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#1061 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 26.03.2019 00:31

Hallo,

Es sind wieder zwei Wagen der Betriebsdienst übergeben.
Die C4 Sa 98 vervollständigt den Eilzug zwischen Chemnitz und Adorf.






Nach dem Eintreffen neuer Anschriften ist die E1 ist auch fertiggestellt. Hier ist sie gezeigt als Wagen in RAL 6007 und erscheint so schon etwas heller als die andere Wagen in Preussisch Braungrün RAL 6008. Die Beschriftung mit dem Porzellanschild 'E1' und den Reichsbahnadler entspricht das Foto von Günter Meyer. So ist der Wagen wohl noch gefahren bis der Klassenreform 1928. Dann ist für sie wohl die Zeit abgelaufen gewesen. Der Grund das der Wagen nach ihrer Zeit noch in Dienst geblieben ist, ist wohl zu finden in der großen Personenkapazität. Das hat die C4 Sa 98 so auch nicht bieten können! Gewiß ist es nicht ganz richtig einen 4. Klasse Wagen mit einem der 3. Klasse zu vergleichen, aber immerhin.....







Eine Besonderkeit stellt wohl die zwischen den beiden Wagenhälften schwebende Bühne dar. Es erinnert ein wenig an Straßenbahnfahrzeugen Mit dem Unterschied das die Bühne offen ist.




Der Bausatz ist einfach zu bauen und somit auch für Anfänger der Materie bestens geeignet. Schade das die Dreipunktlagerung nicht serienmässig ist. Das ist keine Mehraufwand bei der Entwicklung gewesen. Insgesamt mein Fazit: absolut empfehlenswert!

Gruß, Peter.

#1062 RE: Reichsbahnsachsen von Atchison 26.03.2019 10:09

Hallo Peter,

gut sind sie geworden die Wagen. Die Fleißarbeit mit den Griffstangen beim C4 Sa 98 hat sich doch ausgezahlt.
Mit Deiner Anmerkung bezüglich der 3-Punktlagerung beim Bausatz für den E1 stimme ich Dir voll und ganz zu. Mit etwas Nachdenken hätte man das schon auf der Ätzplatte mit integrieren können.
Es ist hierzulande leider aber so, daß man bei der Modelleisenbahn voll und ganz in Traditionen gefangen ist und diese auch nicht hinterfragt ob sie überhaupt noch Sinn machen. Da man sie nicht in Frage stellt, finden von daher keine Denkprozesse in dieser Richtung statt oder gar in Richtung sonstiger technischer Fortschritt.
Da kann sich der geneigte Modellbahner nur staunend die Entwicklung im Ausland anschauen. Oder eben aber selber zur Tat schreiten und aus spielzeughaften Miniaturen richtige Modelle machen, was Dir im übrigen hervorragend gelungen ist Peter.


mfG

Ludwig

#1063 RE: Reichsbahnsachsen von Thom69 26.03.2019 15:17

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Hallo Peter
Die Bilder sprechen wider für sich! Ich bin immer wider begeistert, was Du so baust. Eine Frage habe ich allerdings. Du schreibst mehrmals, dass der E 1 ein Bausatz ist und einfach zu bauen wäre. Leider finde ich ihn nicht bei Beckert. Soviel mir bekannt ist, macht Er auch keine Bausätze außer den Packwagen und die Abteilwagen.
Gruß Thomas

#1064 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 27.03.2019 06:09

Hallo,

Dankeschön ihr Beiden für das Lob zu den Wagen.
Die freistehende Griffstangen machen schon einiges an Arbeit. Der Wagen wird ganz entkernt und eine Neulackierung und Neubeschriftung sind absolut die Folge. Da kommen schon einige Stündchen zusammen. Erfreulich dabei ist das die Piko Wagen aus Polystyrol sind. Das erleichtert die Bearbeitung des jeweiligen Modells sehr. Auch das Kleben stellt dabei kein Problem dar.
Beim E1 finde ich das dies das einzige Wermutstropfchen ist. Weiter paßt alles gut zusammen. Auch ohne Bauanleitung nur mit (ausreichend zur Verfügung gestellte) Bilder des Fertigmodells ist der zu bauen.
Als Bausatz ist der Wagen wohl nicht vorgesehen. Ich wollte den (Trieb-)Wagen auch 'nur' in ihrer späterer Verwendung als Personenwagen darstellen.
Bei Interesse einfach mal nachfragen. Es gibt mehr Interesse dazu. Viel Erfolg!
Das ich die Abteilwagen (leider) nicht habe hat auch mit der Dreipunktlagerung und die leider nicht freistehende Handläufe zu tun. Vielleicht kommt da irgendwann mal eine verbesserte Wiederauflage? Ich bin sofort dabei!

Gruß, Peter.

#1065 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 31.03.2019 22:13

Hallo,

Die Modeloco 94 2024 ist fertiggestellt.
Die Laternen sind, wie schon beschrieben, durch 3D gedrückten alte sächsische Petroleumlaternen ersetzt. Dementsprechend ist auch der Turbogenerator samt allen Leitungen zurückgebaut. Die dabei entstandene Löcher sind gespachtelt, geschliffen und farblich wieder hergerichtet. Der vorher dagewesene Glanz an den Radsätzen ist auch behoben. Jetzt sieht das Fahrwerk mehr glaubwürdig aus.
Die Lampen scheinen nicht so hell. Auf den Bildern sieht es etwas gelblich aus. In Wirklichkeit sind die Lampen so zwischen Gelb und Weiß. So ähnlich wie bei Gützold etwa.










Die Lokomotive fährt ausgezeichnet und ganz ruhig! Der Zugkraft auf der Rampe muss noch ausprobiert werden, denn Haftreifen hat sie ja nicht.

Der geschlossener Schmalspurgüterwagen aus dem Baujahr 1903, Waggonfabrik Bautzen ist so weit für die Beschriftung vorbereitet.







Der Wagenkasten ist nich leicht zu bearbeiten gewesen. Beim Bohren ist das Loch allzu schnell größer geworden als geplant. Durch die entstanden Hitze hat sich der Kunststoff des Gehäuses sich schnell um den Bohrer gedreht. Da hilft nur langsames und ruhiges Arbeiten. Außerdem sind beim abschneiden der fest angespritzten Teilen leicht Gehäuseteile ausgebrochen. Trotzdem glaube ich zufrieden sein zu können mit dem Resultat.

Gruß, Peter.

#1066 RE: Reichsbahnsachsen von Atchison 01.04.2019 11:44

Hallo Peter,

die Lampen sehen gut aus. Und die Petroleumlampen waren nun einmal nicht die hellsten. Ein leicht ins gelbliche spielender Farbton ist da völlig korrekt.
Zum Bohrproblem beim Bautzner Wagen kann ich nur sagen, zum Bohren am besten eine flexible Welle in einen Akkuschrauber einspannen. So eine Maschine hat die Kraft, gemeint ist das Drehmoment und kann sie auch schon bei sehr niedrigen Drehzahlen liefern; Langzamlooper. Und nicht mit zu hoher Drehzahl rotieren lassen. Dann lässt sich auch leicht aufschmelzendes Material schön spanabhebend bearbeiten.
Meine 2 €ent dazu.


mfG

Ludwig

#1067 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 02.04.2019 22:59

Hallo Ludwig,

Dankeschön!
Beim Bohren habe ich schon bemerkt das der Drehzahl viel vom Einfluß gewesen ist auf die Hitzeübertragung am Modell. Das mit dem flexibeln Teil finde ich eine sehr gute Idee. Vorhanden ist das hier auch. ein niedrige Drehzahl am Bohrer ist viel besser.

Einige Güterwagen haben den Bestand an Fahrzeugen bereichert.

Ein Brawa Königsberg, der noch recht neu ist.






Ein Chemiekesselwagen der Badischen Anilin- und Sodafabrik Ludwigshafen mit schon einigen Dienstjahren hinter sich.








Dagegen befindet diesem Kesselwagen für Pfanzliches Öl sich beim Ölwerk oft in staubiger Umgebung.






Gruß, Peter.

#1068 RE: Reichsbahnsachsen von Häuslebauer 02.04.2019 23:43

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Hallo Peter,

toll die individuelle Alterung der beiden Kesselwagen!

Auf die Idee mit der staubigen Umgebung beim Öl-Kesselwagen muss man auch erst einmal kommen.....

Viele Grüße
John

#1069 RE: Reichsbahnsachsen von Atchison 03.04.2019 10:58

Hallo Peter,

gerade beim Königsberg bringt die Alterung die feinen Gravuren und Details erst richtig zur Geltung, insbesondere am Fahrwerk.

@John
Als Merksatz für Kesselwagen in älteren Epochen gilt "Ein Kesselwagen kann nie siffig genug sein."
(Sagt einer der seine Lehrjahre bei einem großen Chemiebetrieb am Niederrhein verbracht hat.)


mfG

Ludwig

#1070 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 03.04.2019 20:14

Hallo John, hallo Ludwig,

Dankeschön für euer Lob.
Mit altern von Fahrzeugen ist es immer so ein Ding. Von vornherein soll man sich ausdenken wieviel Arbeit man reinstecken möchte und wie das aussehen letztendlich werden soll. Fahrzeuge leicht altern ist dabei fast gleich viel Arbeit als total verschmutzen. Wobei eine totaler Verschmutzung auch nicht immer das ah und oh ist. Eine Mischung auf der Anlage tut sich da schon wesentlich besser. Gealterte Fahrzeuge in der Vitrine sehen aber meistens nicht so gut aus.
Wie beim Königsberg zu sehen macht auch eine dezente Alterung schon viel aus. Plastikglanz gehört eben nicht auf einer Anlage.

Am VV hat sich mittlerweile auch was getan. Die fehlende Teile für den Tender sind da.






Das es gedauert hat, hat mit dem Tendergehäuse zu tun. Am Gehäuse haben sich starke vertikalen Streifen gebildet. Das hat mit dem Druckerprogramm zu tun. Dieser baut sich Supports über den unteren horizontalen Nietenreihe. Aber auch am Obergurt sind diese vertikale Streifen zu sehen.








Dann habe ich natürlich wissen wollen, was man mit dem Messingdruckmaterial eigentlich so machen kann. Es lässt sich so ungefähr so behandeln wie Messinggussteile eben auch: schleifen und danach ein Messingdrahtstückchen anlöten.



Mit dem Schleifen und Lackieren des Gehäuses ist es nur zur Enttäuschung gekommen. Das ist nicht der Sinn des 3D-Drucks!
Also habe ich mir die Zeichnung geändert. Die untere horizontale Nietreihe ist jetzt weg. Dadurch sind auch die Streifen weg. Am Obergurt sind die horizontale Nieten noch da. Dadurch bedingt sind natürlich auch die vertikale Streifen immer noch vorhanden. Da hier keine vertikale Nietenreihen stören, ist dies leichter zu schleifen. Die untere Nietreihe ist dann geplant mit Decalnieten (Archer zu beziehen über Austromodell) zu machen. Das erscheint mir mit der oberen horizontalen Nietreihe nicht so sinnvoll.






Gruß, Peter.

#1071 RE: Reichsbahnsachsen von Axel-T 04.04.2019 10:11

Hallo Peter
ja - der Messing/Bronze Druck macht freude... :-)
Bei mir entsteht grade ein Wipplager oder Pendelachs-Fahrwerk für die C5/6 bzw. die Br50.
https://www.thobaben.ch/moba/?p=5190


Ein Video gibt es auch... https://player.vimeo.com/video/325923206

Grundlage dazu ist der Messingdruck

LG,
Axel

#1072 RE: Reichsbahnsachsen von Atchison 04.04.2019 11:02

Hallo Peter,

die Messingußteile sind Dir gelungen

Was Festigkeit und Bearbeitung angeht, die Messing rsp. Bronzeteile entstehen auch hier im sog. Wachsausschmelzverfahren. Dabei wird jedoch das Urmodell aus Wachs nicht mehr aufwendig von Hand unter der Uhrmacherlupe graviert und abgegossen, sondern direkt im 3-D Verfahren ausgedruckt. Der Rest des Produktionsprozesses läuft dann weiter konventionell wie gehabt:
https://nl.wikipedia.org/wiki/Verlorenwasmethode
https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsausschmelzverfahren

Seit ungefähr 10 Jahren macht die Firma Bowser neue Messingußteile nach diesem Verfahren: http://www.bowser-trains.com/new/calscalenew.html
Von daher weiß ich, man kann diese Teile wie gewohnt bearbeiten. Es ist ja wirklich Messinguß.

Beim Tender der VV; Künstlerpech würde ich sagen. Da hat das Programm wohl die Niete als Dämme interpretiert und durchgezogen.


mfG

Ludwig

#1073 RE: Reichsbahnsachsen von Axel-T 04.04.2019 11:27

OT: Irgendwie ist das doch alles ziemlich cool, was man heute als Privat Person machen kann :-)
LG,
Axel

#1074 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 05.04.2019 07:23

Hallo Axel, hallo Ludwig,

Eine Doppelwippe! Das ist ein wirklich tolles Teil!
Schön das zu sehen das moderne Kleinserienhersteller schon dieses Verfahren benutzen.

Beim Tendergehäuse sind es Supports gewesen. Jetzt sieht es schon besser aus.

Gruß, Peter.

#1075 RE: Reichsbahnsachsen von Axel-T 05.04.2019 08:21

Hallo Peter
Um keine Unklarheiten aufkommen zulassen. Ich bin kein Kleinserienhersteller sondern habe das Teil nur für mich und für meine Roco C5/6 gezeichnet und drucken lassen.
Den ganzen Bericht reiche ich dann mal nach.

LG,
Axel

#1076 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 05.04.2019 10:05

Hallo Axel,

Sorry, ich habe mich falsch ausgedrückt, bzw. die Aufmachung des Textes kann zu Verwirrung führen.
Mit dem Kleinserienhersteller habe ich den Fa. Bowser gemeint. Bestimmt gibt es auch schon andere Firmen die dieses Verfahren nützen.
Das du kein Kleinserienhersteller bist ist mir schon klar. Immerhin das Lob gilt dein Schaffen mit der Doppelwippe. Echt toll!
Auf dem Bericht bin ich dann mal gespannt.

Gruß, Peter.

#1077 RE: Reichsbahnsachsen von Axel-T 05.04.2019 12:09

Hallo Peter
Kein Problem - ich wollte nur vermeide, dass ich mit Anfragen bombardiert werde.
Im Moment überlege ich ob wie ich in den Block von Roco die Tasche für die Wippe fräsen kann, oder ob ich das auch noch zeichnen soll...

LG,
Axel

#1078 RE: Reichsbahnsachsen von Wilzschhaus 06.04.2019 22:39

Hallo Axel,

Da möchte ich mit deiner Kenntnisse auf Zeichnen tippen. Gleich kannst du auch den Rahmen breiter gestalten!

Gut, jetzt geht es an dieser Stelle wieder in Sachsen weiter.
Eingetroffen sind die Teile für den dreiachsigen sächsischen Rungenwagen.










Durch das sg. 'Wharping' stehen die Rungen etwas nach aussen. Ehrlich gesagt kommt das ganz realistisch über!
An dieser Stelle auch noch ein herzliches Dankeschön an Lokmeister-Claus für das Bereitstellen des schönen Bildes des Wagens! Ohne so ein Vorbildfoto geht es eigentlich gar nicht.

Gruß, Peter.

#1079 RE: Reichsbahnsachsen von PKPmodelarz 07.04.2019 21:00

Hallo Peter!
Es ist ja schon fast beängstigend, mit welcher Geschwindigkeit Du Deine Modelle baust. Dabei weiß der Rungenwagen wieder zu begeistern. Nur ist es nicht realistischer, gleich zwei oder mehr davon zu bauen? So ist ein Zug doch gleich viel lebendiger...

Wie lassen sich die gedruckten Teile weiterverarbeiten- hier hört man ja immer wieder die verschiedensten Geschichten. Daß die Teile ausblühen, brüchig werden usw. Wie hält der Lack- und vor allem welkcher? Ich überlege nämlich, da die Druckqualität doch mittlerweile recht ordentlich ist (bzw es einige Künstler in den Foren gibt) mir ein paar Teile drucken zu lassen. Die Konstruktion ist nun nicht mehr dass ganz große Thema- seit ich ein wenig mit Catia "spielen" darf

Einen schönen Restsonntag wünscht

Christian

#1080 RE: Reichsbahnsachsen von Axel-T 08.04.2019 16:57

Hallo Christian
Das Material "Frosted Ultra Detail" von Shapeways ist meiner Erfahrung nach recht fragil und brüchig. Ich glaube in dem Fall würde ich den Grundrahmen des Wagen und die Pufferbohle in Messing-Profilbauweise ausführen und den Wagenkasten obenauf setzen.
Ich bin gespannt, wie Peter das sieht.

Wegen Catia - Willkommen in der 3D Welt... ;-)

LG,
Axel

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