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#1 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 16.01.2009 17:48

Guten Tag zusammen,
nach langem Zögern und Zaudern habe ich mich dazu entschlossen, endlich ein MoBa-Projekt zu starten, nachdem ich monatelang hin und her überlegt habe, was ich tun soll! Das Problem ist das übliche: kein Platz! Mit viel Gewürge wäre wohl eine 1.5qm-H0e-Kleinanlage möglich, aber der örtliche Fachhändler scheint mir kein Schmalspur-Fan zu sein, das vorrätige Sortiment war begrenzt auf eine Roco-Tenderlok und die wollte mir überhaupt nicht gefallen! Ausserdem hätte ich Zugriff auf einen Riesen-Fundus an H0-2L der siebziger und achtziger Jahre und ein MoBa-Zimmer im Elternhaus in 30km Entfernung.
Der Plan: Bau von Segmenten bei mir zu Hause, die dann ins MoBa-Zimmer verfrachtet werden!
Und da hätte ich mal eine Frage: das vorhandene Gleismaterial dürfte in der Hauptsache Roco-Neusilber von damals sein, gibt es vergleichbare/kompatible aktuelle Gleissysteme, vor allem was Flex-Gleise angeht?

Schöne Grüße aus BS von Boiler

#2 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von 4010-freak 16.01.2009 17:50

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Roco Line 2.5 dürfte noch immer das gleiche System sein wie früher.

#3 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von roco48 16.01.2009 17:59

Das Flex gleis von www.flexgleise.de passt prima zum alten Roco 2.5 Gleis. Und ist auch noch günstig. 20 Gleise 39,90 + Versand. www.flexgleise.de
Es wird in Italien von "GT" hergestellt.

Bei Ebay nennt er sich konsumcenter_de. Hier eine aktuelle
Auktion (ebay.de)

Ich mache es genauso. Hatte noch so viele 2.5 Gleise. Kann man ja nicht wegschmeißen.

#4 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von patrick_0911 16.01.2009 18:13

Ausbauen kannst Du das mit PIKO (find ich nun nicht das richtige material), andere Marken mit 2,5 mm Neusilbergleis sind:

ATLAS (www.atlasrr.com) die schicke es Dir in einer oder zwei Wochen nach Hause

SHINORA (www.walthers.com)

PECO, gibts auch in D bei vielen Händlern

der internationale Schienencode von NMRA ist CODE 100, und wenn Du die in die suchfunktionen eingibst bei EBAY und bei walthers dann findest Du die passenden Gleise.

Nur, der US Schwellenabstand ist kleiner als der europäische, auch die Weichen sind leicht unterschiedlich (oder sehr unterschiedlich).

Wenn Du Digital fährst, dann solltes Du ein Digitalverträgliches Schienenmaterial verwenden,

Wenn Du aber irgendwann ein niedrigeres Gleis haben willst (CODE 83) dann gibt es da Übergangsschienenverbinder, oder noch besser Schienen von z.B. Walthers, nur musst Du halt sehen, dass deine Fahrzeuge keine zu grossen Radkränze haben. (TRIX die älteren International Modelle)

#5 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 16.01.2009 18:26

Vielen Dank für die fixen Antworten! Klasse! Was die niedrigere Schienenhöhe angeht: ich werde mir wohl kein neues Rollmaterial besorgen weil wie gesagt unglaublich viel vorhanden ist! Wenn ich mich recht erinnere, waren die damaligen Modelle auch schon erstaunlich detailreich, jedenfalls nix, wofür man sich schämen müßte...aber wahrscheinlich verträgt sich das alte Material wohl besser mit dem höheren Schienenprofil, vermute ich mal...

Grüße von Boiler

#6 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 16.01.2009 18:27

Huch, glatt vergessen zu fragen: was macht denn digitalfähiges Gleismaterial aus?

#7 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von E41 forever 16.01.2009 18:36

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Nach meinem Wissenstand ist jedes Gleissystem Digitalfähig! Es macht dem Gleis ja nichts aus, ob jetzt Gleich- oder Wechselstreom durchgeschickt wird. Das einzige worauf du achten musst, ist dass kein Entstörkondensator im Anschlussgleis vorhanden ist. Den dann eventuell heraustrennen. Dann ist aber kein Analogbetrieb mehr möglich, wegen fehlender Funkentstörung!

#8 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 16.01.2009 18:48

Waren die Entstörkondensatoren füher in den Trafos? Anschlussgleise hatte ich nämlich nicht, es waren eher lustige Klemmen zum Anclipsen an Profil und Schwelle! Vielleicht hab ich auch gestört wie kein Zweiter...

#9 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Gustav 16.01.2009 19:18

Zitat
Gepostet von roco48
[b]Das Flex gleis von www.flexgleise.de passt prima zum alten Roco 2.5 Gleis. Und ist auch noch günstig. 20 Gleise 39,90 + Versand. www.flexgleise.de
Es wird in Italien von "GT" hergestellt.
. . .



Das Gleis sollte nur im unsichtbaren Bereich verwendet werden. Die Schwellen haben viele Gußfehler, die zwar die Funktion in keiner Weise beeinträchtigen, optisch aber sehr störend sein können.

#10 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 16.01.2009 19:32

Vielen Dank, Leute!
Jetzt bin ich ja schon mal ein gutes Stück weiter!
Ich wünsche allen ein schickes Wochenende, an dem ich vom Forum leider abgeschnitten bin, da zu Hause kein Internetz wohnt!

Liebe Grüße aus BS von Boiler

#11 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von photopeter 16.01.2009 21:21

Hi.

Zitat
Gepostet von E41 forever
...Dann ist aber kein Analogbetrieb mehr möglich, wegen fehlender Funkentstörung!


Das ist, mit Verlaub natürlich Quatsch. Ein Analogbetrieb ist sehr wohl auch dann noch möglich. Und in aller Regel sogar ohne Störungen der Nachbarn/Mitbewohner. Unzählige Modellbahner haben seit Urzeiten einfach Drähte an die Gleise gelötet oder fertig konfektionierte Clips oder Polschuhe genutzt, die ausnahmslos keinen Entstörkondensator beinhalteten.

Zu den Gleisen noch so viel. Das aktuelle Roco 2,5mm Programm ist exakt noch das gleiche Gleis, welches früher verwendet wurde. Nur ist die Auswahl inzwischen nicht mehr so groß. Seinerzeit habe ich das munter mit Fleischmann Profi und Modell Gleis, ja sogar mit altem Lima Gleis gemischt, ohne jemals Probleme damit zu haben. Aktuell ist vor allem Piko A noch mit 2,5mm Profilen ausgerüstet. Da git es auch relativ günstiges Flexgleis. Und Tillig Standard nicht zu vergessen, wenn man mal eine speziellere Weiche braucht.

Das GT Flex- Gleis hat die erwähnten Fehler übrigens nur, wenn man B- Ware nimmt, die dann noch mal ein Stück günstiger ist. Um "Richtig Meter" zu machen optimal.

#12 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Andreas84 16.01.2009 21:24

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Photopeter hat recht, als meine Moba noch analog war hab ich die Drähte direkt ans Gleis gelötet, ohne Entstörkondensator. Da gab's nie Probleme...

#13 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 19.01.2009 19:26

@Peter und Andreas: vielen Dank!
Jetzt wird's Zeit für einen Ausflug um das vorhandene Material zu sichten!
Viele Grüße aus BS von Boiler

#14 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Riverrhine 20.01.2009 06:09

Die Verwendung von Entstörkondensatoren im Analogbetrieb hatte ich bisher noch nie gemacht, die großen MoBa Hersteller haben sogar Anschlußdrähte oder Schienenverbinder mit einfach angelöteten Drähten (Roco) oder einfache Gleisclips (Fleischmann), an die die Anschlußdrähte geklemmt werden konnten und können.
Heutzutage schaut wohl kaum noch jemand analog auisgestrahlten Fernsehempfang bzw hört. Radiosender auf Lang-, Mittel- oder Kurzwelle analog über Antenne.
Daher hat sich die Funkentstörung technischer Geräte fast selbst überlebt.

Für die Gleisübergänge von Code 100 (2,5 mm) auf Code 83 (2,1 mm) kann man die Übergangsschienenverbinder von Roco verwenden (12 oder 24 Stückpackung).

Atlas, Peco und Roco haben Code 100 und Code 83 Gleise im Programm, Peco zu dem noch Code 75 (1,9 mm), die Übergangsschienenverbinder von Peco sind zum Übergang von Code 100 auf Code 75 ausgelegt, verwendet man diese im Zusammenhang mit dem Übergang von Code 100 auch Code 83 kann es Probleme geben, genauso bei der Verwendung von Code 83 auf Code 75, bestes Ergebnis von Code 83 auf Code 75 erziehlten nach eigener Erfahrung, die Übergangsschienenverbinder von Roco (gedacht für Code 100 auf Code 83). Peco Code 75 kann mit NEM und NMRA (RP 25) Radsätzen befahren werden.

Schinohara Gleise gibt es in Code 83 (Walthers Gleise produziert bei Shinohara) und Code 70 (1,8 mm es passen nur RP 25 Radsätze).

[ Editiert von Riverrhine am 20.01.09 6:11 ]

#15 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von patrick_0911 20.01.2009 08:42

hallo,

Walthers macht in seinen Katalogen darauf aufmerksam, dass das neue Gleissystem verbessert Digitalfähig ist. Ich hatte noch aus meines Vaters Zeiten Shinora Gleise herumliegen, und habe die mal zu Probe analog verbaut, und dann versucht sie auch auf einer Digitalanlage zu verbauen. Einige Verlötungen sind da verschmort.

Auch Fleischmann hat sein Gleissystem mehrfach überarbeitet, und bei einigen DKW älterer Bauart sind im Digitalbetrieb schon mal die Kontakte durchgeschmort. Wollts nur mal beitragen.

Das PECO Gleis mit Code 87 verträgt auf Grund der besonderen Geometrie der Profile so ziemlich alles was läuft.

#16 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von 4010-freak 20.01.2009 16:48

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Nochmal zur Funkentstörung: Einige Hersteller haben die Funkentstörung in den analog-Trafos eingebaut. Wenn du dann einfach an der zentralen Einspeisung den analogen Trafo durch dieses Digital-Zeugs ersetzt, ist die Wahrscheinlichkeit, den Entstörkondensator entfernt zu haben, relativ hoch.

#17 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 20.01.2009 16:49

Das klingt so, als hätten die Hersteller im Laufe der Entwicklung die Widerstandswerte ihres Schienenprofil-Materials und ihrer Schaltungen reduziert, weil im Digital-Betrieb insgesamt mehr Leistung über das komplette System geschickt werden muß! Wenn ich mit dieser Vermutung richtig läge, wäre das wohl ein Argument gegen eine digitale Anlage, die überwiegend aus altem Schienenmaterial entstehen soll...zumal, obwohl das in einen anderen Themenbereich gehört, ich wohl erstmal in Erfahrung bringen müsste, ob man im Grunde jede 20-30 Jahre alte Lokomotive nachrüsten kann!

Schöne Grüße von Boiler

#18 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von xv_htv 20.01.2009 17:05

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Wer noch keine analogen Stoerungen kennt:
Einfach mal eine alte Piko (oder EMB) Lok mit dem FZ1 vor einem Fernseher fahren lassen (50Hz Roehrenfernseher an Kabel analog bei meinen Eltern)

Hier und da liest man von verschweissten Raedern im Kurzschlussfall: Da bei Digitalbetrieb immer die volle Gleisspannung anliegt, kann ein schlechter Uebergang wohl auch sehr warm werden.

VG Nils

#19 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von patrick_0911 20.01.2009 17:08

Boiler,

umrüsten kannst Du alle Loks, egal wie alt. das ist nur ne Frage, ob sich das am Ende lohnt. Ich habe selber viele Loks umbauen lassen auf Digital, was anderes als DIGI kommt sowieso nicht her. Ingesamt habe ich etwa 50 US und 25 Deutsche Loks, bei den US habe ich manche Raritäten fit gemacht, und bei den deutschen nur noch die die es einfach nicht mehr als verbesserte Ausführung gibt.

das sieht dann so aus:

TRIX BR 54, super Lok, Läuft dank dekoder jetzt gut, aber nicht mehr auf den Code 100, geschweige denn auf den Code 83 Gleisen die man jetzt kaufen kann, also Suche nach dem Gleismaterial für Code 100, das kein Bettungsgleis ist, in einem Land wie Spanien. Kannst Du vergessen, am Samstag suchet ich eine Kreuzung mit 12º, unmöglich in ganz madrid alle Händler abgeklappert, nur wegen der ollen Lok. Nix zu machen. die 38.4 geht grade noch so, kommt aber zum Abdrehen.

Die Laufkultur der heutigen Loks ist nicht mit denen der früheren zu vergleichen, ich kann mich noch an mein Gleichstromamterial aus den 70-80 Jahren erinnern. Eine Anschiebeorgie sonders gleichen, da hilft auch der beste dekoder nix mehr.

Dann versuch Analog, mit dem alten Gleissystem. kannst Du zig km Kabel verlegen, für nen Mehrzugverkehr, jedes Signal jede Weiche, der Kabelsalat übertrifft jegwelche Vorstellungskraft. Dazu kommt, dass einige Radsätz moderner Wagen in die Herzstücke der alten Weichen "fallen", die alten an den modernen Gleisen anecken, oder auf die Radlenker auflaufen.

Mein Vater hatte mir US Bahnen aus den 80 Jahren vermacht, die bekamst Du auf modernem Gleismaterial nicht zum laufen und das moderne nicht auf dem alten. Dann kommen da noch Sonderweichen die man heute kaufen kann (BOGENWEICHEN, etc) aber die alten Loks überbrücken die Herzstücke und dann kommts zum Kurzschluss.

überleg dir gut was Du von deiner Bahn willst, und baue demnach lieber etwas kleiner, als ständig Theater.

Ich sag immer Stress haben wir im Beruf genug, den brauch nicht noch im Keller mit der Bahn

#20 RE: Roco-Gleise gestern und heute?! von Boiler 20.01.2009 17:31

Patrick,
zum Glück leide ich nicht am "2-gleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn plus Hastenichgesehen"-Syndrom! Zwei kleine Endbahnhöfe und zwei noch kleinere Betriebsstellen kreisen in meiner Vorstellung, wobei klein nicht kurz bedeuten soll, hoffentlich...und da dachte ich so, daß jede Ecke sein eigenes Stellpult kriegen könnte, aber allein schon der Heckmeck mit den ganzen getrennten Stromkreisen, da wäre digital wohl schon schöner...zum Glück habe ich hier schon gelernt, daß man im Nebenbahn-Thema Signale äußerst sparsam einsetzen sollte, das entschärft die Elektrik sicherlich spürbar...

grüße von Boiler

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