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#1 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von markstutz 08.01.2009 14:58

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Nach einer langen Planungsphase, in der so manche Ideen entstanden, verändert und viele auch wieder verworfen worden sind, beginne ich nun mit dem Bau meiner

Kleinstanlage in H0e

Phase 1 - Der Endbahnhof auf 1.6 x 0.6 Meter




Übersicht über die Planung

Die Planungsphase ist im Thread Kleinstanlage H0e (1.25 x 0.65 m) dokumentiert; letztlich habe ich mich für diesen etwas grösseren Plan entschieden:



Im Mittelpunkt des ersten Teils meiner Anlage steht ein kleiner Endbahnhof einer 750mm-Schmalspurbahn im Südwesten Deutschlands. Die Gleisanlagen sind nicht üppig, ermöglichen aber durch die verschiedenen Ladestellen genügend Rangierverkehr.

Ausserhalb der dargestellen Anlage werde ich zu Beginn mit einem Ausziehgleis auf einem provisorisch befestigten Brett Betrieb machen, später soll dann ein definitiver Streckenanbau und daran anschliessend ein Fiddle Yard mit Schiebebühne angebaut werden. Eine Idee, wie die Anlage später ausgebaut werden könnte, ist so angedacht:




Technische Grundlagen Gleisbau und Unterbau

Die Anlage soll gemischt betrieben werden: digital fahren, analog schalten. Die verhältnismässig einfachen Gleisanlagen benötigen keine aufwändige Steuerung, gefahren wird mit der Roco Multimaus. Das Schienenmaterial stammt ebenfalls von Roco, wobei ich für die Hauptgleise einen Mindestradius von 400 mm festgelegt habe, das Anschlussgleis zur Strasse rechts wird einen Radius von ca. 325 mm erhalten. Die geplante Bogenweiche in der Einfahrt wird von Walter Völklein alias Weichen-Walter gebaut, die anderen Weichen sind Standardweichen.

Für den Unterbau entschied ich mich für Sperrholz aus Birke in einer Dicke von 15 mm. Die Beine sind mit Schlaggewinden und Gewindefüssen ausgestattet, um meinen nicht eben ebenen Boden im Modellbahnzimmer auszugleichen. Die Oberkante des Anlagentisches befindet sich auf 1300 mm über Boden. Der freie Raum unter der Anlage soll als Stauraum genutzt werden.


Bilder von der ersten Stellprobe Januar 2009



Bild 1 - Die Phase 1 in der Totalen




Bild 2 - Überblick von der Einfahrseite (Die Tenderlok steht auf dem Lokschuppen-Gleis)




Bild 3 - Blick auf die Ladestrasse (Rungenwagen) bzw. Rampe (grauer Hochbordwagen)




Bild 4 - Blick aus der Vogelperspektive




Bild 5 - Übersicht von der Seite


Der Unterbau entstand in der kleinen Werkstatt meines Bruders, Bilder vom Bau folgen später.

#2 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von tuxlover 08.01.2009 16:32

Hallo Mark,

sieht gut und stabil aus. Du willst die Weichen aber doch nicht mit den elektromagnetischen Antrieben schalten, oder?

Was sich hier anbieten würde, wäre die Weichen manuell über Stellstangen zu steuern. Siehe auch:
http://www.america-n.de/Tipps_Weichenant...chenantrieb.htm
http://www.wieduwilt.org/modulbau/weichenantrieb.html
http://www.werner-falkenbach.de/wh/
http://www.outbus.de/product.html

Gruß
Michael

[ Editiert von tuxlover am 08.01.09 16:38 ]

#3 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von markstutz 08.01.2009 17:10

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Nein, das sind nur die leeren Gehäuse, die Roco mitliefert und die für die vorgängigen Testfahrten im Oval (Einfahren der Loks) ganz praktisch waren, weil ich da zwischen durch doch etwas Rangierbetrieb habe machen können.

Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die "realistische" Variante mit den Stellstangen und dem Schalter zwecks Polarisierung der Herzstücke oder die "überdimensionierte" Variante mit Unterflurantrieben und einem kleinen Stellpult ausführen werde.

#4 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von pikoman 08.01.2009 20:57

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Hi Mark,

sieht super aus bis jetzt. Schön, dass du nun weiter baust!
Freue mich auf mehr Bilder.

Gruß
Alex

#5 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von echoo 08.01.2009 22:01

Hallo Mark,

falls die Bogenweiche schon in Auftrag gegeben wurde, streiche nachfolgende Bemerkung. Das wäre doch eigentlich auch mit einer normalen Weiche gegangen, auf Schmalspurbahnen solche Extraweiche einzubauen hätte bestimmt den monetären Rahmen der Bahn gesprengt.
Die rechte Weichenkombi zwischen Gl 1 und Gl 2 hätte ich weiter nach rechts gelegt, u.U. sogar bis ran an den Bogen, das wäre mein Eindruck aus den räumlichen Verhältnissen, um auch mal einen längeren Zug (ich denke nur Erntezug) umfahren zu können.
Bei Nutzung der Multimaus sollte man vielleicht nochmal die Möglichkeit der digitalen Schaltung der WA in Betracht ziehen, es sei denn, der Handbetrieb ist wirklich so gewollt.
Unsere kleine Anlage hat die Kombi Conrad-Antriebe mit den Litfinski-Decodern (Conrad), geht wunderbar.
Bei Deiner Anlage mit den acht Weichen passt das mit zwei Decoder-Baugruppen und es geht mit der Multimaus super von der Hand. Ich würde wohl ansonsten immer dastehen und nicht wissen wohin mit der Maus, wenn ich Weichen umlegen wollte.
Ansonsten bin ich auf Bauberichte gespannt.

VG
echoo

#6 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von henset 08.01.2009 23:15

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Mark,

insbesondere von der Ausführung des Segmentes bin ich so beeindruckt, daß ich überlege meinen Unterbau (nicht die Kästen) der reinigenden Kraft des Feuers zu übergeben.

Ich hoffe Dein Bruder ist zumindest Tischler!

Eine Frage zum Güterschuppen: sieht mir aus wie das alte Pola Modell. Ich empfand diesen Schuppen nach der Monatage als etwas zu gross geraten und er ist daher im Schrank verschwunden. War ich da zu kritisch?

Thomas

#7 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von HarzNullemmer 09.01.2009 08:02

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Hallo Mark,
sehe ich es richtig, dass dein avisierter "Zwischenbahnhof" eine Spitzkehre wird? Das würde mir sehr gefallen.
Gruss
Otto

#8 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von markstutz 09.01.2009 10:05

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Guten Morgen allerseits

Ich merke gerade, dass ich etwas zu wenig genau beschrieben habe, was man auf den Fotos im Moment sehen kann.

Die weisse Farbe des Unterbaus rührt daher, dass das Holz bereits grundiert, aber noch nicht lackiert worden ist. Zuerst habe ich mir gedacht, dass ich den Rahmen seitlich in einem dunkelgrün streiche - nach dem Grundieren kam ich aber ins Grübeln. Also habe ich die endgültige Farbwahl noch offen gelassen, da ich die Wirkung im Raum erst einmal ausprobieren wollte. Jetzt werde ich wohl erst einmal etwas warten, bis ich weiss welchen Farbton die Anlage bekommen soll. Und weil nach dem Streichen der Beine und der Seiten noch Grundierfarbe übrig war, haben wir die Grundplatte auch flux noch gestrichen, obwohl das wohl nicht wirklich nötig gewesen wäre...

Die geplante Bogenweiche (die in der Tat schon bestellt ist) spart in der Einfahrt Tiefe. Und es entsteht ein durchgehender Bogen mit einem konstanten Radius von der Modulkante (Übergang zur Geraden) bis zum Hausbahnsteig. Das dürften den zusätzlichen Aufwand und den Preis hoffentlich rechtfertigen.

Die Weichenverbindung Gl. 1 - Gl. 2 weiter nach hinten verlegen würde bedeuten, dass die Lok beim Umsetzen immer "auf die Strasse" ausziehen muss. Und damit würde dann auch die Rampe (Gleis mit grauem Hochbordwagen auf den Fotos) zur reinen Seitenrampe.

Der Güterschuppen ist ein "Altbau", der jahrelang in einer Bastelkiste bei mir lag und hier wirklich nur als Platzhalter agiert.

Eine Spitzkehre ist in der Tat für den Zwischenbahnhof angedacht. Verlängerung der Fahrzeit, mehr Betrieb, ggf. auch Lokwechsel aus umlauftechnischen Gründen...

PS: nein, mein Bruder ist gelernter Optiker mit viel handwerklichem Geschick und der nötigen Passion für Eigenbauten aus Holz.

[ Editiert von Moderator markstutz am 09.01.09 10:23 ]

#9 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von tom tofte 09.01.2009 10:13

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Moin Mark,

Otto meinte doch Deinen noch nicht näher geplanten anderen Zwischenbahnhof. Und der wird doch ein Spitzkehrenbahnhof werden - oder wie willst Du sonst vom Endbahnhof den Du gerade baust später (im Endstadium) über den Zwischenbahnhof in´s Fiddelyard kommen.

Das muß an der frühen Morgenstunde liegen. Evtl. hilft etwas Nutella gegen die Aussetzer ?!

Die Spurtstrecke die dabei beim begleiten des Zuges evtl. zurückzulegen wäre, hatten wir ja schon anderweitig gesprochen. Da wäre evtl. noch etwas umzudisponieren welcher Bahnhof dann letztendlich wie, wo hinkommt damit man den Zug schön bei der Fahrt über die gesammte Strecke begleiten kann ...

#10 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von markstutz 09.01.2009 10:21

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Ach natürlich, es ist der Zwichenbahnhof gemeint - ich ändere meinen obigen Beitrag sofort.

Was deine Kritik angeht bin ich mir im Klaren, dass der Betrieb "mit Spurt" wohl nicht das Gelbe vom Ei ist. Ich habe aber das Umdisponieren auf die lange Bank geschoben, weil ich den Ausbau nur dann ins Auge fassen werden, wenn ich
a) mit den Endbahnhof-Teil fertig bin und
b) ich dann auch wirklich etwas grösseres haben möchte

Insofern muss ich das noch nicht entscheiden - wäre im Moment auch nicht optimal, wie du siehts

PS: ich glaube nicht, dass da Nutella reicht. Ich gehe mir nen doppelten Espresso holen...

#11 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von tom tofte 09.01.2009 10:26

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Ist mir klar Mark, das dies derzeit nicht vordringlich ist. Ich dachte nur ich schreibs nochmal - ob Nutella oder Expresso - doppelt hält immer besser.

Ich dachte übrigens immer Du kommst aus der Schweiz
Zwichenbahnhof - das klingt so nach einen gewichtigen dicken Pfälzer (Stichwort: Gechichte), der einstmals viel Wert auf gewisse geistig moralische Wendungen und gegebene Ehrenwörter legte.

Dem hat gegen seine "Erinnerungslücken" übrigens weder Nutella noch Expresso noch Pfälzer Saumagen geholfen

#12 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von 09.01.2009 10:42

Hi Mark,
feiner Plan den du da ausgetüftelt hast!
Ich würde nur das rechte Ladegleis ein wenig weiter vom Rand nach innen verlegen, wäre echt nur ärgerlich wenn du in einer unbedachten Sekunde den Zug/Waggons vom Tisch fegst.
Auch die Ausführung des Segmentkastens gefällt.

#13 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von markstutz 10.01.2009 13:14

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@Thomas: Unsere Sprache lebt - gerade im Nordosten der Schweiz - stark von einer sehr rauhen Aussprache. Die "ch" z.B. im Lieblingswort aller Touristen Chuchichäschtli werden bei uns sehr rauh, fast schon hart ausgesprochen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich bei uns durchwegs um Zwischenbahnhöfe handelt, ausser es wäre ein Endbahnhof

@Freddy: In der Tat könnte sich da ein Gulliver-Pullover und ein -Handrücken als Katapult für Schmalspur-Wagen erweisen. Vielleicht baue ich zwischen der Anlagenkante und dem Anschlussgleis noch einen Viehzaun als Absturzsicherung ein.

Inzwischen habe ich das Anschlussgleis links zum Ausprobieren noch umgestellt, so dass der Anschluss von der Einfahrseite aus bedient würde (mit einer fast senkrechten Querung der Strasse), so wie in dieser Skizze:



Ich denke, dass diese Lösung zwar auf die hübsche Gleisdurchschneidung (Kreuzung) verzichten würde, aber vermutlich sonst fast besser aussieht... Foto folgt.

#14 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von cauchy 10.01.2009 13:50

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Ich find's so besser ... ehrlich gesagt.

#15 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von tom tofte 10.01.2009 15:08

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Mir gefällt`s so herum auch besser!

Auch wenn es etwas symetrisch ausschaut. Aber die Strassenüberquerung hat was. Ein Blickfänger.

Für den absturzgefährdeten Anlagenrand wäre ein Plexiglasstreifen von 5 bis 10 cm Höhe vielleicht das richtige. Am besten abnehmbar für den intensiven Rangierbetrieb ?!

Chuchichäschtli - kannst Du das bitte mal phonetisch ausschreiben - für die ganz und gar Zungengelähmten unter uns Norddeutschen

#16 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von echoo 10.01.2009 15:35

Nochmal zur Bogenweiche.
Nachdem jetzt der neue Plan gilt, kommen vor dem Bahnhof zwei auf Abzweig zu befahrende Weichen, die im Radius sicher unter den der Bogenweiche liegen.
Das würde eher für den ersten Plan sprechen und nahelegen, den rechten Anschluss vom Abzweig der ersten Weichzu bedienen.

echoo

#17 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von markstutz 10.01.2009 15:39

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Der durchgehende Radius von der Segmentgrenze (Gerade) bis zum Hausbahnsteiggleis (Gerade) ist überall 493 mm, auch über die abzweigenden Weichen. Wenn die Weiche zum linken Anschluss am Güterschuppengleis liegt (also ohne die Kreuzung), wird die Nutzlänge arg kurz dahinter oder es kommt zu mühseligen Umstellmanövern.

#18 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von tom tofte 10.01.2009 15:54

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Also - ich würde es so lassen wie es nun geplant ist. Du hast zwar eine Innenbogenweiche die etwas untypisch für eine Kleinbahn ist und eine Aussenbogenweiche (oder eine einfache) für den linken Anschluß. Aber auf der Fläche muß man irgendwie immer einen Kompromiss eingehen, zumal wenn man um die Ecke will ...

Alles andere würde bedeuten den Gleisplan wieder total neu zu planen.

#19 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von hazus 10.01.2009 16:06

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Mich würde die Symmetrie durch die beiden 90° Anschlüsse stören, aber ich bin scheinbar in der Unterzahl.

lg Chris

#20 RE: Kleinstanlage H0e - Umplanung nach Baubeginn von echoo 10.01.2009 16:11

@ hazus

ich stehe hinter Dir und wäre auch für die erste Version.

echoo

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