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#21 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von Andreas 09.11.2016 21:49

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puh, ich fürchte, ich bin raus. Wenn der Wagen unbeliebt war, war er ja vermutlich nicht im Auto-Quartett?!

Mir würde noch ein Nissan Sunny oder ein Toyota Corolla (Trueno) einfallen, aber was hätten die als Massengut auf einem deutschen Eisenbahnwaggon zu suchen?
Upps, sehr blöde formuliert! Damit meinte ich, es wurden und werden zwar reichlich japanische Autos importiert, aber vermutlich hätten Modellbahn-Hersteller aus Deutschland eher deutsche Autos auf ihre Wagen gepackt!

Andreas (der von Autos offenkundig noch weniger weiß als von Eisenbahnen)

#22 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von martin67 10.11.2016 06:22

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Hallo,

ich denke, das Modell stammt aus Como und diente irgendwann mal als Ladegut für einen 3-achsigen Autotransporter der S.I.T.F.A., eingestellt bei der FS. Eigentlich löste dieser Wagen einen Fiat 1800 von Wiking als Ladegut ab, wurde aber selbst später durch einen Fiat 124 abgelöst.

Lösungsvorschlag: Fiat 850 von Rivarossi.

Schönen Gruß,

Martin

#23 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 10.11.2016 10:56

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Stimmt, Martin! Aber Du bist ja auch Italien-Experte.

Aber das Auto-Modell-Raten gehört hier nicht hin. Hier wollen wir entweder "schöne" Hinterhöfe mit Wellblechgaragen im Original oder als Diaorama sehen.

Deshalb werden wir die Modellgeschichte des Fiat 850 unter "unbekannte H0-Modelle" weiterführen.

Grüsse
Norbert alias hanstein
alte-tankstellen.de

#24 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 19.11.2016 16:40

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Also zurück zu den Garagen und so:

Hier ein Foto aus meiner Jugend. Ja, ich bin der Cowboy, im Wagen mein Bruder und die Frau ist nicht meine Mutter, sondern unser Hausmädchen. Sowas hatte man in den 1950-er Jahren noch, wir, weil meine Eltern ein Lebensmittelgeschäft hatten, so einen richtigen Tante-Emma-Laden nach heutigen Maßstäben. Wollt Ihr Fotos davon sehen?

Dieses Bild aber eigentlich nur, weil im Hintergrund eine Wellblech-Garage zu sehen ist! Stand bei uns im Hof, zusammen mit mehreren Bretterbuden. Vermietet an einen Nachbarn, der als einziger ein Auto hatte - einen VW Käfer...

Noch ein Bezug zur Eisenbahn: Das Bild wurde in Holzminder an der Weser gemacht. Die Stadt, die früher zwei Bahnhöfe nebeneinander hatte, weil es zwei verschiedene Bahngesellschaften gab. Wir haben am Hohen Weg gewohnt, konnten über die ganze Stadt schauen, auch über das ausgedehnte Bahngelände von Holzminden.



www.alte-tankstellen.de

#25 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von Lernkern 20.11.2016 09:30

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Moin.

Zitat von hanstein im Beitrag #24
Sowas hatte man in den 1950-er Jahren noch, wir, weil meine Eltern ein Lebensmittelgeschäft hatten, so einen richtigen Tante-Emma-Laden nach heutigen Maßstäben. Wollt Ihr Fotos davon sehen?




Ja ,sehr gerne. Würde aber hier nicht unbedingt reinpassen, denke ich...

Und herzlichen Dank auch für das nette Foto inklusive Wellblechgarage.

Gruß

Jörg

#26 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 20.11.2016 13:33

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Hallo Jörg,
hallo Leute,

danke für den Kommentar. Stimmt auch, dass das Thema "Läden" hier zu weit führt.

Ich denke mal darüber nach, ob ich zum Thema ein eigenes Forum eröffne. Es gibt ja auch viele schöne H0-Häuser mit Geschäften.

Und Fotos zu den "richtigen" alten Läden sind ja auch immer ganz nett. Und da sind da noch die alten Tankstellen....

Grüsse
Norbert

#27 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 28.11.2016 15:47

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damit's mal ein bissle weitergeht....

Hier ein Foto von unserer Fahrt zum Schloss Berlepsch in der Nähe von Hannoversch Münden im Sommer dieses Jahres. Schloss Berlepsch wurde vor kurzem zum schönsten Schloss von ganz Hessen gekürt! Wir fahren gern die kleinen Strassen, weil es da immer nette Fotoobjekte gibt.

Und richtig: Diese Wellblechgarage stand in einem der Gärten (!), leider kann ich nicht mehr sagen, welches Dorf es war!

Die Frage ist, ob es da von Anfang an als Häusle gestanden hat oder es ein Eisenbahnliebhaber dorthin gestellt hat. Eigentlich sieht es aus, als wenn es einmal zu einem Stellwerk gehört hat.

Your comments please, gentlemen.

#28 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von Zimmerbahner 02.12.2016 22:47

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Irgendwie scheint dieser Faden wohl das Busch-2016er-Neuheitenprogramm beflügelt zu haben:-D Man darf nur nicht die genialen Garagen von Harald daneben stellen, dann wirkt der Bausatz wie ein schlecht gemachtes Plagiat ;-)


http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...ih=710&biw=1280

#29 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 05.12.2016 23:10

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Den Begriff "Faden" find' ich gut, statt "blog" oder so. Danke für den interessanten Beitrag, Zimmerbahner. Ich habe mal vor Jahren in Hameln (Rattenfängerstadt) diese obskure Hinterhofstrasse fotografiert. Was da wohl alles hinter den Brettertüren versteckt ist. Vermutlich Kroboth Allwetterroller oder sogar Mauser Einspurautos.
Bitte mehr Bilder!!
Norbert

#30 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von cauchy 06.12.2016 08:08

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Hallo Norbert!


Du bist gemein!!! Das muss man ja irgendwie nachbauen!

Schöne Schuppen-"Landschaft"!


Grüße,
Harald

#31 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von Zimmerbahner 06.12.2016 08:32

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Hallo Harald,

.... dann hau mal rein !! Aber nicht, dass Du irgend wann mal in "Harlemer Schleppbahn" umbenennen musst.....

#32 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 06.12.2016 12:36

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Hallo Patrik,
hallo Harald,
wenn Euch das so viel Spass macht, hier noch drei Fotos, das "war" in Hameln am Güterbahnhof. Inzwischen ist wohl alles weg, wie das so ist. Kleiner Trost: Wenn Ihr wollt, kann ich Euch noch ein paar schöne Bilder vom Güterbahnhof Holzminden zeigen. Da bin ich schliesslich aufgewachsen.
Grüsse
Norbert







www.alte-tankstellen.de

#33 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von Lok1414 - Uwe 06.12.2016 18:49

Hallo zusammen,

das stimmt schon, diese genialen Bauten laden einen direkt ein so etwas nach zu bauen. Doch bei mir ist das im Moment zeitlich nicht drin.

#34 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 23.12.2016 21:48

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Hallo Uwe, hallo Leute,

und wie wär's damit? Ein zugewachsener Bahnschuppen ist eine schöne Aufgabe.

Schöne Weihnachten!
Norbert



www.alte-tankstellen.de

#35 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 28.01.2017 20:17

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Hallo zusammen,

heute mal einen Garagenhof, hier in Berlin Reinickendorf. Die Tankstelle in der Mitte des Hofes ist noch originalgetreu erhalten (nur die Tanksaeulen fehlen). Da die Zufahrt durch das Haus erfolgt, darf ein Tankwagen aufgrund der Sicherheitsbestimmungen nicht mehr hindurchfahren. Die Anlage besticht vor allem durch ihren unverfälschten Zustand. Bei Interesse gebe ich gern den genauen Standort bekannt.
Grüsse
Norbert



www.alte-tankstellen.de

#36 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von 29.01.2017 05:35

Hallo Zusammen

Ich weiß jetzt nicht ob das so ganz hier reinpasst, aber ich habe 2014 mal angefangen einen Laserbausatzt für eine Tankstelle aus den frühen Jahren zu bauen, da es bei mir in der Gegend eine sehr alte Tankstelle gibt, die bis heute überlebt hat. Ich wollte diese dann nachbauen, aber mein Unternehmen gibt es nicht mehr und auch die Lasermaschine ist weg. Kann die Teile also nocht mehr fertigen.

Hier mal das Bild vom Rohbau. Es fehlen noch die ganzen Anbauteile und das Kassenhäuschen mit Laden usw.


Angeblich ist die Tankstelle noch aus den 30er Jahren. Würde also super zu Epoche II und III passen.

Vielleicht versuche ich demnächst mal einen Resinebausatz damit zu erstellen, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich das hin bekomme, da das für mich noch eine bisher nicht praktizierte Fertigungsmethode ist.

Gruß Matthias

#37 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von RonaldH 29.01.2017 09:41

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Guten Morgen Matthias,

ich möchte ja nicht der Spielverderber sein, doch eine ähnliche Version gibt es bei Joswood bereits, Art. Nr. 21002

http://lasercut-shop.de/Tankstelle-1950

#38 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 29.01.2017 11:12

Hallo RonaldH, hallo Norbert, hallo Matthias,

da bist Du sicherlich kein Spielverderber - es ist interessant, dass sich auch Hersteller mit den typischen Tankstellen der 50er abgeben.

@Matthias: Bist Du Dir sicher, dass Dein Vorbild wirklich aus den 30ern ist? Denkbar wäre das schon, aber die geschwungene Linie der Dachträger weist auf Spannbeton-Bauweise, ähnlich wie die "Schwangere Auster" (Berlin) hin. Typischerweise war das eine Bauweise ab den 50ern. Ich habe hier irgendwo ein Fachbuch "Weit spannt sich der Bogen" von Dyckerhoff & Widmann aus den 50ern. Wenn ich Zeit habe, schaue ich mal nach.

Mir ist gerade noch ein architektonisch interessantes Detail Deiner Konstruktion aufgefallen: Der sich im Bogen verjüngende Unterträger, bzw. der sich verstärkende Oberträger. Das wirkt für mich sehr authentisch und ich glaube umso mehr, dass das Vorbild ein Kind der 50er ist. Allerdings wirkt der Oberträger auf dem Dach zu schwer, zu dick. Überleg mal, ob Du es nicht umgekehrt machen solltest. Die Verjüngung beginnt auf dem Dach - es wirkt dadurch zierlicher, weniger klotzig oder klobig. Ich entnehme Deinen Worten aber, dass Dein Vorhaben ein konkretes Vorbild hat?

Meine Meinung war nicht ganz richtig. Spannbeton gab es auch schon z. B. 1907. Auf der Abbildung unten seht Ihr Bahnhöfe (links Nürnberg, rechts Leipzig).


Das Buch ist von 1954 und zeigt ausgeführte Projekte von Dyckerhoff & Widmann. Wer sich dafür interessiert, schaut am besten hier findmybook (Bücher-Suchmaschine)

Nach meiner Meinung meinte der Norbert aber nicht "nur" die nackte Tankstelle, sondern das Gesamtensemble als Garagenhof mit den typischen grauen Holzflügeltüren. In solch größeren Höfen waren die Garagen oft nummeriert. Irgendwo habe ich auch noch ein altes Emaille-Blechschild mit Garagennummer von BV-Aral aus solch einer Anlage.

Interessant auch der Zugang durch ein Gebäude! Das wäre auch in H0 eine sehr interessante Aufgabe.

Wir sind ja hier eigenlich im Themenbereich "Landschafts- und Gebäudebau". Ich bin mal gespannt, wann aus diesen tollen Anregungen greifbare Dioramen oder Anlagenteile werden.

Ich hatte Euch ja noch ein Original-Hersteller-Prospekt der Blech-Garage "Lillibox" versprochen. Ich werde heute mal nachschauen. So ein Unikum gibt es - glaube ich - wirklich noch nicht als Modell. Vielleicht werde ich ja selbst auch noch Garagen-Bauer?

Gruß

Uwe Ganther

PS: Reich kann der Joswood-Garagenpächter jedoch nicht werden - bei solchen Kunden

#39 Garagen und Straßenverkehr einstmals von abzweigletter 29.01.2017 18:09

Hallo Leute,

ursprünglich, als ich dieses Thema eröffnete, wollte ich ergründen, ob die gute alte Wellblech-Garage bereits den Weg in unsere Mini-Welten gefunden hat.

Im weiteren Sinne sagt(e) man aber auch zu Reparaturwerkstätten, Tankstellen und Autohäusern "Garage".


Diese BV-Aral-Tankstelle, offenbar ein moderner, lichtdurchfluteter 50er-Jahre-Bau, zeigt einige interessante Details

Interessant für den Modellbauer ist hier die großzügige Gestaltung der Anlage und der "abgerissene" Übergang des Einfahrtpflasters zur vermutlich asphaltierten Fläche der Tankstelle (Flecken). Die Tankplätze, auf denen ein VW-Käfer (Standard-Modell) und ein Mercedes 170V auf Bedienung durch einen Tankwart warten, sind offenbar betoniert. SB-Tankstellen gab es damals noch nicht.

Die Fläche ist zur Straße bzw. zum Bürgersteig durch eine niedrige Mauer auf "Inseln" abgegrenzt, und die Einfahrten sind durch die damals unvermeidlichen Pilz-Leuchten auf beiden Seiten (Pfosten) markiert. Fast jede Tankstelle hatte damals diese typischen, in der Marken-Farbe emaillierten Leuchten. Ich bin mir nicht sicher, ob es diese bereits als H0-Modell gibt. Das wäre natürlich ein interessantes Ausstattungs-Utensil, wenn man sich an den Nachbau einer Epoche-3-Tankstelle wagt.

Diese Email-Leuchten hatten folgende Farben:
BV-Aral: Blau-Weiß
BP: Grün-Gelb, später Grün-Weiß
Shell: Gelb-Weiß, später Rot-Weiß
Esso: Rot-Weiß
Gasolin: Rot-Weiß

Bei einem Nachbau sollte man das Spannbeton-Dach nicht vergessen. Die Tanksäulen waren damals ebenfalls emailliert, höher und viel schlanker als heute. In der Mitte zwischen den Normal- und Super- (Extra-) Säulen war immer das Ölkabinett. Diesel-Fahrzeuge waren damals in der Hauptsache LKW. So stand die Diesel-Säule meistens gut zugänglich und nicht überdacht etwas abseits (auf dem Bild im Hintergrund). Dieser Diesel-Tankplatz war nicht überdacht, damit auch hohe LKW dort ihren Tank auffüllen konnten. Auch eine Gemisch-Säule oder ein Gemisch-Wagen sollte nicht fehlen.

Interessant ist hier noch die bereits sehr modern wirkende Beleuchtung - also keine alten Funzeln, sondern moderne, helle Neon-Leuchten.

Auf diesem Bild nicht sichtbar sind die bei solch modernen Tankstellen versenkten Tanks. Oft lagen Rautenbleche auf diesen Tankgruben, die weggeschoben wurden, wenn der Tanklaster kam.

Gruß

Uwe Ganther

PS: Sollte es diese Leuchten bisher nicht geben, so könnte ich mir vorstellen, diese in Resin herzustellen (natürlich beleuchtet)

#40 RE: Garagen in den Epochen 2-3 (4) von hanstein 29.01.2017 20:25

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Hallo Matthias,
hallo liebe Leute,

dieser Tankstellentyp wurde von der Mineraloelfirma Caltex gebaut. Ich habe noch ein oder zwei Aufnahmen, muss ich aber raussuchen. Ein Original steht übrigens in Hofgeismar, ein anderes in Lemgo Richtung Bad Salzuflen.

Ich bin auch der Meinung, dass Garagen, Autohäuser und Tankstellen mit zu dem Thema hier gehören sollten. Tanksäulen zum Beispiel gehörten in den 1920-er Jahren zu jedem Garagenhof oder Parkhäusern.

Wir haben hier in Berlin ein berühmtes Beispiel eines Parkhauses, welches noch immer eine Tankstelle beherbergt. Leider ist nicht ganz sicher, ob das Ensemble (obwohl unter Denkmalschutz) abgerissen werden soll. Bei Interesse kann ich gern Bilder zeigen.
Grüsse
Norbert

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