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#1 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Borschdl 21.02.2010 16:25

So, nun möchte ich auch mal etwas zur Diskussion beitragen.
Wie es die Überschrift schon sagt, habe ich vor, Onkel Tom's hervorragenden Plan "Zwänge" umzusetzen.
Da ich mich als IVAR-Fan bekenne, und mir auch kein anderer Platz als eben diese 4 x 83cm in 30cm Tiefe messenden Regalteile zugewiesen worden ist, blieb ja nur noch Lang und schmal im Bücherregal. Für mich einer der besten Thread's überhaupt.
Eigentlich sollte es erst der Bhf. Kleinau werden, hat er doch 7°-Weichen auf 2,60m Länge, aber als Onkel Tom den Bhf. Zwänge präsentierte war klar, der ist es! Auf so wenig Fläche so viel Betrieb! Und das alles paßt in mein IVAR! Und ich hab noch bißchen Platz für ein klein wenig Strecke nach links! Super!

Ich habe mir mit dem Programm Rasterbator den Plan 1:1 ausgedruckt und mal ausgelegt. Eigentlich wollt ich nur mal sehen, wie der Plan wirkt bzw. wie die Größenverhältnisse mit Fahrzeugen rüber kommt. Naja, als ich den Plan so liegen hatte, dachte ich mir: "Da kannste ooch ma die Tillig-Planungsgleise von INTEC drauf legen." Gesagt, getan. Siehe da, das paßt und zwar wie die Faust auf's Auge.
Tom hat den Weichenwinkel zwar geändert, aber auch das ist machbar. Die Tillig 15°-Weichen lassen sich auf 12° "runterdrücken".Die 9°-Weiche am Bahnsteig dürfte auch kein Problem werden, dort wird's aber Ärger mit den Schwellen geben.
So, da wir alle visuelle Wesen sind, hier mal ein paar Bilder:











Das sieht auf den ersten Blick machbar aus. Auf den zweiten auch noch,also los....
Ein Problem hab ich noch, und zwar dieses hier:







Aber Tom schrieb schon, wie er das Problem gelöst hat. Andererseit hab ich ihm ein Bild geschickt, wo ein BÜ voll über eine Weiche läuft. Sieht trotzdem blöd aus...
Ich werd' die Einfahrweiche wohl auch ein paar Zentimeter nach links legen müssen...

Ja, kaum lagen die ersten Gleise, auch wenn's nur welche aus Papier sind, schon kamen die ersten Lok's an, um den Bahnhof in Besitz zu nehmen.



























































Die Bilder zeigen auch schon die Triebfahrzeuge, die hierher kommen werden. Die Baureihe 110 und 114 von Roco, die mit 2- und 3-achsigen Rekowagen oder mit zwei Bghw's den Personenverkehr übernehmen werden oder die Gützold 86-er, die mit überwiegend 2-achsigen Güterwagen der Epoche IV beschaulichen Nebenbahnbetrieb der Deutschen Reichsbahn irgendwo in Sachsen Anfang der 80-er Jahre nachbilden sollen.Es wird gemunkelt, das die Baureihen 101 und 105/106 auch im Beschaffungsplan stehen...

Womit wir beim Betrieb wären.
Obwohl der Bahnhof nicht zu den größeren zählt, so hat er doch rangiermäßig viel zu bieten, meiner Meinung nach.
Am EG ist ein Güterschuppen, die Ladestrasse und ein Lagerschuppen sollen bedient werden, gegenüber dem Bahnsteig, welcher entweder nur aus eine Aufschüttung oder alten Schwellen zwischen Schienenstücken bestehen wird, ist eine Kopframpe zu finden und daneben hat der Kohlenhandel seinen Platz. Onkel Tom hat links eine Fabrik vorgesehen, die ich aber durch eine Holzrampe oder einen Holzlagerplatz ersetzen möchte, weil ich nach links noch ca.50cm Strecke ansetzen werde und ich unbedingt noch eine Brücke da hin haben will.
Ein paar Kilometer vor Zwänge existiert noch ein Anschluß zu einer großen Papierfabrik.
Wie jetzt der Verkehr bzw. Betrieb "gemacht" werden sol, hab ich ehrlich gesagt noch absolut keinen Plan. Ich muß aber zu meiner Schande gestehen, das ich mir über vorbildnahen Betrieb noch keine Gedanken gemacht habe. Da hoffe ich auf eure Unterstützung...

Da ich ein absoluter Fan von Bahnhofsgebäuden aus Ziegelsteinen bin, bin ich letzten Endes bei Faller's "Gera-Liebschwitz" als EG hängen geblieben. Wobei mir das EG für so 'nen Bahnhof zu groß erscheint. Also wird der rechte Anbau weg gelassen :-)
Der BHG-Schuppen soll auch von Faller gestellt werden, bei den Gebäuden auf der linken Seite von Zwänge bin ich noch offen für alles.
Bei der Gelegenheit muß ich aber mal 'ne Frage stellen. Ich würde den Kohlenschuppen weg lassen wollen, weil ich der Meinung bin, das er beim Rangiergeschäft stören wird bzw. in der Sicht steht. Oder soll ich ihn doch stehen lassen? So 'n Schuppen ist ja auch nicht hoch....
So, jetzt hab ich ca. 2 Stunden an dem Text und den Bildern gesessen. Mir fällt auch nichts mehr ein. Aber ich hab bestimmt die Hälfte vergessen :-)
Ich geh jetzt erst mal meine Langschläfer wecken.....

Grüße aus Mittweida
Torsten

#2 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von massimo-m 23.02.2010 20:49

Hallo Torsten,

interessante Bilder! Die Regalfraktion scheint doch nicht sooo klein zu sein..
Onkel Tom's 'Zwänge' zählt auch zu meinen Favoriten. Schlanke Weichen machen was aus, erkennbar auf den Bildern aus Lokführerperspektive mit der BR114 von schräg vorne.
Letztens beim surfen habe ich die Bahnhofsgebäude von Auhagen entdeckt. Gefallen mir recht gut, sind in den Abmessungen etwas kompakter als Faller bzw. Vollmer und es gibt ein nettes Sortiment für die Ladestrasse und den Güterschuppen.

Grüsse, Max

#3 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Borschdl 21.05.2011 16:40

So, auf Wunsch eines einzelnen Herren....

Mich hat der Gedanke nicht los gelassen, Zwänge auch mit "richtigen" Weichen realisieren zu können. Zumal Onkel Tom damals schrieb, er könne sich den Plan auch mit 6° Weichen vorstellen...
Da ja Weinert mit Mein-Gleis ein herrlich aussehendes Gleissystem verkaufen möchte, hab ich "Zwänge" mal gestreckt.



Der Bahnhof wäre jetzt knapp 250cm lang und könnte zum Beispiel auch mit Weichen von Weller belegt werden.
Für mich ist aber auch interessant, das ich bei Tom's Plan mit unterschiedlichen Weichen arbeiten kann, das macht die Sache nicht langweilig und dürfte auch optisch gut wirken...



Leider bin ich bis jetzt noch nicht über diese Planungsspielereien hinaus gekommen
Von Onkel Tom's Plan "Zwänge-West" existieren auch solche Planungsspielchen. Wenn Interesse besteht, würde ich auch von diesen Plan Bilder zeigen.


Grüße aus Mittweida
Torsten

#4 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von tom tofte 21.05.2011 16:51

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Hallo Torsten,

okay, okay - ich geb´s ja schon zu, das ich es war!

Nichtsdestotrotz - ich denke mir das werden auch ein paar weitere Leute interessant finden. Und tragen somit zur Belebung dieser Forenabteilung etwas positives hinzu! Für mich persönlich immer wieder frappierend meinen Gleisplan in derart großem Format mit "richtigen" Lok und Wagen bestückt zu sehen. Und zugleich bestätigung für mich selber, das die Pläne doch halbwegs maßstäblich gezeichnet wurden. Ja - das sieht doch sehr animierend aus, wie ich finde!

"Zwänge-West" - das möchte ich natürlich nun auch sehen - und der eine oder andere will ja vielleicht auch Fotos davon!
Übrigens - mein Tempo bei der Umsetzung des Planes in die Wirklichkeit wirst Du Torsten noch allemal schlagen!

#5 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Wilzschhaus 21.05.2011 18:32

Hallo Torsten,

Ich finde es ganz toll das du dich weiter mit dem Projekt befasst. Ich hoffe herzlichst das du auch eine tatsächliche Umsetzung machen wirst.
Der Bahnhof wirkt mit der Streckung der Anlage ohne das dabei gleich mehr Gleisen verlegt werden sehr natürlich. Auch finde ich das die diagonale Verlegung der Gleisen gut wirken. Anlagen wo die Gleisen parallel am Anlagenrand verlegt werden wirken langweilig auf den Betrachter. Du zeigst hier den richtigen Weg zum Ziel. Vergesse aber nicht das du außer dem Bahnhof auch noch minimal ein Schattenbahnhof oder ein Bogensegment brauchst.

Gruß, Peter.

#6 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Borschdl 22.05.2011 14:22

Hallo in die Runde...

Peter,

ein Fiddleyard ist mit geplant, kommt direkt im Anschluß an den Bahnhof.
Das ist der Nachteil von langen Weichen. Ich hab keinen Platz für ein bißchen freie Strecke. Ich muß mich also entscheiden, was mir persönlich lieber ist. Vorbildgetreue Weichen oder ca. ein halber Meter freie Strecke
Auch bringt das Strecken des Bahnhofes nicht wirklich mehr nutzbare Gleislänge oder betriebliche Vorteile, es ist wirklich nur die Tatsache, das ich "richtige" Weichen verbauen könnte.
Aber es schaut verdammt gut aus......


Sooo, und jetzt mal zu Zwänge-West






Und mal mit einem Zug






















Die Länge liegt wieder bei knapp 250cm, die Breite ist bei beiden Plänen gleich geblieben. Also ca. 30cm.
Mir persönlich sagt der "Ur-Plan" von Zwänge mehr zu, er macht den Eindruck, als ob die Gleise da so liegen müssten, weil es die Gegebenheiten gar nicht anders zulassen würden. Auch die leicht geschwungene Form des ganzen Planes,
so könnte es durchaus in Echt ausgesehen haben...


Sehr gute Arbeit, Onkel Tom


Grüße aus Mittweida
Torsten

#7 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von tom tofte 22.05.2011 21:00

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Danke Torsten für die Bilder!

Für mich zumindest durchaus sehr interessant ...
Auf welchen Abzweigwinkel kommst Du nun eigentlich mit der Verzerrung des Gleisplans ?!
Oder verändert sich das nicht ... (etwas konfus ) ?!?

Ich finde den zweiten Plan (bei Dir Zwinge-West) besser, vor allem wegen der Bahnhofseinfahrt. Die hat mir beim ersten Plan den Du so gern magst nicht so gefallen. Auf dem abzweigenden Weichenstrang in den Bahnhof einzufahren sieht doch etwas merkwürdig aus, auch wenn es das beim Vorbild durchaus so gegeben hat.

Egal - Hauptsache es gefällt ...

#8 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von wknarf 23.05.2011 18:10

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Moin zusammen,

Zitat
Gepostet von tom tofte
(...)

Ich finde den zweiten Plan (bei Dir Zwinge-West) besser, vor allem wegen der Bahnhofseinfahrt. Die hat mir beim ersten Plan den Du so gern magst nicht so gefallen. Auf dem abzweigenden Weichenstrang in den Bahnhof einzufahren sieht doch etwas merkwürdig aus, auch wenn es das beim Vorbild durchaus so gegeben hat.(...)



ich habe auch einmal eine Version von Zwänge mit maßstäblichen Weichen von Tillig gezeichnet. Zusätzlich habe ich den Bahnhof noch ein bisschen verlängert, damit der Bahnhof nicht nur aus Weichen besteht (Abstand der Rasterlinien 10cm):



Und damit Ihr auch etwas erkennen könnt, gibt es die Grafik auch noch einmal in groß.

Der Bahnhof ruht auf drei Segmenten von 1m Länge und 0,35m Breite. Die verbauten Weichen sind EW 6 von Tillig, bis auf die Weichen zum Fabrikanschluss und zum Lokschuppen (EW 5) und zur Rampe (ABW 12°).

Züge von bis zu 1,5m Länge lassen sich problemlos umfahren. Zwischen ABW und Prellbock sind etwa 0,3m Platz, so dass dort eine kurze Lok und ein Wagen Platz finden. Der Bahnsteig hat eine Länge von 80cm, das reicht für einen (langen) Triebwagen mit Beiwagen, aber auch eine V 100 mit zwei Silberlingen oder langen Halberstädtern kommt dort bequem unter.

Den Lokschuppen kann man durch ein Anschlussgleis, etwa für einen Brennstoffhändler ersetzen. Ich fand es allerdings schön, am vorderen Anlagenrand das eine oder andere "Schätzchen" präsentieren zu können.

Bis hierhin hatte ich den Text am Sonntag fertig geschrieben, dann kam Toms Post mit dem Hinweis, es sehe schöner aus, wenn die Züge über den geraden Zweig der Einfahrweiche in den Bahnhof einfahren (genauso ist das ja in Zwänge West).
Wo Tom Recht hat, hat er Recht.

Durch Austausch der Einfahrweiche in eine Linksweiche und ein bisschen Schieben bin ich dann zu diesem Plan gekommen:


Und hier noch einmal in groß.

So sieht das Ganze in der Tat noch besser aus. Ein willkommener Nebeneffekt ist, dass jetzt noch 10cm mehr Nutzlänge im Umfahrgleis zur Verfügung stehen, das reicht immerhin für einen G 10.

In diesem Plan habe ich dann anstelle des Lokschuppens eine Verladestelle für Mineralölprodukte eingezeichnet.

Ich sehe Zwänge in diesen Plänen auch weniger als Endbahnhof einer Nebenbahn, sondern vielmehr als Endpunkt einer Industriebahn. Der kurze Bahnsteig ist für Triebwagen, die im Schichtverkehr Arbeiter transportieren.

Soweit meine Varianten von Zwänge.

Viele Grüße,

Frank

#9 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Wilzschhaus 23.05.2011 19:58

Hallo Frank,

Das sieht immer gut aus, wenn ein Bahnhof in die Länge gestreckt werden kann. Die mögliche Zuglängen verlängern sich sofort. Allerdings wenn man so wie Torsten stark platzbeschränkt ist kann man denke ich besser ein wenig freie Strecke mit einplanen. Dann hat man wenigstens den Eindruck als ob die Züge auch tatsächlich irgendwo hinfahren. Drei Stumpfgleisen im Vordergrund finde ich ein Bißchen viel vom guten. Dann besser den Lokschuppen oder Verladung nach hinten abwandern. Außerdem beschränkt die Benzinverladung mit ihren Leitungen und vielleicht sogar (angedeutene) Tanks, oder den Lokschuppen mit Wasserkran und Bekohlung, die Zugriffsmöglichkeiten für den Rangierer. Gut bei allen Plänen ist der Bahnsteig ganz am Ende der Anlage. Vorbildlich sind die Personenanlagen am kürzesten zum Dorf/Stadt gebaut. Für die Modellbahn aber ist wichtig das der Personenzug oder Triebwagen den ganzen Bahnhof durchfährt, damit der Zug so weit wie möglich fahren kann. Bei allen Plänen ist wichtig die mögliche Zuglänge zu beachten. Ein Bahnhof von 250 cm Länge, wo wegen der Länge des Umfahrgleises nur Züge aus maximal vier Zweiachser verkehren können wirkt auch nicht sehr glaubhaft. Im Schattenbahnhof muß dieses Umfahrgleis gleich lang sein. Eine Verlängerung des Stumpfgleises am Ende des Bahnhofes kannst du vornehmen auf ein kurzes anschraubbares Zusatzbrett. Der Platz dafür ist wohl immer da.

Na dann Torsten, tolle Ideen genug; ab in den Baumarkt für Holz!

Gruß, Peter.

#10 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Borschdl 23.05.2011 20:46

Guten Abend

Man Frank,
das ist gemein, das Du jetzt noch mit Deinen Plänen kommst. Ich hab den Platz einfach nicht...
Das Elchregal besteht aus 4 Segmenten zu je 83cm. Eins davon soll den FY aufnehmen und auf den anderen 3 Segmenten sollte der Bahnhof gebaut werden.
Erster Anlauf war Toms Originalplan von Zwänge auf 180 x 32cm. Da wäre auf der linken Seite noch knapp 50cm Platz für freie Strecke gewesen, bevor es in den FY geht. Und ich hätte auch den Platz gehabt, den Zug beim rangieren bzw. beim Ausziehen auf's Streckengleis, um den Landhandel zu bedienen, beobachten zu können.
Mit den langen Weichen sieht die ganze Sache in meinen Augen gefälliger aus, ich muß aber auf die freie Strecke verzichten...

Ich hab den Bahnhof auch nicht wirklich als reinen Endbahnhof gesehen, eher als Ende einer vormals längeren Strecke, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr über diesen Bahnhof hinaus führt.


Frank,
kannst Du Gedanken lesen? Ich hab heute in der Firma auch meine Gedanken über das Thema "Endbahnhof einer Industriebahn" kreisen lassen....
Der Gedanke, den Lokschuppen am vorderen Rand zum "präsentieren" zu verwenden, ist eigentlich genial. Aber wie Du ja schon festgestellt hast, dann besteht der Bhf wirklich nur noch aus Weichen...
Ich möchte auch nicht unbedingt lange Züge verkehren lassen, 'ne DR-110er, zwei bis drei Güterwagen und ein Bghw oder drei Baage mit Gepäckwagen, das langt mir. Dann lieber fein rum rangieren...
Wenn die Güterzüge nur aus 5 bis 6 Wagen bestehen, kann ich doch immer noch sagen, das der Rest auf den vorherigen Ladestellen abgestellt worden ist...

Ach ja Onkel Tom,
in den gestreckten Plänen liegen die Weichenwinkel bei 6-8°


Grüße aus Mittweida
Torsten

#11 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von tom tofte 24.05.2011 16:07

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Hallo Frank,

ja das ist ja eine kleine Überraschung das Du meinen alten Plan bearbeitet hast. Irgendwie scheint er ja doch recht reizvoll auf einige zu wirken. Freut mich!

Mir gefällt Deine Variation eigentlich recht gut, nur das Du den Abzweig zum Lokschuppen, bzw. der Benzinverladestelle meiner Meinung nach doch vielleicht besser so wie in meinem Plan mit einer Doppelweiche angeschlossen hättest. Vielleicht entlastet es den kleinen Bahnhof etwas optisch von "zuviel" Weiche. Okay - die Geschmäcker sind verschieden, aber mir hat das schon in meinen ersten Plänen zu "Zwänge" letztlich nicht so gut gefallen, quasi mitten drin im Umlaufgleis eine Weiche dort zu haben. Weswegen mir dann der Gedanke kam die Doppelweiche zu benutzen. Vielen Dank für Deine Umsetzung mit den langen Weichen, wenn man den Platz hat ist das sicher eine gut aussehende Alternative!

Damit man nicht immer soviel hin und herklicken muß, zeige ich hier nochmal meine "Zwangsvorstellungen" als Vergleich zu Deinen:



PC und Handzeichnungen von "Zwänge" in zwei Variationen. Beim Klick auf die Bilder geht´s zum entsprechenden Beitrag.


Die letzte Variante mit geänderter Bahnhofseinfahrt. Beim Klick auf Bild geht´s zum entsprechenden Beitrag.

Übrigens - Stichwort "Werksbahn": Ich hatte schon damals immer wieder auch den Gedanken daran das es eine Station einer Überlandstraßenbahn (Voll- oder Regelspur) sein könnte, die in Knipper´scher Manier im Bergischen Land spielen könnte mit all seinen kleinen Industriebetrieben und den kleineren, etwas gedrängten Ortschaften, die Rolf Knipper seinerzeit auf vielen seiner Anlagen und Zeichnungen so wunderbar in Szene gesetzt hat. Vorbilder hat es früher bis in die siebziger Jahre ja noch gegeben (zB. Iserlohner Kreisbahn, Kleinbahn Haspe - Voerse - Breckerfeld).

Wichtig wäre mir nochmal zu betonen, das mein "Zwänge" eher als eine Art Timesaver mit der Möglichkeit von fahrplanmäßigem Betrieb (Personenverkehr) gedacht war und der Gleisplan dementsprechend eher weniger einem Vorbild abgeschaut war sondern versuchte die Fläche möglichst gut zu nutzen ohne sie gänzlich zu erschlagen ...

#12 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von wknarf 24.05.2011 22:36

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Hallo zusammen,

Zitat
Gepostet von Borschdl
Man Frank,
das ist gemein, das Du jetzt noch mit Deinen Plänen kommst. Ich hab den Platz einfach nicht...



Es ging mir ja auch um eine Spielerei mit den langen Weichen. Mit den EW3 sieht der Bahnhof richtig klasse aus, schließlich fahren ja nur kurze Fahrzeuge.

Zitat

Das Elchregal besteht aus 4 Segmenten zu je 83cm. Eins davon soll den FY aufnehmen und auf den anderen 3 Segmenten sollte der Bahnhof gebaut werden.
(...)
Mit den langen Weichen sieht die ganze Sache in meinen Augen gefälliger aus, ich muß aber auf die freie Strecke verzichten...



Ich denk' mal, dass es bei einer Bahnhofslänge von 2.4m besser ist, bei den EW3 zu bleiben. Schon mit meinen 3m sieht das eigentlich etwas gedrängt aus mit den maßstäblichen Weichen. Bei Weller findest Du auch eine genau zu den EW3 passende DKW, die es ermöglicht, Zwänge West zu bauen.

Zitat

(...)
Frank,
kannst Du Gedanken lesen? Ich hab heute in der Firma auch meine Gedanken über das Thema "Endbahnhof einer Industriebahn" kreisen lassen....
(...)



Da scheinen irgendwelche Strömungen unterwegs gewesen zu sein.

Ich habe Peters Vorschlag noch aufgegriffen, ein Gleis im Vordergrund wegzulassen und habe mal die Rampe "geopfert" und den Anschluss zur Benzinverladung etwas länger gemacht. Das löst auch gleich die Frage "Doppelweiche oder nicht", die Tom heute aufgeworfen hat. Ein willkommener Nebeneffekt ist, dass jetzt das Bahnsteiggleis gerade verläuft:



Und in groß.

Mit gefällt Toms Entwurf nach wie vor richtig gut -- ob er nun mit Peco-Weichen, Tillig klein oder groß oder mit Weller-Weichen umgesetzt wird. Das ist halt einfach was Kleines zum Spielen, das so aussieht, als hätte es wirklich existiert.

@Tom: Danke nochmal für den Hinweis auf die Kleinbahnen im Bergischen Land. Das wäre auch reizvoll, mal sowas zu machen: Überlandstraßenbahn mit Güterverkehr. Traumhaft.

Viele Grüße,

Frank

#13 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von tom tofte 25.05.2011 01:50

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Zitat
Mir gefällt Toms Entwurf nach wie vor richtig gut - ob er nun mit Peco-Weichen, Tillig klein oder groß oder mit Weller-Weichen umgesetzt wird. Das ist halt einfach was Kleines zum Spielen, das so aussieht, als hätte es wirklich existiert.


Wie man sieht, sind Zwänge oder gar Zwangsvorstellungen manchmal doch noch zu was gut und finden gar noch Anklang bei anderen. Danke Frank!

Zitat
@Tom: Danke nochmal für den Hinweis auf die Kleinbahnen im Bergischen Land. Das wäre auch reizvoll, mal sowas zu machen: Überlandstraßenbahn mit Güterverkehr. Traumhaft.


Wenn das getüddel mit der Oberleitung mich nicht so abschrecken würde, könnte das auch zu meinem Thema werden. Aber beim planen von solch einer Anlage spielt das ja glücklicherweise keine Rolle. Im Internet gibt es da auch nicht wirklich nette Beispiele für erbaute Anlagen - oder weiß jemand was? Ich kenne sonst nur die Beiträge von (u.a.) L. Kenning im HiFo zu diversen Bahnen ...

Zitat
Man Frank,
das ist gemein, das Du jetzt noch mit Deinen Plänen kommst. Ich hab den Platz einfach nicht
[...]
Wenn die Güterzüge nur aus 5 bis 6 Wagen bestehen, kann ich doch immer noch sagen, das der Rest auf den vorherigen Ladestellen abgestellt worden ist...


Torsten, tröste Dich, ich habe auch nicht mehr Platz und bin immer noch völlig zufrieden mit meinem "Zwänge-West". Früher hab ich ständig was neues planen "müßen" weil mir stets etwas nicht gepasst hat, das ist seitdem anders geworden.

Das man bei Lastgrenzüberschreitung Wagen unterwegs zurückgelassen hat um sie später abzuholen, ist zB. auf der Lokalbahn nach Erbendorf-Nord (siehe meine Webseite) so geschehen als dort die Köf II Dienst getan hat (zB. bei Regenwetter hat es die kleine Lok nicht geschafft ). Geht also auch und ausserdem muß (oder darf) man dann noch´n Zug mehr fahren ...

Nebenbei bemerkt Torsten: Wie war das noch mit dem eher nicht vorhandenem Interesse? Wie Du siehst ist es durchaus vorhanden! Auch wenn es sicher einige gibt die mittlerweile schon ganz andere, eher abwegige, Zwangsvorstellungen entwickelt haben könnten, angesichts so vieler Bilder, Pläne und Worte zu einem solch kleinen unscheinbaren "Bahnhöfchen"!

#14 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Borschdl 03.03.2013 22:25

Guten Abend

ich kram' den Thread mal wieder raus, Weinert sei Dank oder anders gesagt: Ich bekomme meine inneren Zwänge nicht in den Griff...
Es ließ mir einfach keine Ruhe, Zwänge mit Weinert-Weichen zu planen. Erst mit AnyRail und dann mit den von Weinert bereitgestellten 1:1 Schablonen.
Und das auf einer Länge von ca. 2,55m x 0,32m.
Das kam dabei raus:



Und noch paar Fotos, nicht gerade die schönsten, aber um einen Überblick zu erhalten, langt es allemal.












Eigentlich sollte es dieses Jahr endlich mal losgehen, aber da sieht man im Netz Fotos von einer DKW für "Mein Gleis".
Na toll....


Grüße aus Mittweida
Torsten

#15 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Wilzschhaus 03.03.2013 22:41

Hallo Torsten,

Ich hatte eigentlich gedacht das irgendwann mal einen Bauthread auftauchen würde. Aber Pläne machen ist auch schön. Und mit dem Weinert Gleis sieht es auch toll aus. Die passende Züge hast du schon und sogar auch ein Empfangsgebäude. Ich hoffe also das es auch los gehen wird, denn der Plan hat wirklich was. Beim Betrieb wird es auch absolut nicht langweilig werden!

Gruß, Peter.

#16 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von tom tofte 03.03.2013 23:09

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Hallo Torsten und Peter,

schön zu sehen was Du da an "Fußbodenspielen" so betreibst. Und auf nur 2,55 m Länge! Aber irgendwie fehlt dann doch noch die Ekw oder Dkw - da würde ich dann evtl. auch noch etwas warten, zumindest verstehe ich das sehr gut. Sieht jedenfalls elegant aus!

Peter, es gibt mittlerweile einige Planungen von anderen Modellbahnern die Zwänge auch bauen wollen, zum Teil mit Abwandlungen. Mal sehen was da so entstehen wird. Hätte ich mir doch bloß mal damals den Plan patentieren lassen ... dann könnte ich jetzt ein paar Groschen Tantiemen kassieren. (Spaß!)

Im Spur Null Forum gibt es zwei Threads vom "Holzeisenbahner" der seine sehenswerte Dachbodenanlage nach dem Plan von "Zwänge" gestaltet hat. Etwas großzügiger als bei mir, etwas abgewandelt, aber deutlich erkennbar und wie gesagt sehenswert! Wenn Du es noch nicht kennst, schau es Dir mal an!

Diggetalbahn in Westfalen - Planung
Diggetalbahn in Westfalen - Bau

Mich freut es natürlich, dass der Plan im Laufe der Zeit dann doch soviele Freunde gefunden hat und das er sogar im Modell tatsächlich erbaut wurde!

#17 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von burgkim 03.03.2013 23:31

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Hallo, Torsten,

auch ich "oute" mich gerne als Befürworter von "Zwänge". Der Plan hat wirklich etwas besonderes an sich. Da ist Onkel Tom ein richtig großer Wurf gelungen. Viele seiner Planungen sind ehrlich bemerkenswert (eigentlich alle, wenn ich ehrlich bin !), aber "Zwänge" ist etwas Besonderes. Soviel Spielspaß auf so wenig Platz, dass ist wirklich erstaunlich.

Wenn Du jetzt noch auf die angekündigte DKW wartest (oder Dich bei Weller oder Weichen-Walter bedienst!), dann kommen wir der dem Gesamtplan noch näher.

Aber - und jetzt kommt mein "Aber" - die neue Planung sagt mir nur bedingt zu. Durch die wirklich herrlichen Weinert-Weichen (Auch ich habe sie hier schon für meinen Bahnhof liegen) wird der Plan schön gestreckt, nur das Umfahrgleis verdient jetzt seinen Namen kaum noch. Für mich ist es zu kurz, es mögen vielleicht noch mit "Ach" und "Krach" zwei Silberlinge umfahren werden können (... wenn überhaupt!), aber wie!

Nach meiner Meinung sollte das Umfahrgleis dringend etwas an Länge gewinnen, dass auch die anderen Längen der Abstell- und Rangiergleise in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen. Es muss ja nicht gleich ein halber Meter sein, aber 20 cm mehr Länge würden dem Umfahrgleis gleich ein anderes Aussehen geben und seiner Bedeutung auch gerecht werden.

Das ist nur meine Meinung und ich will damit keineswegs die Planung madig machen, aber zu schlanken Weichen gehört auch eine gewisse Gleislänge und die ist hier in meinen Augen nicht gegeben. Natürlich wird dann der gesamte Bahnhof länger, aber 20 cm sind nicht viel, hätten aber eine große Wirkung.

#18 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Shoogar 03.03.2013 23:32

Zitat
Gepostet von tom tofte
Aber irgendwie fehlt dann doch noch die Ekw oder Dkw - da würde ich dann evtl. auch noch etwas warten, zumindest verstehe ich das sehr gut.





Ja, Zwänge ist wirklich eine schöne Grundlage, um daraus verschiedenste Variationen abzuleiten.
(Deine Entwürfe für Kleinbahnhöfe bewundere ich sowieso.)

Meinereiner überlegt gerade selbst, aus Neuenzwänge einen Durchgangsbahnhof zu bauen und eben die ansprechende EKW-Kombination (oben), sowie die Verknüpfung von LS, Rampe und Industriegleis (unten) zu erhalten.


Zum vorliegenden Entwurf möchte ich sagen, daß in der ursprünglichen Idee von TomT. nicht bloß die EKW, sondern auch die großen Gleisabstände äußerst reizvoll sind.
Die mit ausschließlich schlanken Weichen zu erhalten (bei dennoch möglichst großen Umfahr-Längen) ist eine echte Herausforderung.

[ Editiert von Shoogar am 03.03.13 23:49 ]

#19 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Wilzschhaus 03.03.2013 23:49

Hallo,

Vielen Dank, das ist sehr lesenswert. Toll gebaut!

Gruß, Peter.

#20 RE: Auf nach Zwänge - Reisevorbereitungen von Borschdl 04.03.2013 21:45

Guten Abend

Peter,
der Bauthread sollte schon längst hier im Forum sein. Ich habe aber vor ca. 2 Jahren den Arbeitgeber gewechselt, seitdem geht es kaum unter 70 Stunden die Woche...
In meiner freien Zeit hat mei Kind Vorrang, da muß die MoBa warten....

Onkel Tom,
oja, Zwänge hätte Dich reich machen können.
Aber da Du ja ein Guter bist....
Danke übrigens für die Links, die hab ich schon 'ne Weile gesucht.

Thomas,
ich weiß, das der Plan noch ein bißchen Länge vertragen kann.
Aber der Platz gibt es nicht her.
Das Regal, in das die Anlage gezwängt werden soll, ist ca. 3,30m lang. Rechts davon ist eine Wand und links ist eine Tür...
Aber die Züge, die in meinem Zwänge fahren und rangieren sollen, sind vorbildentsprechend kurz.
Guggema bidde HIER HIER oder DA oder auch DORT.
Ich werde die nächsten Tage mal so 'nen Zug in meinen Papierbahnhof stellen und ein paar Bilder machen.
Verprochen


Grüße aus Mittweida
Torsten

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