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#101 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 22.12.2008 17:32

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Hallo Mark,

bitte gern - mir geht das Zeichnen noch nur langsam von der Hand, bei Dir geht es schneller und abgesehen davon würde mich (wie ich schon schrieb) interessieren was Du oder auch andere Gleisplaner aus einem solchen Arrangement machen würden. Welches Thema andere wählen würden, welche Kniffe für die Gestaltung der Anlage, für verdeckte Gleisanschlüße oder andere Fragen die einem da noch einfallen

In Spur Null wäre es auch mal interessant zu sehen wie es mit den entsprechenden Weichen aussehen könnte. Mir fehlt das etwas der Überblick. Ich glaube Lenz hat zB. keine Aussenbogenweiche, eine Dreiwegeweiche ist zumindest in Entwicklung, wie ich gesehen habe. Und was man dann Ersatzweise machen kann oder welches Fabrikat in Frage kommen würde weiß ich nicht.

Hauptsache ist es bleibt eine kleine Anlage. Je kürzer desto besser (meine 1,80 oder 1,85 in H0 sind ja für mich schon ein gut maß an Längenkürzung zu meinen sonstigen Plänen - aber da ginge evtl. vielleicht noch etwas mehr, bzw. weniger) ...

#102 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von markstutz 22.12.2008 18:25

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Zitat
tom tofte schrieb:
...abgesehen davon würde mich (wie ich schon schrieb) interessieren was Du oder auch andere Gleisplaner aus einem solchen Arrangement machen würden. Welches Thema andere wählen würden, welche Kniffe für die Gestaltung der Anlage, für verdeckte Gleisanschlüße oder andere Fragen die einem da noch einfallen



Dann wird das ja so etwas wie ein Gleisplan-Contest, einfach ohne Zeitlimite und mit etwas offeneren Rahmenbedingungen. Da freue ich mich drauf, besonders weil ich gestern zu später Stunde wegen dieser Traverser-Geschichte noch einmal bei Carl Arendt reingeschaut habe..

Zitat
tom tofte schrieb:In Spur Null wäre es auch mal interessant zu sehen wie es mit den entsprechenden Weichen aussehen könnte. Mir fehlt das etwas der Überblick. Ich glaube Lenz hat zB. keine Dreiwegweiche und auch keine Aussenbogenweiche. Und was man dann machen kann oder welches Fabrikat in Frage kommen würde weiß ich einfach nicht.



Mal sehen wie weit so etwas mit Lenz Standard-Gleisen überhaupt machbar ist. Wenn man aber mit etwas Eigenbau-Initiative dran gehen würde (mit Zubehör von Wenz, Hassler etc.) dann dürfte man in ähnlicher Form sicher auch in Null eine sehr spannende Anlage hinkriegen. Und wenn die dann in ein IVAR-Regal passt, dann mache ich mir natürlich schon wieder Vorstellungen, wie denn dass bei mir...

#103 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 22.12.2008 18:41

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Zitat: "Dann wird das ja so etwas wie ein Gleisplan-Contest, einfach ohne Zeitlimite und mit etwas offeneren Rahmenbedingungen."

Hallo Mark,

bitte - bloß kein Contest! Da habe ich mir doch gerade erst heftigst die Finger dran verbrannt

Aber an Weiterentwicklungen und Gleisplangedanken von anderen wäre ich sicher interessiert ...

Und eine Spur 0 Bahn im Bücherregal - das hätte mal wieder was! Also dann auf ...

#104 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von markstutz 22.12.2008 19:01

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Dann nennen wir es einen kleinen Wettstreit. Und je länger ich an Spur 0 im Bücherregal denke, desto mehr Ideen kommen mir...

#105 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 23.12.2008 11:40

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Also ich glaube es kaum was ich da eben gefunden habe !!!!
Schaut selber:

Cotton Lane

Ich schwöre ich habe es eben erst entdeckt. Da bleibt mir die Spucke weg, weil das fast genauso ausschaut wie in meinem Gleisplänen. Und hat diese Minianlage nicht was? Die ist kleiner als meine Pläne und typisch britisch minimalistisch ...

Das zeigt nur wieder mal das es nichts gibt was es nicht schon mal gegeben hat. Und zudem ein Grund mehr auch immer wieder einmal in die Foren der britischen Modellbahnkollegen zu schauen.

PS.: Da hätte ich mir meine damalige Gleisplanerei eigentlich fast schenken können, wenn ich "Cotton Lane" früher entdeckt hätte. Ich weiß noch wie mich dieses "Zwänge- West" im Sommer tagelang beschäftigte, ich so einige Gleisplanentwürfe wieder einstampfte, ich "stundenlang" frustriert daran herumradierte oder Löcher in´s Papier starrte, bis mir dann die letztgültige Idee einfiel, die Ihr oben sehen könnt...
Und dann baut das einer einfach mal so eben

Aber so gibt es jedenfalls ein paar Bilder, die dem was ich mir vorstellte, erstaunlich nahe kommen - sozusagen als Ergänzung zum Gleisplan ...

#106 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von WalterVölklein 23.12.2008 13:40

Zitat
Hallo Herr Völklein,

mich würde einmal interssieren (ohne das ich jetzt einen konkrete Bestellung damit verbinden könnte) ob Sie evtl. auch eine Doppelweiche passend für das Peco Code 75 Weichensystem bauen könnten.
Und zwar passend zu den Weichen mit 12 Grad Abzweig und dem mittleren Radius von 914 mm.
Die Dreiwegweiche von Peco die es gibt zeichnet sich ja leider durch unterschiedliche Abzweigradien aus, zudem wäre für meine Gleisplanidee im H0 Forum eine andere Folge der Abzweige nötig. Sprich diese sollte der von Roco entsprechen. Hier mal der Link zu meinem Gleisplanbeitrag (Zwänge- West):

topic.php?id=305324&msgid=3392397

Ich habe gesehen das Sie ähnliches für Code 83 anbieten. Aber wie schaut es mit den speziellen Pecogleisen aus. Gerne dürfen oder können sie auch direkt im H0 Forum antworten.

Vielen Dank für Ihre Auskunft und ein paar frohe Festtage.
Tom



Hallo Tom,

selbstverständlich ist auch das möglich. Natürlich auch mit den selben Schwellengeometrien wie Peco.

#107 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 23.12.2008 13:52

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Hallo Herr Völklein,

Danke für die rasche Antwort, die beruhigt mich doch ungemein, weil es mit den Pecoweichen und einer Dww von Ihnen am besten möglich wäre den Gleisplan auch tatsächlich umzusetzen. Zumal mir scheint das die Pecoweichen (sofern man Industrieweichen einsetzen möchte) noch am besten wären - nach allem was ich über die vergleichbaren Produkte von Roco und Tillig gelesen habe (Stichworte: brünnierte Gleisprofile, Herzstücklücke). Ausserdem finde ich die Weichen auch einfach optisch ansprechend (Gleisprofilhöhe zB.) sofern man sie etwas umgestaltet im Bereich der Zungenstellmechanik ...

#108 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 26.12.2008 01:02

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So - ich habe mich mal etwas im Zeichnen wieder geübt. Es geht also noch, wenn auch langsam.

Eine Variante hab ich produziert, ohne Dww, dafür mit einer Ekw - alles von Peco Code 75 mit 12 Grad Abzweigwinkel und einer Aussenbogenweiche (ebenfalls Peco). Sonst nur Einfache Weichen. Ein weiteres Anschlußgleis ist hinzugekommen, dafür ist das Umfahrgleis kürzer geworden, was ja bei Rangierspielen den Reiz ausmacht. Ausreichend aber in der Länge für einen Personenzug mit drei Donnerbüchsen zum Umfahren (nur so als Längenangabe). Längere Güterzüge erfordern nun noch mehr Denksport und Rangiertätigkeit ...

Sogar die Länge ist gleich geblieben, nur in der Tiefe habe ich ein kleinwenig dazugegeben. Sonst ist alles gleich geblieben, weswegen auch keine weiteren Erklärungen folgen, sondern einfach nur der Plan. Alles weitere wäre sonst oben im ersten Rangierzwänge Plan nachzulesen.


Variante des Bf. Zwänge- West - Bild anklicken für die große Darstellung mit genaueren Angaben.

Es ist also durchaus möglich noch mehr Rangierspiel auf der Fläche hinzubekommen. Letztlich ist es eine Frage des Geschmacks welcher Plan einem besser gefällt ...

#109 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tuxlover 26.12.2008 02:47

Hallo Tom,

schöner Plan und schön dass es dir wieder besser geht. Was mir spontan einfällt, die Gleissperre im Gleis ganz oben dürfte überflüssig sein, da die EKW ja Flankenschutz für Zugfahrten bietet.

Gruß
Michael

#110 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Solwac 26.12.2008 09:33

Zitat
Gepostet von tuxlover
Hallo Tom,

schöner Plan und schön dass es dir wieder besser geht. Was mir spontan einfällt, die Gleissperre im Gleis ganz oben dürfte überflüssig sein, da die EKW ja Flankenschutz für Zugfahrten bietet.

Gruß
Michael

Das könnte sie, wenn sie eine DKW wäre...

Matthias

#111 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von markstutz 26.12.2008 10:19

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Hallo Thomas

Es ist nicht zu übersehen, wie sehr dir Bahnübergänge gefallen

Wenn es noch ein Anschluss mehr sein soll, dann könnte die EKW doch durch eine asymmetrische Einfahrweiche und eine EW ersetzt werden, so dass das steiler abzweigende Gleis zur BHE vorher noch eine andere Betriebsstelle bedienen könnte. Aber das nur so als Gedanke, mir würde die Dichte der Anschlüsse, gepaart mit dem sehr kurzen Umfahrgleis durchaus reichen.

Leider bin ich aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen noch nicht zum Planen gekommen, ich hoffe das aber bald nachholen zu können.

#112 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 26.12.2008 11:30

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Moin Moin,

Danke tuxlover. Für kleine Gleisplangeschichten geht es schon ...

Die EKW :
Das obere Ladegleis braucht eine Gleissperre, weil die EKW in dieser Richtung quasi nur als Kreuzung fungiert. Keine Weichenzunge kann so gestellt werden das abrollende Wagen aus dem oberen Gleis nicht auf das Streckengleis gelangen.
Eine DKW könnte man einbauen. Ich wollte das aber nicht, weil so das Rangierspiel noch etwas schwieriger wird, weil Fahrten direkt vom BHG Gleis zur Fabrik oben rechts nicht möglich sind.

Mark:
Einen weiteren Gleisanschluß auf dieser Fläche kann man guten Gewissens wohl nur anlegen wenn man auf den Bahnsteig verzichten würde, meine ich. Ich glaube zumindest das es sonst zu voll wird. Ist es jetzt ja schon. Optisch gefällt mir der frühere Plan auch immer noch etwas besser, selbst wenn er ein Anschlußgleis weniger aufweist. Liegt auch an der Gleisführung, solchen Details wie dem kleinen Fabrikvorhof. Vielleicht müßte man die Gleisführung im unteren Plan noch an der einen oder anderen Stelle (zB. im unteren Gleisanschluß zum Kohlenhandel und der Fabrik unten) etwas verändern um es etwas gefälliger aussehen zu lassen, ohne die Abmaße der Anlage zu verändern ...

Ansonsten warten wir auf´s Christkind Gleisplänchen von Dir gerne noch ein Weilchen. Gut Ding will eben Weile haben ...

Nachsatz:
Das mit dem Bahnübergang ist schon so eine Sache bei mir. Betrieblich bringt er ja nichts - eigentlich. Aber ein Blickfang ist sowas immer. Reizvoll irgendwie. Umsomehr als heute solche Anlagen immer mehr verschwinden oder wenn eher wie Ampelanlagen ausschauen. Ob nun beim Vorbild oder auf der Modellbahn - es ist immer wieder faszinierend einen schönen interessanten Bü zu sehen. Bahnhof ohne Bü geht irgendwie bei mir nicht. Irgendein Faible muß der Mensch ja haben (Siehe auch meinen Avatar).

[ Editiert von tom tofte am 26.12.08 13:39 ]

#113 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tuxlover 27.12.2008 16:16

Mea maxima culpa. Ihr habt natürlich alle Recht und man sollte und ich zur nachtschlafenden Zeit einfach nicht aufgepasst.

Gruß
Michael

#114 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 27.12.2008 16:22

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Ach Michael,

das macht doch nichts ...
Auch ich mußte erst überlegen wo ich nun Gleissperren einzeichne und wo nicht.

...........

Gottseidank hatte ich nach diesen gründlichen Überlegungen einen Radierstift parat!

#115 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von markstutz 28.12.2008 00:24

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Das Christkind ist wieder weg & hier nun wie versprochen eine Idee als Antwort auf Toms Vorschlag. Ich habe es erst mit Spur 0 versucht (da bin ich noch am Skizzieren), dann fiel mir plötzlich der ehemalige Bahnhof von Champéry ein. Wer sich etwas genauer damit auseinander setzen will, dem sei das Buch Minimax-Anlagen (kurze Rezension von hazus) empfohlen.

Wichtig ist das Prinzip des Rangierens mittels Graviation, das ich vom Vorbild übernommen habe. Einige Gedanken, wie das umzusetzen wäre, habe ich in diesem Thread schon einmal ausgelegt.

Zu meinem Vorschlag:

Le gare terminus de Troîment



Das Vorbild liegt im Kanton Wallis, Schweiz. Als Hommage an dieses schöne (leider nicht mehr vorhandene) Vorbild habe ich den Bahnhof Troîment genannt; eine fiktive Privatbahn würde sich in der vielfältigen Eisenbahnlandschaft der Westschweiz gut einfügen - aber die Idee kann auch irgendwo anders hin tranferiert werden.

Mein kleiner Endbahnhof Troîment verfügt ausschliesslich über Stumpfgleise. Damit sind Umfahrmanöver ausgeschlossen, und dennoch müssen die Züge immer mit dem Triebfahrzeug voraus formiert werden. Damit diese Bedingung erfüllt werden kann, verfügt der Bahnhof über ein Gleis mit Gefälle. Hier werden Wagen hochgeschoben, mittels Handbremse gesichert und nach der Fluchtfahrt des Triebfahrzeuges kontrolliert ablaufen gelassen.

Der Personenverkehr wird von einem Dieseltriebwagen bewältigt, der für die Hauptverkehrszeit mit einem Beiwagen verstärkt wird. Güterwagen werden in den Randstunden mit dem Triebwagen von und nach dem Endbahnhof gefahren.

Betriebspunkte:

Der Bahnhof Troîment verfügt über ein Gleis mit Bahnsteigkante; parallel dazu liegt das Schuppengleis mit Rampe. Auf der gegenüberliegenden Bahnhofsseite sind ein Freiladegleis (ggf. auch mit [Kopf-]Rampe), das bereits erwähnte Rangiergleis und ein Abstellgleis für Verstärkungswagen zu finden. Auf letzeres kann nach Wunsch verzichtet werden, damit würde das Rangieren vielleicht noch etwas kniffliger.

Betriebsablauf:

Zum einfacheren Verständnis habe ich den Triebwagen grün, einen angehängten Wagen gelb eingefärbt.



Der PmG (Personenzug mit Güterbeförderung) hat soeben den Bahnhof Troîment erreicht.



Nach dem Aussteigen der Passagiere drückt der Triebwagen den Anhänger auf das Rangiergleis.



Handbremse am Wagen anziehen, abkuppeln; dann entfernt sich der Triebwagen "in Sicherheit".



Mit einer Hand ständig an der Bremskurbel wird der Wagen nun vorsichtig vom Gefälle des Rangiergleises angetrieben ins Bahnsteiggleis rollen gelassen. Anschliessend wird der Triebwagen wieder beigestellt.



Da es sich angenommen beim gelben Wagen um einen G für den Güterschuppen handelt, muss nun noch in Güterschuppengleis umgesetzt werden.

Wenn nun der Rungenwagen vom Plan eingangs des Beitrages beladen wurde und gegen einen leeren ausgetauscht werden soll, dann wird das Manöver doch schon ziemlich aufwändig (besonders wenn vor dem Güterschuppen noch ein Wagen steht, der noch nicht versandfertig ist)... viel Spass beim "im-Kopf-rangieren".

Zum Plan:

Gezeichnet habe ich den Plan mit den 10°-Weichen von Roco. Für die bescheidenen Anlagen scheinen mir grosszügige Weichen besonders wichtig, weil die Wahrnehmung des Realitätsgrades hier sicher stark über die Infrastruktur stattfindet.

Einen offensichtlichen Zwang für die betrieblich aufwändige Ausführung des Bahnhofes ausschliesslich mit Stumpfgleisen gibt es nicht. Er könnte aber z.B. durch die Rückseite eines grösseren Hauses (Hotel?) auf der rechten Seite teilweise gegeben werden.

#116 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 28.12.2008 06:31

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Moin Moin Mark,

... na das ist ja mal was, erstaunlich was es so alles gab ...

Deine Endstation sieht dank der schlanken Weichen sehr elegant aus - und ein uriges Rangierkonzept ist es auch.
Alternativ würden auch die schlanken Tilligweichen oder Wellerbausätze statt der Rocoweichen gehen.

In Deutschland gabs sowas eher nicht soweit ich weiß, zumindest nicht offiziell. In Eslarn wurde ähnlich (inoffiziell) umgesetzt.
Links zu Bildberichten gibt es in den Linktipps von mir unter Bahnanlagen.

Zu Deiner Vorbildbahn habe eine Seite gefunden die wirklich nette Szenen zeigt, wenn auch leider nicht von Champéry.
Hier hab ich auch noch was gefunden.

Wenn ich denn die richtige Bahn erwischt habe?
Wenn also - dann war die Bahn eine elektrifizierte Schmalspurbahn. Eigentlich wäre es dann fast noch schöner das mit den entsprechenden Fahrzeugen in H0m nachzugestalten.

Ich frage mich nur wie sich das "Gravitationsrangieren" (nannte man das in Deutschland nicht auch "russen" ?!) denn tatsächlich im Modell ausnimmt. Ähnliches gilt ja auch für Ablaufberge an Rangierbahnhöfen im Modell. Ist ja nicht unproblematisch das Ganze ...

Da bräuchte es erst einmal eine Vorrichtung um das Festbremsen der Wagen zu simulieren, dann müßen die verwendeten Wagen auch alle ein ähnlich gutes Rollvermögen an den Tag legen. Weder zu weit noch zu kurz, das muß gut austariert werden ...

Da bedarf es mancher Bastelei und Einstellerei. Aber wenn, dann könnte das für den Liebhaber der Schweizer Bahnen ein nettes Rangierspielchen werden. Überladen ist die kleine Anlage auch nicht, da kann man sich sehr im Detail austoben. Irgendwie müßte aber der Hintergrund noch mit etwas gefüllt werden, damit das Auge nicht so in´s Loch fällt.

Freilich - mir persönlich würde das normale Rangiergeschäft mit dem Umsetzen per Lok am Wagen dann doch auf die Dauer fehlen.

#117 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von markstutz 28.12.2008 11:03

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Du hast das richtig aufgespürt. Der Bahnhof Champéry ist (auch heute noch, einfach an anderer Stelle im Dorf) Endbahnhof der AOMC (Aigle-Ollon-Monthey-Champéry). Das Vorbild ist eine Meterspur-Schmalspurbahn. Eine ganz ähnliche Idee ist - wie oben bereits erwähnt - meine Ferienidee vom letzten Sommer, als ich mit meiner Freundin im Schweizer Jura unterwegs war (dort fährt die Chemin du fer du Jura, CJ - die ist auf 1000 und 1435 mm unterwegs):



Dort schlug ich folgende Technik für das Rangiermanöver vor:

Zitat
Für die Wagenbremse am Güterschuppen habe ich mir folgende Lösung überlegt: ein langsam stellender Weichenmotor (z.B. Fulgurex) oder ein Servo schiebt einen Plexiglaskeil nach oben, der eine Achse des Wagens blockiert. Alsdann kann der Triebwagen abkuppeln und der Wagen bleibt stehen.



Die Bremse des abrollenden Wagens (wenn der Bremskeil wieder nach unten gezogen wurde) funktioniert mittels eingelöteter Messingstreifen in den Rillenschienen; die Radreifen werden zwischen Schienenkopf und Ms-Streifen eingeklemmt. Den Winkel des Schuppengleises muss natürlich so angepasst werden, dass die Wagen nur langsam abrollen und nicht durch die Bremse entgleisen!




Voraussetzung für ein erfolgreiches Rangieren sind natürlich sehr gut laufende Fahrzeuge und ein umfangreiches Testprogramm, bevor man die Neigung des Rangiergleises festlegt. Beim Vorbild waren es übrigens etwa 30 Promille Gefälle (1:33).

Natürlich wäre die Idee in H0m noch etwas kleiner darzustellen, im genannten Buch "Minimax Anlagen" bringt HFy den ganzen Bahnhof inkl. Fiddle Yard (als Drehscheibe gebaut) auf 1.5 x 0.4 Meter unter. Ich wollte das einfach einmal auf Normalspur umdenken - für eine kleine Rangieranlage mit wenigen Fahrzeugen eine Idee, die ins Regal (und damit in die Beitragsreihe) passt.

#118 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 08.01.2009 02:46

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Zu später Stunde möchte ich euch im Spur Null Forum folgenden Thread zur Beachtung ans Herz legen, den ich schon seit einigen Tagen verfolge und den ich hochinteressant finde:

Es geht um eine kleine Rangieranlage für den Güterverkehr auf 5,4 x 0,6m. Sogar ein Culemeyerverlad ist angedacht, den man funktionstüchtig machen kann. In Spur Null sicher einfacher als in H0.

Aber die Idee gefällt mir sehr, für H0 umgeplant wäre das eine kleine schöne Anlage (ca. 2,7 x 0,3m) die man wunderbar bespielen und ausgestalten kann. Sogar ein ganz klein wenig Personenverkehr liesse sich evtl. einplanen - sozusagen ein Restverkehr (Köf III plus Donnerbüchse zB.) wie er in den sechziger und siebziger Jahren vielerorts auf den absterbenden Nebenbahnen zu beobachten war.

Meine kleine Anlage im Keller

Gedacht als Ideenvorgabe und Inspiration sowie als Ergänzung der Pläne von Mark und mir zum Thema kleine Rangieranlage.

#119 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von E41 forever 10.01.2009 13:44

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So jetzt erstmal meine Idee (schnell geplant ohne nachzudenken:dumm zu diesem Thema. Der Bahnhof ist 2,5 mal 0,5m groß. Geplant habe ich mit RocoLine o. B. und 15°-Weichen
Die Strecke kommt von links unten und führt zwischen einem Anschliesser (oben) und der Ladestraße (unten) in den Bahnhof. Vom Hauptgleis zweigt das Güterschuppengleis ab, dass an einer kombinierten Kopf- und Seitenrampe endet. In entgegengesetzer Richtung zweigt noch das Gleis zum Anschliesser ab. Am Ende des Gleises liegt der Bahnsteig mit derzeit 70cm Nutzlänge. Zum Umfahren muss die Lok den Zug zuerst ins Haupt- oder Umfahrgleis zurückdrücken. (Danke für die Idee tom tofte:danke Diese haben jeweils ca. 90cm Nutzlänge. Vom Umfahrgleis zweigt über eine EKW das Lokschuppengleis mit Kleinbekohlung und Wasserkran sowie die Ladestraße ab. Die Gewächse im Vordergrund solten nicht allzu hoch sein, eher Büsche.
Der Bahnhof ist der Endbahnhof einer kurzen Stichstrecke. Zwischen Ausgangs- und Endbahnhof liegt vielleicht noch ein Haltepunkt, allerhöchstens eine Haltestelle. Im Personenverkehr wird die Strecke mit kurzen Dampf- (Gtl 4/4, T3,...) oder Dieselloks (V20, V36, V60,...) bedient. Oftmals kommt aber auch ein Schienenbus (eher ein VT95) zum Einsatz, beim PmG ein VT98. Im Güterverkehr hat schon der Diesel ziemlich den Verkehr übernommen, für den Ng könnte ich mir eine Lenz V36 gut vorstellen, wegen des Rangierens mit automatischer Kupplung.
Wenn jetzt der Ng im Bahnhof ankommt, der Bahnsteig aber schon von der vorher eingefahrenen (und noch nicht umgesetzten) Personenzuggarnitur belegt ist, läuft das Ganze so ab: der Güterzug fährt auf's Umfahrgleis, woraufhin der Personenzug ins Hauptgleis zurückgedrückt wird. Nun kann der Güterzug an den Bahnsteig vorziehen und dann komplett an die Ladestraße fahren. Der Personenzug kann jetzt umsetzen und bald abfahren. Bis zur Personenzugabfahrt bleibt der Güterzug gefangen. Man kann aber schon mal die Wagen für die Ladestraße abhängen (vorrausgesetzt, die sind am Zugschluss). Nach der Abfahrt des Personenzuges kann der Güterzug wieder auf's Umfahrgleis zurückkehren und beginnen zu rangieren. Wie das geht, kann sich jetzt jeder selbst überlegen!

So, und nun zerreist meinen Plan in der Luft

Edith: Betriebsabläufe und Fahrzeugeinsatz hinzugefügt

[ Editiert von E41 forever am 10.01.09 14:30 ]

#120 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von cauchy 10.01.2009 13:48

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Sehr schick!

Allerdings glaube ich kaum, daß die Ladestraße real so angebunden wäre ... eher von der Seite der Strecke, da man so immer nur mit bis zu zwei Wagen (Pi mal Daumen nach deiner Zeichnung mit bloßem Auge bei Gegenwind) vom Hauptgleis da reindrücken könnte.

Anders liegt das Ganze, wenn der Bahnhof mal ein Durchgangsbahnhof war. Dann hätte man ja "früher" die weiterführende Strecke gehabt, um in das Ladestrassengleis zu rangieren.

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