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#661 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 23.03.2019 23:29

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Tach Post!

Wie angekündigt, sind die Umbaumaßnahmen im Hafen angelaufen.

Zunächst wird der Einfahrbereich mit insgesamt 3 Weichen zu einem EOW-Bereich umgebaut. Da dafür auch Gleisabschnitte elektrisch getrennt und separat verdrahtet werden müssen, bietet sich an, auch gleich den Schotter zu tauschen. Dabei kann ich dann auch gleich einige "geheime" Gleislagefehler beseitigen



Beinahe hätte ich es vergessen, den Ausgangszustand zu dokumentieren.



An dieser Stelle, sie liegt auf dem Segment StEn01b, habe ich schon mal Platz geschaffen für eine vorgezogene Bedienstelle des Einfahrbereichs.



Auf dem Fundament liegen bereits der Rahmen sowie die ersten Kabelkanäle



Ein paar Zwischenschritte habe ich ausgelassen. Hier die fertige Bedienstelle in Form von drei 2-Ebenen-Schlagtastern, mit denen die drei Zielgleise angewählt werden können. Die tatsachliche Bedienungseinrichtung der Weichen im Einfahrbereich wird zukünftig in ähnlicher Form an beiden Modulseiten auf Höhe der Schlagtaster zu finden sein. Dazu später mehr...



Wie man sieht, können die Taster auch durchs Lokfenster bequem erreicht werden.



Hier wird noch fleißig ent- und eingeschottert. Die beiden Weichen sind jetzt elektrisch vom Gleisnetz getrennt, um später eine Belegtmeldung zu ermöglichen. Das Erkennen von Wagen, die nicht mit Widerstandsachsen ausgerüstet sind, soll mit einer anderen Methode erfolgen, auf die ich später noch eingehen werde, wenn mir die Hardware zur Verfügung steht.



Eine Trennstelle...

Soweit erstmal

Grüße
Steffen

#662 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von Lernkern 24.03.2019 11:23

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Tag Steffen.

Na, heute lerne ich bei dir etwas: von solchen Schlagtastern hatte ich zuvor noch nie gehört... Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kommt da ein Zug, der Lokführer wählt per Taster sein Zielgleis und die Fahrstraße wird automatisch gestellt. Ist das erstmal soweit so richtig?
Kann es passieren, dass der Zug jetzt in seinem Zielgleis rangiert und währenddessen ein zweiter Zug kommt und ihm die Fahrstraße verstellt? Und was wäre dann?
Sollte das eine dumme Frage von mir sein, dann bitte ich um Entschuldigung!

Davon abgesehen ist das eine sehr schöne Bastelei. So wie man das eben von dir kennt! Danke fürs Zeigen!

Viele Grüße

Jörg

#663 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 24.03.2019 13:40

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Hallo Jörg, danke!

Zu diesem Thema lerne ich gerade auch fast täglich dazu. Die von dir aufgeworfenen Fragen habe ich mir vor kurzem auch gestellt, weil sie für die Planung und technische Umsetzung einer EOW-Anlage wichtig sind.
Beim Studieren einer Vielzahl von EOW-Anlagen habe ich festgestellt, dass die Umsetzung teilweise erheblich variiert. Relevant sind hier die Größe und Komplexität des Gleisplans, die Frage, ob mehrere Zugbewegungen gleichzeitig stattfinden könnten und ob eine Ortsbedienung ausreicht oder ob eine übergeordnete Kontroll- und Steuerinstanz (Stellwerk) nötig ist.
Mit so einem Taster wird in der Regel jeweils nur eine Weiche betätigt. Alternativ (wie hier auch umgesetzt) kann man auch ein Zielgleis anwählen; damit laufen ggf. mehrere Weichen um. Dies ist dann jedoch keine "Fahrstraße" im eigentlichen Sinn, denn die Weichen sind in diesem Fall zwar in Richtung des Zielgleises gelegt, aber nicht technisch gesichert. Für echten Fahrstraßen, die gegen eine Fremdbedienung gesichert sind, gibt es sogenannte Fahrwegstelltafeln. Eine Fremdbedienung ist nach dem Betätigen der Fahrstraße erst dann wieder möglich, wenn die betreffenden Weichen "frei gefahren" wurden, also nicht mehr belegt sind.
Im Hafen werden aber keine Fahrstraßen benötigt; nach dem Betätigen des Tasters laufen die Weichen um, die Weichen sind nur dann gegen Verstellen gesichert, wenn sie tatsächlich durch eine Schienenfahrzeug belegt ist.

Grüße
Steffen

#664 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von NE 81 25.03.2019 13:57

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Hi Steffen,

schöne Idee und Bastelei von dir. bitte berücksichtige aber auch dass dann kein Zug mehr direkt von der Strecke in den Hafen einfahren kann. Dieser muss nun erst von einer "Zugfahrt" in eine "Rangierfahrt" übergehen.

Zugfahrten enden für gewöhnlich an einem "Halt-zeigenden" Hauptsignal oder bei Stumpfgleisen an einer Sh2 Tafel.
Du solltest nun also an der Weiche welche vom Streckengleis in den Hafen führt diesbezüglich signaltechnische Sicherungen vorsehen.

Bestimmt gibt es irgendwo bei privaten Gleisanlagen und oder reinen Industrie und Hafenbahnen hierzu über die verschiedensten Epochen abweichende Regelungen. Jedoch so weit ich sehe bist du ein Freund der aktuellen Epoche VI und da könnte man durchaus vermuten, dass das Eisenbahnbundesamt die Augen drauf hat.

Um den Ablauf der genauen Zugbewegungen nun am Vorbild zu orientieren, wären aus der jeweiligen Richtung am Hauptgleis beidseitig vor der Anschlussweiche Signale mit Hp0 , Hp1 ggf. Hp2 und Sh1 (für die Rangierfahrten in den Hafen ) aufzustellen.

- Zugfahrt endet vor diesem "Halt" zeigenden Signal
- Tf meldet sich (beim zuständigen Fahrdienstleiter) an als Rangierfahrtfahrt in den Hafen
- Direkt oder durch Sägefahrt (je aus welcher Richtung) wird die Einfahrt und Flankenschutzweiche (vom zuständigen Fahrdienstleiter) und an dem Hauptsignal (vom zuständigen Fahrdienstleiter) Sh1 gestellt.
- Zug bewegt sich als Rangierfahrt in den Hafenbereich
- Hat der Zug vollständig die Flankenschutzweiche geräumt, ist dies dem Fdl wiederum zu melden damit die Strecke wieder frei gegeben werden.

Soll jetzt nicht gehässig klingen, aber viel Spaß beim Erklären solcher Abläufen und Umsetzten beim Fahrbetrieb auf der Forumbahn.

Vielleicht schaue ich mir das dieses Jahr mal live in Suhl an, bin echt gespannt, was sich in der Zeit alles getan hat bei der FB.

Viele Grüße
Marcel

#665 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 25.03.2019 16:09

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Hallo Marcel,

es freut mich immer wieder, wenn du dich mit Sachverstand einbringst

Allerdings hat sich von bisherigen Betriebsablauf bei der Bedienung des Hafens nichts geändert; die Weichen werden nun jedoch nicht mehr über ein Hafenstellwerk, sondern vom Rangierpersonal selbst betätigt. Das Hafenstellwerk (Kontrollinstanz) ist obsolet geworden, weil sich entgegen der Erwartungen selten mehrere Loks gleichzeitig im Hafen bewegen. Wenn mal zwei Loks im Hafen gleichzeitig rangieren, kann man sich problemlos gegenseitig abstimmen, zumal max. 20 km/h vorgeschrieben sind.
Ganz zu Beginn der Bauphase kam die Frage auf, inwieweit der Hafen oder Teile davon mit Signalen ausgestattet sein sollte. Da es aber kein "ein bisschen" gibt, sondern entweder der vollständige Verzicht darauf (im Hafen enden oder beginnen keine "Zugfahrten") oder eine vollständige Signalisierung, habe ich mich für ersteres entschieden. Der Hafen ist eben kein "Hafenbahnhof". Auch der Einsatz des Hafens als eigenständige Betriebsstelle irgenwo auf der Strecke war bisher bei allen Treffen die Ausnahme. Bewährt hat sich, den Hafen als Anschließer eines etwas größeren Bahnhofs einzusetzen, dessen Fdl alle Fahrten zum und vom Hafen überwacht (incl Schlüsselverwaltung der Schutzweiche für das Hafen-Einfahrgleis).

Folgende Abläufe haben sich eingespielt:
Ein Ng setzt im Bf einige Wagen für den Hafen aus und nimmt bereitgestellte Wagen aus dem Hafen mit. Nach Freigabe des Fdl kommt die Hafenlok aus dem Hafen und nimmt die Wagen mit, um sie zuzustellen. Alternativ ist die Rangierlok im Bf stationiert und bedient bei Bedarf den Hafen.
Ganzzüge oder gemischte Güterzüge für den Hafen enden ebenfalls im Bf und werden u. U. mit der Streckenlok als Rangierfahrt in den Hafen gefahren. Da der bereits praktizierte Ablauf mit dem von dir geschilderten nahezu identisch ist, sehe ich jetzt keinen signaltechnischen Handlungsbedarf.

Aber gerne kannst dir das in Suhl auch mal live zumuten. Vermutlich wirst du jedoch nur noch wenige Module wiedererkennen

Eine Fachfrage habe ich noch: Wenn eine EOW (mit Belegtmeldung, keine Fahrstraße) mit dem Taster umgelegt wird, zeigt der WLM dann zunächst weißes Blinklicht und dann blaues Ruhelicht oder blinkt der WLM dann gleich in Blau?

Grüße
Steffen

#666 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von NE 81 25.03.2019 20:08

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Hi Steffen,

Zitat von StEn im Beitrag #665
Folgende Abläufe haben sich eingespielt:
Ein Ng setzt im Bf einige Wagen für den Hafen aus und nimmt bereitgestellte Wagen aus dem Hafen mit. Nach Freigabe des Fdl kommt die Hafenlok aus dem Hafen und nimmt die Wagen mit, um sie zuzustellen. Alternativ ist die Rangierlok im Bf stationiert und bedient bei Bedarf den Hafen.
Ganzzüge oder gemischte Güterzüge für den Hafen enden ebenfalls im Bf und werden u. U. mit der Streckenlok als Rangierfahrt in den Hafen gefahren. Da der bereits praktizierte Ablauf mit dem von dir geschilderten nahezu identisch ist, sehe ich jetzt keinen signaltechnischen Handlungsbedarf.



Perfekt, dann will ich nix gesagt haben, wenn es sich bereits praktisch so eingespielt hat, passt es doch. ich würde dennoch der Anschlussweiche in irgendeiner Form Signaltechnisch eine Anzeige von beiden Richtungen des Hauptgleises aus spendieren. Schaut irgendwie realistischer aus.

Zitat von StEn im Beitrag #665
Aber gerne kannst dir das in Suhl auch mal live zumuten. Vermutlich wirst du jedoch nur noch wenige Module wiedererkennen

Wenn es bei mir zeitlich rein passt sollte ich dass echt mal tun, ich bin echt gespannt ist einiges dazu gekommen und vieles optisch sehr schön geworden bei der FB .

Zitat von StEn im Beitrag #665
Eine Fachfrage habe ich noch: Wenn eine EOW (mit Belegtmeldung, keine Fahrstraße) mit dem Taster umgelegt wird, zeigt der WLM dann zunächst weißes Blinklicht und dann blaues Ruhelicht oder blinkt der WLM dann gleich in Blau?

Dazu kann ich dir wirklich nix sagen, ich kenne keine EOW Anlagen mit "blauen Licht", wir haben bei uns an den Bahnsteigenden verschlossene und verriegelte
Stelltafeln wo man ganze Rangierfahrstraßen (auch mehrere in Folge für zum Beispiel Sägefahrten) inklusive zuschließender Bahnübergänge vorwählen kann.

Grüße
Marcel

Dir von dir gebauten Schlagtaster, hast du sehr gut hinbekommen, sowas ist derzeit behelfsmäßig in einem Bf auf einer von mir befahrenen Strecke verbaut, während der Umbaumaßnahme.

#667 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 25.03.2019 22:13

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Zitat von NE 81 im Beitrag #666


Perfekt, dann will ich nix gesagt haben, wenn es sich bereits praktisch so eingespielt hat, passt es doch. ich würde dennoch der Anschlussweiche in irgendeiner Form Signaltechnisch eine Anzeige von beiden Richtungen des Hauptgleises aus spendieren. Schaut irgendwie realistischer aus.


Nun, kurz nach der Anschlussweiche habe ich beidseitig des Streckengleises zwei Wattenscheider installiert. Der eine Watti, ca 60cm vor der Anschlussweiche wird dann auch gerne als ESig für den Bf genutzt. Zumindest von dieser Seite ist eine Signalisierungsmöglichkeit vorhanden

Zitat von NE 81 im Beitrag #666

Wenn es bei mir zeitlich rein passt sollte ich dass echt mal tun, ich bin echt gespannt ist einiges dazu gekommen und vieles optisch sehr schön geworden bei der FB .


Marcel, jetzt mal ehrlich: Wo ein Wille ist, kann man auch jetzt schon Urlaub eintragen, gell?

Grüße
Steffen

#668 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von NE 81 26.03.2019 13:45

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Zitat von StEn im Beitrag #667
Nun, kurz nach der Anschlussweiche habe ich beidseitig des Streckengleises zwei Wattenscheider installiert. Der eine Watti, ca 60cm vor der Anschlussweiche wird dann auch gerne als ESig für den Bf genutzt. Zumindest von dieser Seite ist eine Signalisierungsmöglichkeit vorhanden
Gut vorausschauend mitgedacht, ich bin stolz auf dich. Es wäre perfekt wenn du dort am Signal auch das Bild Sh1 zeigen könntest für Rangierbewegungen in den Hafen.

Zitat von StEn im Beitrag #667
Marcel, jetzt mal ehrlich: Wo ein Wille ist, kann man auch jetzt schon Urlaub eintragen, gell?
Ich weiss, mein Urlaub ist leider schon seit letzten Jahr Oktober vollständig verplant, aber ich beantrage mir da mein freies monatliches Wochenende und könnte dann von Samstag Mittag bis Sonntag Mittag als Gast bei euch rein schauen. wenn ich darf?

Ich bin schon neugierig, was sich alles so getan hat seit ca 4 Jahren, glaube ich

Grüße
Marcel

#669 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 27.03.2019 18:12

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Hallo Marcel,

dann zögere nicht zu lange und trag dich zeitnah in den JT-Thread ein. Im dortigen Beitrag #1 sind alle relevanten Infos zusammengefasst.

@all:

Nicht im Bereich der DB zugelassen sind Weichenlagemelder (WLM) mit weißen und blauen Leuchten. Während weiße Leuchten die Lage einer nicht belegten, nicht gesperrten Weiche anzeigen, wechseln diese Leuchten auf blau, wenn die Weiche durch ein Schienenfahrzeug belegt und daher gegen Verstellen gesichert ist. Um diese Funktion korrekt umsetzen zu können, war eine evolutionäre Weiterentwicklung des WLM nötig.
Durch eine Idee und die Mithilfe von Sven Skrabal konnte ich den Prototypen eines WLM mit insgesamt 6 LED herstellen:



Der Trick dabei ist, je eine weiße und eine blaue LED seitenverkehrt aufeinander zu löten, um so durch Umpolen die Anzeigefarbe wechseln zu können. Der große Vorteil dabei ist, dass die Anzahl der Anschlussdrähte gleich bleibt.
Die riesengroße Herausforderung ist dabei, die drei LED-Packete exakt vor den Austrittsöffnungen zu positionieren, um die gleichbleibende Helligkeit aller Leuchten in beiden Farbvarianten sicherzustellen. Alleine für den Prototyp habe ich einen ganzen Abend getüftelt. Nach dem Fertigstellen sind bei dem gezeigten WLM 11 von 12 Möglichkeiten wunderschön, eine davon erkennbar dunkler, warum auch immer
Aber ich habe ja noch genug Material. Schließlich sollen im Hafen einmal 11 Stück davon dem Rangierpersonal die Arbeit erleichtern. Der passende EOW-Decoder dafür ist auch schon in Arbeit und die Vorfreude darauf macht es mir nicht ganz so schwer



Ein EOW-Bereich benötigt eine Schaltzentrale. Sie ist meist in Schaltschränken verbaut. Sobald diese geliefert werden, werde ich sie hier auf dieser kleinen Plattform installieren.



Ein Bild von 2017 zeigt den bisherigen Zustand: die Gleise und der Gleiszwischenraum war mit einer einzigen Sorte Schotter bedeckt. Damals fand ich´s ok, heute nicht mehr



Durch die Verwendung von TT-Schotter konnte ich das Schotterbett endlich auch in einer vorbildgerechteren Breite nachbilden. Auch die zwischen Gleisen übliche Gehflächen für das Rangierpersonal ist jetzt vorhanden. Hier wird ein filigraner Hemmschuhhalter seinen Platz finden.
Weiche 2 war nach einer Entgleisung nachhaltig beschädigt und musste ausgetauscht werden; daher der neue Schotter.

Grüße
Steffen

#670 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 04.04.2019 21:42

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Am Anfang war der Holzkasten...



Macht immer wieder Spaß, auch wenn es einiges an Zeit gekostet hat, bis Maße und Winkel zu meiner Zufriedenheit waren

Grüße
Steffen

#671 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 05.04.2019 16:18

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Hallo.

Zwischendurch habe ich das Thema Wasserfahrzeuge wieder aufgegriffen. Da die verfügbaren Modellbausätze für Binnengewässer im Maßstab 1:87 ziemlich rar gesäht sind und ich derzeit keine Kapazitäten für ein größeres Selbstbau-Binnenschiff frei habe (und auch keinen inneren Antrieb dazu), sollte jedoch die Kaimauer mit Wasser nicht nur als Kulisse dienen.
Daher habe ich mich entschieden, zumindest einen oder zwei sogenannte Schubleichter zu bauen und sie als mögliches Ziel einer Transportkette im Hafen einzusetzen.

Da die Breite dieser Schubleichter über den Modulrand hinausragt, habe ich folgende Idee dazu:



Zum Transport abnehmbare, L-förmige Anbauteile, die über eine begrenzte Länge die Wasserfläche über die Modulkante hinaus verbreitern. Somit liegt der Schubleichter ganzflächig auf. Die anstehende Wassergestaltung wird dann um den Leichter herum modelliert.

KIBRI hat solche Schubleichter im Angebot, deren Abmaße mir jedoch als sehr klein vorkommen. Ich habe mich daher nach Recherche für ein Schubleichtermodell entschieden, der in der Realität eine Ladekapazität von 24 TEU hat (20-Fuß-Container, 2 Ebenen, 3 Container neben-, 4 hintereinander. Dazu bin ich gerade dabei, zwei KIBRI-Bausätze aus der Bastelkiste zu einem zu kombinieren. Hier ein Zwischenstand:



Wenn der hier was wird, habe ich noch Material für einen weiteren Schubleichter. Somit könnte einer mit Massengut und einer mit Containern beladen sein.
Eine Herausforderung ist noch die nicht korrekte Tiefe des Laderaums. Hier wäre eine Möglichkeit, den Boden des Laderaums über die Grundfläche des Leichters hinaus nach unten zu vergrößern und dafür eine entsprechende Aussparung in die Wasseroberfläche zu schneiden:



Das würde dem Laderaum die nötige Tiefe geben, die man beim Betrachten des Leichters von oben erwarten würde. Aber da bin ich noch ein wenig unentschlossen.

Grüße
Steffen

#672 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von Bruchflieger 08.04.2019 06:56

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Hallo Steffen,

bei deinem letzten Vorschlag musste ich gerade irgendwie an die Tasche von Mary Poppins denken...
Andererseits wird so ein Frachter auch ein wenig Tiefgang haben und deswegen nicht wie ein Luftkissenboot auf dem Wasser schweben - in dem Fall könntest du aber eigentlich auch das Schiff komplett in der korrekten Tiefe bauen und in der "Wasseroberfläche" versenken. Herausforderung für Dich als Perfektionist wird es sein, das Schiffle so in die Wasseroberfläche zu integrieren, dass gar nicht auffällt, dass es abnehmbar ist.

#673 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von BR143 08.04.2019 10:58

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Hallo Steffen,
wenn das Schiff eh abnehnbar sein soll, könntest du eh gleich die gesamte Wasserfläche als andockbares Modul bauen. Das Hafenmodul hört dan an der Kaimauer auf. Müsste natürlich die Modulkästen umgebaut werden....
dann hättest du weniger Schnittkanten in der Wasseroberfläche.

grüsse Felix

#674 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 13.04.2019 22:38

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Zitat von Bruchflieger im Beitrag #672

in dem Fall könntest du aber eigentlich auch das Schiff komplett in der korrekten Tiefe bauen und in der "Wasseroberfläche" versenken. Herausforderung für Dich als Perfektionist wird es sein, das Schiffle so in die Wasseroberfläche zu integrieren, dass gar nicht auffällt, dass es abnehmbar ist.


Hallo Daniel, dafür habe ich mich letztlich dann auch entschieden. Daher habe ich den bisherigen Schiffsboden herausgesägt und den Laderaum nach unten um 11 mm verlängert. Als Anhalt habe ich mich an Vorbildfotos orientiert, auf denen die Laderaumoberkante knapp über einem geladenen TEU-Container endet.
Danach kam die farbliche Behandlung. Auf eine Grundierung habe ich zunächst flächendeckend eine Rostfarbe und dann den dunkelgrauen Anstrich lackiert. Anschließend habe ich mit einem Schleifschwamm den Anstrich teilweise wieder abgeschliffen. Das wirkt dann wie Gebrauchsspuren, an denen sich Rost bildet. Zuletzt erfolgt dann eine sehr dezente Lackierung mit diversen Brauntönen und Washings. Zuletzt noch ein Finish mit Rostpulver.

Ein paar Aufbauten folgen noch.








Zitat von BR143 im Beitrag #673
Hallo Steffen,
wenn das Schiff eh abnehnbar sein soll, könntest du eh gleich die gesamte Wasserfläche als andockbares Modul bauen. Das Hafenmodul hört dan an der Kaimauer auf. Müsste natürlich die Modulkästen umgebaut werden....
dann hättest du weniger Schnittkanten in der Wasseroberfläche.
grüsse Felix


Die Kaimauer an der Modulkante gefällt mir zwar nicht, aber deine Idee hat mich auf eine andere gebracht, die gleich zwei bisherige Schwachpunkte löst. Danke dafür! Ich komme in Kürze darauf zurück...

Grüße
Steffen

#675 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 28.04.2019 23:12

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Hallo

Der Schubleichter ist mit weiteren Details ergänzt worden. In Kürze kommt noch eine Ladungs-Einlage dazu. Dann auch wieder einige Bilder.

Eine schon seit Beginn der Bauphase offene Frage war, wie die geplante Umschlaghalle auf StEn01c letztendlich aussehen wird. Ende 2015 gab es mal ein Papiermodell, das jedoch den Rücktransport vom Wintertreffen 2016 nicht überlebt hat. Danach war es lange still dazu...



Anfang 2018 dachte ich, ich hätte mit der neuen Lagerhalle von KIBRI/ VIESSMANN das richtige Modell gefunden. Aus 2 dieser Bausätze wollte ich eine passende Halle entwerfen. Nach über einem ganzen Jahr Wartezeit habe ich zuletzt die Geduld verloren und die Vorbestellung dazu gekippt. Dies auch, weil mir diese Halle in zunehmendem Maße nicht mehr gefallen hat.

Anfang 2017 bin ich im Bischofsheim/Rhön-Thread auf den Link zur Webseite von Meinmodellhaus gestoßen. Die Ergebnisse haben mich damals schon sehr überzeugt. Allerdings sei gesagt, dass das Vorhandensein einer ganz konkreten Vorstellung über das Aussehen des Bauwerks sowie aller nötigen Abmaße die Grundvoraussetzungen sind, um überhaupt zu einem Ergebnis zu kommen.
Also habe ich mir vor einigen Wochen schließlich dann die Zeit genommen, eine Umschlaghalle nach meinen Vorstellungen und mit dem verfügbaren Platz auf dem Segment selbst zu entwerfen. Wie versprochen, kamen innerhalb von 8 Tagen nach Zahlungseingang die bestellten Bauteile, so dass ich die untere Gebäudehälfte bereits recht schnell montieren konnte.



Hier habe ich bereits die Ausschachtungen für das "Fundament" der Außenwände geschaffen.



Ein erstes Einpassen - klappt!



Zwischen Halle und Waggon errichte ich noch eine Rampe, die durch die beiden breiten Tore rechts und links bedient wird.
Die nächsten Tage möchte ich zunächst die Außenlackierung anbringen und ein wenig mit Farbschattierungen herumexperimentieren.

Grüße
Steffen

#676 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 05.05.2019 22:29

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Sooo,

der Fortschritt an der Halle:

Lackieren, Einpassen, Verspachteln, Bau der Rampe... viel Kleinarbeit...







Hier noch zwei Detailaufnahmen vom Schubleichter: Winden, Stahlseile, Poller, Ankerketten, etc...





Grüße
Steffen

#677 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 12.05.2019 22:20

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Hallo.

hier wieder ein kurzes Update: Rampe fertig gestaltet, seitliche Aufgänge gebaut, zweites "Stockwerk" - noch ohne Lackierung - geklebt und aufgesetzt. Dieser Aufsatz wird für den Transport abnehmbar sein.







Als nächstes folgt die Innen-Stabilisierung des oberen Aufsatzes, die Lackierung der Wände sowie die Innengestaltung der beiden Büroräume und des Treppenhauses.

Grüße
Steffen

#678 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von 232_241 24.05.2019 19:34

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Hallo StEn,

da hast du ja seit Ende Februar einiges geschafft. Bin echt beeindruckt. Ich hab in deinem Bildbericht aus Penig 2 meiner schmalen Duckmodule "mit dem Hinweis auf besondere Landschaftsgestaltung" wiederentdeckt. Finde deine Upgrades echt klasse und bin auf Weitere Features gespannt...

#679 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von StEn 26.05.2019 14:03

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Hallo ...äh... Ludmilla

ja, Penig hat mich richtig motiviert und es kamen noch einige Ideen zusammen, die ich mir vorgenommen habe, bis zum Jahrestreffen der Forumbahn umzusetzen.
Zum Thema Landschaftsgestaltung: Ich bin in diesem Punkt ziemlich anspruchsvoll geworden, insbesondere, weil ich immer wieder mal Beispiele dafür finde, dass stimmige und realitätsnahe Naturgestaltung möglich ist - wenngleich es hier neben den richtigen Materialien einmal mehr auf die handwerklichen Fähigkeiten und die Beobachtungsgabe des Erbauers ankommt. Nur wenige Module schaffen es, mich dahingehend zu begeistern. Oftmals ist die Landschaftsgestaltung mit einer einzigen Grassorte und zwei, drei Bäumen dazwischen schon abgeschlossen - oder als Gegensatz werden eine Unzahl an Bäumen und Büschen wahllos irgendwohin gesetzt.
Da ich weiß, welche Mühe und Geduld es benötigt, eine stimmige Naturgestaltung halbwegs umzusetzen, fallen mir Module, bei denen quadratdezimeterweise, wohlüberlegt und kleinteilig vorgegangen wird, sofort ins Auge. Selbst einfache PONI-Streckenmodule können durch eine entsprechende Ausgestaltung zu einem beliebten Fotostandort werden

Aktueller Strand:



Lange hinausgezögert, aber irgendwann müssen die Spurplanänderungen mal angegangen werden. Diese Weiche verschiebt sich auf ein Nachbarsegment.



Ein gerades Gleisstück wird eingepasst



Dazwischen wird die Lagerhalle weiter lackiert



Nach dem Verkleben folgt das Anlöten von Messing-L-Schienen an die Innenseite der Schienen



und schließlich die erste Schicht Spachtelmasse, der weitere folgen werden. In wenigen Tagen wird man wohl nichts mehr vom Umbau sehen...

Grüße
Steffen

#680 RE: Projekt "H", das Hafenmodul - ein Baubericht von aps 28.05.2019 17:35

Moin Steffen,

nicht nur Bäume, Gräser und Büsche begeistern mich bei Dir, auch die versiegelten Flächen wie hier die im Verbund angelegten Betonplatten mit eingebettetem Gleis.

Chapeau.

Viele Grüße
Andreas

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