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#41 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von hazus 02.08.2008 02:18

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Also mein Ärger über Gleisvariationen hält sich in Grenzen, im Gegenteil, oft sind es Kleinigkeiten, die einen Plan für einen persönlich erst so richtig interessant machen. Also von mir aus können noch zig Variationen folgen.

lg Chris

#42 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 02.08.2008 07:27

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Moin Matthias und Chris,

... na dann bin ich ein wenig beruhigt. Sowohl was die Betriebsabläufe als auch die Gleisplanvarianten anbelangt.

Matthias, lass doch Deine Ideen ruhig mal hier verlauten! Verwerfen kann man das dann immer noch.

Die Betriebsabläufe in meinen Bahnhöfen ähneln sich ja alle ein wenig. Platz, Thematik, eigene Vorlieben bringen das mit sich. Auch das mir im Gegensatz zu früher, der Rangierbetrieb und dabei der Güterverkehr immer wichtiger geworden sind und ich versuche soviel wie möglich glaubhaft (oder unkonventionell) auf einer eher kleineren Anlage unterzubringen.

Gerade auf der Nebenbahn sind die Personenzugfahrten je eher statisch. Überspitzt gesagt: Zug fährt ein, Lok setzt um, Zug fährt ab. Und das dann mehrmals am Tage. Ohne Güterverkehr würde da schnell tödliche langeweile aufkommen. Dazu braucht es Ladestellen, Gleisanschlüsse, Verkehrsbedürfnisse. Hat man wenig Platz muß man sich was einfallen lassen, auch um abwechslung zu kreieren. Zum Beispiel Markttage die früher oft ein stark erhöhtes Fracht- und Reiseaufkommen verursachten. Kurswagen, Pendlerzüge die nur an bestimmten Tagen verkehren, Busersatzverkehr , ansetzbare kleine "Industriefiddleyards" und dergleichen mehr. Last but not least sei auch noch an die Sicherungstechnik gedacht, die die Betriebsabläufe begleitet und interessant machen kann (Fahrstrassen, Signal-, und Weichenabhängigkeiten, Gleissperren, Schranken usw.).

Aber es bleibt letztlich nur eine Station die ich nachbilden kann und die ist zudem eben räumlich stark limitiert. Betrieb wie im Hamburger Hbf. und das auf drei Gleisen bleibt ein ewiger Wunschtraum ...

#43 Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 13.08.2008 08:55

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Drei weitere Pläne aus der "Restekiste"

Ja in der Tat, denn diese drei Pläne gefielen mir nach der Fertigstellung nicht mehr so besonders, bzw. fand ich die Gleisplanidee für mich nicht mehr so überzeugend wie anfangs. Es ist doch eben immer gut ein oder ein paar mehr Nächte darüber zuschlafen.
Aber was mir für meine eigenen Zwecke nicht mehr so gefällt, muß euch ja noch lange nicht mißfallen. So habe ich also diese drei Pläne für euch gescannt und aufbereitet. Wobei ich zu den letzten beiden Plänen deutlich sagen muß, das diese auf dem Hafenmodulen in Spur Null von einem gewissen "Halunke" aus den Spur Null Forum basieren. Diesen Plan hatte ich vor einiger Zeit hier in Rahmen dieses Threads schon mal gelinkt. Aber ich habe diese Idee eben nicht nur verlinkt sondern auch "verwurstet" weil sie mir so gut gefiel.

Zunächst aber erstmal zu einer (wahrscheinlich?) letzten Variante meines End-, bzw. Durchgangsbahnhofes aus den oberen Beiträgen. Diesmal hatte ich mir gedacht einen Durchgangsbahnhof zu planen der an einer der zahlreichen privaten Kleinbahnen in Baden- Württemberg liegt und zB. von der WEG oder SWEG betrieben werden könnte. Zeitlich könnte man diesen Plan auch in den siebziger oder achtziger Jahren spielen lassen (sofern man mag), weil die Privatbahnen in Baden- Württemberg bis dahin doch noch recht rege waren.


Bf. Künzelshausen - Bild anklicken für die große Darstellung mit genaueren Angaben.

Der Gleisverlauf ist dem der früheren Pläne, die ich hier zeigte, wieder ähnlich. Diesmal aber ist es nur eine eigentlich kleine Unterwegsstation die ich geplant habe. Gedachterweise führte die Strecke früher einmal weiter, wurde aber irgendwann aus irgendwelchen Gründen stillgelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte in Künzelshausen das untere Umfahrgleis so wie in meinem Plan noch nicht. Es gab nur eine Weichenverbindung zum Sägewerk von der das Rampengleis abzweigte.

Bedingt durch die Tatsache das Künzelshausen nun Endpunkt geworden war, brauchte man aber noch eine Umsetzmöglichkeit für die Triebwagen im Personenverkehr, die häufiger auch mal Beiwagen mit sich führen. Dies und die Tatsache das es sich um eine private Kleinbahn handelt erklärt auch die Verwendung einer Doppelweiche im Einfahrtsbereich des Bahnhofes. Was sonst eher unüblich ist. Eine passende Doppelweiche (es ist keine symetrische Dww!) gibt es von Weller, Peco und Roco.

So entstand die gezeigte Situation. Ein Bw gibt es nicht, höchstens einen Wasserkran für die Dampflok die im Güterverkehr noch gelegentlich hier auftaucht. In verlängerung des ehemaligen Streckengleises hat sich ein weiterer Gleisanschliesser erhalten der noch bedient werden muß, vielleicht ein Steinbruch, Schotterwerk oder Kiesverladung oder was auch immer. Hauptsache auch hier wieder (wie in den anderen Plänen) der Güterverkehr, mit möglichst vielen Ladestellen. Also: Sägewerk (oder Holzlager), Landhandel, Ladestraße, Güterschuppen (an das kleine Eg angebaut), Kopf- und Seitenrampe und der Anschluß in verlängerung der Strecke.



Der zweite Plan wie gesagt, entstand aus der Idee von "Halunke" im Spur Null Forum. Erst wollte ich nur mal sehen auf wieviel Länge und Breite ich in Spur H0 kommen würde. Halbiert man die Maße aus dem Spur Null Plan sollten es 2m mal 0,3m sein. Ich habe dann doch noch 60 cm in der Länge hinzugeben müßen bis es mir stimmig erschien.


Bf. Petershavn - Bild anklicken für die große Darstellung mit genaueren Angaben.

Dabei habe ich versucht etwas mehr an Ladegleisen unterzubringen. So hat der Getreidespeicher auf der Rückseite ein eigenes Gleis erhalten wo Wagen be-, und entladen werden können. Das darüber liegenden Gleis ist das Hauptverkehrsgleis, bzw. die Ausfahrt zur "weiten Welt". Das ganz hinten rechts liegende Gleis zu den Fabriken bzw. dem Landhandel ist bei mir etwas länger geworden und dient nun insgesamt drei Anschliessern. Rechts unten am Umsetzstutzen liegt ein kleiner Kohleschuppen und ein Wasserkran, damit die Dampflok hier mit dem nötigsten beschickt werden kann.

Was ich nicht geschafft habe, ist das Hafenbecken mit der Wasserfläche so breit zu gestalten das man dort ein Schiffsmodell platzieren könnte. Beim "Halunken" sah es in seinem Plan doch soooo schön aus. Ich hab´s nicht hinbekommen. Wer das will muß die Anlage anders planen oder breiter machen oder ein seperates Ansatzbrett bauen das bei Bedarf angebaut wird, wenn einem nach "Schiff" zumute ist. Wenn man den grossen Plan betrachtet fällt einem sicherlich auch irgendwann ein kleines Eg auf, eher ein Wartehäuschen. Denn man könnte durchaus kurze Personenzüge bzw. Triebwagen hierher verkehren lassen. "Halunke" hatte in seinem Hafenthread im Spur Null Forum ja auch vom Bahnhof Orth auf Fehmarn gesprochen. Eine kleine Station die vornehmlich dem Güterverkehr diente, an der aber auch jahrzehnte lang Personenzüge begannen und endeten.

Einen Lokschuppen gab es dort nicht, die Züge die Abends hier zuletzt endeten fuhren anschliessend nach Burg. Morgens fuhren diese Züge dann leer von Burg nach Orth. Also ein interessantes Vorbild, was man durchaus zur Legitimation eines bescheidenen Personenverkehrs machen kann. In erster Linie allerdings dient das ganze Arrangement dem Rangieren. Ein kleines Ansatzstück reicht schon aus um die Züge die nach Petershavn fahren sollen und von dort kommen neu zusammen zu stellen oder abzustellen. Und wenn man sich mehr Mühe gibt als ich, dann kommt man sicher auch mit weniger Länge aus als ich.

Wen das als Thema interessiert und wer mehr wissen will zu Fehmarn, Orth und ähnlichem mehr der ist mit folgenden Seiten gut bedient:
http://www.kuestenbahn.de/
http://www.inselbahn.de/
http://www.fehmarnbahn.privat.t-online.de/

Zuletzt dann noch meine Variante des obigen Planes. Der war eigentlich fur H0 Regelspur gedacht, jedoch, quasi im Nachhinein, kann man den, so wie er nun geplant wurde, fast besser als Schmalspurbahn bauen. Den Weichenwinkel kann man dann natürlich anpassen. Mein Gedanke war bei diesem Plan, den Personenzügen die hier endeten einen bessere Umsetzmöglichkeit zu verschaffen. Denn bei nur zwei Gleisen muß man fast davon ausgehen, dass eines zumindest (jenes am Hafenkai) mit Güterwagen blockiert ist die be- oder entladen werden. So habe ich mir gedacht eine weitere Umfahrungsmöglichkeit zu schaffen. Allerdings ohne mehr an Platz zu benötigen. Die Personenzüge sollen ja nur kurz sein (Triebwagen mit Beiwagen zB. oder eine Lok mit zwei oder drei zweiachsigen Personenwagen), darum reichen 52 cm Umfahrgleislänge auch aus. Ein kleiner "Güterschuppen" dient zum Sammeln des Stückgutes, da der Bedarf aber nicht so groß ist, reicht ein kleiner Schuppen. Das Ganze soll denn auch durchaus eher (gewollt) behelfsmässig aussehen. Auf Lokbehandlungsanlagen wie im obigen Plan habe ich verzichtet. Die liegen angenommener Weise ausserhalb ...


Bf. Finkenwarder - Bild anklicken für die große Darstellung mit genaueren Angaben.

Soweit so gut - nur gefiel mir der Plan letzlich dann nicht mehr so gut, weil er mir zu voll und zu überladen mit Gleisen war. Wie gesagt, in Schmalspur dürfte das wesentlich besser wirken. Eine ganz andere Frage wäre die wie man die Weichen in den Straßenbelag einlassen kann, denn diese sollen natürlich am besten eingeplastert sein. Das dürfte sicherlich Fummelarbeit werden, aber toll würde das dann eben auch aussehen, wenn man das dann betriebssicher geschafft hätte Diese zwei Hafenbahnhöfe siedelt man übrigens wohl sinnvollerweise am besten in der Blütezeit der Eisenbahnen an, also zwischen 1870 und 1960 etwa, als noch die meisten Güter per Bahn transportiert wurden und der leidige Strassenverkehr nicht alles "gefreessen und verpestet oder vollgestellt" hatte.

Das waren also die Drei von der Tankstelle aus der Restekiste. Vielleicht gefallen sie euch oder bieten Grund zu eigenen Planungsgedanken. Und bei der Gelegenheit auch noch ein Danke an den "Halunken" der seine Gleisplanidee ins Forum stellte so dass sie mir dort begegnete. Wer selber noch Gleisplanideen für Lang und Schmal hat, die hierher passen, hat ja vielleicht Lust sie auch hier in diesem Thread zu zeigen. Mich würde es freuen ...

#44 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Borschdl 13.08.2008 21:06

Hallo Onkel Tom,
mach bitte weiter mit Deinen Gleisplanentwürfen. Ich hab im Korridor ein IKEA-Regal stehen, das mit Gleisen bestückt werden möchte und da sind Deine Entwürfe richtig g**l.
Ich "muß" das aber in H0m machen, weil ich viel Tilligschmalspurfahrzeuge habe. Bitte nicht aufhören mit "Lang und Schmal", für mich sind Deine Entwürfe DIE Modellbahn schlechthin...

Grüße aus Mittweida/Sa.

Torsten

#45 Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 23.08.2008 15:42

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Noch mal - aber optimiert: Bf. Orthensen- Stadt

Vorwarnung:
Ich hatte ja vor kurzem schon mein Orthensen- Stadt hier gezeigt, aber nun den Plan nochmal überarbeitet. Und wenn es interessiert, darf man sich dann gerne den folgenden neuen Plan samt Text zu Gemüte führen. Hier noch der Hinweis auf den "alten" Bahnhof Orthensen- Stadt, bzw. den Beitrag dazu. Viel hat sich nicht geändert, aber Kleinigkeiten sind zuweilen nicht unerheblich, besonders wenn es darum geht einen Plan sattelfest zu machen. Interessant ist hier vielleicht der Zusammenhang mit den weiteren Anlagenteilen. Der Interessierte darf also gern vergleichen. Wem meine Pläne schon zu den Ohren und Augen heraushängen, besser wieder wegklicken.

Wenn ich mich denn derzeit festlegen sollte und mich auf ein Thema konzentrieren müßte, so wäre mein Favorit ein Bahnhof einer niedersächsischen Privatbahn (in Regelspur) in den fünfziger Jahren. Zwar habe ich auch ein große Faible für die bayrisch- fränkische Lokalbahnromantik und gerate dadurch immer wieder ins Grübeln, wie Ihr in vielen Plänen von mir sehen könnt. Doch liegt die Tendenz in letzter Zeit doch eher bei den Privatbahnen in Niedersachsen. Das liegt zum einen an dem Baustil der Häuser und Bahnbauten die mich sehr anmacht. Zum anderen liegt es an der Vielfalt die früher mal auf den Strecken des Niedersächsischen Landes Eisenbahn Amtes (NLEA) herrschte. Und die Klein- und Privatbahnen hatten ja früher wirklich etwas sehr Kleinbahniges und waren auch sehr schön anzuschauen (wenn ich mir so die Bilder und Fotos in den diversen Büchern zu Gemüte führe). Zudem gibt eine Privatbahn genügend Gründe her für kurze Züge, kleine Loks und trotzdem großen Rangierbetrieb durch viele Ladestellen für den Güterverkehr. Und kurze Züge wie auch kleine Loks mag ich eben auch sehr gern. Jedenfalls habe ich mir extra kein Vorbild rausgesucht dem der Bahnhof nachzubauen ist. So kann ich versuchen ein stimmiges Ganzes mit all dem was mir gefällt draus zu machen.

Über die Gegend bin ich mir noch nicht ganz genau im klaren. So ganz flach sollte die Landschaft drumherum nicht sein um die Möglichkeit zu haben, Strecken besser verschwinden zu lassen und das Ganze etwas abwechslungsreicher Gestalten zu können. Hänge und Einschnitte lassen sich schön gestalten, selbst auf wenig Raum. Ich tendiere etwas in richtung Weserbergland, auch weil mir der Baustil der Häuser dort gut gefällt. Auch die Option einen kleinen Hafen an den Bahnhof anbinden zu können finde ich ganz schön (evtl. als Alternative zu dem Industrieansatz). Ich muß also mal sehen ob ich dort im Weserbergland oder angrenzend eine Gegend finde die mir zusagt und wo ich meine Bahn ansiedeln könnte.


Bf. Orthensen- Stadt, Bild anklicken für die große Darstellung mit genaueren Angaben und den ganzen schönen Zeichnungsdetails.

Ob mein Privatbahnhof Teil einer eher kleinen Gesellschaft mit einer nur kurzen Strecke ist oder Teil einer größeren Privatbahn mit einem größeren Streckennetz ist, weiß ich noch nicht genau. Vorteil bei letzterem wäre das man mehrere verschiedene Triebfahrzeuge und Wagen einsetzen kann. Eigentlich sollten aber zwei Loks (Dampf und oder Diesel) sowie ein Triebwagen, evtl. aus DB Beständen (der über Normalkupplungen verfügen soll um auch mal einen oder zwei Beiwagen oder Güterwagen mitnehmen zu können) ausreichen. Gedacht ist vor allem an kleine Tfz, mit nicht mehr als drei oder vier Achsen (T3, T9.1, Elna, Köf, V20, V36, usw.). Der gelegentlicher Einsatz von Leihloks (und Personenwagen) der DB ist freilich nicht ganz auszuschliessen. Der Hauptzweck der Bahn besteht vor allem darin die Industrie- und Gewerbebetriebe in Orthensen an die weite Welt anzubinden. Nebenbei wird auch der Bevölkerung ein Personenverkehr zum DB Anschlußbahnhof geboten. Allerdings ist der Personenverkehr nun nicht so stark, als das es lange Züge geben müßte. Drei bis vier Personenwagen reichen bei Lokbespannten Zügen gut aus. 6 bis 8 Zugpaare im Personenverkehr sollten möglich sein, ermöglicht auch vor allem durch den kostensparenden Einsatz des Triebwagens.

Im Güterverkehr kann es neben den geplanten zwei Güterzugpaaren am Werktagen und einem evtl. GmP zur Mittagszeit auch mal in Spitzenzeiten zu Bedarfsgüterzügen kommen, zB. wenn Markttag ist, zur Rübensaison, Erntezeit oder wenn die Anschliesser besonders gute Konjunktur haben. Bei diesen Anschliessern habe ich mich auch noch nicht festgelegt soweit sie sich auf dem Industrieansatz befinden, der nicht landschaftlich ausgestaltet wird (Es könnte sich also auch um einen kleinen Hafen handeln - siehe oben). Dort können drei Anschlüße bedient werden, und diese könnten durchaus auch mal wechseln, wenn man mal neue Wagen einsetzen möchte. Wichtig war mir bei der Planung auch der Gedanke die Wagen rangieren zu können und nicht einfach auf einer Schiebebühne abstellen zu müssen (wäre sonst eine Alternative). Man muß also überlegen wie rum die Lok die Wagen zum Anschluß fährt und in welcher Reihenfolge die Wagen rangiert und zugestellt werden sollen. Im Bahnhofsbereich direkt befinden sich ebenfalls zwei Gleisanschlüße. Ein Landhandel (gehört für mich einfach dazu) und ein Kohlen- bzw. Brennstoffhandel (siehe dazu auch diesen Link). Zum Landhandel norddeutscher Prägung findet sich unten ein schönes Beispielbild. Ferner finden sich dort wie üblich die notwendigen Güteranlagen wie Ladestraße, Kopframpe, Güterschuppen mit angeschlossener Seitenrampe. Ferner ist daran gedacht auf dem Fiddleyard ein Gleis für Güterwagen vorzusehen welches die Gütergleise des nächsten Unterwegsbfs. von Orthensen- Stadt aus darstellen soll, denn das Ladegleis im dortigen Bf. kann (gedachter Weise) nur von Orthensen- Stadt aus bedient werden (es könnte sich aber auch um einen weiteren Gleisanschluß handeln). Zum Betriebsablauf in diesem Bahnhof habe ich weiter oben ja schon was "allgemeingültiges" geschrieben (wenn auch für einen anderen Bahnhof). Zum Fahrplanbetieb siehe weiter unten meinen Beitrag.


Dies Bild stammt von Dennis Mellerowitz aus einem Hifo Beitrag über Bauten der Eckernförder Kleinbahn, er hat es mir für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Danke! Es zeigt das Landhandelslager in Söby. So ähnlich, nur etwas größer bzw. länger, könnte also der Landhandel in Orthensen- Stadt aussehen.

Ebenfalls ein Muß für mich ist der Lokschuppen. Eingleisig aber zweiständig bietet er Platz für zwei kurze Lokomotiven. Die Lage des Lokschuppens direkt gegenüber vom Eg habe ich aus dem Bahnhof Ankum "geklaut", auch weil ich diese Anordnung immer wieder sehr reizvoll finde. Dieser Bahnhof war - wenn man so will - auch Ausgangspunkt der Planungen. Die Ankum Bersenbrücker Eisenbahn ist nicht unverantwortlich für meine zunehmende "Niedersachsentendenz". Damit zumindest hat es mal angefangen. Auch das Eg könnte ich mir gut als Bahnhofsgebäude vorstellen, vielleicht etwas abgewandelt. Wer will kann sich den Bahnhof Ankum auf meiner Seite mal anschauen. Einfach nur beim Menüpunkt Ankum reinklicken. Dort finden sich Bilder und Gleispläne und weitere Links.

Das Gleismaterial mit dem ich diesen Bahnhof geplant habe, besteht wieder aus Tillig Elite Weichen und aus einer Kreuzung von Weller. Alternativ möglich wäre noch Peco Code 75 mit den langen Weichen, die man aber nur bis auf 10 Grad herunterkürzen kann. Bei den übrigen Weichen auf dem Fiddelyard und dem Industrieansatz tendiere ich zu Rocoline mit 15° Weichen. Aber auch das ist noch nicht gänzlich festgelegt. Wenn aber die Indstrieanschlußgleise auf dem Regalboden einfach aus Stückelgleisen zusammengesteckt werden sollten, wäre Roco- Line mit Bettung eine Wahl. Baut man Extrasegmente wäre das was anderes. Kompatibel wären die Gleise von Roco und Tillig ja durchaus. Wichtig ist aber, dass mit den langen 12° Weichen von Tillig bei mir Weichen mit Abzweigwinkeln zwischen ca. 9° bis 12° entstehen. Gerne hätte ich auch 7° Weichen von Weller oder Tillig verwendet, aber das hätte den Platz gesprengt den ich habe. Ältere Planungen mit diesen Weichen gab es von mir ja schon. So scheinen mir die 12° Weichen ein guter Kompromiss zu sein. Zumal sie auch besser mit den ausserhalb des Bahnhofes möglichen Radien des Streckengleises harmonieren.

Grundsätzlich soll nur der Bahnhof selber (also die 2,60m langen zwei Segmente) stationär aufgebaut sein, alles andere muß abbaubar sein und gut verstaubar bei Nichtbetrieb. Denn ich muß in dem Raum auch noch Wohnen können in dem die Eisenbahn dann ihr Unwesen treiben darf. So soll der Bahnhof Orthensen- Stadt auch ein bißchen die Wirkung eins schönen Schaustücks bekommen. Stelle ich mir zumindest so vor. So habe ich mich schon bei der Planung in die Anlagenecke mit Lokschuppen und dem Kleingarten, Bahnübergang, den Wohnhäusern auf der anderen Straßenseite und dem dahinterliegendem Eg regelrecht verguckt.

Die Weiterführung der Strecke nach rechts aus dem Bahnhof hinaus erfolgt in einem Radius von 70cm, später 50cm und in einem Halbkreis zu dem oben schon kurz angesprochenem Fiddelyard. Der Zwischenraum von Fiddelyard und Bahnhofssegment beträgt dann ca. 80 bis 90 cm, so dass man sich gut bewegen kann. Ganz ähnlich so wie in diesem Beitrag von mir weiter oben. Viel Strecke ist also nicht möglich. Aber damit muß ich eben leben. Und deswegen auch der Gedanke möglichst viel auf den Rangierbetrieb zu setzen. Siehe auch meinen Beitrag hier. Und der Staubschutz? Ich dachte da evtl. an Plexiglas, dass man an der Vorderfront der Bahnhofssegmente anbringt und von oben abdeckt. Damit man auch bei Nichtbetrieb was sehen kann. Aber da lasse ich mich gern von den Praktikern unter euch etwas sagen, denn ausgegoren ist das noch nicht.

Nachtrag:
Und was hat er nu geändert?
Der Gsch ist kleiner geworden, das Eg größer. Der Lsch ist ebenfalls verkleinert worden, er war mir zu lang in Relation zum Bahnhof. Dafür ist der Kleingarten dort etwas größer geworden (ich denke das wird ein schönes Motiv sein können). Das Umfahrgleis hat durch kleine veränderungen eine 10cm größere Umfahrgleislänge. Der Gleisbogen im Bahnhof ist etwas geringer geworden, sodaß keine Weiche mehr gebogen werden muß (zur Ibw - siehe alten Plan). Dadurch hat der Kohlenhändler ein bißchen mehr Platz bekommen. Das wären die auffälligsten Veränderungen. Zum Vergleich siehe auch die Grafik unten, in der sich alter (oben) und neuer (unten) Bahnhof gegenüberstehen.



Soweit mein verbessertes Point to Point Anlagenkonzept. Es gibt sicher noch einiges was man verbessern könnte oder wo ich Fehler gemacht habe und so würde ich mich freuen wenn Ihr Fragen und Anmerkungen dazu stellt und oder Vorschläge macht wie man es evtl. noch besser machen kann. Wichtig ist nur das die Fläche sich nicht ändern kann. Mehr als 2,60m mal 0,35m sind für den stationären Teil eben nicht drin. Und der Bahnhof sollte auch nicht über die zwei Segmente hinaus reichen um auch mal nur mit dem Bahnhof allein etwas spielen zu können.

Und an alle gelangweilten unter euch: das war denn auch der letzte Plan einer Variante von schon gezeigten Plänen in diesem Thread von mir. Versprochen

[ Editiert von tom tofte am 25.08.08 17:00 ]

#46 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 27.08.2008 18:58

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Eine Ergänzung zu Orthensen- Stadt:

Diese bezieht sich in erster Linie auf die Streckenfortführung die dann ja mangels Platz recht schnell nach einer 90 Grad oder 180 Grad Kurve (ich bin da noch nicht ganz sicher) nach rechts hinaus in einem Abstellbahnhof endet.

Normalerweise (und in meinem großen Gleisplan auch so beschrieben) wird dies ein offen liegender Abstellbahnhof sein, auch Fiddelyard genannt. Diese zeichnen sich meist durch einige Gleise möglichst gleichgroßer Nutzlänge aus, auf denen die Züge die für den Betrieb nötig sind, gespeichert und evtl. von Hand Wagen oder Loks ausgetauscht werden. Der eine mag es lieber mit Weichen, der andere baut eine Schiebebühne zum Lokwechsel ein oder macht es sogar nur mittels einer großen Schiebebühne die so lang ist wie der längste eingesetzte Zug.

Bei mir müßte dieser Abstellbahnhof relativ klein ausfallen, es soll ja leicht aufbaubar und abbaubar sein und nicht zuviel Fläche wegnehmen. Da passen dann vielleicht 5 Gleise nebeneinander bei 30 bis max. 35cm tiefe drauf. Die Länge sollte 2,30 m nicht überschreiten, auf zwei Teilstücken aufgebaut.

Nun dachte ich mir, dass es doch ganz nett sein würde auf diesem Abstellbahnhof nicht nur einfach Zugabstellgleise zu installieren, auf denen die Züge gespeichert und neu zusammengesetzt werden können. Sondern die Funktion zu erweitern, indem ich dem Abstellbahnhof die Form eines Bahnhofsgleisplan verpasse - natürlich nur angenähert und nur mit den nötigsten Gleisen. Dieser Abstellbahnhof würde nicht landschaftlich ausgestaltet, die Weichen wären die für einen sicheren Betriebsablauf vertrettbar steilsten (bei mir 15 Grad, Roco oder Tillig).

Hintergedanke wäre folgender:
Anstatt einfach nur die Züge nach beendigung ihrer Fahrt abzustellen und gegebenenfalls neu zusammenzustellen (per Hand), könnte man nun teilweise zumindest auch richtige Rangiermanöver mit den Loks und Wagen in diesem Abstellbahnhof betreiben, vorausgesetzt man belegt die Gleise im Abstellbahnhof zusätzlich mit Funktionen. Ich habe das als Beispiel mal unten in der Grafik darzustellen versucht:



Das sieht nun aus wie ein Bahnhof und kann als solcher betrieben werden. Ebenso aber können Wagen und Züge oder nur Loks per Hand ausgetauscht werden, oder neu zusammengestellt werden. Je nachdem wie es der Fahrplan oder die betrieblichen Erfordernisse mit sich bringen.

Beispiel anhand von meinem Bf. Orthensen- Stadt:

Zur besseren Übersicht und um es vielleicht noch etwas klarer zu machen hier eine Prinzipskizze welche Betriebsstationen auf meinem Abstallbahnhof (oder "Fiddelyard") vereint werden sollen:



Morgens kommt der Güterzug von dem Anschlußbahnhof (von meinem "Fiddelyard") nach Orthensen- Stadt. Hier rangiert die Lok die Wagen zu den Kunden hin. Es bleibt aber ein Wagen übrig, der zur nächstgelegenen Station Polle gebracht werden muß. Das dortige Ladegleis ist nur einseitig angebunden. Dieses Ladegleis in Polle kann nur von Orthensen- Stadt aus bedient werden. So macht sich die Lok auf den Weg und kommt wieder zu meinem "Fiddelyard", auf dem sich ein Gleis befindet das dieses Ladegleis in Polle darstellen soll. Die Lok stellt den Wagen zu, kuppelt ab und fährt wieder zurück nach Orthensen- Stadt. Sinngemäß wäre es das gleiche würde es sich um einen Gleisanschluß auf freier Strecke handeln.

Abends fährt der Güterzug mit all seinen Wagen wieder zurück zum Anschlußbahnhof und diesmal fungiert mein "Fiddelyard" zunächst mal als Anschlußbahnhof. Der Zug fährt ein, Lok setzt um und rangiert die Wagen dorthin wo sie sollen. Die einen an die Ladestrasse die meisten in das Übergabegleis zur DB. Dann aber ...

... wechselt der Bahnhof quasi seine Aufgabe und wird zum richtigen Fiddelyard, weil die Wagen die zur DB sollen ja irgendwohin (in die weite Welt) verschwinden sollen. Also tritt nun der Fünffingerkran in Aktion und lässt die Wagen verschwinden. Gleichzeitig sollen aber am nächsten Modellbahnmorgen auch neue Güterwagen fürs Spiel bereit stehen. Also wird der Fünffingerkran wieder in Aktion tretten ...

Sollte zB. einmal ein montäglich früh (einmal die Woche) verkehrender Personenzug für die Pendler (der aus 4 Donnerbüchsen der DB besteht und evtl. aus einer DB Lok) morgens von Orthensen- Stadt aus zum Anschlußbahnhof fahren und dort angekommen sein, kann er dort nicht nur auf einem der beiden beidseitig angebundenem Gleise abgestellt werden, sondern auch (weil er ja eigentlich weiter auf DB Gleisen zur nächsten größeren Stadt fährt und sonst hier den Platz wegnimmt) vom Fünffingerkran entfernt werden. Gleiches gilt für Sonderzüge und spezielle Güterfuhren, usw. die nur selten verkehren.

Handelt es sich dagegen nur um den normalen morgendlichen Personenzug der Kleinbahn, so tritt der Fünffingerkran nicht in Aktion, weil die Lok die Wagen nur umfahren braucht und der Zug ja bald wieder zurück nach Orthensen-Stadt fährt. Also rangieren wie in einem normalen Bahnhof.

Ich habe mich bemüht zwischen dem klassischen Fiddelyard und meinem "Fiddelyard" (mir ist da noch kein richtiger Begriff für eingefallen) zu unterscheiden. Also der klassischen, normalen Aufgabe eines Fiddelyards und der, die ich meiner Betriebsstelle eben auch noch zuweise. Bahnhof, Ladegleis der Zwischenstation und Fiddelyard in einem. Mal fungiert er als Bahnhof, mal als Fiddelyard wo mit der Hand eingegriffen werden kann. Je nach der Betriebssituation bzw. dem was der Fahrplan erfordert. Und alles nur mit den nackten Gleisen auf dem Holzuntergrund auf relativ wenig Raum. Keine Bauten, keine Landschaft. Damit ich das Ding ganz leicht abbauen und
verstauen kann ...

Ich hoffe das meine Gedanken bzw. Ideen dazu halbwegs verständlich sind. Sonst bitte gern nachfragen oder freundlich schimpfen.

#47 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von steffend2 27.08.2008 19:44

Die Idee hat was.

Allerdings muss ich dir ganz ehrlich sagen. Für meinen Geschmack läuft da zu viel "draußen" ab. aber so als Vorstufe, bis man den Rest mal ausgestaltet hat, finde ich es nicht schlecht.
Auch könnte ich mir so gut vorstellen, dass man zu zweit oder zu dritt spielt.
Oder sogar zu viert. wenn man noch einen zum Dispatcher ernennt,d er sich immer neue Transportaufgaben ausdenkt.

#48 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 27.08.2008 19:54

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Hallo Steffen,

"die Idee hat was" ist schon mal ne ganze Menge

Ich gebe Dir recht - mir wäre es auch lieber das alles könnte ich sozusagen im ausgestalteten Modellbahnraum betreiben und darstellen. Kann ich aber leider nicht. Es ist halt eine etwas verwegene ungewöhnliche Idee bzw. Lösung für Platzbeschränkte. Und natürlich erweitert es die Möglichkeit einen zweiten Mitspieler (oder gar mehr?) zu beteiligen.

Es freut mich das es anscheinend verständlich war was ich meine.

#49 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tuxlover 28.08.2008 11:20

Die Idee gefällt mir auch.

Bei klassischen Fiddelyard baut man ja tlw. auch einfach, um sich Weichen zu sparen und so das ganze etwas günstiger zu gestalten.
Aber ich denke man kann durch diese Zusatzinvestition schon noch einiges an Spielspaß herausholen.

Gruß
Michael

#50 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 28.08.2008 14:39

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Hallo Michael,

ja - Weichen spart man mit meiner Idee sicher nicht.

Ich denke das sich das auch nur bis zu einer gewissen Größe lohnt. Je mehr an Weichen und Gleisen für so ein "Betriebsfiddelyard" benötigt werden (wenn also die betrieblichen Anforderungen steigen) und auch Platz dabei drauf geht, dann kommt schnell der Punkt an dem man sich überlegen sollte evtl. doch lieber beim klassischen Fiddelyard zu bleiben und evtl. lieber ein paar richtig ausgestaltete Segmente dazu zu bauen. Also m.E. wirklich nur etwas für kleinere Anlagen mit Nebenbahnthemen - oder wie Steffen oben meinte als eine vorübergehende Einrichtung bis der "Rest" fertig geworden ist.

Ähnliches gilt auch wenn wirklich nur ganz ganz wenig Platz vorhanden ist. Wenn man nur Raum für zwei, drei Gleise als offenen Abstellbahnhof hat, dann sollte man auch lieber beim klassischen Fiddelyard bleiben, der ist dann, denke ich, ergiebiger ...

#51 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Solwac 28.08.2008 18:10

Ein Fiddleyard mit solchen Rangiermöglichkeiten ist natürlich eine Alternative, wenn man noch eine zweite Betriebsecke möchte. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass ja alle Ausziehfahrten über das Streckengleis gehen müssen. Im Zweipersonenbetrieb braucht man also entweder gute Absprachen oder eine Strecke zwischen dem Fiddleyard und dem Bahnhofsmodulen von etwa 3-4m.

Der Mehraufwand an Weichen bietet einem die Möglichkeit zur Zugbildung ohne die Fahrzeuge mit den Händen anzufassen (Ausnahme Entkuppler). Natürlich kostet das etwas mehr als nur fünf Abstellgleise plus Eingleishilfe.

Matthias

#52 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 28.08.2008 18:21

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Hallo Matthias,

stimmt, das Ausziehen findet in meinem Falle über das Streckengleis statt. Alternativ wäre natürlich auch ein seperates Ausziehgleis für das Betriebsfiddelyard denkbar.

Bei mir dürfte die Länge des Streckengleises so um die zwei, zweieinhalb Meter liegen. Ich denke mal ich könnte die Zeit die für die Rangiermanöver nötig sind und in denen das Streckengleis dann benötigt wird auch im Fahrplan berücksichtigen. Auf der Nebenbahn wird sich schon eine Zeitecke finden lassen.

Zusätzlich gibt es Rangierhaltsignale die dann auch zu einem echten Sinn kommen, auch wenn sie die Länge der Rangierabteilung etwas beschränken mögen (sofern man sie nicht zu weit weg von der Bahnhofseinfahrt aufstellt). Auch Trapetztafeln und/oder Einfahrsignale würden Sinn machen. Im Spiel mit mehreren ist eine Absprache sicher auch nichts schlechtes und fördert die Kommunikation der beteiligten Personen. Allein dagegen tut man sich bei der Absprache einfacher

Ich finde jedenfalls meine Idee - auch durch eure Beiträge - immer besser und Spielfördernder ...

#53 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Solwac 28.08.2008 18:32

Ein extra Ausziehgleis wäre wohl Overkill.

Aber ich finde die Betriebsmöglichkeiten auch sehr spannend, es erinnert mich an einen Gleisplan, den ich mit meinem Vater mit der Gartenbahn bespielt habe. Da gab es ähnliche Möglichkeiten, nur ein Kreis zur Fahrtzeitverlängerung musste noch sein. Aber dafür war es ja auch nur fliegend aufgebaut und mehr Landschaftsgestaltung als ein paar Bahnsteigplatten und eine Brücke gab es nicht.

Matthias

#54 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 28.08.2008 18:45

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Hallo Matthias,

meinte das mit dem Ausziehgleis auch nur generell als eine weitere mögliche Option. Ich werde kein Extra Ausziehgleis bauen für meinen Betriebsbahnhof. Aber bei anderen Anlagensituationen kann das ja durchaus anders aussehen

Übrigens bei der Gelegenheit:
Möchte ich doch schon mal ankündigen, das es zu Orthensen- Stadt demnächst hier noch ein sehr sehr schönes Extraschmankerl zum Anschauen für Euch geben wird. Der genaue Termin steht noch nicht fest - aber vielleicht kann ich den Interesierten hier ja ein wenig den Mund wässrig machen. Genaueres dann, wenn es soweit ist. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt sehr darauf und kann es selber kaum
erwarten ...

#55 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von LBE 29.08.2008 12:35

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Fein, noch ein Extrawürstchen!

Ich denke, dass das Ausziehen über das Streckengleis bei der geplanten Länge des Streckengleises überhaupt gar kein Problem ist, sind doch die Züge nicht so furchtbar lang.

Ich muß hier mal meinen Respekt für deine Planungen bekunden. Deine Beiträge sind nicht nur einfach interessant, sondern auch lesenswert.
Du fragst immer nach Verbesserungsvorschlägen und Korrekturen, da kann ich leider nicht wirklich helfen, mein Wissen was Rangieren und überhaupt ein Betriebskonzept angeht, hat sich gerade durch diesen Beitrag von dir enorm vergrößert.
Also kann ich nur schreiben, was mir persönlich nicht gefällt: die Kreuzung vor dem Kohlenhandel (Bf Orthensen) finde ich optisch unpassend. Ich weiß, das Gesamtmaß steht fest und würde man den Bereich entzerren, fiele die von dir so geliebte Ecke mit dem BÜ usw. weg, die ja auch ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist. Also hat die Kreuzung als Platzersparnis natürlich ihre Berechtigung. Sollte man aber ein paar Zentimeter übrig haben und den Bahnhof doch irgendwo auf dem platten Land in Norddeutschland verorten wo Platz ohne Ende ist (und nicht im Weserbergland), dann würde ich die Kreuzung weglassen. Netter Zusatzeffekt wäre ja auch der Zugewinn an Nutzlänge für die darüberliegenden Gleise, der optisch ja nicht negativ ist.

Das Spiel-Fiddleyard ist nicht von schlechten Eltern, allerdings würde ich das dann doch nicht so lassen können. Und mal ehrlich, wenn man schon so einen zweiten Bahnhof daraufzaubert, dann kann man auch ein ordentliches Modul mit ordentlicher Verpackung machen, welches man fürs Wochenende ab und zu schnell aus dem Keller holen kann und mittels der Übergangsstücke mit der Vitrine verbindet.

Gruß, John der auch deine Website passabel findet.

#56 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 29.08.2008 13:59

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Hallo John,

Danke für Dein Lob

Es ist ja immer so eine Sache mit den Gleisplänen. Mich haben Entwürfe von anderen immer animiert eigene Planungen anzufangen wenn sie mir gut gefielen. Und natürlich ändert man dies und jenes nach eigenem Geschmack ab. Von daher habe ich also überhaupt nix dagegen wenn Du zB. auf die Kreuzung und den Bü verzichten würdest bei Deiner Variante von Orthensen- Stadt.

Wenn Du magst, zeichne doch mal und stell das dann hier ein!

Und zum Fiddelyard: Wer weiß ob ich, wenn der bei mir dann wie geplant so stehen würde, nicht auch noch das Basteln darauf anfangen würde (von wegen Eigendynamik). Gedacht ist daran zwar nicht, aber wer weiß schon immer alles im vorraus ...

#57 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 30.08.2008 04:44

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Ein Fahrplan zur Orthensener Kleinbahn

Tja - ich weiß auch nicht, heute nacht kann ich nicht so "schlöfen" wie es sich gehört. Und da habe ich mir gedacht ich stelle meinen kleinen Bildfahrplan mal hier ein, den ich für Euch gemacht habe. Weil es doch auch dazugehört wie man den Betrieb auf einer solchen Anlage gestalten kann. Hier gehts zum Bahnhofsgleisplan, hier zum Betriebsbahnhof bzw. Fiddelyard und hier zu Betriebssituationen in einem kleinen Kopfbahnhof wie Orthensen- Stadt. Und dazu braucht es einen Beispielfahrplan. Übrigens ist das zwar auch ein kleines "Schmankerl" aber nicht das oben angesprochene bzw. versprochene "Extraschmankerl"!

Der unten folgende Bildfahrplan ist also frei erfunden und sicher auch noch nicht optimiert, dient aber denke ich ganz gut als Beispiel dafür was man auf einer kleinen Kleinbahn so an Betrieb machen könnte. Es gibt natürlich viele, viele (!) Variationen und andersartige Betriebsabläufe die denkbar sind. Aber alle kann ich mit diesem Beispielplan sicher nicht aufzeigen und kommen vielleicht später mal zur Sprache. Und auch das es eigentlich zu viele Züge sind (gerade im Personenverkehr) für eine Kleinbahn ist relativ klar. Andererseits muß man das Vorbild ja nicht immer zum Vorbild nehmen. Verzichtet habe ich bei meinem Fahrplan auf die Sonn- und Samstage. Bei mir findet nur Verkehr am ereignisreicheren Werktagen statt. Ich habe die Abfahrts- und Ankunftszeiten weggelassen. Zum einen war die Grafik zu klein um das dann auch noch ordentlich lesen zu können. Zum anderen denke ich, kann man sich ja anhand des Rasters im 15 Minutentakt selber in etwa ein Bild machen. Auch sind einige Abkürzungen die ich hier verwendet habe vielleicht unüblich gewesen (ob nun bei der DB oder DR oder NE), ich habe mir aber bei meiner Kleinbahn einfach mal die Freiheit genommen ...

Wie ihr unten sehen könnt habe ich den Bildfahrplan horizontal gezeichnet, der besseren übersichtlichkeit wegen. Es sind nur die für die Modellbahn wichtigen Stationen angegeben. Also Orthensen- Stadt, Polle und der Anschlußbahnhof. Zusätzlich ist der Industrieanschluß (im Gleisplan links) extra angegeben, weil er gedachter Weise etwas weiter vom Bahnhof entfernt liegt und so eine Übergabefahrt draus werden kann und somit die Anzahl der Bedienfahrten dorthin hier deutlich werden können.
Ich habe zur kennzeichnung der verschiedenen Zugarten vier Farben verwendet. Rot ist für den Triebwagen, Schwarz für die Dampflok (oder Dieselok), Grün für den DB Pendlerzug und Blau für Bedarfsfahrten im Güterzugdienst. Man kann den Betrieb mit mindestens 3 Tfz durchführen. Eine Dampflok (oder Diesellok) einen Triebwagen (der Beiwagen kuppeln können muß). Ferner der Abwechslung halber, eine DB Gastlok mit einem Pendlerzug der allerdings nur einmal die Woche am Montag und Freitag verkehrt. Man kann aber den Dienst für die zwei hauptsächlich in Schwarz und Rot gekennzeichneten Fahrpläne auch auf mehrere Lokomotiven und Triebwagen aufteilen. Ebenso kann man auch aus Triebwagenfahrten welche mit lokgeführten Zügen machen, wenn einem das zuviel Triebwagen sind die hier herumgurken.

Wichtig ist aber das es einen Triebfahrzeugumlauf geben kann (siehe Umlaufplan). In meinem Bildfahrplan kommt der Triebwagen am Ende des Tages im selben Bahnhof zur Übernachtung an dem er morgens angefangen hat. Bei der Dampflok ist es genauso. Solche Umläufe können über einen Tag gehen, können aber auch über mehrere Tage reichen und so einen größeren Einsatzradius erreichen, benötigen dann aber auch entsprechend viele Fahrzeuge in der Anzahl der Tage die der Umlaufplan lang ist. Nur - nach einer bestimmten Anzahl von Tagen muß sich die Kette schliessen können, das Tfz muß dann wieder dort sein wo es am ersten Tag morgens losgefahren ist. Bei der DB Lok mit dem Pendlerzug ist das z.B. nicht nötig, weil der Zug besucht unsere Strecke ja nur gelegentlich und setzt seine Reise dann wieder auf DB Gleisen fort.

Wenn man für seine Tfz jeweils unterschiedlich gefärbte Linien bei seinem Bildfahrplan verwendet und die Anlage linear bespielt wird (also dem Vorbild angenähert), kann man auf diese Weise quasi nebenbei eine art Umlaufplan bekommen. Bei einer Kleinbahn wie bei mir sicher ein probates Mittel um sich so einen schnellen Überblick zu verschaffen. Man sieht dann zB. wie viele Triebfahrzeuge man mindestens braucht um einen Modellbahntag im Betrieb bewältigen zu können oder wo welche Triebfahrzeuge zu welchem zeitpunkt sich befinden. So ist ein farbiger Bildfahrplan für die Planung des Modellbahnbetriebes eine feine Sache und es lohnt sich, sich in die Materie der Fahrplangestaltung einzuarbeiten ...



Ich habe versucht mir einen halbwegs abwechslungsreichen Fahrplan auszudenken. Geachtet habe ich in meinem Bildfahrplan auch darauf, dass möglichst nur ein Zug auf der Strecke unterwegs ist. Kreuzungsbahnhöfe gibt es also unterwegs bei mir jedenfalls in diesem Beispiel nicht, nur an den Endbahnhöfen sind Kreuzungen von Zügen bedingt möglich:

Es fängt mit dem Pendlerzug an, der nur Montags (im DB Kursbuch hätte früher dann gestanden: "nach Sonntagen") die Wochenendpendler in die Großstadt bringt und weil er direkt dorthin fährt aus DB Material gebildet ist. Ein Lotse fährt auf der Lok evtl. mit, damit auf Kleinbahngleisen auch nichts schief läuft! Der Zug nach Orthensen- Stadt übrigens verkehrt leer dorthin. Dienstags bis Freitags fährt anstatt des DB Zuges der Triebwagen der Kleinbahn (nur etwas zeitversetzt) und der dann nur bis zum Anschlußbahnhof (auch hier die erste Fahrt nach Orthensen-Stadt leer).

Dann geht es weiter mit der kleinbahneigenen Dampflok die den ersten Personenzug übernimmt. So wechseln Triebwagen und Personenzug sich ab. Um 8 Uhr macht sich dann der erste Güterzug des Tages endlich auf den Weg. Eigentlich etwas spät, besser wäre früher (so ab 6 Uhr) aber dann muß man den Lokpark erweitern oder den Fahrplan neu entwerfen. Der Ng (Nahgüterzug) bedient die Unterwegsstationen und ist deswegen auch langsamer als die Reisezüge. So gegen 9 Uhr ist er in Orthensen- Stadt und rangiert hier kräftig. Kurz darauf ist die Übergabe zum Industrieanschluß fällig und später auch die zur Station Polle. Sollten für einen der beiden Ziele (oder gar beide) mal keine Wagen zugestellt werden müßen und/oder abgeholt werden, so entfällt die eingezeichnete Üg (Übergabe) einfach.

So gegen halb Zehn kann bei Bedarf der nächste Güterzug auf die Reise gehen. Je nachdem für welche Kunden und Bahnhöfe Güterwagen dabei sind macht sich der Zug auf die Reise. Ab 13 Uhr kommt dann planmässig ein GmP (Güterzug mit Personenbeförderung) auf die Strecke. Diesem ist ein Personenwagen beigestellt. Man kann also mitfahren - aber obacht, denn diese Reise dauert lang, denn der Fahrplan des GmP ist aufs Rangieren abgestellt.
Gegen 15 Uhr macht sich der nachmittägliche Güterzug schon auf die Reise, um die Wagen die er morgens brachte wieder einzusammeln (sofern die fertig beim Kunden bereitstehen, sonst bleiben die eben noch da stehen). Wieder werden alle Anschlüsse und auch das Ladegleis in Polle wenn nötig abgeklappert (per Üg). Es kann bei viel frequentierten Betrieben auch passieren das der Ng am Nachmittag noch neue Wagen mitbringt. Oder denkt man mal an die Rübensaison wo ständig Güterwagen gebraucht werden und sogar Sonderzüge eingestzt werden müßen.
Am Abend zwischen halb Acht und halb zehn kann sich evtl. bei Bedarf der Güterwagenlumpensammler auf den Weg machen.

Der Gmp 115 von Orthensen- Stadt welcher zwischen 14 und 15 Uhr unterwegs ist, habt übrigens den Triebwagen im Schlepptau. Damit vermeidet man eine Leerfahrt des Triebwagens. Ob Reisende im Triebwagen mitgenommen werden (einen Personenwagen hat der GmP ja eh schon mitgeführt) hängt übrigens ganz vom Zugführer und seiner Laune ab, denn eigentlich ist das ja verboten ... Der Triebwagen wird am Zugschluß mitgeführt. Beim Ng 121 dagegen wird der Triebwagen einfach nur leer hinten am Ng angehängt. Der Ng 121 befördert also keine Personen! Der Pendlerzug der DB kommt Freitagabends erst recht spät aus der Großstadt und wird Montags bis Donnerstags durch den Triebwagen der Kleinbahn ersetzt (und der kommt dann nicht aus der Großstadt).

Gegen viertel nach Zehn am Abend ist dann endlich der letzte Zug gefahren. Er bringt nochmal Fahrgäste nach Hause, die zB. im Kino, Theater, was gutes Essen oder bei Verwandten oder der Geliebten waren. Nun dürfen endlich auch die Kleinbahnbediensteten an den wohlverdienten Feierabend und ein spätes Pils denken. Denn nun werden nur noch allerletzte Rangierbewegungen und die fälligen Restaurierungsarbeiten an der Lok gemacht und dann ist aber auch wirklich endlich Schluß !!!!

So ich werden nun versuchen noch etwas zu "schlöfen" und hoffe ich habe nicht nur übermüdeten Blödsinn geschrieben. Sollten Fragen, Fehler und Unklarheiten aufkommen, dann haut in die Tasten ...
Ich dagegen hau mich jetzt in´s Bett!

Nachtrag:
Weiteres zu Fahrplänen und deren Gestaltung findet ihr in diesem neuen Tread:
Fahrplangestaltung, den Tilman eröffnet hat

[ Editiert von tom tofte am 01.09.08 16:29 ]

#58 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 31.08.2008 13:20

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Nur mal interessenhalber zur Fahrplangestaltung auf der Modellbahn:

Mich würde es doch mal interessieren wie ihr anderen es denn mit der Fahrplangestaltung so haltet. Und wie ist euer vorgehen einen Fahrplan für eure Modellbahn zu kreieren und zusammenzustellen. Sucht ihr euch originale Fahrpläne aus um sie zu übernehmen, zu bearbeiten. Denkt ihr euch was aus und woher nehmt ihr zB. Informationen zum Verkehrsbedarf und wie oft zB. ein Gleisanschluß bedient werden soll oder kann. Wie setzt ihr Nahgüterzüge ein (zeitlich) die die Ortgüteranlagen bedienen (Morgens und Abends, dreimal täglich, öfter?). Gibt es empfehlenswerte Literatur und welche? Benutzt ihr Programme oder macht ihr das von Hand. Benutzt ihr Bildfahrpläne, Buchfahrpläne? Wagenkarten, Frachtzettel? Ich meine Selbstgemachte für die Modellbahnanlage ...

Oder passiert das alles nur aus dem Bauch heraus?
Leichter dran sind natürlich die, die einen Originalbahnhof nachbauen und dann auch den Originalfahrplan entsprechend nachfahren. Oder wandelt ihr Originalnachbauer den fahrplan auch mal ab?

Ich frage deshalb weil doch nur wenig zu diesem Thema zu lesen ist und ich das ganz spannend finde. Zudem wäre es doch vielleicht ganz interessant für die, die sich evtl. daran herantrauen möchten, aber nicht so recht wissen wie es denn gehen soll und was man bei der Fahrplanerarbeitung für eine Modellbahn so beachten sollte. Zum Beispiel auch die Frage, wie lange eine Spielsitzung dauert und wie viel Fahrplan man dann sinnvollerweise nachspielen kann. Auch ich bin mir bei dem Themengebiet nicht immer so sicher und es kommen auch bei mir immer wieder mal Fragen auf ...

Ich weiß (oder glaube zu wissen) das das ein Nischenthema ist. Aber auch weil viele Informationen dazu nicht leicht zu bekommen sind. Für Anfänger von daher eher abschreckend. Evtl. wäre das also auch deswegen mal was für einen eigenen Thread hier im Anlagenplanungsbereich, wo man solche Vorgehnsweisen, Tipps und Tricks sammeln könnte. Beispiele für Fahrpläne, Umlaufpläne lesen (und sind die wichtig für die Modellbahn?), und so weiter und so fort ...
Was meint Ihr ?

Nachtrag:
Weiteres zu Fahrplänen und deren Gestaltung findet ihr in diesem neuen Tread:
Fahrplangestaltung, den Tilman eröffnet hat

[ Editiert von tom tofte am 01.09.08 16:21 ]

#59 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von KPEVler1988 31.08.2008 13:42

Hallo Tom,

für mein letztes, leider unvollendetes Anlagenprojekt „Distelfelden“ habe ich einen Fahrplan aufgestellt (ausgedacht). Ich bin dabei nach einer Anleitung vorgegangen, die ich auf einer Homepage zur Spur-1-Anlage „immekeppel“ gefunden habe. Leider ist sie nicht mehr online, aber ich habe sie zum Glück gespeichert und ausgedruckt.
Jedenfalls habe ich nach dieser Anleitung erst ein virtuelles Streckennetz erstellt, dann die vorhandenen Ladestellen aufgelistet, den Bedarf an Wagenladungen ermittelt und darausabgeschätzt, wie viele Güterzüge am Tag fahren können. Ich habe versucht, so gut wie immer abwechelnd Güter- und Personenzüge fahren zu lassen, und verschiedene Betriebssituationen im Bahnhof zu erreichen: Mal ist ein einziger Zug da, mal gar keiner, dann wieder muss beim Rangieren auf einen Personenzug Rücksicht genommen werden, während der nächste Zug schon vor dem Einfahtsignal wartet. Bei interesse kann ich mal gucken, was von meinen Aufzeichnungen interessant ist; der Gleisplan ist in einen Gleisplancontest zu finden (Nummer 9 oder so). Ic hwar schon dabei, Wagenkarten und Frachtzettel zu erstellen, aber dann kam erst das Abi und bald danach der Umzug nach Köln. Die Anlage steht noch, vielleicht werde ich sie noch mal zu Ende bauen.
Streng genommen habe ich übrigens zwei Konzepte geplant - in einem davon war der Bahnhof eine Spitzkehre an eingleisiger Strecke, wodurch einige Fuhrparkmäßige Ausreden entstehen (Umleitung von Zügen mit eigentlich viel zu großen Lokomotiven etc). ich finde, man sollte durchaus auch mal ein Auge zudrücken, solange man sich dessen bewusst ist.
So, genug für heute!

Gruß,

Tilman

#60 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 31.08.2008 13:56

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Zitat: Jedenfalls habe ich nach dieser Anleitung erst ein virtuelles Streckennetz erstellt, dann die vorhandenen Ladestellen aufgelistet, den Bedarf an Wagenladungen ermittelt und daraus abgeschätzt, wie viele Güterzüge am Tag fahren können.

Hallo Tilman,

ja "Immekeppel" habe ich auch abgespeichert, war eine wirklich interessante Seite. Den von Dir oben angesprochenen Aspekt, des ermittelns von Wagenladungen, Güterwagenbedarf usw. meine ich zum Beispiel. Wie ermittelt man denn den Bedarf. Welche Erfahrungen liegen dem zugrunde, welche Werte? Ich selber gerate da auch immer mal wieder ins Schlingern ... Und Deine Aufzeichnungen würden mich zumindest schon sehr interessieren!




So ganz nebenbei war das gerade mein 500 dertster Beitrag. Kaum zu fassen wie viel Buchstaben und Bachstuben ich hier in der relativ kurzen Zeit schon unsinniger oder sinnigerweise verzapft habe ...
Na denn, auf die nächsten 500!
(Hicks ... was für ... Hicks ...Schluckspechte !! ... Hicks ... da wird
einem ...hicks ... ja ganz anders beim ... hicks ... zuschau´n ...)


Nachtrag:
Weiteres zu Fahrplänen und deren Gestaltung findet ihr in diesem neuen Tread:
Fahrplangestaltung, den Tilman eröffnet hat

[ Editiert von tom tofte am 01.09.08 16:22 ]

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