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#21 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 18.07.2016 14:01

Hallo Zusammen

Ein Problem bei der Genauigkeit gibt es leider. Die Toleranz bei den Materialstärken. Leider ist 12mm nicht immer gleich 12mm , da kommt man 11,5 oder auch 12,5mm dabei raus. Und das ist das ist natürlich ein Problem, das mit Konstruktion und CNC Maschine auch schwer in den Griff zu bekommen ist, da ich beim konstruieren ja noch nicht weiß, wie dick später das Material ist. Ohne ein bisschen feilen und schleifen ist es nicht immer möglich.
Als ehemaliger Werkzeugmechaniker bin ich natürlich auf größmögliche Genauigkeit aus, allerdings kann ich die Holzplatten nicht einfach auf eine Flachschleifmaschine legen und auf Maß schleifen. Schön wäre es natürlich. Schön wäre es auch, wenn man einen Holzlieferanten finden könnte, bei dem man sich auf die Materialstärke etwas besser verlassenkönnte. Bei Flugzeugsperrholz geht es ja auch, allerdings ist das wieder so teuer, dass man es kaum für den Modul- und Segmentbau einsetzen kann und Toleranzen sind dann immer noch vorhanden.

Wie man das mit den Toleranzen ausgleichen kann, da bin ich ehrlich gesagt ratlos, aber ich denke, dass man damit größtenteils leben kann und muss. Blöd ist es halt, wenn das Trassenbrett zu dick ist, weil dann die Schienenoberkannte nicht passt, aber eventuell kann man da dann die besten Bretter dafür raussuchen, so dass zumindest das Trassenbrett möglichst genau ist.

Die Teile müssen natürlich auch noch etwas geschliffen werde, damit die Steckungen optimal passen.

So, jetzt hoffe ich, dass ich bald wieder neue Bilder von Martin bekomme. Heute werden auch noch ein paar weitere Teile gefräst. Ich habe noch eine Platte mit 9mm Material hier.

Gruß Matthias

#22 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von ruebchen 18.07.2016 14:08

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Ich denke das man darauf achten muss dass alle Platten die zur Verarbeitung herangezogen werden aus der selben Lieferung von der selben Charge sein sollten. Genau 12,000 mm ist schwer, da Holz ja ein Naturprodukt ist. Aber Abweichungen von einem halben Millimeter lassen sich so ausschließen. Ganz ohne nachbearbeiten an den Modulübergängen mit Schleifpapier wird man aber nicht auskommen.

#23 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von Falko 18.07.2016 14:31

Hallo ihr Lieben,

wenn ich mir die Modul-Bausätze unseres werten Forumbahn-Kollegen anschaue, von denen ich selbst 3 "kurze" und 2 "lange" im Rohbau zusammengebaut habe, dann muss ich sagen, es gibt da kaum Abweichungen. Zumindest läst sich alles wunderbar zusammenbauen, passt alles sehr genau. Die Gleise liegen auch sehr gut auf der richtigen Höhe.
So war es jedenfalls bei meinen Bausätzen.
Ob es winzige Abweichungen gibt, habe ich nicht nachgemessen, da mir dafür 1. das Werkzeug fehlt und 2. alles so gut gepasst hat, dass es mir nicht in den Sinn kam, Abweichungen zu suchen.

#24 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 19.07.2016 03:03

Hallo zusammen.

Bei den Unterschieden handelt es sich nur um ein paar zehntel Millimeter, das ist nicht viel, aber die Toleranz ist vorhanden. Wenn man es ganz genau haben will, dann ist das ein Problem. Im Zweifelsfall muss man die überstehenden Zapfen etwas abfeilen/-schleifen, oder aufspachteln. Ich sehe darin eigentlich erst mal kein großes Problem, solche Abweichungen sollten eigentlich zu verkraften sein. Ich habe aktuell Kopfprofile, bei denen ist das Materil 11,7mm dick und dann wieder eins, das bringe es auf 12,2mm, das ist ein halber Millimeter. Mit einem Bandmaß kann man das wahrscheinlich gar nicht messen. Aber wenn man daraus dann jeweils Module zusammenbaut, dann ist das eine Modul einen Millimeter länger als das andere.

Bei Behringersmühle sind ja immer zwei Module hintereinander, diese sollten nach Möglichkeit immer gleich lang sein, damit die folgende 2er Kombination wieder nahtlos dran passt. Im Zweifelsfall sollte das vordere Modul das längere sein, damit es im Bereich der Gleistrennstellen keine Zwischenräume gibt. Auf den hinteren Segmenten befinden sich ja keine Schienen mehr, die sind nur für die Straße und die Landschaft. Die hinteren Module könnte man auch noch etwas aufspachteln und dann passend schleifen, damit alles genau passt und man möglichst wenig von den Trennfugen sieht.
Bei der Anlage Behringersmühle kommt dann noch dazu, dass die hinteren Segmente mit 9mm Profilen statt 12mm aufgebaut wurden, weil hier ja keine Gleise mehr verlegt sind und das ganze durchaus etwas leichter aufgebaut werden konnte. In Zukunft werde ich sowas aber wohl nicht mehr machen, dann kann man darauf achten, dass die Materialien entsprechend ausgewählt werden, so dass alle Module gleich breit werden. Aber sowas berücksichtigt man halt nicht gleich beim ersten Mal.

Dann bis bald mal wieder.
Gruß Matthias

#25 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von BR143 22.07.2016 22:54

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Hallo Matthias,
Ich habs vieleicht übersehen, eine Frage, wie werden die Segmente zusammengehalten?
Ich denke mal du kannst noch so genau konstruieren, aber beim Werkstoff Holz gibts immer Toleranzen. Selbst später kann es sich dann noch verziehen. Je nach Lagerung und Luftfeuchte, usw...
Da macht der halbe Millimeter auch nichts aus.

Gruss Felix

#26 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 23.07.2016 02:21

Hallo Felix

das mit dem halben Millimeter ist bei Holz wohl wahr. Aber man sollte schon ein bisschen genau arbeiten, das macht sich dann später schon bezahlt, genauer wird es von selbst sicher nicht.

Es werden später immer jeweils das vorder und das hintere Modul zusammengeschraubt, und danach werden diese der Länge nach zusammengesetzt. Auf diese Weise bleibt die Ungenauigkeit dann immer im jeweiligen Abschnitt und setzt sich nicht über die ganze Anlage zusammen.
Ich bin zuversichtlich, dass der Aufbau funktionieren wird. Alles weiter muss sich dann mit der Zeit zeigen, wenn die Anlage gebaut wird. Multiplexsperrholz gehört aber schon tendenziell zu den zuverlässigeren Baumaterialien. Durch die vielel Schichten gleicht sich alles am Ende irgendwie aus.

Bei der Steckbauweise kann es aber durchaus mal passieren, dass ein Zapfen entweder über die Oberfläche drüber steht, oder auch darunter liegt. Aber wir sind ja Modellbauer, deshalb kann man überstehendes wegschleifen und drunter liegerndes zuspachteln, das sind doch die leichtesten Übungen für Modellbauer. Je nachdem wie viel Wert man darauf legt, wie sauber die Module aussehen, kann man mehr oder weniger Zeit in den Aufbau investieren. Man kann es einfach halten, oder es ganz akkurat bauen, jeder wie er will, an der Funktionalität wird sich nichts ändern. wenn an den Modulenden aber Zapfen überstehen, dann sollten diese auf jeden Fall angepasst werden, sonst gibt es unter Umständen bei Modultreffen Probleme. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es Modellbauer gibt, die keinen Drehmel oder ein vergleichbares Gerät eines anderen Herstellers in der Werkzeugkiste haben, damit ist so gut wie jedes Problem ganz schnell aus der Welt geschliffen.

Na dann, noch ein schönes Wochenende und bis bald mal wieder.
Gruß Matthias

#27 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von dolfan96 28.07.2016 23:32

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moin,
wenn ich einen Wunsch äußern darf, wäre ich absolut dafür, das die Berichterstattung über den Bau bis zum Ende hier fort geführt wird.

#28 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 29.07.2016 01:44

Hallo Carsten

Das ist natürlich von mir beabsichtigt, sofern ich weiter mit Bildern vom Martin versorgt werde. Die letzten Tage hatte er aber nur wenig Zeit am Bahnhof zu bauen, aber ich denke das geht bald wieder weiter. Ich arbeite gerade noch an den letzten Bauteilen im 3D Modell, damit ich diese Teile in kürze für die Fräsmaschine aufbereiten kann. Bis der der Martin den ganzen Modulaufbau fertig hat, wird es aber noch eine Weile dauern. Er hat da noch richtig viel zu tun. Ich denke er wird zunächst mal mit den Modulen von links nach rechts weiter machen und danach kommen dann die restlichen 4 Module dran. Allerdings fehlen auch vom Modul 8 noch ein paar Teile. Ich habe noch ein paar Sperrholzreste hier, damit werde ich Morgen mal noch ein paar Teile anfertigen. Vielleicht stelle ich dann von den Teilen ein Bild hier rein.

Ich spiele übrigens gerade mit dem Gedanken, Behringersmühle auch noch in Spur N umzusetzen. Allerdings kommt erst noch Ebermannstadt in Spur N dran, da habe ich auch schon die Moduke geplant. Im Gegensatz zu Ebermannstadt, welches eigentlich eine ziemlich flache Anlage wird, wär Behringersmühle wegen den umgebenden Bergen sehr interessant, außerdem ist bei Behringersmühle ja noch die Wiesent mit auf der Anlage und Wasser ist immer schön.

Na dann, bis bald mal wieder. Ich hoffe ich kann bald wieder etwas von Behringersmühle in H0 bereichten. Ich habe die letzten Tage mal ein wenig mit Baumbau aus Kupferdraht und Lötzinn probiert. Sieht schon ganz nett aus, aber ich denke ich brauche noch etwas Übung im Baumbau. Ich muss mal demnächst ein Bild vom Baumgerippe machen und hier einstellen. In Behringersmühle wird es auch jede Menge Bäume geben, hoffe ich zumindest und ein oder zwei davon stehen mitten in der Wiesent, das wird echt wildromantisch.

Gruß Matthias

#29 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 01.08.2016 12:11

Hallo Zusammen

Es gibt mal wieder ein paar neue Bilder von den Segmente. Ich war heute mal beim Martin vor Ort und habe ihm ein paar Teile vorbei gebracht, das es ein paar Unklarheiten gab. Kann bei so vielen verschiedenen Teilen schon mal vor kommen.
Bei der Gelegenheit habe ich das ganze Ding mal wieder in echt gesehen und es ist schon wirklich extrem groß. Dem Martin ist in den Sinn gekommen, dass man zu Modellbahntreffen dann nur die vordere Reihe mitnehmen könnte, wenn nicht genug Platz ist, da der Bahnbetrieb ja nur auf den vorderen Segmenten statt findet. Die Hinteren Module sind ja nur der Landschaft wegen vorhanden, und weil da ein paar interessante Gebäude stehen werden, also irgendwann mal in einigen Jahren.

Aber jetzt mal die Bilder:






Ich habe den Hintergrund mal etwas entfernt, damit man nur das Wesentliche sieht. Das kleine Drahtgerüst zwischen Segment 2 und 3 ist mein erster Versuche einen Baum aus Drähten zusammen zu löten.

In einem anderen Forum da haben einige gemeckert, weil der Martin den Landschaftsunterbau mit Hasendraht, Papier und Leim gestaltet. Ich habe mir das ganze mal aus der Nähe angesehen und ich finde das als Basis wirklich sehr gut geeignet. Es ist sehr leicht und dennoch sehr stabil. Und wenn man noch etwas Landschaft aufmodellieren will, dann ist auch schnell PU-Schaum aufgesprüht oder Styrodur kann man auch perfekt aufkleben.

Die nächsten Teile werden in Kürze gefräst. Wenn ich dazu komme, dann stelle ich ein paar Bilder von den Einzelteilen ein. Aber meistens werden die abgeholt, bevor ich Bilder machen kann.

Dann bis bald mal wieder.
Gruß Matthias

#30 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von Dominik B 01.08.2016 19:29

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Zitat von ProtoKreativ im Beitrag #29
In einem anderen Forum da haben einige gemeckert, weil der Martin den Landschaftsunterbau mit Hasendraht, Papier und Leim gestaltet. Ich habe mir das ganze mal aus der Nähe angesehen und ich finde das als Basis wirklich sehr gut geeignet. Es ist sehr leicht und dennoch sehr stabil. Und wenn man noch etwas Landschaft aufmodellieren will, dann ist auch schnell PU-Schaum aufgesprüht oder Styrodur kann man auch perfekt aufkleben.


Und warum genau? Also ich habe zwar bisher so auch noch nicht die Landschaft gestalte, weil ich irgendwie total gerne mit Gips arbeite, was eigentlich Schwachsinn ist, da es das Modul total schwer macht, aber vom Grunde her ist es doch mit Papier auch in Ordnung. Durch den Leim wird es richtig hart. Und wie du schon selber sagst auch sehr leicht.

Gruß

Dominik

#31 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 02.08.2016 04:26

Hallo Dominik

Willst du wissen, weshalb die in dem anderen Forum an der Bauweise rumgenörgelt haben, oder warum man noch mit Styrodur oder PU-Schaum nacharbeiten sollte?
Manche Menschen meckern halt einfach gerne an allem rum und jemand hat die Bauweise mit Zeitungspapier als "Oldschool" bezeichnet. Mit Zeitungspapier wurde schon vor langer Zeit Landschaft gestaltet, aber nur weil es schon eine sehr alte Technik ist, muss sie ja noch lange nicht schlecht sein.

Eigentlich ist es ja sogar eine Verbundbauweise aus verschiedenen Materialien und das ist doch up-to-date.

Das was ich am Sonntag gesehen habe, hat mich voll überzeugt. Ich denke ich werde durchaus, auch auf diese Bauweise setzen, da sie noch sehr viele weiter Möglichkeiten bietet. Wenn man z.B. etwas komplexere Felsformationen einfügen will, dann kann man diese aus dem Drahtgitter vorformen und mit der flacher verlegten großflächigen Drahtstruktur mit Draht einflechten.
Und wenn man noch etwas feinere Felsstrukturen haben möchte, in welche man Strukturen eingravieren möchte, dann kann man das mit PU-Schaum oder Syrodur lösen, den man auf diese Grundlage sehr gut aufkleben kann.
Und wenn du gerne mit Gips baust, ich denke es ist durchaus möglich noch etwas Gips aufzubringen, da wo er nötig ist.

Übrigens, guck dir mal die Bergstruktur an, da sind zur Stabilisierung (ob die wirklich erforderlich ist) Stäbe eingebaut. Jetzt rate mal wo die her stammen? Es ist Recyclingmaterial, welches allerdings nur einmal im Jahr zu bekommen ist und es ist dann kostenlos und fällt in größeren Mengen an.

Ich habe noch ein wenig am 3D Modell gezeichnet, da noch die Zufahrtstraße zum Bahnhof eingeplant werden muss.
Damit das besser klappt habe ich das Bahnhfsgebäude und das BahnhofsWC mal ganz grob nachgebildet und eingefügt. Die Außenmaße stimmen ziemlich genau, nur die Form halt nicht. Da das Bahnhofsgebäude über 2 Module geht, wird das ganze noch als Einsatz geplant, den man zum Transport herausnehmen muss. Das muss ich natürlich auch noch einzeichnen, bevor ich hier die letzten Teile Fräsen kann.



Das wars dann erst mal für heute.

Gruß Matthias

#32 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von engine404 02.08.2016 09:12

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Hallo Dominik,
ich bin der, für den Matthias die Teile für Behringersmühle konstruiert und fräst. Ja ich war etwas angefressen als im anderen Forum direkt von "Old School" die Rede war, als Matthias den Hasendraht zeigte.
Von Papier war noch gar nicht die Rede, da kam schon der Kommentar: Auf der einen Seite spart ihr Gewicht, wo ihr nur könnt und dann sowas. Und einige klatschten in Form von Likes ohne einen Schimmer Ahnung. So werden wir diesen Bauabschnitt nur in diesem Forum zeigen. Natürlich habe ich auch schon mit Styrodurplatten gearbeitet oder auch mit Kombinationen von beiden Methoden. Allerdings stört mich dieser fürchterliche Dreck mit den statisch aufgeladenenen Styrodurteilchen. Ein Freund von Heißschneidern bin ich auch nicht, da beim Heißschneiden durch den Verbrennungsvorgang Cyan frei wird. Kommt nicht so gut im Zimmer. Gips ist mir immer zu schwer und so komme ich immer wieder auf Draht und Zeitungspapier zurück. Sehr leicht, sehr stabil und Zeitungspapier kostet nichts. Ein weiterer Vorteil zeigt sich beim Begrasen dieser Flächen. Man muss jetzt keinen Nagel für die Klemme des Elektrostaten mehr einschlagen. Stattdessen wird die Klemme unten am Hasendraht angeschlossen und man hat oben freie Bahn. Bäume lassen sich einfach planzen. Mit einem kleinen Schraubendreher ein Loch machen, ein Tropfen Heißkleber drauf und den Baum ins Loch stecken.

Gruß Martin

#33 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von StEn 02.08.2016 09:52

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Hallo Martin,
ich freue mich, dass du den Weg hierher gefunden hast. Vermutlich wird Matthias da ein gutes Wort eingelegt haben.
Zwar hat Matthias nach Kräften versucht, diesen Thread am Leben zu erhalten (Danke dafür!), aber "über Dritte" lässt sich da oft nur schwierig kommunizieren.
Allerdings wäre es schade, wenn du nach den ersten kritischen Anmerkungen die weitere Berichterstattung hier in diesem Forum wieder einstellst. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind nun mal Teil einer öffentlichen Plattform. Das muss man einfach aushalten. Ich bekomme regelmäßig auch nicht so positive Rückmeldungen zu dem, was ich so präsentiere. Aber ich erkenne daran, dass sich andere mit meinen Basteleien auseinandersetzen und sich die Mühe machen, mir Tipps oder Verbesserungen anbieten. Das finde ich gut und es hat mich bisher stets vorangebracht. Solange es fair und respektvoll, aber auch witzig mit Augenzwinkern zugeht, kann man doch viel für sich rausholen.

Ok, zum Thema: Ich persönlich finde die Hasendraht-Zeitung-Gips (HZG)-Methode ebenfalls nicht sehr "sexy", aber wie schon angemerkt, ist diese Verfahrensweise nicht automatisch schlecht, nur weil sie bereits ziemlich altbacken ist. Mir gefällt jedenfalls deine exakte Ausführung sehr gut.
HZG hat sich bei stationären Anlagen sicherlich über Jahrzehnte bewährt, bei Modulen, die ggf. auch öfter mal transportiert werden, sehe ich das problematischer. Denn du kombinierst ein relativ flexibles und dehnbares Basisträgermaterial mit einer sehr spröden Oberfläche. Ein früherer Bekannter hatte seine Anlage auch nach diesem Muster gestaltet. Schon allein die Vibrationen der am Haus vorbeilaufenden Straße sorgten für Risse im Gips, und zwar genau entlang von Knicken, Vertiefungen, Sicken etc. Du ärgerst dich grün und blau, wenn dir das passiert, wenn du da schon fleißig Landschaft darauf gebaut hast.
Ich persönlich arbeite auch nur sehr ungerne mit Gips, da man immer nur kleine Mengen so verarbeiten kann, dass es einem nicht unter der Spachtel festbackt. Außerdem hasse ich diese Sauerei, die - zumindest bei mir - oft nebenbei entsteht. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Holzspachtel und regulärer Spachtelmasse hinsichtlich der Verarbeitung, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Nachbearbeitungszeit und Endfestigkeit gemacht.
Dennoch sieht Behringersmühle, zumal ich das Original gut kenne, sehr vielversprechend aus und ich hoffe, du ziehst dieses gewagte Projekt bis zur Vervollständigung durch!

Ach ja: Die Styrodurteilchen sind auch wirklich nervig, aber aus meiner Sicht etwas weniger nervig als Gipsverarbeitung

Grüße
Steffen

#34 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von Kleinbahner 02.08.2016 10:58

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Moin Steffen,

Zitat von StEn im Beitrag #33

... Ich persönlich finde die Hasendraht-Zeitung-Gips (HZG)-Methode ebenfalls nicht sehr "sexy", aber wie schon angemerkt, ist diese Verfahrensweise nicht automatisch schlecht, nur weil sie bereits ziemlich altbacken ist. ...


Ich finde in den Beiträgen von Matthias und Martin nur den Hinweis auf Leim und nicht Gips.

Viele Grüße,
Carsten

#35 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von StEn 02.08.2016 11:11

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Hallo Carsten,

kann sein, dass ich da was überlesen habe. Ich habe die Draht-Zeitung-Basis als Grundlage für eine Struktur aus Gips o ä. inteprätiert

Ah... jetzt seh ich´s: Martin hatte angemerkt, dass ihm Gips zu schwer ist - kann ich bestätigen. Na dann bin ich gespannt, wie die Struktur nachgebildet werden soll.

Grüße
Steffen

#36 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von engine404 02.08.2016 11:32

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Hallo Steffen,
ja Matthias hat mich schon länger bearbeitet hier über das Projekt Behringersmühle zu schreiben. Ich bin keiner der in Foren schreibt nur um Lobhudeleien zu bekommen. Ich erwarte auch Kritik, aber bitte konstruktive Kritik und Anregungen. Aber keine Abwatsche als Spinner und ewig gestriger. Nichts desto trotz bleibe ich dem anderen Forum treu, da doch zu anderen Themen viele Anregungen kamen.

Du schreibst HZG. Ich verwende aber keinen Gips aus genau den Gründen, wie du sie geschildert hast. Ich kann nicht ein sprödes knochenhartes Material auf einem Segment / Modul verwenden, das nicht 100%ig torsionssteif ist. Aus diesem Grund wird auch der Fluss nicht aus Giesharz, sondern mit Klarlack oder WindowColors gestaltet.

Also statt HZG nur HZ bei mir. Die getrocknete Zeitung wird dann erdbraun angestrichen, dann wird mit Kleber getrocknete Erde aufgebracht. Im nächsten Schritt dann Kleber und Flockage und dann erst im driten Schritt die Begrasung etc. Durch die einzelnen Schichten bekommt das ganze eine Körperlichkeit und wirkt natürlicher. Habe ich mir bei Brandl abgeschaut. Aber dazu später mehr, wenn def Holzbau abgeschlossen ist.

Grüsse
Martin

#37 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von smoker 02.08.2016 14:51

Moin, also ich persönlich finde die Idee gut mit Draht und Zeitung. Ich mache meine Landschaftsgestaltung gerne mit Pappmatsche dann ist nicht alles so flach und eben.

#38 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von cauchy 03.08.2016 08:27

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Moin!


Es ist ja nicht so, dass alles, was neu ist auch super funktioniert und "das Alte" plötzlich nicht mehr. Wenn es gut funktioniert - und das schon seit langer Zeit -, warum dann nicht so bauen?

Ich habe mein erstes Modul auch mit Draht und leimgetränktem Klopapier aufgebaut ... ist leicht, formbar, halt ... warum also nicht?


Grüße,
Harald

#39 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von Dominik B 03.08.2016 10:41

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Hallo Martin,

das ist aber toll, dass du nun auch hier angemeldet bist und quasi aus erster Hand als Bauherr über den Bau des Bahnhofs berichten kannst.

Zitat von engine404 im Beitrag #32
Ein weiterer Vorteil zeigt sich beim Begrasen dieser Flächen. Man muss jetzt keinen Nagel für die Klemme des Elektrostaten mehr einschlagen. Stattdessen wird die Klemme unten am Hasendraht angeschlossen und man hat oben freie Bahn.


Stimmt, das ist wirklich eine gute Idee. Bisher habe ich meine Module immer begrast, in dem ich Masse ans Gleis angeschlossen habe. Aber bei so viel Fläche wie es bei Behringersmühle der Fall ist sind die Schienen dann irgendwann zu weit entfernt. Da hat man mit dem Hasendraht wirklich eine kontinuierlich gute Masseabdeckung.

Zitat von engine404 im Beitrag #36
Du schreibst HZG. Ich verwende aber keinen Gips aus genau den Gründen, wie du sie geschildert hast. Ich kann nicht ein sprödes knochenhartes Material auf einem Segment / Modul verwenden, das nicht 100%ig torsionssteif ist. Aus diesem Grund wird auch der Fluss nicht aus Giesharz, sondern mit Klarlack oder WindowColors gestaltet.


Wobei ich diesbezüglich keine Probleme habe. Sowohl mit Gießharz als auch Gips. Also es ist noch nichts weggebrochen, weil sich das Modul verwunden hat. Es ist aber auch so noch nichts weggebrochen, zumindest nicht an unkritischen Stellen. Am Modulende oder Rand kann es mal passieren. Mittlerweile habe ich da aber auch optimiert. Das Holz wird einfach so weit hochgezogen (das muss natürlich bei der Planung und dem Bau berücksichtigt werden), dass Gips erst im Modulinneren Anwendung findet.

Gruß

Dominik

#40 RE: Behringersmühle - Planung und Bau einer transportablen Segmentanlage in Modulbauweise von 03.08.2016 13:01

Hallo Zusammen

Ich finde es fast ein wenig schade, dass der Martin jetzt auch angemeldet ist, weil ich nun nicht mehr so viel zu berichten habe. Dei Konstruktion ist in kürze abgeschlossen, im Moment gibt es noch ein paar Kleinigkeiten abzuändern, aber wenn das letzte Brettchen gefräst ist, dann bin ich eigentlich raus.
Gelegentlich werde ich vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten zu berichten habe, da ich mich eventuell noch um die Gebäude und Bäume kümmern werde.

Das Thema Wasser auf der Modellbahn ist aber wirklich ein sehr schwieriges. Es gibt ja sehr viel verschiedene Möglichkeiten Wasser darzustelle. Das eine Produkt hat hier seine Vorteil, das andere dort seine Nachteile. Man sollte in Sachen Modellwasser noch mal richtig Grundlagenforschung betreiben. Es gibt wohl wenige Modellbauer, die schon alle Möglichkeiten durchprobiert haben.

Damit es mir nicht langweilig wird, werde ich den Bericht von Stefan (Luju68) über Ebermannstadt in Epoche III fortsetzen, hier hat sich in der letzten Zeit auch einiges getan. Und ich habe jetzt mit Ebermannstadt in Epoche V/IV (Museumsbahn) in Spur N angefangen, darüber werde ich dann hier auch noch einen Bericht einstellen, die ersten zwei Bretter habe ich gestern gefräst, heute folgen noch ein paar weiter Bretter, mal sehen wann hier der Modulaufbau steht. Schaut also bitte auch da gelegentlich mal rein. Wenn dieser Bericht dann auch gut ankommt, dann steigt der Stefan vielleicht auch wieder in die Berichterstattung mit ein.

Soviel erst mal von mir.
Gruß Matthias

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