sind, zeige ich Euch dieses Bild trotz der schlechten Qualität.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das vor dem Moped geparkte Fahrzeug nicht sogar eine noch seltenere Hoffmann-Auto-Kabine 250 ist. Die Dachlinie würde jedenfalls stimmen. Die Isetta wäre hinten eigentlich etwas steiler, als es auf diesem Bild erscheint.

Zum Thema Econom könnt Ihr unter dem Link etwas finden.

Gruß

Uwe Ganther

PS: Es ist nur eine Isetta! Die Hoffmann-Kabine hat andere Kotflügel-Ausschnitte hinten.

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