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#361 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von Dominik B 02.01.2017 14:20

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Na Lars, jetzt wird doch nicht jemander eingeschnappt sein, weil es nicht gleich dutzende Beiträge mit Lobhudelei als Resonanz gibt. Und ich denke genau das macht es doch aus, dass in einem Forum diskutiert wird und auch andere Meinungen kund getan werden. Ich persönlich finde das nämlich mit dem Einritzen eine interessante Variante. Haben wir doch schon wieder was gelernt, oder interessiert dich das gar nicht? Im Übrigens geht es in diesem Thread nicht um das farbliche Behandeln von Betonschwellengleis, sondern generell um Weinert Gleis, so zumindest der Titel. Also wenn in diesem Zusammenhang dann über Schienenstöße eines maßstäblichen Gleises diskutiert wird, finde ich das nicht weiter verwerflich. Es geht auch nicht darum dein Meisterwerk nieder zu machen, sondern auf etwas hinzuweisen, was dem Betrachter aufgefallen ist. Kann doch gut sein, dass dir das noch nicht untergekommen ist und du dankbar für diesen Ratschlag gewesen wärst. OK, warst du nicht, daher schreibe ich nochmal was ich schon vorher geschrieben habe und dich dann hoffentlich auch zufrieden stellt: Das schaut klasse aus.

Gruß

Dominik

#362 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von BJA 02.01.2017 14:40

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Hallo Lars,

also deinen "Kommentar" finde ich jetzt schwierig. Es wurde über Möglichkeiten einer optischen Verbesserung im Grenzbereich von Machbarem und Sinnvollem diskutiert, na und?
Das ist doch nicht als "demotivierende" Kritik zu verstehen.
Mir geht es um die Sache und die Diskussion hier war doch sehr "modellbahnerisch".
Und ja, das ist ein Forum und hier hat jeder das Recht mitzudiskutieren.
Und auch deshalb finde ich es absolut nicht in Ordnung an die Adresse der Interessierten eine derartige "Schelte" abzulassen.

#363 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von lcu 02.01.2017 15:30

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Okay, dann versuche ich das mal zu erklären:

Als ich mit dem Thread zum Test des Weinert-Gleises in diesem Forum angefangen habe, hat mir die Einführung von pikoman sehr gut gefallen, die dieses Unterforum »Test- und Erfahrungsberichte« von vielen anderen Foren unterscheidet: RE: ERST lesen, DANN hier posten!

Darin kommt u.a. dieser Satz vor: »Bitte hier keine Diskussionen. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Hat einer andere Erfahrungen gemacht kann er diese in dem entsprechenden Thread als Antwort posten.«

Ich hatte erläutert, warum ich an dieser Stelle bewusst darauf verzichtet habe, das Schienenprofil zu trennen. Auf einer Anlage oder einem Modul birgt jeder tatsächliche Gleisstoß das Risiko zu einem Knick oder einem späteren Verschieben zu führen – zumindest sind das meine Erfahrungen. Die Gleisjoche, die beim Vorbild mit Doppelschwellen verbunden wurden, waren nach meinem Wissen zwischen 15 und 60 m lang. Ein Trennen der Schienen in so kurzen Abständen halte ich persönlich ohnehin für schwierig. Und da es mir darum geht, mit den hier vorgestellten Erfahrungsberichten möglichst nah an einer realen Verwendung zu sein, habe ich auf das Trennen verzichtet, auch wenn es für das kurze Teststück kein Problem gewesen wäre.

Sicher ist es auch in diesem Forum nötig, Nachfragen zu stellen und Anmerkungen zu machen. Im Sinne von pikomans Worten, würde mich jetzt ein Erfahrungsbericht freuen, wie das Herstellen eines überzeugenden Schienenstoßes durch nachträgliches Ritzen, Feilen o.ä. tatsächlich möglich ist.

Schöne Grüße,
Lars.

#364 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von cauchy 02.01.2017 16:44

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Moin!


Außerdem finde ich Lars' Ansatz gut: Wenn er unbedingt einen Schienenstoß dort haben will (er will ja nicht und hat geschreiben warum), darf er ja gerne seine Erfahrungen als Antwort hier im Thema vorstellen ...

Von Lars werden wir keinen sehen - verstehe ich, denn ich habe auch erst überlegt, an den "Schienenstößen" (also dort, wo welche wären) meiner Module zu sägen, hab es dann aber aus gutem Grund (habe da ähnliche Erfahrungen und Befürchtungen wie Lars) sein lassen.


Grüße,
Harald

#365 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von DocBrown 02.01.2017 18:49

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Hallo zusammen,

mich persönlich hat das jetzt nicht gestört, dass da kein Stoß zu sehen ist. Vielmehr habe ich mich am Bericht erfreut, die Bilder genossen und die Tips aufgesaugt (der Video-Tip ist grandios). Weiter so Lars.

Viele Grüße
Marcel

#366 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von Erha59 02.01.2017 20:14

Servus,

erst mal... die Vorstellung von Lars ist aller Ehren Wert. Geht mir persönlich teils schon zu weit, weil ich meine Modelle nicht auf Gott-weiß-was für Räder umbauen werde.
Jeder soll sich doch das aus dem Thread rausnehmen, was er will/braucht.

Zum Thema Schienenstöße: das hat auch jeder sein Argument. Sicherheit bei transportablen Modulen geht sicher vor. Und ein Schienenstoß umgerechnet in 1:87 ist sicher so gut wie nicht sichtbar.
Ich würde die Profile nicht durchschneiden. Mit dem Cuttermesser eine Rille einen Schienenstoß "nachbilden" wäre doch auch eine Option. Ist zwar dann nur auf der Lauffläche, sollte aber reichen.

Entweder habe ich es überlesen oder nicht gesehen, hat jemand schon mal probiert, das Weinert Gleis mit Roco zu kombinieren? Würde da die Übergangslage von Roco alt auf Roco neu reichen?

Viele Grüße
Rüdiger

#367 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von lcu 02.01.2017 21:09

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Hallo Rüdiger!

Zitat von Erha59 im Beitrag #366

Entweder habe ich es überlesen oder nicht gesehen, hat jemand schon mal probiert, das Weinert Gleis mit Roco zu kombinieren? Würde da die Übergangslage von Roco alt auf Roco neu reichen?



Ich habe zwar schon Tillig Elite mit Roco Line kombiniert, aber Weinert und Roco noch nicht. Im Vergleich zum Tillig-Gleis finde ich den Schienenkopf des Roco-Gleises ziemlich breit bei gleicher Höhe (Code 83: 2,1 mm). Der Unterschied zum Weinert-Gleis ist dann noch etwas größer. Ich habe zwar kein direktes Vergleichsbild zwischen Roco in Weinert, aber im ersten Beitrag dieses Threads habe ich alle meine Gleise mal miteinander verglichen und nebeneinander fotografiert; dort ist Roco Line auch abgebildet. Im sichtbaren Bereich würde ich persönlich diese Kombination aber möglichst vermeiden.

Wenn Du den geknickten Schienen-Übergangsverbinder von Roco meinst, so ist der für den Übergang vom alten 2,5 mm hohen Gleisprofil auf das 2,1 mm hohe Roco Line gemacht. Er überwindet also 0,4 mm. Der Unterscheid zwischen den Schienenprofilen Code 83 (Roco) und Code 75 (Weinert) beträgt etwa 0,2 mm, genauso wie der Höhenunterscheid bezogen auf die Schienenoberkante etwa 0,2 mm beträgt. Damit ist dieser Schienenverbinder zumindest nicht ohne Zurechtbiegen für den Übergang zu verwenden. Ob das mit dem Biegen klappt, kann ich jedoch nicht sagen.

Ich habe beim Übergang von Tillig (Code 83) auf Peco (Code 75) auf Schienenverbinder verzichtet und das etwas niedrigere Peco-Gleis mit Papier aufgefüttert, bis die Oberkanten der Gleise gefluchtet haben. Allerdings habe ich das nur im geraden Gleis gemacht. Wenn ein solcher Übergang im Bogen notwendig ist, würde ich die Schienenprofile wie bei Modul- oder Segmentübergängen auf kleine Schräubchen auflöten, damit sich die Profile nicht seitlich wegdrücken.

Schöne Grüße,
Lars.

#368 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von Erha59 02.01.2017 21:21

Danke für den Hinweis Lars.
Ich wollte die Roco Gleise nur im nicht sichtbaren Bereich einsetzen. Hauptsächlich wegen der Weichen. Mit Weinert Weichen im Schattenbahnhofbereich.... das wäre wohl Perlen vor die Säue geworfen.
Also auffüttern und verlöten.

Viele Grüße
Rüdiger

#369 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von Bodensee-Schifffahrt 03.01.2017 07:46

Salü Rüdiger,

wenn das Roco-Gleis nicht schon vorhanden sein sollte, dann bietet sich doch Peco-Gleis an – komplett kompatibel zum Weinert-Gleis (Rolf benutzt ja auch Peco-Profile) …

Grüße vom Bodensee

#370 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von lcu 06.01.2017 23:42

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Hallo allerseits,

hier kommt jetzt der letzte Teil meines Erfahrungsberichts zum Weinert-Betonschwellengleis. Hierbei soll es um das Einschottern und das letzte Farbfinish gehen, nachdem über die technischen Aspekte reichlich geschrieben wurde.

Vorausschicken möchte ich, dass es mir bei meinen Teststücken nicht um eine möglichst perfekte Darstellung auf einem Diorama geht, sondern ich probiere Methoden aus, wie ich sie auch im normalen Modulbau für Betrieb mit NEM/RP 25-Code 110-Radsätzen praktiziere. Sicherlich gebe ich mir für die Fotos mit dem Makro-Objektiv etwas mehr Mühe, aber grundsätzlich gehe ich auch beim Modulbau so vor.

Nachdem Schienen und Schwellenband lackiert waren, habe ich zur Vorbereitung des Schotterbetts zuerst den Randweg mit feinem Splitt angelegt. Dazu wird der Bereich mit Leim eingestrichen und der Splitt aufgesiebt.



Nach dem Trocknen wird dann der Schotter mit einer Korngröße von 0,7 bis 1,0 mm aufgebracht, den ich für Hauptgleise verwende. Zum Formen des Gleisbetts kommen neben den Fingerkuppen die abgebildeten Werkzeuge zur Anwendung.



Nach dem Einsprühen mit einer Wasser-Odol-Mischung wird der Schotter mit wasserlöslichem Tiefgrund als Kleber beträufelt.



Anschließend werden die Streifen rechts und links des Randwegs mit Erde versehen. Auch sie wird mit einem Sieb in die zuvor mit Leim eingestrichenen Flächen aufgebracht.



Auf diesem Detailfoto schaut das Schotterbett zwar schon ganz gut, aber doch noch recht gleichmäßig und wie neu aus.



Daher habe ich aus braunem und grauen Washing von Vallejo eine Mischung hergestellt, die ich dann wieder stark verdünnt habe. Diese Mischung habe ich mehrfach über das Gleis gespritzt, so dass das Gleis etwas »benutzter« aussieht.



Da die hölzerne Doppelschwelle danach etwas geglänzt hat, habe ich versucht, die Oberfläche mit etwas dunkelbraunen Pigmenten stumpfer zu machen. Mir ist das aber zu stumpf und vor allem zu braun geworden. Und auch die Oberseite der Betonschwellen fand ich nach dem Trocknen zu dunkel …



Daher habe ich mit einem in Isopropanol getränkten Borstenpinsel über die Schwellen gestrichen, so dass sich das Washing wieder gelöst und im Pinsel festgesetzt hat. Man kann dabei im Grunde nichts falsch machen, denn wenn man zuviel vom Washing abgetragen hat, kann man das mit der Airbrush oder auch mit dem Pinsel punktuell wieder auftragen. Auch die Holzschwelle wurde so wieder ansehnlich; ich habe lediglich noch ein klein wenig stark verdünntes schwarzes Washing aufgetragen.



Weil ich mit der Farbgebung jetzt zufrieden war, habe ich die Streifen neben dem Gleis noch begrünt. Es kamen verschiedene Fasern zur Anwendung, um den Einruck ungepflegter Grünstreifen im Spätsommer darzustellen. Etwas Turf und Laub von MiniNatur ergänzen die Fasern. Hier ist zunächst das Teststück im Ganzen zu sehen.



Es folgen einige Detailfotos. Hier zunächst der Bereich mit dem gegossenen Schienenverbinder, der nur noch an den Fugen in den Schienenprofilen auszumachen ist.



Es folgt die Doppelschwelle mit den gegossenen Schienenlaschen für RP 25.



Und hier ist die geätzte Schienenlasche für hohe NEM-Radsätze zu sehen.



Hier noch eine Seitenansicht des Gleises.



Und zum Abschluss sei noch dieses sehr spitzwinklig aufgenommenes Foto gezeigt.



Auf diesem letzten Foto ist zu erkennen, dass der Bereich der Betonschwellen unterhalb der Kleineisen deckend rostrot gefärbt ist. Das ist ein Nachteil des Lackierens mit der Airbrush, die die Pigmente in diesen Bereich hineinbläst. Abhilfe könnte hier vielleicht eine Lackierschablone schaffen, die nur die Bereiche der Kleineisen ausspart. Für das Gleis von RST gibt es solche Schablonen, allerdings muss für diese Schablonen das Gleisprofil ausgefädelt sein, was ich nicht gut finde; vor dem Einfärben und Schottern sollte ein Gleis betrieblich umfassend getestet werden können. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie ein Lackierschablone aussehen könnte, die für eingebaute Gleise geeignet ist …

Abschließend möchte ich zusammenfassen, dass es sich bei dem Gleis mit Betonschwellen B58 und dessen Oberbau K meines Erachtens um eine perfekte und sehr gut gelungene Ergänzung des bestehenden Gleissystems von Weinert Modellbau handelt. In der Epoche III ist das Gleis ab Ende der 1950er-Jahre auf DB-Hauptstrecken und später dann auch auf Nebengleisen einzusetzen. Die bestehenden Schienenlaschen und -verbinder lassen sich ohne oder mit geringen Anpassungen mit den Betonschwellen verwenden. Bei der farblichen Gestaltung sind – nach meinen Ansprüchen – für eine vorbildnahe Darstellung der Betonoberfläche ein paar Durchgänge mit verschiedenen Farben notwendig, die sich aber unbedingt lohnen. Im Unterschied zum Holzschwellengleis empfehle ich hier jedoch keine Ölfarben zu verwenden, sondern auf wasserlösliche Acrylfarben wie die von Vallejo zurückzugreifen, die sich auch nachträglich immer noch anlösen und korrigieren lassen.

Jetzt warte ich nur noch auf ein Stahlschwellengleis in ähnlicher Qualität …

Schöne Grüße,
Lars.

#371 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von cauchy 07.01.2017 10:34

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Moin Lars!


Betonschwellen wird's bei mir nicht geben, aber die Tips und Erfahrungen zum Thema Schottern sind allemal "ihr Geld wert" Danke!

Ich habe bei den Washings von Valleho schon öfter feststellen müssen, dass hinterher plötzlich ein Glanz da ist, wo vorher keiner war (bei mir derzeit vor allem bei Straßen und Gebäuden, die "alt aussehen" sollen). Seitdem nehme die Washings eigentlich nur noch, wenn es um Spuren geht, die auch etwas feuchter aussehen dürfen ... Wasserspuren etwa. Ansonsten bin ich dazu übergegangen, die normalen Farben von Vallejo sehr stark zu verdünnen und mir quasi ein eigenes Washing zu mischen ... das war bisher dann immer eher matt.


Grüße,
Harald

#372 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von lcu 07.01.2017 11:54

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Hallo Harald,

mit den Washings habe ich tatsächlich auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht, denn mal trocknen sie recht matt auf und mal bleibt ein leichter Glanz zurück. Das schöne bei Washings ist ja, dass sie so dünn sind, dass man immer wieder mal drüber gehen kann, oder dass man sie auch wieder anlösen kann – das passende Lösungsmittel vorausgesetzt. Bei Vallejo reicht deren Verdünner oder eben auch Isopronapol.

Ich dachte, dass ich hier im Forum schon ein paarmal etwas zum Schottern geschrieben habe, daher habe ich mich kurz gehalten. Ich möchte aber noch einen Hinweis zum Betonschwellengleis ergänzen:

Im Unterschied zum Holzschwellengleis sollten die Betonschwellen vor dem Einschottern soweit wie möglich farblich behandelt werden. Zumindest die Betonfärbung und ein Sprenkeln/Abtönen sollten zuvor erledigt sein, und wenn möglich würde ich auch schon die Rostfarbe aufbringen. Bei Holzschwellen habe ich das Färben der Schwellen auch schon komplett nach dem Schottern hinbekommen, aber das Grau des Betons, das in der Regel heller als der Schotter sein wird, ist dann nur noch schwer aufzubringen.

Schöne Grüße,
Lars.

#373 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von cauchy 07.01.2017 12:18

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Mahlzeit!

Zitat von lcu im Beitrag #372

Ich dachte, dass ich hier im Forum schon ein paarmal etwas zum Schottern geschrieben habe, daher habe ich mich kurz gehalten.



Ja, klar ... aber ich hab's gerne wieder gelesen und angeschaut!


Grüße,
Harald

#374 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von Erha59 07.01.2017 12:40

Servus Lars,

ein tolles Ergebnis. Aber mal ehrlich.... den Schotter mit einem ODOL/Wassergemisch als Fliesverbesserer eingesprüht? Das Odol?

Viele Grüße
Rüdiger

#375 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von lcu 07.01.2017 12:50

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Ja, klar – ein paar Tropfen Odol in eine kleine Sprühflasche voll Wasser, und damit wird dann das Gleis komplett eingesprüht. Es gibt natürlich auch andere Fließverbesserer, aber keiner riecht so frisch wie Odol. ;)

Und funktionieren tut das wirklich gut für wasserlösliche (!) Kleber.

#376 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von cauchy 07.01.2017 13:34

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Mahlzeit!


Volle Zustimmung ... es riecht frisch ... und ... es schäumt nicht!


Grüße,
Harald

#377 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von BJA 07.01.2017 14:07

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Hallo,

das Schienenstück sieht wirklich super aus!

Zu obiger Diskussion: Interessant finde ich das Bild mit dem Schienenstoß aber ohne zugehöriges Kleineisen. So hatten sich Dominik und ich sicher einen Schienenstoß mit Kleineisen vorgestellt.

Frage: Ist ein Schienenstoß mit verbindenden Kleineisen beim Weinert Gleis machbar oder ist das mit hohem Aufwand verbunden oder geht das gar nicht?

#378 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von Bodensee-Schifffahrt 07.01.2017 14:14

Hallo,

ich bin sehr gespannt und freue mich schon drauf, wann Du und/oder Dominik euren Schienenstoß hier vorstellt …

#379 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von BJA 07.01.2017 14:26

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Das ist jetzt aber keine Antwort, oder?

Und ja: Noch baue ich nicht mit Weinert Gleis, warum frage ich wohl.

#380 RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« – Das Betonschwellengleis B58 von lcu 07.01.2017 16:26

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Hallo Bernhard,

Zitat von BJA im Beitrag #377
Frage: Ist ein Schienenstoß mit verbindenden Kleineisen beim Weinert Gleis machbar oder ist das mit hohem Aufwand verbunden oder geht das gar nicht?

ich weiß nicht genau, was Du meinst. Als »Kleineisen« werden umgangssprachlich die Befestigungsmittel der Schienen auf den Schwellen bezeichnet (s. auch: http://www.mein-gleis.de/10-mein-gleis/9-meine-kleineisen).

Falls es Dir darum geht, ob ein Schienenstoß auch lediglich mit den Schienenlaschen von Weinert herzustellen ist, so lautet meine Einschätzung so: Die Schienenlaschen sind zwar recht stabil – vor allem die gegossenen – aber wenn sie mit Sekundenkleber auf die Schienenprofile geklebt werden, sind sie meines Erachtens nicht sonderlich stabilisierend. Anders als beim Vorbild fehlen hier die durchgehenden Bolzen, welche die Laschen kraftschlüssig mit den Schienenprofilen verbinden.

Die auf das Profil einwirkenden Kräfte können also nur durch die Nachbildung der Kleineisen (Hakenplatten) am Fuß des Schienenprofils abgeleitet werden. Hierfür ist die Doppelschwelle grundsätzlich besser geeignet als bei einem schwebenden Stoß zwischen zwei Schwellen oder einem Stoß auf einer Einzelschwelle. Ich schätze schon, dass ein Schienenstoß auf einer Doppelschwelle im geraden Gleis funktionieren sollte. Im Bogen besteht die Gefahr, dass die Seitenkräfte durch den Drang des Profils sich gerade zu strecken so groß werden, dass ein Knick entsteht oder der Druck auf das Kleineisen auf Dauer zu groß für die Kunststoff-Kleineisen wird. Und je enger der Bogen wird, umso größer werden dann auch diese seitlichen Kräfte sein.

Der gegossene Messing-Schienenverbinder von Weinert erscheint mir dagegen sehr stabil zu sein. Er bietet im Grunde zwar nur vier Klemmpunkte pro Stoß, d.h. jeweils 1 Paar pro Schienenende, doch die umfassen den Fuß sehr gut und verbiegen sich auch nicht. Damit sind sie m.E. den üblichen Blechverbindern durchaus ebenbürtig. Die Stabilität kann dann zusätzlich nochmals erhöht werden, wenn die Schienen in dem Verbinder festgelötet werden (s. auch: RE: Weinert Modellbau »mein Gleis« (6)).

Einen echten Schienenstoß im geraden Gleis darzustellen, sollte also kein großes Problem sein. Ob man den Aufwand treiben will, alle 15, 30 oder 60 Modellmeter auch tatsächlich das Gleis dafür zu unterbrechen will, kann sich jeder selbst überlegen. Allerdings wird es spätestens bei den Weichen zum Schwur kommen, denn dort befinden sich über allen vier Doppelschwellen Schienenstöße.

Modellbahnfreundlicher ist dann sicherlich die Variante, ganz auf Schienenlaschen zu verzichten, denn bereits vor dem 2. Weltkrieg wurde damit begonnen, Schienen durchgehend zu verschweißen. Und auch die Weichen wurden weiterhin mit denselben Schwellensätzen angefertigt, auch wenn die Schienen inzwischen durchgehend waren.

Schöne Grüße,
Lars.

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