#1 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von Nebenbahner aus Sachsen 23.10.2010 01:29

avatar

Meißen Triebischtal
Ein Modellbahnvorschlag in H0 und H0m und H0e


Die schöne alte Stadt Meißen in Sachsen ist sicher fast jedem bekannt, sei es durch das berühmte Porzellan, das Schloss und den Dom, oder für den Eisenbahninteressierten als Endpunkt der Dresdener S-Bahnlinie S1. Meißen liegt etwa 25 km nordöstlich von Dresden entfernt.

Der heutige Endpunkt der S-Bahn S1 Meißen Triebischtal hat nur ein durchgehendes Hauptgleis und ein Stumpfgleis. Sicher wenig interessant für einen Modellbahnvorschlag. Drehen wir die Uhr knapp 50 Jahre zurück, mitten in die 60er Jahre, in die Epoche 3.

Zu der Zeit war Meißen Triebischtal noch ein kleiner Eisenbahnknotenpunkt. Neben der durchgehenden Hauptbahn (Dresden –) Coswig - Meißen – Nossen – Döbeln – Borsdorf - (Leipzig) war hier ein wichtiger Zwischenbahnhof der 750 mm Schmalspurstrecke Wilsdruff – Meißen – Lommatzsch – Döbeln-Gärtitz. Außerdem war in Meißen Triebischtal ein Übergabepunkt zur auch im Güterverkehr betriebenen Meissner Straßenbahn.



Die Hauptbahn hat 1945/46 im Zuge der Reparationsleistungen an die Sowjetunion nach dem 2. Weltkrieg das zweite Streckengleis genauso wie einige Bahnhofsgleise verloren. Auch die wichtigere Hauptbahn Dresden – Riesa – Oschatz – Leipzig verlor in dieser Zeit ihr zweites Streckengleis und wurde ab 1946 nur noch eingleisig betrieben. Der Verkehr nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich wieder enorm und gerade auf der Relation Dresden – Leipzig waren enorme Güterleistungen zu bewältigen.

Als Notlösung wurde der Güterzugverkehr zwischen Dresden und Leipzig fortan im Richtungsbetrieb abgewickelt. Von Leipzig nach Dresden fuhren durchgehende Güterzüge auf der Strecke über Oschatz - Riesa während in der Gegenrichtung die Güterzüge über Meißen – Nossen – Döbeln nach Leipzig verkehrten.



Besonderheit in mehrfacher Hinsicht war die Schmalspurbahn im Bahnhof Meißen Triebischtal. Von Wilsdruff aus führte sie über Garsebach (dem Abzweigbahnhof nach Lommatzsch – Döbeln) bis in den eigentlichen Endbahnhof Meißen Jaspisstraße, der sich im östlichen Teil des weitläufigen Bahnhofes Meißen Triebischtal befand. Von hier aus führte ein 600 m langes Stumpfgleis bis in Höhe des Bahnsteigbereiches der Regelspur des Bahnhofes Meißen Triebischtal. Durchgehende Züge Wilsdruff – Meißen – Lommatzsch – Döbeln hat es nie gegeben. Die Züge verkehrten von Meißen nach Wilsdruff und hier seit den 30er Jahren mit der BR VI K oder von Meißen nach Lommatzsch, hier in der Regel mit der IV K. Meißen Triebischtal war damit in den 60er Jahren auch der einzige Bahnhof im gesamten sächsischen Schmalspurnetz, wo sächsische IV K und VI K regelmäßig nebeneinander im Zugdienst anzutreffen waren. 1966 war allerdings Schluß mit der Schmalspurherrlichkeit – die Strecken Meißen Triebischtal – Ullendorf-Röhrsdorf und Meißen Triebischtal – Löthain wurden stillgelegt.

Nach Meißen Triebischtal kamen 1960 und 1961 auch die zur Erprobung hier eingesetzten Neubau-Schmalspurdiesellokomotiven der BR V 36 4801 und 4802. Auch der VT 137 600 kam hier allerdings schon in den 50er Jahren zum Einsatz.

Auf der Meissner Straßenbahn (1000 mm Spurweite) wurde in Folge eines Elbbrückenneubaues schon in den 30er Jahren der Personenverkehr eingestellt. Der Güterverkehr zu einer Vielzahl von Fabriken lief allerdings noch bis 1968 mit Elektroloks. Eine dieser Lokomotiven wird heute im Dresdner Verkehrsmuseum aufbewahrt.

Wie sah die Situation in Meißen Triebischtal und Meißen Jaspisstraße um 1960 aus? Infolge der genannten Reparationsleistungen war der Bahnhof seiner 2-Gleisigkeit beraubt worden und auch einige andere Bahnhofsgleise waren schon zurückgebaut. Erst seit kurzem war das zweite Bahnsteiggleis wieder neu aufgebaut worden.

Es gab eine Vielzahl von Ladestraßengleisen, einen Güterschuppen und eine kombinierte Kopf- und Seitenladerampe. Es gab zwei Anschlussgleise zur Jutespinnerei der über eine Wagendrehscheibe zu erreichen war und zur Straßenbahn. Der Übergang zur Straßenbahn erfolgt über eine Segmentdrehscheibe zur dortigen Rollbockgrube. Für den Rangierdienst war hier ein Kö zuständig.

Der Schmalspurbahnhof Triebischtal bestand nur aus einem stumpf endenden Bahnsteiggleis. Zum Umsetzen der Zuglok musste nach Jaspisstraße zurück gedrückt werden. Vorhanden waren hier ein zweiständiger Lokschuppen, der für Sachsen typische Kohlenschuppen, die Rollwagenrampe und die Überladerampe. Auch war hier eine weitere Besonderheit vorhanden. Da der Schmalspurbereich über keinerlei Güterverkehrsanlagen verfügte, wurden schmalspurige Güterwagen auf einfache regelspurige Transportwagen verladen, um sie dann an der Ladestraße zur Be- oder Entladung bereit zu stellen.

Also alles ideale Voraussetzungen um genau Meißen Triebischtal als Modell zu verwirklichen. Aber dazu braucht man viele Quadratmeter Platz und eine sehr, sehr verständnisvolle Liebste. Aber wer meine bisherigen Pläne hier im Forum kennt, weiß, dass ich versuche mit dem kleinst möglichen Platz aus zu kommen.

Mein Plan Meißen Triebischtal hat eine Größe von 5,0 x 1,2 m. Das bedeutet natürlich eine ganze Reihe von Einschränkungen. Dabei habe ich aber versucht das Grundprinzip bei zu behalten. Die Bahnkörper des zweiten Gleises sind noch vorhanden, allerdings fehlen auch hier die Gleise. Schmalspurseitig sind Meißen Jaspisstraße und Triebischtal keine zwei Bahnhöfe mehr sondern zu einem verschmolzen. Die Ladegleise sind erheblich reduziert aber wie beim Vorbild angeordnet. Der Anschluss zur Straßenbahn erfolgt wie beim Vorbild über eine Segmentdrehscheibe. Auf der sicher schon reichlich Abwechslung im Spielbetrieb bietenden Anlage sollte allerdings auch auf der Straßenbahn entgegen dem Vorbild für die Epoche 3 noch Personenverkehr statt finden. Die Trennung zwischen Bahnhof und Stadt erfolgt wie beim Vorbild durch den kleinen Triebischfluss. Landschaftlich sollte sich das damit gut gestalten lassen. Da beim Vorbild keine Tunnel an der Strecke waren, müssen die beiden Einfahrten in den verdeckten Bereich durch Straßenüberführungen geschickt kaschiert werden.

Die Regelspurbahn wird an beiden Enden zusammengeführt und endet in einer Gleisschleife mit mehrgleisigem Schattenbahnhof. Die Anlagenlänge von 5 Metern bietet genug Länge um ausreichend Höhendifferenz zum Schattenbahnhof der Regelspur zu bekommen. Die hier gezeigte Schattenbahnhofvariante ist sicher nur eine von mehreren Möglichkeiten. Über Gleiswendeln wäre noch mehr an Höhendifferenz zu erzielen, vielleicht auch wegen des Flussbettes angebracht.

Die Schmalspurbahn endet in einem einfachen verdeckten Kopfbahnhof und die Zuglok muss hier über ein automatisches Entkuppelgleis entkuppeln und den Zug umfahren.

Die Straßenbahn stellt wie beim Vorbild eine eingleisige Strecke dar, welche durch städtische Bebauung verdeckt (entgegen dem Vorbild) jeweils in Kehrschleifen enden. Dabei ist bei diesem Plan nur ein Güteranschluss, der für Abwechslung sorgt, vorgesehen.

Hier nun der Plan:


und etwas größer:


Wieder zurück zum Vorbild. Was fuhren denn für Züge in Epoche 3 auf unserer Strecke? Zuerst die Regelspur – hier ein Zusammenschnitt aus den Kursbuchtabellen vom Sommer 1962:



Der Reisezugverkehr war nicht so umfangreich. Aber es verkehrten auch VT, sogar als Schnellzug. Diese dürften aus VT 137 der Einheitsbausart vom Bw Dresden Pieschen bestanden haben. Es gibt aber auch einen Fotobeweis mit V 36 und mehreren 4-achsigen VB für den Vorortverkehr. Für übrige Züge im Dresdner Nahverkehr (P 1634/1886/1635, P1674/1675) wäre die BR 65.10 mit einer 4-teiligen Doppelstockeinheit als Wendezug eine mögliche Variante, die damals im Dresdner Vorortverkehr lief. Für durchgehende Züge sind sicher die sächs. BR 38.2-3 (Bw Nossen), BR 38.10-40 (Bw Dresden und Leipzig), für den Eilzug auch die BR 23.10 zuständig gewesen. An Wagengarnituren waren auf der Hauptbahn sicher nahezu alle in Epoche 3 in der RBD Dresden vorhandenen Wagenbauarten im Einsatz.



Für den Güterzugverkehr habe ich hier einmal die Durch-, Abfahrts- und Ankunftszeiten in Meißen Triebischtal aus einem Bildfahrplan von 1966 entnommen. Laut Bildfahrplan war für fast alle dieser Leistungen die BR 58.30 vorgesehen. Sicher kam aber bei Lokmangel auch die BR 58 der ehemaligen Länderbahnen zum Einsatz, die in allen Bw an der Strecke stationiert war, zum Einsatz. Auch die BR 56.1 war in den frühen 60er Jahren noch in Nossen stationiert. Auf der Regelspurstrecke unserer Modellbahn sollten wenigstens 3 verschiedene Durchgangsgüterzuggarnituren eingesetzt werden. Allerdings fahren sie alle (siehe weiter oben) in der Richtung Dresden – Leipzig. In Gegenrichtung sind nur die Nahgüterzüge aus Nossen und Übergabezüge aus Miltitz-Roitzschen unterwegs. Hier passt auf jedenfalls die BR 56.1, welche sich aus BR 56.20-29 leicht umbauen lassen sollte.

Zur Schmalspur in 1962:



Der Fahrplan war in diesem Jahr schon relativ dünn und es sollte bis zur Stilllegung im Mai 1966 noch weniger werden. Wie schon weiter oben beschrieben fuhren die Züge nach Lommatzsch mit der sächs. IV K und nach Wilsdruff mit der VI K. Typische Züge nach Wilsdruff waren Lok – Pwg - 3 Klassen, nach Lommatzsch Lok – Rollwagen – Pwg – 1 Klasse – GGwg.

Als Ergänzung habe ich wegen der Güterzüge hier mal den vorgesehenen Bildfahrplan vom Sommer 1966 eingestellt, der allerdings wegen der Streckenstilllegung nicht mehr in Kraft trat.



Zu guter letzt zur Straßenbahn:
Der Schwerpunkt auf der Modellbahn liegt hier wohl eher auf dem Personenverkehr und es könnten wohl zwei Straßenbahnzüge und ein pendelnder Güterwagenzug zum Einsatz kommen. Ob die Rollbockgrube und Segmentdrehscheibe als Funktionsmodell ausgeführt werden, sollte wohl jedem selbst überlassen sein. Der Bedienungsaufwand der Anlage ist umfangreich genug, dass man sicher darauf verzichten kann, den Umladebetrieb vorbildgetreu nach zu stellen. Eine mögliche Variante des Trambetriebes habe ich hier dargestellt.



Ich würde mich freuen, wenn der Plan gefällt. Gern freue ich mich über andere Vorschläge oder Änderungen zum Plan. Wie kann man die Situation vielleicht noch viel besser darstellen. Der Plan ist nur eine Idee von mit, was in einen Raum von 5,0 m x 1,8 m Größe an hand der Vorbildsituation dargestellt werden könnte. Sicher gibt es bessere Möglichkeiten, darauf wäre ich gespannt.

Viele Grüße
Micha

#2 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von h0liveat 23.10.2010 07:08

Guten Morgen !

WOW !!! Tolle Beschreibung des Vorbilds und gute Planung, ansonsten fehlen mir die Worte. Echt toll !!!!

#3 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von markstutz 23.10.2010 08:39

avatar

(auch wegen dem Einstell-Zeitpunkt)

Ganz herzlichen Dank, Micha! Das ist ein super Plan, der mir sehr gut gefällt. Besonders die Idee mit dem vorhandenen, aber nicht mehr genutzten Unterbau für das zweite Gleis finde ich spitze. Und natürlich die Tatsache, dass du hier gleich drei Spurweiten vereinigt hast - die alle einen anderen Charakter haben. Wunderbar.

Nun wären natürlich Bilder interessant, vielleicht findet man ja etwas dazu bei DSO?

Und dann würde ich meinen: Vorsicht an Gleis 2 bei der

#4 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von tuxlover 23.10.2010 11:55

Auch ich find den Plan seht interessant. Das Thema hat durch die drei Spurweiten, die eigentlich jede für sich schon eine eigene Anlage rechtfertigen würden, seine Reize. Etwas schade finde ich, dass die Ladestellen doch erheblich zusammen gekürzt wurden.

Was mir gefällt, ist das hier mal eine sinnvolle Umsetzung auf einer mitten im Raum stehenden Platte gezeigt wird. Bietet sich beim Vorbildplan ja auch geradezu an. Vielleicht wagt sich ja noch jemand an eine andere räumliche Umsetzung.

Wenn man das realisieren will, so muss man aber bedenken, dass es einen erheblichen Fuhrpark voraus setzt und man für den Betrieb gut und gerne mindestens drei Leute beschäftigen kann.

Gruß
Michael

#5 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von Lernkern 23.10.2010 14:33

avatar

Hallo Micha!

Auch ich finde den Plan prima. Änderungs- oder Vebesserungsvorschläge habe ich nicht, da fehlt mir einfach die ERfahrung in Anlagenplnaung und -bau...

Prima finde ich, wie die Normalspurbahn in zwei Wendeschleifen verlegt ist. Ich will gleich mal versuchen, ob ich das für eine eigene Planung adaptieren kann.

Grüße

Jörg

#6 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von messermoser 23.10.2010 14:55

avatar

Hallo Mark

Wegen der Einstellungszeit>... Tja manche rennen in die Disco und andere nuetzen die Zeit sinnvoll und Planen was das Zeug haelt.

Hallo Micha

SUPER danke. Der Vorschlag ist besser als alles was ich in den letzten Jahren so in der Miba gelesen habe. Ich also Auslands Oessi kenn die Ecke eigentlich ueberhaupt nicht. Ich war 94 mal in Dresden. Das wars dann auch. Aber Dein Vorschlag laest sich sehr leicht ueberall hin verlegen. Mach da Berge in den Hintergrund. Vollspurhauptstrecke der SBB und Schmalspurbahn gibt es ja auch genug in der Schweiz. Oder Tirol. Oebb und Zillertahlbahn. Das koennte auch irgendwoin Niederoesterreich sein.

Also nochmals Da koennte schon was bei mir einfliesen.

#7 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von tuxlover 24.10.2010 12:11

Hallo,

ich hab mich mal versucht dem Thema mit einem anderen Anlagengrundriss zu nähern.
Ausgangspunkt war wieder ein Raum mit 5m breite. Ich wollte aber versuchen das ganze als Zungenanlage zu realisieren, bei der das ganze von beiden Seiten bedient werden kann. Straßenbahn von der einen, Schmalspur und Hauptstrecke von der anderen Seite.
Damit kann man etwas weiter in die Tiefe gehen, ohne an die Mitte nicht mehr dran zu kommen.
Herausgekommen ist folgende grobe Skizze, bei der ich den Schmalspurteil erst mal weg gelassen habe. Auch die Straßenbahn ist nur ganz grob dargestellt, ohne Ausweichen, aber mal mit Überlegungen, wo man Güterkunden ansiedeln kann.



Gruß
Michael

#8 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von tuxlover 24.10.2010 17:27

Hallo Micha,

ein paar Anmerkungen zu deinem Plan, die mir beim selber Zeichnen aufgefallen sind.

Da der Bahnhof an einer zweigleisigen Strecke erbaut wurde, würde ich auf das dritte Gleis für Güterzüge nicht verzichten.
In deinem jetzigen Entwurf hätte man das rechte Streckengleis, sicherlich noch einige Meter als Ausziegleis liegen gelassen. So ist der Stumpf viel zu kurz.
Was ich auch unbedingt mit aufnehmen würde, ist die zweigleisige Zufahrt zur Segmentdrehscheibe. Die bietet zum einen die Möglichkeit hier mit der Kö die Wagen zu umfahren. Der Hauptteil der Güteranlagen werden ja von rechts bedient. Zusätzlich bietet es einem die Möglichkeit, so erst Wagen von der Straßenbahn abzuziehen und dann neu Wagen zu überstellen.

Was generell zu überlegen ist, ob es sich wirklich lohnt, das abgebaute Gleis darzustellen. Man hat dadurch beim Übergang zum verdeckten Teil das Scheunentorproblem, ohne dadurch jetzt optisch viel zu gewinnen. Für den betrieblichen Ablauf kann man die Thematik ja im Hinterkopf belassen, gerade den Richtungsbetrieb finde ich sehr interessant.

Auch gut gefällt mir deine SBF Lösung. Recht kompakt und die Kehrschleifenproblematik kann man leicht mit zwei Relais in Abhängigkeit der Weichenstellungen lösen.

Gruß
Michael

#9 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von Nebenbahner aus Sachsen 24.10.2010 19:19

avatar

Hallo und guten Abend.

Vielen Dank für die gute Kritik.

Schön auch, dass ein erster Verbesserungsvorschlag vorgestellt wird - Danke Michael.

Seine Variante hat natürlich durch die größere Fläche die Möglichkeiten das Vorbild noch besser dar zu stellen. Ich habe mal mit wenigen "Pinselstrichen" versucht die noch fehlende Schmalspurbahn zu ergänzen.



Durch Michaels Plan lassen sich die beiden Schmalspurbahnhöfe Jaspsisstraße und Triebischtal darstellen (in meinem Plan waren sie ja zu einem Bahnhof zusammen geschmolzen). Im Schmalspurbereich ist jetzt auch Platz für das Kohleschuppengleis von Regel- und Schmalspur. Auch die Güterladegleise sind umfangreicher als in meinem Plan und damit vorbildnäher.

Die Schmalspurstrecke muss nun nicht mehr in einem verdeckten Kopfbahnhof mit seinen betrieblichen Schwierigkeiten enden. Jetzt führt sie weiter verdeckt über eine Kehrschleife, die wieder teilweise offen dargestellt wird und an der sich ein kleiner Ausweichbahnhof mit Lade- und Anschlußgleis befindet.

Man könnte nun auf dem unteren Anlagenteil die Altstadt Meißen darstellen. Und natürlich die Straßenbahn bis dort hin verlängern...

Jetzt muss noch die Idee für den Schattenbahnhof gefunden werden. Wichtig dabei, dass auf Grund der Vorbildsituation die "großen Güterzüge" nur in der Richtung Dresden - Leipzig unterwegs sind, während alle anderen Züge in beide Richtungen verkehren sollten. Also wäre ideal beide Streckengleise in einer großen Endschleife zusammen zu führen.

@Michael
Zeichne doch mal den Plan weiter. Wer weiß, was uns noch für Ideen kommen...

VG Micha

Tante Edith monierte einige Grammatikfehler

[ Editiert von Nebenbahner aus Sachsen am 24.10.10 19:24 ]

#10 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von BR 12 7010 24.10.2010 19:31

avatar

Zitat





Hallo Micha,der Plan der ist ja eine Wucht der Bahnhof im weitgezogenen Bogen gibt immer ein gutes Bild ab.
Da können schöne Lange Züge Durchfahren,aber die beiden kurzen Gleise über den Durchgangsgleisen,die musst Du noch im Bogen setzten dann ist das Top .

#11 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von tuxlover 24.10.2010 19:51

Hallo,

schön das der Plan solchen Zuspruch findet.
Was den SBF angeht, so finde ich deine Lösung ziemlich gut. Vielleicht kann man rechts mit einer Wendel das SBF Niveau erreichen und dann in einem S-Bogen in deine Lösung einfädeln.
Das SBF Niveau hängt dann von der Steigung der Rampe aus dem linken Teil ab. Hier würde ich die Strecke auch schon ziemlich schnell fallen lassen, so dass man mit einer kleinen Steigung der Gütergleise zur Semgentdrehscheibe schon fast den notwendigen Höhenunterschied für die Unterführung erreicht hat. Die letzten paar Zentimeter kann man dann auf der Straßenbahnstrecke noch herausholen.

Die Idee mit der Schmalspurwendeschleife oben im Eck finde ich gut, allerdings das nochmalige auftauchen to much. Was ich mir vorstellen könnte auf einer schmalen Konsole die Schmalspur an der oberen Wand wieder nach vorne zu führen, wenn der Raum es hergibt und in einem Kopfbahnhof enden zu lassen.
Ich würde an der Stelle lieber einen größeren Betrieb darstellen, der von der Straßenbahn bedient wird.

Die Idee, die Bahn noch nach vorne in die Altstadt zu holen, sieht gut aus.

Gruß
Michael

#12 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von tuxlover 24.10.2010 21:56

Hallo,

dann will ich mal mit einem an meinen Entwurf angepassten SBF nachlegen.
Auf der rechten Seite gehe ich mit einer Wendel und zwei Umdrehungen auf -22cm um dann unter der Rampe, die von links kommt, durchzutauchen. Der SBF liegt dann auf -20cm. Ich denke das ist das, was man ohne zu große Steigung auf der Rampe noch gut erreichen kann.
Abstelllängen liegen in der Schleife bei +3m, das sollte denke ich reichen.

Der SBF im Schmalspurteil liegt auf Ebene 0, wobei man den auch zwecks bessere Eingreifmöglichkeiten abfallen lassen kann. In der Schleife habe ich eine mögliche Ausfädelung dargestellt, wenn man dort noch was in H0e anbauen möchte. Dafür sollte dann aber der Gang verbreitert werden.



Gruß
Michael

[ Editiert von tuxlover am 24.10.10 21:58 ]

#13 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von Nebenbahner aus Sachsen 25.10.2010 19:18

avatar

Klasse Michael,

gefällt mir, die Raumgröße müsste jetzt aber schon bei ca. 4,0 x reichlich 5,0 m liegen. Schade, dass die Wenigsten so viel Platz haben.

Wie lang sind die Stumpfgleise im Schattenbahnhof? Dort müssten an Zuggarnituren eine BR 65.10 mit DB 13 (4-teiliger Doppelstockzug), ein VT 137 der Einheitsbauart bestehend aus 4 - 5 VT und VB und evtl. ein SVT Bauart Leipzig Platz haben. Viel mehr Wendezüge dürften zur damaligen Zeit Meißen Triebischtal nicht erreicht haben.

[ Editiert von Nebenbahner aus Sachsen am 25.10.10 19:19 ]

#14 RE: Meißen Triebischtal in H0, H0m und H0e von tuxlover 25.10.2010 20:22

Ja das ganze ist jetzt etwas breit geworden, so dass der Gang links ziemlich schmal ist.
In der Höhe könnte man je nach Platz denke ich flexibel reagieren. Die Schmalspurwendeschleife kriegt man denke ich auch noch über die Zuführung des SBF gequetscht. Somit könnte man den Schenkel hinten weg lassen und das ganze rollbar machen, so dass man es nur zum Betrieb von der Wand weg zieht.
Dann kommt man mit 2,5m in der Tiefe aus.
Wenn man aber hinten noch schmalspurige Strecke haben will, braucht man natürlich mehr Platz. Vielleicht könnte man das abnehmbar gestalten, so dass man es in Betriebspausen unter der Anlage verstauen kann.



Ich habe die Stumpfgleise jetzt in den Bogen gelegt, so kommt man von unten besser dran. Nutzlänge ist auf diesen Gleisen ca. 1m.

Gruß
Michael

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz