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#1 RE: Wolperting von Lernkern 05.10.2010 11:23

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Guten Tag zusammen!

Nachdem ich die Planung für Tegernsee (topic.php?id=315501) abgeschlossen habe, fange ich jetzt an zu bauen, aber was anderes.

Damit ich als Anfänger eine Vorstellung davon entwickeln kann, wie es im Ergebnis aussieht, muss ich einfach die Gleise auslegen und die Abläufe durchspielen (yippieh!-).

Dabei handelt es sich dann wohl um einen 1:1-Plan und ich habe entschieden, ihn unter "Anlagenbau" einzustellen. Das kann ich aber bei Bedarf gern ändern.

Gleismaterial ist im Schattenbahnhof Märklin C und im sichtbaren Bereich Märklin K mit den schlanken Weichen. Den SB zeige ich an dieser Stelle noch nicht, er hat drei Gleise (zwei Weichen) ohne Umsetzmöglichkeit, für später plane ich einen Fiddleyard mit umsetzen. Aber: Später.

Der Name des Bahnhofs ist Wolperting (http://de.wikipedia.org/wiki/Wolpertinger). Das Vorbild dazu ist Lenzkirch im Allgäu aus den Buch alba mp 1 "Modellbahn Gleispläne" von 1982. Lenzkirch ist eine Spitzkehre, auf deren Darstellung ich verzichte. Es gibt daher aber durchgehende Züge, z.B. kurze Ganzzüge aus dem nahe gelegenen Kieswerk (Yippieh). Dem Bahnhof habe ich noch einen Lokschuppen spendiert.

Hier das erste Photo:



Ich nummeriere die Gleise mal von "vorne" nach "hinten". Das Umfahrgleis mit dem Lokschuppen hat dann die Nr.1, das Gleis am Güterschuppen die Nummer 4. Die ausgezogene Ladestraße nach rechts hat 3a, das Lokgleis 1a. TW und der Museumszug halten in Gleis 3, damit bleiben die anderen Gleise für Rangierarbeiten frei.

Zwei Dinge könnte ich noch ändern: Die Nutzlänge des Umfahrgleises 2 beträgt 100cm. Hier könnte ich noch gut 50cm mehr herausholen, wenn ich im rechten Bereich ganz auf die Darstellung von wenigsten einem bisschen freier Strecke verzichte. Die 100cm reichen mir allerdings aus. Dabei nehme ich in Kauf, dass das Gleis komplett voller Güterzug ist, wenn der ankommt.
Außerdem könnte ich Lokschuppen und Ladestraße tauschen. Dann würde der LS einen Abschluss nach hinten bilden und die Lok des Museumszuges hätte nicht sooo weit zum Wasser und Kohle fassen und Übernachten. Allerdings wäre mein Umfahrgleis eventuell von Waggons an der Ladestraße belegt. Die Version, so wie sie geplant ist gefällt mir besser.

Hier noch ein Foto:



In diesem Zustand habe ich alle meine Weichen verbaut (2x links, 2x rechts und eine DKW). Eigentlich möchte ich auch keine weiteren kaufen. Die Abstände zwischen den Bahnsteiggleisen 1, 2 und drei werden noch vergrößert, allerdings erst, wenn ich mich traue, die Flexgleise zu kürzen. Die Gleise 3 und 4 bleiben in der Länge, wie sie sind. Das Ziehgleis an der Ladestraße (3a) wird um die Hälfte gekürzt (dann ca. 50cm). Die Einfahrweiche (neben dem LS) kommt noch weiter nach rechts (bezogen auf das erste Bild). Dadurch erhöht sich die Nutzlänge des Umfahrgleises eh noch mal. Die DKW bleibt, wo sie ist. Dadurch vergrößere ich zum einen den Abstand zw. Gl.2 und Gl.3, zum anderen liegt die DKW nicht mehr exakt neben der ersten Weiche zum Umfahrgleis, was sich vermutlich optisch nicht schlecht macht. Das Streckengleis verläuft ein einem eleganten Bogen bis zum Schattenbahnhof.

Je nun, über Meinung freue ich mich, dazu die konkrete Frage, wie man Flexgleis vernünfitg kürzt und wie man es vorläufig befestigt. (Nageln? Was für Nägel?)

Herzliche Grüße und vielen Dank schon mal!

Jörg

#2 RE: Wolperting von cauchy 05.10.2010 11:32

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Sieht ja mal ganz schön spannend aus!

Ich erwarte mir dann mindestens zwei Dinge:
* am Bahnsteig muß gut sichtbar so eine altmodische, handgemalte Werbetafel hängen:"Willkommen in Wolperting - Heimat des Wolpertingers!"
* und da die Viecher ja scheinbar vom Aussterben bedroht und schwer zu halten sind, vielleicht eine Fabrik, die auf Wolpertiger-Futter spezialisiert ist und ihre fertigen Produkte per Bahn nach ganz Europa (ich hörte etwa von Harzer Wolpertinger ... habe aber leider nie selber einen gesehen) versendet?



[ Editiert von Moderator cauchy am 05.10.10 11:33 ]

#3 RE: Wolperting von ductore 05.10.2010 19:48

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Hallo Jörg,

dann freue ich mich auch mal auf die Umsetzung der "Wolpertinger"-Idee.

Aber es kommt schon gleich eine erste Zwischenbemerkung:
Welchen Zweck hat das Stupfgleis vor dem Bahnofsgebäude? Ichbeziehe mich dabei auf die Gebäudeanordnung bei Bild 2. In meinen Augen sehr schwierig zu bedienen und für lokbespannte Personenzüge (wegen fehlender Umsetzungsmöglichkeit) ungeeignet.
Ich würde dort ein kombiniertes EG-GS-Gebäude hinstellen und den freiwerdenden Anschluss (dort wo jetzt der GS ist) einem Anschluss der Wolpertinger-Vermarktungs-und-Produktionsbetriebe, kurz WVPB, zuordnen.

Viele Grüsse
Holger

[ Editiert von ductore am 05.10.10 19:49 ]

#4 RE: Wolperting von Lernkern 05.10.2010 22:30

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Guten Abend!

Gleich ein paar gute und phantasievolle Ideen, danke dafür!

@Harald: Das Schild wird mit Sicherheit von einem Wolpertinger gehalten werden. Und die Wolpertinger-Futterfabrik ergänzt sich ja prima mit Holgers WVPB.

@Holger: Die neue Verwendung des Stumpfgleises bringt mir natürlich eine Betriebsstelle mehr, da werd ich sicher drüber nachdenken. Allerdings brauche ich dann auch mehr Platz für Gebäude... Eventuell so eine Art kleiner Markt, bei dem die Produzenten von Wolpertingerbedarf aus der Region alles liefern und vertreiben. Mal sehen, ob's da passende Gebäude gibt, die wolpertingermäßig aussehen.

Die Anlage spielt übrigens in Epoche V/VI. Genau wie ich.

Aber zu meiner konkreten Frage, wie man Flexgleise kürzt (mit welchem Werkzeug) und vorläufig befestigt? Hat da jemand einen Tipp für einen Anfänger?

Hier noch ein Luftbild von Wolperting (merkt kein Mensch, dass das eine Montage ist;-).



Grüße und einen schönen Abend!

Jörg

#5 RE: Wolperting von wknarf 05.10.2010 22:59

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Moin Jörg,

Zitat
Gepostet von Lernkern
(...)
Die Anlage spielt übrigens in Epoche V/VI. Genau wie ich.

Aber zu meiner konkreten Frage, wie man Flexgleise kürzt (mit welchem Werkzeug) und vorläufig befestigt? Hat da jemand einen Tipp für einen Anfänger?
(...)



Ich mag die Xuron Gleisschneider, die es z. B. bei Fohrmann zu kaufen gibt: Link zum Webshop von Fohrmann. Das sind Seitenschneider, die auf einer Seite einen glatten Schnitt machen und sehr genaues Arbeiten ermöglichen.

Es gibt bei Fohrmann zwei Gleisschneider, davon ist einer für K-Gleise geeignet, der andere nicht.

Dein Bahnhof gefällt mir ausgesprochen gut, ich bin schon gespannt auf die Umsetzung.

Viele Grüße,

Frank

#6 RE: Wolperting von ductore 05.10.2010 23:34

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Zitat
und wie man es vorläufig befestigt. (Nageln? Was für Nägel?)



Hallo Jörg,

"leider" verwendest du Mittelleitergleis, so dass sich meine Methode der Fixierung nicht anbietet.
Solltest du die Gleise auf Kork legen, so könnte man z.B. Pinwand-Nägel an den Aussenseiten der Gleise zur Fixierung eindrücken. Fahrversuche sind dann aber nicht möglich.

Ich denke aber, dass entweder hier oder mit Hilfe von anderen, spezialisierten Foren bzw. Google brauchbare Ergebnisse zu finden sind bzw. genannt werden. Du bist ja nicht der erste, der vor diesem Problem steht.

Viele Grüsse
Holger

#7 RE: Wolperting von cauchy 06.10.2010 08:49

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Zitat
Gepostet von ductore
... einem Anschluss der Wolpertinger-Vermarktungs-und-Produktionsbetriebe, kurz WVPB, zuordnen.



Ich spreche mich entschieden gegen eine industrielle Nutzung dieser seltenen und possierlichen Tierchen aus!

Zitat
Gepostet von Lernkern
Das Schild wird mit Sicherheit von einem Wolpertinger gehalten werden.



Cool! Quasi ein in H0 überlebensgroßer Werbe-Wolpertinger?!

[ Editiert von Moderator cauchy am 06.10.10 8:50 ]

#8 RE: Wolperting von Lernkern 06.10.2010 20:57

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Guten Abend!

Zitat
Gepostet von wknarf

Es gibt bei Fohrmann zwei Gleisschneider, davon ist einer für K-Gleise geeignet, der andere nicht.

Dein Bahnhof gefällt mir ausgesprochen gut, ich bin schon gespannt auf die Umsetzung.



@Frank: Herzlichen Dank für den Tipp mit dem Gleisschneider, der ist schon so gut wie bestellt. Und das Kompliment hat mich echt gefreut.

@Holger: Ich hab mal kurz nachgegoogelt, aber bisher noch nichts tolles gefunden, außer eben nageln. Evtl. versuche ich das dann auch.

@Harald: Der überlebensgroße Wolpertinger ist auf alle Fälle ein Muss.

In den kommenden paar Tagen komme ich sicher nicht dazu, viel zu tun, ich habe zu viel zu tun.

Daher werde ich erst in etwa einer Woche Gleisschneider bestellen und weiter nach Möglichkeiten zur provisorischen Flexgleisbefestigung googeln.

Herzliche Grüße und einen schönen Abend!

Jörg

#9 RE: Wolperting von derDet 06.10.2010 22:37

N`abend Jörg,

den Xuron Flexgleisschneider kann ich wärmstens empfehlen.

Ich befestige meine Flexgleise zum Einschottern wie folgt:
Alle 10 - 20 cm (je nach Radius) schraube ich zwischen die Schwellen eine U- Scheibe fest. Eine Probefahrt ist natürlich dann nicht möglich. Auch muss man aufpassen, dass man keinen Kurzschluss verursacht (am Besten den Bereich stromfrei schalten).
Wenn das Schotter- Leimgemisch dann vollständig durchgetrocknet ist, werden die Schrauben + U- Scheiben wieder entfernt. Die Löcher werden dann mit Schotter aufgefüllt und zugeleimt.

#10 RE: Wolperting von derDet 07.10.2010 22:50

... ich noch mal,

sehr zu empfehlen ist auch Peter Post Werkzeuge.
Hier gibt es auch die Flexgleisklammern.

#11 RE: Wolperting von Lernkern 05.01.2011 20:37

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Hallo zusammen!

Endlich hat sich auch bei mir mal wieder etwas getan. Ich habe zwar in der vergangenen Zeit an einem Fahrplan gearbeitet, habe Wagenkarten, Frachtzettel un ein umliegendes Streckennetz entworfen. Das ist zwar nichts tolles, aber falls Intresse besteht, kann ich es gern mal einstellen.

Beim Probebetrieb ist mir ziemlich deutlich geworden, dass die langen Ep. V/VI-Waggons zusammen mit den kurzen Gleisen in Wolperting nicht toll aussehen. Daher habe ich mal Betrieb mit Epoche II/III Fahrzeugen gemacht und muss sagen, dass mir das sehr viel besser gefällt. Meine Fahrzeuge aus der Zeit sind aber bis auf die Tegernsee-Bahn 3yge fast alle mit Schweizer Vorbild... Daher liegt Wolperting jetzt in der Schweiz, die umliegenden Ortschaften (Bayrischzell, Holzkirchen, Rosenheim, München) aber alle in Bayern. Wolperting an der schweizerisch-bayrischen Grenze (vergessen wir Schwaben:ilook.

Bild 1: FY. Ist klappbar ausgeführt, die Gleise nehme ich bis zum dunkleren Regal ab, wenn ich ihn runterklappe. Damit nicht ständig alles in Bewegung ist, habe ich hinter der letzten FY-Weiche eine Schiene festgeschraubt. Eventuell kommt noch ein viertes FY-Gleis hinzu.


Bild 2: Ausfahrt FY. Der R2 nach der letzten Weiche ist festgeschraubt. Man beachte bitte die nahezu perfekte Verkabelung


Bild 3: Die kürzeste aller sichtbaren Strecken. Das Trassenbrett samt Gleis kann ich herausnehmen. Auf dem Trassenbrett findet sich ein eleganter (!) Gleisbogen. Ich habe fast einen Radius R2 beim C-Gleis hinbekommen;-)) Ja, alle Gleise liegen ohne Schalldämmung auf dem Holz. Ein Fehler, denn meine Nachbarin kommt schon immer klingeln - es höre sich an, als ob bei mir Züge durchs Wohnzimmer fahren.


Bild 4: Der Bahnhof Wolperting auf seinem neuen Grund. Nehme ich das Trassenbrett aus Bild 2 heraus, dann kann ich ihn komplett hochkant stellen. In einigen Bildern habe ich meine Wäscheberge zensiert, das sieht man z.B. hier


Bild 5: Aus der anderen Richtung, vom Ende der Gleisanlagen in Wolplerting - Das Hausbahnsteiggleis. Vermutlich wird es nur einen Hausbahnsteig geben. Der Güterschuppen wird voraussichtlich ein anderer werden. Elektrisch wird (neben den FY-Weichen) nur die hier im Vordergrund sichtbare Weiche am Bahnhofsende betrieben werden. Die anderen Weichen stelle ich von Hand.


Bild 6: Selbe Richtung, vom "Bahnhofsvorplatz". Im Hintergrund die Brauerei Warteck.


Bild 7: Die Bahnhofsausfahrt.


Bild 8: Die Strecke. Ich hatte das Flexgleis übrigens mit Teppichklebeband vorläufig fixiert.


Bild 9: Der klappbare Teil des FY - Konsolen aus dem Baumarkt geben mir max 60 cm Gleislänge zusätzlich. Das reicht mir dicke.


Bild 10 und 11: Der Unterbau. Maximal semiprofessionell.



Bild 12: 10 Minuten Umbau und ich kann wieder arbeiten.


Nächste Schritte, die ich ausführen will: Der überlebensgroße Woplertinger muss her. Ich muss mal nach Spur 0 Tierfiguren googeln. Dann muss ich Bauten bauen, die nah ans Gleis kommen (Bahnsteig, Rampenanlagen), dann werden wohl die Gleise geschottert. Wie schottert man die schlanken K-Weichen, ohne sich die beweglichen Herzstücke zu blockieren? Muss ich auch mal googeln.

Ihr seht: Auch bei mir tut sich was. Hoffentlich geht's jetzt ein bisschen zügiger voran.

Über Rückmeldungen und Kommentare freue ich mich.

Grüße

Jörg

#12 RE: Wolperting von vfl-dan 05.01.2011 21:00

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Hallo Jörg,

Zitat
Gepostet von Lernkern
Endlich hat sich auch bei mir mal wieder etwas getan. Ich habe zwar in der vergangenen Zeit an einem Fahrplan gearbeitet, habe Wagenkarten, Frachtzettel un ein umliegendes Streckennetz entworfen. Das ist zwar nichts tolles, aber falls Intresse besteht, kann ich es gern mal einstellen.



von mir aus besteht interesse, das könnte mir als Impression dienen. Bitte stell die Sachen doch ein. Danke.
Ansonsten gefällt mir das auch.

Gruß
Daniel

#13 RE: Wolperting von Lernkern 06.01.2011 13:29

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Hallo Daniel,

danke für's Interesse. Ich zeig dir gern meine Unterlagen für den Betrieb. Ich hab sie allerdings eigentlich nur für meinen Bedarf gezimmert. Sei also nicht enttäuscht, wenn du dir da doch nicht so viel Info draus ziehen kannst.

Als erstes habe ich mir ein umliegendes Strckennetz ausgedacht. Wolperting ist darin ein Spitzkehrenbahnhof. Außerdem ist zu erwähnen, dass in Bayrischzell nicht umgesetzt werden kann. Dorthin wird von Wolperting aus immer geschoben.
[[File:f40122t316527p3510141n1.pdf|none|auto]]
Naja, ein tolles umliegendes Streckennetz hast du ja selbst schon

Der zweite Teil war, mir zu überlegen, welche Betriebsstellen es wo gibt und was die so in welchen Abständen bekommen. Das findest du in dem folgenden PDF in der ersten Tabelle. In der unteren Tabelle habe ich dann aufgelistet, was für Güterwagen es demanch geben muss und was die geladen haben.
[[File:f40122t316527p3510141n2.pdf|none|auto]]

Dann gings an die Wagenkarten. Ich habe hier vier Wagenkarten pro Seite im PDF. Links jeweils eine Beschreibung des Wagens mit Bild, damit ich ihn identifizieren kann. Rechts in den leeren Tabellenzellen ist dann Platz für die Frachtzettel.
[[File:f40122t316527p3510141n3.pdf|none|auto]]

Und jetzt die Frachtzettel. In dem PDF sind 13 Frachtzettel enthalten. Je Frachtzettel sind das vier Zeilen der Tabelle. Ganz links oben z.B. der Bierwagen. In der ersten Zeile steht "Bierwagen" auf blauem Grund. Blau ist die Farbe für München (auch im Streckennetz), da soll er ja beladen hin. Steht auch in der Zeile drunter, aber die Farbe hilft beim zuordnen. Noch eine Zeile drunter steht "Bierwagen" auf rotem Grund (Rot=Wolperting). Dann wieder die Zeile drunter steht, wo der Bierwagen leer hin soll. Das ist jetzt ein Frachtzettel für den Bierwagen. Die Frachtzettel schneide ich aus und falte sie zusammen. Jetzt sehe ich nur, wo ein Wagen leer oder voll hinsoll. Wenn er sein Ziel erreicht hat, drehe ich den Frachtzettel um, und der Wagen geht zurück.
Abstrakt ist dabei, dass auf den Frachtzetteln nur noch steht, wo der Wagen leer bzw. voll hinsoll, die Ladung aber nicht mehr detalliert genannt ist. So. Jetzt aber mal die Frachtzettel:
[[File:f40122t316527p3510141n4.pdf|none|auto]]

Ein BeiSpiel: Den Frachtzettel vom Bierwagen stecke ich mit einer Büroklammer an die Wagenkarte. Der Bierwagen steht über Nacht immer bei der Brauerei und geht mit dem ersten oder zweiten Güterzug nach München (Fiddleyard). Hier kommt er vom Gleis und wird entladen. Die Wagenkarte kommt in die Ablage München, der Frachtzettel wird umgedreht. Mit einem der letzten Güterzüge kommt der Bierwagen wieder aus München nahc Wolperting. Wagenkarte und Frachtzettel werden aus dem Spiel genommen.
Beim Bierwagen ist alles recht klar, interessant ist es bei den offenen und gedeckten Güterwagen, denn hier ordne ich die Frachtzettel den Wagenkarten zufällig zu, wenn ich die Güterzüge zusammenstelle. Zusammen mit dem Umstand, dass ich die Güterzüge in Wolperting vorsortiere (Wagen nach München vorn, Wagen nach Rosenheim hinten im Zug) ergeben sich Rangieraufgaben ohne Ende und Wiederholung.

Zu guter Letzt: Der Fahrplan. Zu beachten ist, dass Wolperting eine Spitzkehre ist. D.h., Züge enden nicht sondern fahren durch. Ein Zug im Fiddleyard ist also entweder in Bayrischzell (BZ) oder in Holzkirchen (HK) und kommt über Wolperting zurück. Zugnummern habe ich keine vergeben. Es fahren vier Güterzüge (rot) und drei Personenzüge (blau), wobei mich die Güterzüge mehr interessieren. Eigentlich müsste ich den Plan umgestalten: Es sollte deutlich werden, dass die Züge in Wolperting durchgehen.
Naja, hier mal der Fahrplan (nicht lachen):
[[File:f40122t316527p3510141n5.pdf|none|auto]]


Ich hab's schon eine ganze Weile nicht mehr durchgespielt, es kann mir passieren, dass ich mit meinen vier Güterzügen nicht alle Fahraufträge abarbeiten kann. Nach Uhr fahre ich eh nicht...

Also, das war's dann dazu. Fragen und Anregungen immer gern (auch zu meinem Bau-Verhau;-).

Grüße

Jörg

Hallo Daniel, Edit fragte grade, ob du diesen Fred kennst?

[ Editiert von Lernkern am 06.01.11 13:32 ]

#14 RE: Wolperting von vfl-dan 08.01.2011 19:55

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Hallo Jörg,

danke für deine ausführliche Antwort, hilft mir sehr weiter. Auch danke für den Link, den Thread kannte ich schon.

Gruß
Daniel

#15 RE: Wolperting von tom tofte 08.01.2011 20:10

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Hallo Jörg,

schönes Konzept - sowas gefällt mir ja immer wieder.

Sag - magst Du in dem benannten Fahrplanthread auch noch mal schreiben (mit Gleisplan evtl.) oder zumindest dort Deinen Beitrag hier verlinken?

Fände ich gut weil soviel Fahrplanbeiträge gibt es ja nicht.

Das gilt übrigens auch für andere hier, wenn sie Beiträge über ihre Anlagen schreiben (oder geschrieben haben) die auch Fahrplan und Betriebskonzepte enthalten wäre es schön dort im Fahrplanthread drauf hinzuweisen ...

Dann findet man alles schön verlinkt und muß nicht suchen (und findet es womöglich doch nicht) - wär doch schade drum!!!

[ Editiert von tom tofte am 08.01.11 20:16 ]

#16 RE: Wolperting von Lernkern 08.01.2011 22:41

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Hallo Daniel,

gern geschehen

Hallo Tom,

dein Interesse freut mich ehrlich richtig wirklich

Ich kann das gern mit Gleisplan nochmal in den Fahrplanthread schreiben. Das ist kein Problem, weil ich den Text sowieso offline vorbereitet hatte.

Den Gleisplan von Wolperting zeige ich jetzt hier auch nochmal:


Nochmal kurz zur Erläuterung:
Gleis 1 ist Umfahrgleis. Hier werden Wolpertinger umgefahren
Gleis 1a: Lokschuppen.
Gleis 2 ist Bahnsteiggleis. Es gibt nur einen Hausbahnsteig.
Gleis 3: Güterschuppen und Rampe
Gleis 3a: Holzverlad
Gleis 4: Brauerei

Tja, so sieht's im Moment aus. Allerdings grübel ich grade auch über ein Konzept für Epoche V-VI, die Zeit wollt ich ja eigentlich darstellen. Aber das ist noch nicht weit genug zum drüber schreiben.

Ich freu mich auf alle Fälle über Kommentare und Anregungen.

GRüße

Jörg

#17 RE: Wolperting von tom tofte 08.01.2011 23:05

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Bitte gern ...

Und Link würde ja schon reichen was den Fahrplanthread angeht.

Gleis 3 ist dann auch gleichzeitig die Freiladestraße?

Zu Epoche V oder VI sage ich besser nichts, weil die mir so fremd ist ...

Es ist nicht so leicht alles was hier so im letzten jahr geschrieben wurde nach und nach zu entdecken, es ist so viel. Jedenfalls gefällt es mir (und Dein ironischer Schreibstil auch) und wenn nicht der Begriff Wolpertinger aufgetaucht wäre hätte ich vielleicht nicht geklickt ...

Wozu Wolpertinger doch alles gut sind!

#18 RE: Wolperting von Lernkern 09.01.2011 20:55

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Hallo Tom!

Tja, da musst' ich jetzt erstmal nachgoogeln, was eine Freiladestraße eigentlich ist. Nach der ersten Definition, die ich hier gefunden hab' (und die ich jetzt einfach mal unbesehen übernehme), ist Gleis 3 auch Freiladestraße.

OT: Ja, die Ironie... Sie hilft nicht viel, nur dabei, mit einem lachenden Auge auf die meisten Dinge zu schauen.

Also, dann werd' ich Wolperting im Fahrplanthred einfach verlinken.

So, und jetzt werd' ich noch kurz das Neueste aus dem Forum lesen und dann mal meinen Fahrplan durchspielen

Grüße

Jörg

#19 RE: Wolperting von Lernkern 28.01.2011 22:11

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Guten Abend,

an dieser Stelle möchte ich nochmal einen kurzen Abriss über die bewegte Geschichte des Örtchens Wolperting im bayrisch-schweizerischen (!) Grenzgebiet von 1950 bis 2000 (zum besten) geben.

[Erzählmodus]

Wie an anderer Stelle schon erwähnt lag Wolperting in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts auf Schweizer Gebiet, allerdings nahe der bayrischen (!) Grenze.

Bereits in den 40ger-Jahren waren zum ersten Mal Wolpertinger (Link) gesehen worden. Der daraufhin langsam aufkeimende Tourismus gab bereits im folgenden Jahrzehnt einem Teil der Bevölkerung ein Auskommen. Der andere Teil der Bewohner von Örtchen und Umland verdiente seinen Lebensunterhalt mit Herstellung und Verkauf von Bier, Holz oder Steinen.

Der Tourismus wurde durch die schöne Gebirgslandschaft und die gute Luft begünstigt. Die Wolpertinger brachten - gegenüber den bayrischen Nachbarn - im Tourismus einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Deren Neid auf die Blüte im angrenzenden Schweizer Gebiet wurde nach und nach so groß, dass es im Jahr 1968 zum - Gott sei Dank und überraschenderweise - friedlich beigelegten bayerisch-schweizerischen Grenzkonflikt kam, aus dem die Bayern als Sieger hervorgingen - auch weil die Wolpertinger Bevölkerung das unterstützt hat: Wolperting ist heute bayrisch. Übrigens die einzige bayerische Gemeinde jenseits des Flusses Lech - der Fluss, der zuvor auch die Wolpertinger aus Bayern fernhielt.

Der Wechsel ins bayrische (!) Staatsgebiet (!) brachte den Bewohnern Wolpertings (kurz: Wolpesen) viele Vorteile, unter anderem deutlich besseres Bier. Die Brauerei wurde bald stillgelegt. Das Bier wird heute aus dem nahe gelegenen Tegernsee bezogen (Link) - leider per LKW. Einzige Ausnahme ist das dunkle Exportbier, das kommt ausschließlich aus Kloster Au am Inn (Link und Link - alle hoffen, dass es hier bald weitergeht) - ebenfalls per LKW.

Die Wolpesen verkaufen nach wie vor Holz und Steine. Das Geschäft mit den Steinen läuft in diesen Zeiten ausgezeichnet, DB AG und die S-Bahn München zahlen einen Haufen Schotter, den sie beim Bau des Münchner S-Bahn-Südrings (Jawoll!) benötigen.

Auch das Geschäft mit dem Holz läuft in Wolperting blendend, vor allem durch die vielen Pelletheizungen und dank des Orkans Lothar, der Ende 1999 kräftig beim Abholzen nachhalf.

Eine weitere Einnahmequelle haben sich die Wolpesen - wie viele andere auch - eröffnet: Sie verkaufen ihren Müll sehr erfolgreich über einen wunderbaren und großzügig angelegten Recyclinghof. Der Russe zahlt viel Geld dafür, dass er im harten Winter Wolpertinger Müll verheizen kann.

Der Tourismus ist nach wie vor die Haupteinnahmequelle der Wolpesen. Das Geschäft mit den Wolpertingern wurde im Rahmen der bayrischen Amigowirtschaft (Spezln) ausgebaut: Wolpertinger sind scheu und grade wegen der vielen Touristen schwer zu sichten. Die Wolpertinger-Vermarktungs-und-Produktionsgesellschaft, kurz WVPG züchtet und vermarktet daher die Wolpertinger - sogar der Schweizer Zirkus Knie (Link) bezieht hier seine Tiere.

Diese vielfältigen strukturellen Änderungen hatten großen Einfluss auf den Bahnbetrieb. Das Schienennetz gehört heute der Tegernsee Bahn (Link). Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die Bayerische Oberlandbahn (Link). Der Bayerische Localbahnverein (Link) veranstaltet in Zusammenarbeit mit der BOB an Sams-, Sonn- und Feiertagen Dampfzugfahrten mit Wolperting als Betriebsbahnhof. Er nutzt das ehemalige Ladegleis der Brauerei als Abstellgleis für die beiden Personenwagen und den L7 aus alten Schweizer Tagen. Letzterer wird benutzt, um mithilfe der Nahgüterzüge der BOB (!) Kohle ranzuschaffen.

Weitere Betriebsstellen der Bahn in und um Wolperting sind: Der Holzverlad, der Recyclinghof, das Kieswerk und - nicht zu vergessen - die WVPG. Diese nutzt den alten Güterschuppen als Lager für Futtermittel und Streu. Nicht vergessen darf man die an den GS anschließende Rampe, über die die possierlichen Tierchen verladen und versendet werden.

[Erzählmodus aus]

Zur besseren Übersicht und für Freunde der Bahn hier ein Bild des Streckennetzes.(Link)

Jetzt ein Gleisplan von Wolperting. Die heutigen Anlagen sind eingezeichnet.


Sollte jemand, wie z.B. der Verfasser dieser Zeilen, Interesse haben, diesen Bahnhof mit oder wegen seiner interessanten Geschichte nachzustellen, so kann er hier einige rudimentäre Dokumente finden, in denen Betriebsstellen, Güterverkehrsaufkommen, benötigte Güterwaggons und die Fahrpläne erfasst sind:

+ Betriebsstellen (Link)

+ Güterverkehrsaufkommen (Frachtzettel) (Link)

+ Wagenkarten (ist noch nicht komplett, es fehlen der Verschlagwagen und ein Containerwagen, ich bitte den Sinalcowagen für Futtermitteltransport sowie die nicht Epochegrechten Gbs und Ootu zu entschuldigen - damit der Personenverkehr auch werktags gewährleistet werden kann, habe ich einen Integral bestellt, der das Budget stark belastet, daher müssen die "richtigen" Wagen noch ein bisschen (länger) warten.)
(Link)

+ Fahrpläne für Wochen- (Link) sowie Sams-, Sonn- und Feiertage (Link).


So. Ich hoffe, die kleine (naja, kleine?) Geschichte gefällt. Falls ja: Danke nochmal an Harald (cauchy) und Holger (ductore). Euer Input zu den Woplertingern (und Holgers zur WPVG) hat die Geschichte ins Rollen gebracht (von meinem schweizer EpIII-Fuhrpark und BOB EpV-Faible jetzt mal abgesehen). Falls nicht: Trotzdem danke, mir gefällt sie nämlich.

Ich habe mich beim Fahrplan mal eine halbe Stunde mit Grafplan von Railware (Link) versucht, damit's gut aussieht, habe es aber wieder aufgegeben und dann OpenOffice Calc genommen (= Excel, aber gratis). Grund: Die Hilfe von Grafplan hilft nichts und das Programm ist alles andere als selbsterklärend. Sollte die Freeware Werbung für die Bezahlprodukte sein, dann ist es meiner Meinung nach (IMHO!-) eine schlechte.

Ich bin noch nicht sicher, ob Woplertinger tatsächlich über die Rampe verladen werden, aber bei der Größe der Kleinen, ist es vermutlich am besten so.

Ihr seht, was bei mir in den vergangenen Tagen vorwärtsging, war doch wieder mehr "planerischer" Art. Ich hoffe, dass ich ab jetzt mit Bauberichten dienen kann.

Grüße

Jörg

#20 RE: Wolperting von Lernkern 22.02.2011 15:13

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Hallo zusammen,

auch von mir wieder mal Neues, wenn auch nicht viel. Immerhin keine Geschichten, sondern Baufortschritt.

Ich habe die Platte mit brauner Abtönfarbe gestrichen und die Gleise neu verlegt. Es ist ein weiteres Stumpfgleis am Bahnhofsende dazugekommen, hier soll jetzt die Rampe liegen, in der Verlängerung (also an meinem Umfahrgleis, Gleis 1 aus dem vorigen Beitrag) die ehemalige Ladestraße. Die Rampe wird von der WVPG zum Verladen genutzt.

Ich werde Haralds (ductore) Hinweis beherzigen und ein EG mit angebautem GS verwenden.
Nur welches? Hat da jemand einen Tipp? Därligen von Vollmer (3515) fände ich nicht schlecht, leider ist der GS auf der falschen Seite.
Der GS wird schon lange nicht mehr benutzt und das Gleis (Gleis 3 aus dem vorigen Beitrag) kann bei Zugkreuzungen für Triebwagen verwendet werden, ansonsten kann ich es auch mal als Aufstellgleis benutzen.

Ich habe versucht, die Gleise in einen leichten Bogen zu legen. Ich finde das eigentlich ganz gelungen, ein wenig skeptisch bin ich, ob das für das LS-Gleis (das ganz "an der Wand") auch gut aussieht.

Hier jetzt mal die Bilder:




Ich würde mich über Kommentare, Ideen oder Kritik sehr freuen.

Schöne Grüße vom "Mister Pi"

Jörg

P.S.: Enschuldigt die schlechte Fotoqualität, ich benutze das Handy, weil meine Digicam verreist ist.

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