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#21 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tuxlover 20.07.2008 16:42

Hallo,

viele Schranksysteme oder Küchensysteme haben ja Eckschränke in ihrem Programm. Wenn man in diese eine Wendel einbaut, so integriert sie sich in die Schrankwand. Den Raum oberhalb und unterhalb der Wendel lässt sich als Stauraum nutzen.
Die Standardtiefe von 60cm lässt noch genug Platz für die umgebende Landschaft.
Unter der Anlage würde ich dann Unterschränke vorsehen, am besten mit Schiebtüren, die lassen sich zum Betrieb aushängen und man kann so an das in einem Fach eingerichtete Fiddle Yard heran.
Zusätzlich lässt sich durch Oberschränke die man über der Anlage anbringt noch zusätzlicher Stauraum gewinnen und die Anlage wie in einem Schaukasten einrahmen.



Ich habe in dem Bild einen Eckschrank mit einer Kantenlänge von 95cm gewählt, was das Minimum für eine Wendel in H0 sein dürfte. Es gibt aber auch größere Eckschränke, wo man dann die Wendel etwas größer gestalten kann.

So könnte man die Anlage harmonisch in eine Schrankwand integrieren, ob jetzt im Schlaf- oder Wohnzimmer.

Gruß
Michael

#22 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von hazus 20.07.2008 18:55

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@LBE: das Problem, wenn man ohne Wendel den SBH unter den Industrieanschluss legt, ist dass du keine anständige Höhe zusammenbekommst. Wenn gerade mal 10cm zwischen Industrie und SBH liegen, kann den SBH auch gleich hinter den Anschluss legen.

lg Chris

#23 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von LBE 20.07.2008 20:49

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Das stimmt, wahnsinnige Höhen sind schlecht zu erreichen.

Gruß, John.

#24 Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 21.07.2008 20:06

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Noch´n Gleisplan

Ein Plan - vorerst zum zeichnerischen Abschluß (meinerseits) zu diesem Thema. Diesmal mit einem Raster versehen. Dieser Plan hat mich diesmal etwas mehr Zeit gekostet, weil ich ihn in Tusche ausgezogen habe. Er ist etwas groß geworden, die große Ansicht hat 1,7 Mb, deshalb gibt es noch eine Qualitativ etwas schlechtere mit 1,0 Mb als Jpg Datei. Kleiner gings leider nicht.



Bf. Fortenbach - Bild anklicken für die große Darstellung mit genaueren Erläuterungen. Eine Kilobitemässig etwas kleinere Grafik ist hier zu sehen.

Im Grunde alles schon bekannt von den vorherigen Plänen:
Ein Raum von mindestens 4 x 4 Metern, der auch zum normalen Wohnen genutzt werden muß. Der viele freie Platz auf dem Plan geht also für andere Möbel usw. drauf und kann nicht mit Eisenbahnen zugebaut werden, so verlockend das auch wäre. Ein Fiddelyard freistehend im Raum, bestehend aus vier Gleisen mit Schiebebühne und einigen Lokabstellstutzen.

Dann der Bahnhof Fortenbach, eigentlich auch nix neues.
Aber : Ich habe diesmal das Bahnsteiggleis nicht ans Ende der Bahnhofsanlagen gesetzt, sondern an den Anfang. Dadurch ist zwar der Fahrweg des Zuges vom Fiddelyard bis zum Bahnsteig leider sehr kurz geworden (und der harte 50cm Radius gefällt mir auch nicht so ganz). Jedoch sind Zugkreuzungen zwischen Personenzügen im Bahnhof nun ohne weiteres möglich.

Und zwar so gedacht und beim Vorbild auch so vorgekommen:
Der erste Zug befindet sich im Endbahnhof auf dem Umfahrgleis und wartet auf die Einfahrt des ankommenden zweiten Zuges. Nachdem dieser gehalten hat, die Fahrgäste ausgestiegen sind, zieht der zweite Zug weiter vor und räumt das Bahnsteiggleis. Danach kann nun der erste Zug zum Bahnsteig vorrücken und kurz darauf abfahren. Ähnlich verhält es sich bei Kreuzungen von Personen- und Güterzug. Wichtig ist nur das sich nicht beide Züge gleichzeitig lange im Bahnhof aufhalten, denn sonst kann man kaum noch rangieren oder eine Lok umsetzen, usw. aufhalten Siehe dazu auch meine Typisierung von bayrischen Bahnhöfen.

Angelehnt ist der Gleisplan an den Endbahnhof Schlüsselfeld im Steigerwald. Heute noch betrieben im gelegentlichen Güterverkehr oder bei Sonderfahrten. Früher u.a. mit V80 und B3yg Wagen im Personenverkehr. Ich habe ein paar Links zur Strecke herausgesucht, die den früheren Betrieb verdeutlichen und weitere Infos zur Strecke beinhalten:
Seite der Interessengemeinschaft Oberfränkische Steigerwaldbahn --> http://www.steigerwaldbahn.de/ (Mit Gleisplänen)
HiFo: Mit der V80 in Pettstadt (m. 23 Bildern) --> http://drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,3767416
HiFo: Steigerwald vor 17 Jahren - Teil 1 (8B) --> http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,1412248
Steigerwald vor 17 Jahren - Teil 2 (m12B) --> http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,1412771
Um nur ein paar ältere Beiträge aus dem HiFo zu nennen. Es gibt noch mehr Beiträge und Bilder zu finden, insbesondere auch zu diversen Sonderfahrten auf der Strecke. Da hilft dann die Internetsuche weiter!


Da nun Zugkreuzungen planmässig vorgesehen sind bietet es sich an die Bahnhofseinfahrt mit einem einfachen zweibegriffigen Einfahrsignal (Hp0 / Hp1) zu sichern. Bei mir steht das Signal dort wo das erste etwas tiefere Segment beginnt, auch wenn der Abstand zum Bahnhof sicher etwas knapp geraten ist. Die Bahnsteiglänge wurde erweitert (damit auch vom Umfahrgleis kommend noch 75cm Bahnsteiglänge vorhanden sind). Der Bahnhof ist aber immer noch 2,90m lang und 30cm tief. Weichenwinkel zwischen 9 und 12 Grad von Tillig (Herzstückwinkel 9 Grad, radius 1350 mm). Ansonsten kennt ihr den Bahnhof mit seinen Gleisanlagen und Baulichkeiten schon von vergleichbaren früheren Zeichnungen.

Daran anschließend ein 45 cm Radius, der durch eine Straßenüberführung teilweise verdeckt ist. Dieser Streckenfortsatz führt zum Industriegleisanschluß, welcher euch ebenfalls schon bekannt ist. Nur das einzelne Details diesmal anders aussehen und das Industriegleis in einer Werkhalle endet. Welche Betriebe hier angesiedelt und nachgebildet werden überlasse ich der Phantasie des Einzelnen. Ebenso ob es sich um einen bayrisch/fränkischen Bahnhof handelt oder einen in einer anderen Gegend angesiedelten.

Außer dem Endbahnhof selber wären auch hier alle anderen Segmente transportabel und nur bei Betrieb aufgebaut.
Wer für den "Wurmfortsatz" des Industriegleises den Platz nicht hat, kann natürlich auch etwas kleineres bauen oder ganz auf den Gleisanschluß verzichten. Man muß nur daran denken das Ausziehgleis am Bahnhofsende nicht zu kurz werden zu lassen, denn zum rangieren im Bahnhof braucht man schon einige Zentimenter.

Überlegenswert finde ich auch das Ecksegment mit der Strassenüberführung (rechts) evtl. für die Bahnhofsausfahrt der anderen vorherigen Pläne zu kopieren. So lässt sich der enge Radius schön wegtarnen. Ansonsten wäre die linke Bahnhofsausfahrt mit seinem 50cm Radius natürlich entsprechend zu tarnen bzw. zu kaschieren (hinter Gebüsch und Gebäum) damit es nicht ganz so schlimm aussieht. Grundsätzlich wichtig wären Übergangsbögen, die einen sanfteren Verlauf des Gleisbögens (grade bei engen Bögen) ermöglichen, aber auch etwas Platz brauchen. Siehe hierzu auch einen Artikel auf der Webseite von Thomas Becker zum Thema Übergangsbögen.

Auch hier wieder :
Es gibt viele möglichkeiten diesen Plan zu verändern, zu kürzen, zu modifizieren - je nach Lust, Laune und Platz.
Ich hoffe er gefällt euch. Der Ball ist wieder bei Euch !

@ Ingo:
Die Idee von Spitzkehren ist im Grunde sehr verlockend, braucht aber auch Platz, wenn man das einigermaßen vernünftig darstellen wollte. Von den Zuglängen her und der räumlichen Tiefe die man bräuchte, würde ich sagen, dass das etwas für größere Anlagen wäre oder für Schmalspuranlagen. Bei letzteren sind die Zuglängen nicht so groß und eine "Zackenbahn" könnte man glaubhafter darstellen. Für die deutsche Regelspurnebenbahn braucht es dagegen mehr Platz. Allerdings ist mir keine solche deutsche Regelspurstrecke mit Spitzkehren auf freier Strecke bekannt. Und nur eine einzige Schmalspurstrecke. Von daher bleibe ich lieber vorbildorientiert ...



[ Editiert von tom tofte am 21.07.08 20:45 ]

#25 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von hazus 21.07.2008 21:57

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Wenn der Bahnhof Endstation für den Personenverkehr ist, dann würde ich den Bahnsteig ans Ende des Bahnhofs setzen, denn dann gibt es eigentlich keine Kreuzungen. Es kann nur sein, dass die Rückfahrt von der Möbelfabrik wartet, aber ein Güterzug wird schon die zwei Minuten warten können, bis der Personenzug in den Umsetzgleisen verschwindet. Und wenn dann auch noch im Bahnhof rangiert werden muss, z. B. weil noch der G vom Güterschuppen mitgenommen wird, muss man sowieso warten, bis der Personenzug wieder weg ist. Dafür sind die Strecken SBH - Bahnsteig sowie Anschlussbahn - Umsetzgleise länger.

Interessant wäre aber auch der Fall, dass die Fabrik Endstation für manche Personezüge ist, z. B. könnte der Früh- und der Abendzug durchgebunden werden, eventuell wird der letzte Streckenabschnitt nach Fortenbach Fabrik wegen zu kurzer Bahnsteige auch nicht mit allen Waggons bestritten...

Ansonsten sehr hübscher Plan, vor allem die Industriebahn gefällt mir.

lg Chris

#26 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 21.07.2008 22:10

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Hallo Chris,

es soll ja auch Nebenbahnen gegeben haben auf denen der Personenverkehr etwas stärker gewesen ist und es somit auch zu Zugbegegnungen im Endbahnhof gekommen ist. Erhöht doch nur den Spielspaß, solche Situation. Und wie gesagt - solche Situationen und Bahnhöfe gab es bei der DB früher mal. Zudem haben die Zugkreuzungen bei nur einem Bahnsteiggleis doch ihren Reiz, vom rangieren mal abgesehen. Man muß ja nicht zugkreuzen, aber man kann es so einfacher ...

Bahnhof Schlüsselfeld, Heimbuchenthal, Unterbibert- Rügtland, wären beispiele für Bayern, ob es anderswo bei Klein- und Nebenbahnen solche Bahnhofstypen gegeben hat, kann ich im Moment nicht sagen.

Der Personenverkehr zum Werk könnte auch von der Werkslok die man dort stationiert absolviert werden, mit einem alten Personenwagen. Eine Werkslok wäre auch spassig, weil man dann sowas wie Übergabeverkehr haben könnte ...

#27 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Nordbahn 22.07.2008 07:49

Hallo und Guten Morgen,

mich lässt diese Unterscheidung zu Preußens Endbahnhöfe ja nicht los. Leider finde ich im Netz nicht wirklich brauchbare Informationen.

Wäre es denn für die einschlägigen Gleisplaner nicht mal eine Herausforderung einen eben solchen Plan zu gestalten? Mich würde das tatsächlich mal sehr interessieren, wie ein solcher Plan typischer Art aussah...

Gruß
Christian

#28 Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 29.07.2008 19:07

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Hallo,

nur eine kleine Ergänzung.
Wenn man keinen Platz hat für einen ausgewachsenen Gleisanschluß oder ein Industriesegment wie zuletzt von mir gezeigt, ist es ja durchaus sinnvoll zumindest solche rangierbelebenden Gleisanschlüße mit einem oder mehreren Gleisen auf einem Ansatzstück wenigstens anzudeuten. Dort bräuchte man noch nicht mal Gebäude oder Landschaft gestalten. Hauptsache es lassen sich ein paar Wagen dort abstellen. Das kann ein Gleis sein, es könnten aber auch mehrere Gleise werden. Denn : Baut man ein paar Weichen mit ein und bildet den Gleisanschluß im Prinzip nach (ohne sich um Weichenwinkel und vorbildgetreue Ausgestaltung zu kümmern), so erhält man die Möglichkeit die Rangierfahrten nachstellen zu können und die Wagen auf vordefinierte Gleise zu verteilen. Das erhöht den Rangierspaß sicher und sorgt für mehr abwechslung im Betriebsalltag.



In meinem Beispiel wären das drei Anschlüße die mindestens je zwei Wagen aufnehmen können. Zwei davon können nur über ein Ziehgleis bedient werden, das andere wird aus der anderen Richtung her bedient (soll heißen die Lok muß zum bedienen der Gla mal links von den Wagen, mal rechts von den Wagen stehen). Das ganze braucht bei mir ca. 50cm länge mal ca. 140cm und ist nicht tiefer als 25 cm maximal. Ein kleines Zwischenstück stellt die Verbindung zum Bahnhof her.

Diese Segmente sind leicht zu bauen, leicht zu verstauen und brauchen wenig Platz (was ja Sinn der Sache sein soll). Und sie lassen sich leicht den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten anpassen. Im Extremfall könnte man diese Weichenstrasse auch auf dem Nachbaregal aufbauen, zB. mit den Bettungsgleisen von Roco und spart sich so weitgehend den Holzbau. Aber man kann nun den Rangierbetrieb nachspielen, ohne sich um das optische (vorbildgetreue) Aussehen des Segmentes zu kümmern. Quasi also ein Industrie-Fiddleyard-Rangierspiel.

Sicher nichts für Puristen, aber wenn der Platz knapp ist wäre das sicher eine betriebsbelebende Lösungsmöglichkeit, die zudem leicht zu ändern und leicht abbaubar ist.


@ Nordbahn: Ich fürchte mit Deiner Frage mußt Du Dich auf die Suche begeben. Im Netz finden sich viele Seiten die Gleispläne anbieten und nach derem Studium man auch Beispiele finden wird. Allerdings auch Gegenbeispiele.
Ich habe derzeit keinen entsprechenden Vergleichsgleisplan, sorry.

#29 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 30.07.2008 21:57

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Gerade gefunden im Netz:

Ein schön gedachter bzw. geplanter Hafengleisanschluß der sich statt eines Industrieabschlusses ebensogut als Zusatzsegment (oder als alleiniges Betriebssegment) verwenden lässt. Vor allem dann wenn man die Anlage von mir in Norddeutschland ansiedeln möchte. Oder als Hafensegment für sich allein zum Rangieren und Basteln.

Mir jedenfalls hat diese Idee sehr gut gefallen und deshalb will ich euch auch dorthin verlinken
Zu den Hafensegmenten von Halunke.

Eigentlich ist das Ganze für Spur 0 geplant, aber wenn man es halbiert für H0 kommen lediglich 2,00m x 0,30m Anlagenfläche heraus. Weichenwinkel dürften so um die 12 Grad sein. Also lohnend für Fans von kleinen Segmenten auf denen sich ein Rangierspiel (wenn auch bescheiden) abwickeln lässt. Zudem sind die Grafiken wirklich sehr appetitanregend und animierend für eigene Weiterplanungen! Oder was meint Ihr?

#30 Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 01.08.2008 17:18

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Bahnhof Orthensen- Stadt der Orthensener Kleinbahn Ag

Ich weiß - ich langweile euch sicher, wenn ich wieder mal einen kleinen Endbahnhof aus meiner schier unerschöpflichen Serie von sich ähnelnden Gleisplänen zeige.
Also nicht ärgern, sondern lieber wegklicken

Es handelt sich um eine kleine norddeutsche Station,
die an einer Privatbahnstrecke liegt und Endpunkt einer eher kurzen Strecke ist. Diese Nebenbahn dient vornehmlich dem Transport von Gütern und nur quasi nebenbei der Reiselust der Einwohner von Orthensen. Aber da die Staatsbahn den Ort in ein paar Kilometer entfernung links oder rechts liegen liess, wurde der OKB (Orthensener Kleinbahn) die früher einmal recht lukrative Aufgabe zuteil, diese Kleinstadt an die Welt des Schienenstranges anzubinden. Das lohnte sich vor allem des Güteraufkommens wegen sehr.


Bf. Orthensen- Stadt. Bild anklicken für die große Darstellung mit den Angaben zu Gleisnutzlängen, usw.

Der Bahnhof wäre "nur" 2,60 Meter lang und 0,35 Meter tief, teilbar in zwei gleichgroße Segmente. Dadurch wirkt die Gleisführung diesmal etwas gedrängter und vielleicht nicht so großzügig wie in anderen Plänen von mir, was auch an den neun Weichen liegt die natürlich ihren Platz brauchen. Zudem habe ich versucht die Gleisgeometrie nicht allzu symetrisch und langweilig wirken zu lassen um so etwas abwechslung in die Anlagenoptik zu bringen.

Verwendet habe ich Tillig Weichen. Jene mit 12 Grad Abzweigwinkel, die man durch weglassen des Bogenstücks hinter dem Herzstück bis auf 9 Grad herunterfrokeln kann. Das eröffnet einem ein paar zusätzliche Möglichkeiten bei der Gleisplanung. Die Gleiskreuzung beim Kohenhändler wird man allerdings wohl selber basteln müßen oder man verwendet eine Kreuzung von Weller mit 20°. Aber man kann das natürlich auch etwas anders planen, zB. den Bogen im Bahnhof reduzieren oder mit anderen Weichen hantieren wenn man mag. Soll ja nur eine Idee sein.

Ferner muß die Weiche die zum Kohlenhandel führt ganz leicht quasi in eine Ibw gebogen werden. Die Tilligweichen lassen das ja in Maßen mit sich machen - und viel muß da auch nicht gebogen werden. Meines Erachtens nach sind diese Tilligweichen ein guter Kompromiss zwischen den üblichen 15° und den vorbildgerechten 7° Weichen. Alternativ kann man aber auch (mit änderungen in der Nutzlänge und der Gleisgeometrie) Roco oder Peco Material verbauen. Evtl. lohnen auch die 10 Grad Weichen von Weller eine Überlegung.

Die Streckenfortführung zur gedachten "weiten Welt" erfolgt rechter Hand und wie üblich bei mir auf kleinen Streckensegmenten (siehe die Pläne weiter oben). Lässt man den Bahnübergang und die Häuserzeile weg, dann kommt man auch mit 2,40 oder 2,45 Meter Länge aus. Die Häuserzeile links dient auch zur Sichtblende oder Tarnung für die abgehenden Strecke, bzw. die Kulissendurchfahrt. Ausserdem verläuft die Strecke nach rechts hinter einem recht hohen Bretterzaun (vom Kohlehandel) der die Streckenausfahrt etwas tarnen könnte. Etwas hohes Gebüsch und dergleichen schaden dort - sofern Platz genug - sicher auch nicht.

Linker Hand kann man, wenn man will, wieder einen Industriegleis anfügen. Je nach Platz entweder richtig landschaftlich ausgestaltet oder nur angedeutet wie im vorletzten Beitrag von mir beschrieben. Macht man das, dann kommt man schon auf einen - für eine kleinere Regalanlage - eigentlich ganz ordentlichen Rangierbedarf.
Übrigens wäre die Station auch was für einen Schmalspurbahnhof. Und würde dann, wenn man in etwa die Länge beibehält, sogar recht großzügig.

Zwei private Gleisanschlüsse gibt es im Bahnhofsbereich selbst, den Kohlenhandel kann man bei mir nur andeuten. In Spur Eins gibt es dazu schöne Anregungen, wie man das in etwa machen kann (von der Detailierung mal abgesehen), die hohe Bretterwand verdient auch Beachtung.
Hier der Link: Spur-1-Freunde-Berlin
Und hier gehts direkt zur Kohlenhandlung

Zum zweiten gibt es den bei mir unvermeidlichen Landhandel, der immer für abwechslungsreichen Güterverkehr gut ist. Die Schuppen zwischen Landhandel und Seitenrampe gehören teilweise auch noch zum Landhandel, werden aber nicht von der Bahn bedient. Die dienen eher dazu den Hintergrund des Bahnhofes zu füllen, damit des Betrachters Auge nicht in zuviele Löcher fällt. Die davor liegende Gleisverbindung dient nur der Erreichbarkeit der Gütergleise oder zum umfahren von ein paar wenigen Wagen. Dazu gibt es eine recht lange Ladestrasse (wo im Spätherbst zB. Rüben verladen werden können). Kopframpe und Seitenrampe (evtl. mit einem kleinen Ladekran?) sind getrennt. Siehe auch Ankum auf meiner Webseite oder Launburg hier im Forum (siehe Links in meiner Signatur unten), letztlich ist dieser Bf. hier eine Variante dieser zwei Bahnhöfe.

Der Güterschuppen ist relativ groß und deutet auf verstärktes Stückgutaufkommen hin. Zwei Güterzugpaare am Tage sind deswegen nicht unüblich, manchmal sogar noch zuwenig, dann braucht es einen Bedarfszug mehr. Zumindest dann wenn man links noch das Industriegleis in Betrieb nimmt. In anbetracht der wenigen Gleise ergeben sich da sicher interessante Rangiermanöver. Die Nutzlänge ist maximal mit 1,20 Metern angegeben, also ein Güterzug mit ca. 9 Wagen. Ich würde das allerdings aus optischen Gründen nicht unbedingt gänzlich ausreizen, sondern lieber einen zweiten Güterzug fahren wenn soviele Wagen nach Orthensen- Stadt gefahren werden müssen.

Der Personentransport erfolgt entweder per Triebwagen oder in bis zu drei (max. vier) Personenwagen. Je nach Bedarf bzw. Vorliebe. Zum Betriebsumfang bzw. den Möglichkeiten habe ich ja schon weiter oben was geschrieben. Auch in den Beiträgen zu Launburg steht manches was auch hier wieder zutreffen würde (vom Hafen mal abgesehen). Anregungen und Gedanken dazu von euch sind auch hierzu willkommen. Ich selber stelle mir immer einen Mischbetrieb zwischen Dampf und Diesel vor, so wie es bei Privatbahnen in den fünfziger und sechziger Jahren oft der Fall war. Zum Beispiel Dampf im Güterverkehr und einen Vt im Personenverkehr, der auch Beiwagen mitnehmen kann. Aber auch reiner Dieselbetrieb hätte seinen Reiz. Im Lokschuppen können zwei kürzere Lokomotiven untergestellt werden.

Wer lieber mehr an Zügen fahren sehen mag und auf Zugkreuzungen nicht verzichten will und etwas mehr Platz hat, der könnte evtl. mit diesen Varianten (als Schemaskizzen) was anfangen:



Vielleicht wäre es der Länge zuliebe auch nicht schlecht auf ein Weichenpaar zu verzichten, so kann der Hausbahnsteig etwas mehr in den Bahnhof hinein gezogen werden:



Vielleicht gefällt es euch, alle anderen die ich nun doch gelangweilt habe - sorry - aber ich konnte nicht anders als diesen Plan einzustellen - auch weil er gestern erst entstanden ist und mir gut gefiel. Deswegen habe ich ihn auch aufwändig am PC bearbeitet. Ich wollte auch mal einen "norddeutscheren" Bahnhof hier in diesem Beitrag als Alternative zu den anderen, eher süddeutsch geprägten, zeigen wollen. Ein andermal gibt es dann etwas anderes von mir, okay?!

[ Editiert von tom tofte am 01.08.08 20:58 ]

#31 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von wolle 01.08.2008 17:48

Hallo Tom,

ich finde deine Gleispläne mit dem entsprechenden Beschreibungen auf keinen Fall langweilig. Ich wollte ich könnte auch so gut Gleispläne zeichnen.
Mach bitte weiter so.

#32 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 01.08.2008 18:53

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Danke Wolfgang,

Sag, was macht den eigentlich Dein Endbahnhof ?
Kommst Du voran ?

#33 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von wolle 01.08.2008 19:18

Hallo Tom,

eigentlich nicht so richtig.
Planen an Computer ist für mich doch nicht so einfach.
Den Gleisplan habe ich mir dann mal maßstäblich ausgedruck und wollte den per Hand colorieren, dabei ist es bis jetzt auch geblieben.

#34 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 01.08.2008 19:23

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Naja - Du weißt ja aber was Du bauen willst!
Und das meinte ich eigentlich auch - was das bauen macht.
Oder bist Du Dir noch nicht so sicher?

#35 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Solwac 01.08.2008 19:36

Ich finde die Variationen zum selben Thema meist nicht so interessant, weil sich einfach zu wenige Dinge ändern. Will sagen, die Gesamtheit aller Pläne deckt nur einen sehr begrenzten Teil ab.

Aber die Erweiterung um ein durchgehendes Gleis ist sehr interessant.

Wenn ich überschlägig richtig rechne, dann kommt man bei 3,00m * 0,50m auf einen Bahnhof mit etwa 0,95m Bahnsteiglänge (reicht für eine Br93 oder Br64 und bis zu fünf Donnerbüchsen und einer Nutzlänge für das Kreuzungsgleis von etwa 1,10m.

Damit kann der Bahnhof intensiven Rangierbetrieb bieten und auch als Endbahnhof mit Strecke nach rechts dienen (links sollte der Platz zum umsetzen reichen, Rangierfahrten zum ausziehen geschehen dann nach rechts auf die Strecke).

Nicht nur für diesen speziellen Gleisplan wäre es schön, wenn ein paar Überlegungen zum Betriebsaufkommen gesammelt werden könnten. Wann dürften Reisende bedient werden und wie groß ist das Güteraufkommen?

Schließlich sollen die bediensteten Preiserleins auch was zu tun haben...

Matthias

P.S. Die Idee mit der kreuzenden Abzweigung mit gekürzten Weichen ist elegant eingeplant. Welche Alternativen zu totalem Selbstbau gibt es da zu denen von Tillig (30 Grad) oder Peco (24 Grad)?

#36 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 01.08.2008 19:49

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Solwac: Nicht nur für diesen speziellen Gleisplan wäre es schön, wenn ein paar Überlegungen zum Betriebsaufkommen gesammelt werden könnten. Wann dürften Reisende bedient werden und wie groß ist das Güteraufkommen?

Also Denkanstöße dazu finde ich habe ich doch in diesem, wie auch in den anderen Beiträgen gegeben. Ein bischen müßt ihr dann auch was dazu beisteueren, bzw. fände ich das schön wenn ihr das tun würdet. Ich kann zwar auch dazu viel schreiben, aber ich will nicht alles vorgeben, weil sonst kein Platz mehr für eigene Ideen und Gedanken wäre.

Solwac: Die Idee mit der kreuzenden Abzweigung mit gekürzten Weichen ist elegant eingeplant. Welche Alternativen zu totalem Selbstbau gibt es da zu denen von Tillig (30 Grad) oder Peco (24 Grad)?

Alternative zum Selbstbau wäre eine Kreuzung von 20° von G. Weller. Die passen zum Tilliggleis und auch zum Gleisplan. http://www.g-weller.de/
Von den einschlägigen Gleisherstellern gibt es da nichts passendes.

#37 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von wolle 01.08.2008 19:54

Hallo Tom,

bedenken habe ich zum einen am verlängerten Gleisanschluß rechts oben.
Wie könnte das betrieblich aussehen?
Bedenken habe ich auch bei den 4 Abstellgleisen links. Ist das evtl. nicht doch zuviel?
Ich habe ja gegenüber Höchstadt das Gleis der Ladestrasse und des Güterschuppen davor gesetzt, um evtl, Zugkreuzungen vorzunehmen.
Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher ob der Gleisplan nicht doch überladen ist.

#38 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von tom tofte 01.08.2008 19:57

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Hallo Wolle,

am besten Deinen aktuellen Plan mal aufmalen, Deinen alten Thread reaktivieren und dann mal sehen wie es denn ausschaut mit von wegen überladen oder nicht ...
Wie wär´s ?

#39 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von wolle 01.08.2008 20:05

ok,

werde am Wochenende meine Skizzen mal einscannen und meinen alten Thread mal ausgraben.

#40 RE: Lang und Schmal fürs Regal oder Sideboard von Solwac 01.08.2008 23:46

@Tom: Meine Anregung mit dem Betriebsbedarf war auch nicht nur an Dich gerichtet.

Ich selber beschäftige mich eher mit (eingleisigen) Hauptbahnen und versuche da für meine Anlagenidee allerei zu überlegen. Bei einer Nebenstrecke würde ich mich höchstwahrscheinlich deutlich verschätzen und den Bahnhof überfrachten.

Vor allem bei einer kurzen Stichbahn (die dann eventuell noch eine Privatbahn ist) habe ich keine großen Erfahrung, bin aber sehr neugierig.

Matthias

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