Seite 1 von 3
#1 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 23.10.2010 17:56

Hallo Forum,

Hier möchte ich eine Kleinanlage nach Planungen hier im Forum vorstellen. Diesen Beitrag hätte jetzt also auch 'von Zwänge über Kleinau und Prechtal nach Walthersdorf' heißen können.

Gedanken

Vor ungefähr ein halbes Jahr ist mein jüngster Sohn zu mir gekommen ob es möglich wäre eine Anlage zu bauen für sein Zimmer im Schifferkinderheim. Da könnte er und sein Bruder dann auch da Betrieb machen.
Natürlich wollte ich als begeisterter Erbauer das mitmachen. Also rann an der Planung. Das war zunächst natürlich eine Großanlage wo für Bett, Schrank und Büro kein Platz mehr war! Also habe ich umgesehen nach Pläne die für die Raumverhältnisse umsetzbar seien. Und da bin ich dann auf die Pläne für IVAR-Regalanlagen und Ableiter davon von Zwänge, Kleinau, Prechtal und vielen andere Ideen gestoßen. Jeder ein Dankeschön und ich hoffe wirklich das die Reisevorbereitungen nach Zwänge und das Projekt Prechtal auch erfolgreich gebaut werden....
Also gut nach viel überredungskraft sind wir dann auch losgebaut.

Umsetzung

Gebaut ist eine Anlage mit Fiddle Yard als Schiebebahnhof.
Gebaut ist mit je nach Lust und Laune kräftiger Ünterstützung der beiden Söhne. Wo sich der eine sich lieber beim Elektrik und Rocomotion nützlich macht, hat der andere mehr beim Landschaftsbau zugegriffen. Bei den Gebäuden habe ich zugegriffen auf Gebäude die in der Bastelkiste lagen.
Wichtig bei so eine Spielanlage ist das sie sich im rauhem Anlagenbetrieb behaupten kann. Also so wenig wie möglich abbruchgefährdeten Teilen wie Lanternen und Figuren im Vordergrund. Vielleicht etwas langweiliger beim Betrachten, aber so hält es eben länger.
Auch ist ein Kantenschütz angebracht, damit die teuren Loks und Wagen nicht herünterstürzen können. Im Hintergrund ist dies gemacht durch die Kulisse. Im Vordergrund durch einerseits eine Stützmauer und am anderen Seite durch die Laderampe.
Die Anlagenhöhe ist mit 80 Zentimetern recht niedrig, aber so kann man mit ein einfacher Stuhl an der Anlage sitzen und spielen.
Die Anlage ist gebaut auf zwei Segmenten von 90 x 40 Zentimetern. Durch die etwas größere Breite ist mehr Stabilität gegeben und mehr möglich bei der Gestaltung.
Letzter Woche ist die Anlage fertiggestellt worden. Da war beim Bau auch ein Frist gesetzt. Zur Zeit befindet sich die Anlage in einer Modellbau-Austellung. Danach siedelt sie um ins Schifferkinderheim.
Fehlen tun eigentlich noch die Weichenstellböcke von Auhagen.
Natürlich habe ich die Bau auch ausgenutzt um selber mal neue Sachen auszuprobieren. Das macht ja auch der Spaß.

Betrieb

Der Bahnhof kann zusammen mit der Fiddle Yard (als Schiebebahnhof) eigenständig betrieben werden. Möglich wäre eine Erweiterung durch weitere Segmente oder Modulen nach links oder rechts.
Die Epoche ist II oder 3. Deswegen habe ich versucht die Anlage etwas neutral zu gestalten. Eventuell könnte so eine Anlage auch betrieben werden als Kleinbahn.
Am entgültigen Standort aber wird sie betrieben mit einer Railion 294, etliche Güterwagen und eine 64er mit Donnerbüchsen. Eben die eigene Fahrzeuge der Kinder.
Gesteuert mit die Anlage mit der Roco Multimaus oder mit Rocomotion. Mit das digitale aber kenne ich mich nicht so gut aus, das machen die Kinder . Die stellen eben auch immer meine neuzugänge ein.....

Aber jetzt genug geredet; schaut mal selber.






































Ich hoffe es wird euch gefallen.
Mit Grüßen,

Peter.

#2 RE: Kleinanlage von Jendris Michalski 23.10.2010 19:20

.

#3 RE: Kleinanlage von cauchy 23.10.2010 20:41

avatar

Ja, das schaut schön gemacht und auch nach viel spannendem Betrieb aus!

#4 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 24.10.2010 05:52

Hallo Jendris und Harald,

Danke schön.
Ja, mit der Anlage kann man noch richtig betrieb machen.
Ich habe zuerst befürchtet, das dies nicht so gegeben wäre. Dies wegen der geringen größe der Anlage. Aber der Güterverkehr bringt es. Dabei sind offene Güterwagen und Ladung in Form von zugeschnitte Baumästchen ideal. Auch erfolgt noch Zulieferung und Abholung von Stückgut beim Güterschuppen und Fabrik (Metallwarenfabrik, Möbelfabrik, oder was man sich so vorstellen möchte) durch geschlossene Güterwagen. Auch wird Kohle geliefert für das Heizhaus der Fabrik, der Kohlenhändler und dann und wann für das BW. Ich weiß das in Wirklichkeit wahrscheinlich keine Bekohlung am BW stattfinden würde, weil das eher am Anschlußbahnhof stattfinden sollte. Aber es müssen eben auch Güterwagenbewegungen her.
Beim Personenverkehr ist zu sagen das dieser eher spärlich ist. Der Fahrplan könnte also recht klein ausfallen und ist auf dem Berufs- und Schülerverkehr ausgerichtet.
Der Gleisanschluß zum Fabrik hat eine Gleissperre. Auch das bringt extra Gedanken beim Betrieb mit sich. Zuerst sind die Wagen beim Rangieren jedes mal entgleist. Jetzt aber wird sie richtig umgelegt. Das umlegen geschieht ganz einfach mit der Pinzette oder einen kleinen Schraubenzieher. Der Stellbock ist funktionslos. Dabei hätte ich besser den Stellbock in Grundstellung dargestellt.

Mal sehen ob wir da noch etwas machen werden mit Wagenkarten und ein Fahrplan. In dieses Forum und beim Fremo ist genug darüber zu finden. Auch das kann für eine Bereicherung der Betriebsmöglichkeiten sorgen.

Die Gebäude sind wie geschrieben aus der Bastelkiste. Sie stammen von zwei früheren Anlagen und waren mir viel zu Schade fürs Abfall. Daher wurden sie aufbewahrt. Jetzt haben sie wieder ein gutes Plätzchen gefunden. Nur zwei Neuzugänge gibt es hier. Der Wagenkasten neben der Güterschuppen stammt von Piko. Der Abort ist aus Papier und stammt von Google Sketchup. Da gibt es eine sehr interessante Reihe von Gebäuden den Bahnhof Marienfelde betreffend. Google Sketchup ist ein wahrer Fundgrube für allerhand Bauwerke. Beim Abort habe ich Regenrinnen und Fallröhre verzichtet. Diese brechen zu schnell ab.
Der Fabrik ist eine Halle von Faller. Diese hat in seine ursprungliche Form so natürlich nicht gepasst. Also habe ich sie einfach zersägt und mit ein Auhagen Dach versehen. Die großen Fenster und Türen haben einfach um eine (einfache) Inneneinrichtung gefragt. Der Schornstein ist vom Kibri Heizhaus. Zusammen ist so ein Fabrik von in Verhältnis beträchtliche Länge entstanden.

Ganz fehlerfrei ist diese Anlage natürlich auch nicht.
Der Bahnsteig hätte durchaus zwei Zentimetern mehr Breite gut vertragen. Das bemerkt man aber erst wenn die Wagen am Behnsteig und an der Ladestraße stehen. Damit sieht man wieder wie wichtig Stellproben gerade bei kleinen Anlagen.
Auch bei der Hintergrundkulisse hat es nicht so ganz geklappt. Sie stammt von ein selbstgemachtes Foto, die im Kopiershop auf schwerstmöglichen Papier abgedrückt wurde.
Der ziemlich dunkle Baumrand ergibt eine gewisse Entfernung. Aber trotz guter Behangleim, vorleimen, usw.
hat sich das Papier doch hier und da gewellt. Das war irgendwie doch schade.

Gruß,

Peter.

[ Editiert von Wilzschhaus am 25.06.11 6:52 ]

#5 RE: Kleinanlage von markstutz 24.10.2010 08:22

avatar

Hallo Peter

Eine sehr schöne Kleinanlage hast du da! Und dass du damit für dein Gefühl genug 'Betrieb' machen kannst ist toll - viele Modellbahner glauben ja leider, dass ein solcher Endbahnhof langweilig sei.

#6 RE: Kleinanlage von Smarty-1 24.10.2010 11:21

avatar

Hallo Peter,
schöne Anlage hast Du da, eins ist mir aber aufgefallen.

In den Fenstern deiner Fabrik kann man dort die Bäume von deinem Hintergrund sehen ?


Gruss
Smarty

#7 RE: Kleinanlage von pz35 24.10.2010 12:28

Hallo Peter

Da ich auch etwas ähnliches habe bzw. mache, bin ich natürlich sehr Begeistert von Deinem Endbahnhof. Gefällt mir sehr gut.

Gruss
Patrick

#8 RE: Kleinanlage von Keri 24.10.2010 13:05

Hallo !

Sehr schön , das währe auch was für mich wo man einfach mal wenn man lust hat ein bisschel rangieren kann!
Glaube ich werde mir auch mal so was kleines bauen.

Frage:warum hast du die Weichen so schwarz gestaltet?

lg: Keri / Sarah

#9 RE: Kleinanlage von 2043er 24.10.2010 14:26

avatar

@Peter:

Von welchem Hersteller stammt denn die Gleissperre?

Lg

#10 RE: Kleinanlage von puristh0 25.10.2010 10:22

avatar

Hallo!

Gratuliere, toll umgesetzt.
Eure Anlage sollte jedem Einsteiger als "Pflichtlektüre" auferlegt werden.

LG
Mario

#11 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 25.10.2010 14:06

Hallo,

Vielen Dank für die nette Kritiken. Es freut mich sehr das unsere Kleinanlage gefallen findet.
Ich werde mal der Reihe nach versuchen zufriedenstellenden Antworten zu geben.

@Mark,

Ich hoffe das du in dieser Anlage auch deiner Hand erkennst, denn du warst mit der Planungen der Kleinanlagen auch sehr engagiert (wie natürlich viele anderen auch)
Ich habe auch anfangs gedacht das so eine Anlage auf Dauer nicht befriedigen könnte. Jetzt nach zwei Tagen Ausstellungsbetrieb kann ich aber sagen das es die Kinder kein Moment langweilig geworden ist. Gelernt haben wir das man nicht mehr Wagen einsetzen sollte als auf drei Gleisen des Schiebebahnhofs passen (eins bleibt frei für das Umfahren der Züge). An Lokomotiven sollte man auch nicht alzu viele aufstellen. Es können ruhig ein Paar Stumpfgleise frei bleiben. Lokomotiven und Wagen, die man übrig hat kann man unten dem Schiebebahnhof abstellen.

@Smarty,

Nein, hinter den Fenster der Fabrik sieht man nicht die Bäume. Es ist ein Bausatz die ich vor langer Zeit schon zusammengesetzt hatte. Da habe ich noch die Originalen Papierblenden benutzt. Jetzt würde ich sowas nicht mehr so schnell machen. Bei eine kleine Anlage ist so was auch sehr auffällig. Im Bereich der linke Verladerampe ist links ein Büro. Hinter den Fenster kann man die Einrichtung erkennen. Es ist nur zweidimensional und stammt aus dem Internet, aber so völlig ausreichend. Hinter den offenen Türen habe ich einfach auf Karton eine Einrichtung gezeichnet. Damit eine gewisse Tiefenwirkung erzielt wird laufen die Linien nach hinten auf einander zu. Es stellt die Expedition der Firma dar. Im rechten Teil des gebäudes beidseitig der andere Verladerampe ist gegen der Hintergrund eine alte Werkstatteinrichtung geklebt. Das ist auch eine Abbildung aus dem Internet.
Am Heizhaus ganz rechts ist da natürlich wieder das alte grünliche Papier erkennbar.

@Patrick,

Deine Anlage verfolge ich auch hier im Forum. Das wird auch echt was tolles. Du hast da etwas mehr Platz zur Verfügung. Sofort kann man dann erkennen das da dann auch mehr möglich ist. Das setzt du toll um ohne es zu überladen.

@Keri / Sarah,

Wäre schön wenn du auch so was machen würdest. Ich bin mal gespannt.
Das schwarze zwischen den Weichen ist mattschwarze Farbe. Es soll Fettrestanten darstellen, die sich nach langer Zeit schmieren der Gleitplatten ansammelt. Vielleicht ist es ein Bißchen viel. So wird aber das Gleisbild ein wenig aufgelockert. Es ist mattschwarze Farbe, die mit der Spritzpistole aufgetragen ist. Dabei soll man aufpassen. Was man nicht sieht wird auch nicht bedeckt. Also muss man von verschiedene Richtungen her einnebeln. Viel Luft und wenig Farbe mit feiner Düse. Und nicht vergessen die Weiche zwischendurch umzustellen, sonst bleibt darunter alles wie neu.

@Lg,

Die Gleissperre stammt von Hr. Volker Segel aus Duisburg-Rheinhausen. Ich glaube aus der achtziger Jahren.
Die Firma gibt es nicht mehr. Ich habe noch ein Katalog liegen mit eingeklebte Photos! Da wurden dann viele Kleinteilen für den Bau von sächsisches Smalspurmaterial angeboten. Vornehmlich für den Umbau von Technomodell Fahrzeuge. Diese Fahrzeuge konnte man dann auch erwerben. Allerdings mit der Bemerkung das der Ankauf ohne Lieferzeit war, da diese Modellen über den Tauschweg in der BRD kamen. Die Mauer war eben noch da.
Auch hatte Segel (SV-Modellbahnen) noch eine I K, eine II K (alt), und eine IV K im Programm.
Ich hoffe die Anordnung der Gleissperre ist so richtig. Denn ich habe im Internet doch verschiedene Ausführungen gesehen. Ich habe noch eins. Die werde ich für meine eigene Anlage benutzen. Ich glaube auch die waren in der Epoche II rot statt gelb?

@Mario,

Pflichtlektüre ist vielleicht zu viel Ehren. Es gibt hier im Forum genug schöne Projekte! Aber vielen Dank dafür.
Ich wollte eigentlich zeigen, das es für jedermann eine geeignete Anlage geben kann. Eine Bauzeit von etwa sechs Monaten kann man ja verkraften. Auch für den kleinen Platz ist so was möglich. Seit gestern Abend steht die Anlage im Schlafzimmer meines jüngsten Sohnes im Schifferkinderheim.
Da ist genau genug Platz. Eventuell könnte man auch noch bei Nichtbetrieb den Schattenbahnhof hochkant stellen. Aber: nicht vergessen die Fahrzeuge von der Anlage zu nehmen!

#12 RE: Kleinanlage von cauchy 25.10.2010 19:20

avatar

Zitat
Gepostet von Wilzschhaus

Mal sehen ob wir da noch etwas machen werden mit Wagenkarten und ein Fahrplan. In dieses Forum und beim Fremo ist genug darüber zu finden. Auch das kann für eine Bereicherung der Betriebsmöglichkeiten sorgen.



Nur zu! Sowas lohnt sich!

Nebenbei ist das Forum schon fast vom FREMO unterwandert

#13 RE: Kleinanlage von neuanfang23 25.10.2010 21:40

avatar

Hi Peter ...

eine wirklich super schöne kompakte (mietwohnungsgerechte) Anlage hast du da entstehen lassen, mit vielen liebevollen Details. Super interessant und genau mein Geschmack. Ein genial!

Mich interessiert jetzt brennden, wie du beim Altern deiner Gleise vorgegangen bist, welche Materialien du verwendet hast (Farben, etc...) und wie die Reihenfolge der Arbeitsschritte war. Vielleicht kannst du darüber einen kurzen Bericht schreiben. Wäre sehr nett.

Grüße

Andi

#14 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 26.10.2010 05:21

Hallo,

@Harald,

Das ist eine gute Idee. Lasse die Kinder jetzt erst mal spielen. Später, nach dem ersten euforie, werden wir dann so was machen. Möglichkeiten gibt's auch bei dieser Anlage genug.

@Andi,

Ich werde was zu dem Gleisbau schreiben. Allerdings ist das Schiff jetzt im Grenzbereich und ich möchte teuere Roamingkosten vermeiden. Also Bericht kommt.

Gruß,

Peter.

#15 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 26.10.2010 08:39

Hallo Andi,

So, jetzt ist die Karte gewechselt und kann ich in aller Ruhe weiterschreiben. Also wie versprochen etwas über den gleisbau.
Als erstes etliche allgemeine Bilder, denn es fängt immer mit den Segmentkasten und den Gleisplan an:
















Wie noch zu erkennen wurde der Gleisplan auf den Segmenten aufgezeichnet. Von den Weichen wurde mit Papier eine Sjablone gemacht. Das ist recht einfach wenn man auf eine fertige Weiche ein Stück Papier liegt und es dann fest aufdrückt. Die Schienen sind auf dem Papier als Abdrück zu sehen. Die werden dann nachgezeichnet und diese Zeichnung eben wird dann kopiert. Das haben wir so gemacht um vor der Gleisverlegung eine bessere Eindrück zu haben vom ganzen. So ist es besser vorzustellen wie lang die Gleisen sind und welche Bogen verlegt werden sollen. Auf dem Bild ist beidseits der Lokschuppen der Unterschied zu erkennen zwischen Theorie und das praktisch machbare. So sollen zum Beispiel Weichen nicht direkt am Kastenrand plaziert werden. Einerseits wegen Beschädigungsgefahr und anderseits weil Weichenantriebe unter der Anlage die Schraubverbindungen zwischen den Segmentkasten nicht im Wege sitzen sollten.
Die Gleisen liegen direkt auf den Segmentkasten auf. Bei den kürzen Zügen und niedrige Geschwindigkeiten ist ein Lärmschutz nicht echt sinnvoll. Nachteil ist das Graben so nicht nachzubilden sind. Allerdings ist ein Bahnhof ziemlich flach und deswegen stört es weiter nicht.

Als nächster Schritt werden dann die Bahnsteigkante und die Kante der Ladestraße gesetzt. Danach wird aus Balsaholz der Bahnsteig geschitten. An der Segmentkante wird, weil das Balsaholz sehr schnell kaputt geht ein Stückchen Sperrholz auf Maß eingesetzt. Auch wird noch die Untersuchungsgrube im Lokschuppen und die Achsegrube ausgesägt und die Grenzzeichen gesetzt. Schließlich wird dann alles eingeschottert. Im BW Bereich wird gesiebtes Sand über dem Schotter aufgebracht. Nach dem Behandlung mit Wasser-Leim-Spülmittel Gemisch wird da wo man möchte Noch 'Sommerwiese'- Gras aufgebracht. Das sollte man mit Gefühl machen.

Erst wenn die Anlage (fast) fertig ist bin ich mit der Spritzpistole rangegangen. Das habe ich dann im Maschinenzimmer des Schiffes gemacht. Da ist eine riese Menge Luft und eine sehr gute Absaugung vorhanden, eben für den Schiffsbetrieb. Man sollte der Reihe nach von helleren Farben zur dunklen Farben hin arbeiten. Als erste ist hier das bekannte Lederbraun von Revell benutzt. Danach wurde nochmal speziell im BW- und Weichenbereich Mattschwarz eingesetzt. Wichtig ist die Farbe gut zu verdünnen und beim Spritzen -mit einer feiner Düse- wenig Farbe und viel Luft zu verwenden. Und bedenke dabei das es besser ist zweimal die Spritzpistole zur Hand zu nehmen als die Farbschicht zu dick aufzutragen. Das ist leider unumkehrbar.
Wie es letztendlich aussieht ist Geschmacksache des Erbauers. Ich finde selbst das es patiniert nicht so schnell langweilig aussieht, wie hier in einem schon weiter oben eingestelltes Bild.

Gruß, Peter.

#16 RE: Kleinanlage von neuanfang23 26.10.2010 18:20

avatar

Hey ,...

Vielen Dank für deine Beschreibung, hätte nicht gedacht, dass du es mit der Spritzpistole gemacht hast, dachte das wären Puderfarben.
Wenn du erst zum Schluss die Farbe aufgetragen hast, hast du da nicht auch das Gras zum Teil mit Farbe besprüht?

Grüße

#17 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 26.10.2010 21:23

Hallo Andi,

Ja, in der Tat wird dann auch einiges vom Gras auch bräunlich. Das ist aber mit gutem verdünntem Weißleim und noch etwas Gras ganz einfach wieder hinzukriegen.
Mit Puderfarben habe ich das aber auch schon gemacht. Aber mit der Spritzpistole sind die Effekte gleichmäßiger.

Grüße,

Peter.

#18 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 30.10.2010 13:16

Hallo,

Am letzten Wochenende war also großer Auftritt für die Anlage in einer Modell- und Straßenbahnausstellung anlässlich des 25 Jahresfeier der Modellbahnverein wo ich Mitglied bin. Es war eine nicht alzu große Ausstellung wo aber doch einiges geboten wurde. So waren da einige Superanlagen zu sehen. Als Beispiel möchte ich nennen die Spur O Anlage 'Beachley Dock' und die Straßenbahnanlage 'eiland van Waan' (nach Isle of Man).
Dabei verglichen kommen wir mit unsere Anlage wie Stümper vor!
Aber Spaß haben wir allemal gehabt. Die Anlage hat über Interesse nicht zu klagen gehabt. Der älteste Sohn ist teilweise am Laptop mit die Lokomotiven herumgefahren. Dafür war die Interesse groß. Es kamen genug Leute auf ihm zu um Lokomotiven einprogrammieren zu lassen. Das Fahren in Doppeltraktion hat er jetzt auch geschafft.
Aber sieht mal selbst.









Vielleicht mag es so als Modellbau und Wirklichtkeit absolut nicht seriös aussehen (finde ich selber zumindenst) aber jeder hat sein Spaß gehabt.
Und dann noch die eigene Fahrzeuge:








Gruß,

Peter.

[ Editiert von Wilzschhaus am 25.06.11 7:57 ]

#19 RE: Kleinanlage von cauchy 30.10.2010 14:26

avatar

Beim zweiten Bild läuft's mir eiskalt den Rücken herunter ... aber sonst sieht das nach einer Menge Spaß und tollem Betrieb aus.

#20 RE: Kleinanlage von Wilzschhaus 30.10.2010 17:55

@Harald,

Ja, mich auch. Und was denkst du denn von den beiden Triebwagen. Der kann natürlich wegen Sicherungssystem und fehlender Oberleitung 1.500 V Gleichstrom auch nicht hin.
Aber ich muß sagen der Lok wirkte recht imposant neben der Class 66.
Ich selber fahre in der Epoche II. Am liebsten noch mit alte Länderbahnlokomotiven.

Gruß,

Peter.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz