#1 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von xv_htv 13.02.2008 16:26

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Mir ist aufgefallen, dass oft von Zwischengeraden bei Gegenboegen die Rede ist.
Wie sieht das bei Gleisverbindungen (Weichenabzweig an Weichenabzweig) aus?
Kann man die dann weglassen oder sollte man einen Teil der Weiche absaegen und eine Zwischengerade einbauen?
Wie ist das beim Vorbild (vmtl. gehen die Radien da nicht bis zum Weichenende) ?

VG Nils

#2 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von Gleichstromer Jan 13.02.2008 18:10

Hallo

also S-Kurven sollte man ja immer vemeiden oder wenigstens ne Zwischengerade machen, aber wie das bei Weichen ist?? Da macht man ja selten eine rein, sonst wird der Gleisabstand ja so groß.

In echt gibt es m.W. immer eine Zwischengerade, da geht der Weichenbogen ja auch nur bis zum Herzstück.

#3 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von Ingo77 13.02.2008 18:16

Zitat
Gepostet von Gleichstromer Jan

In echt gibt es m.W. immer eine Zwischengerade, da geht der Weichenbogen ja auch nur bis zum Herzstück.



Nicht immer, es gibt auch Weichen mit durch das Herzstück fortlaufendem Bogen.

Bei einer Gleisverbindung wurden aber nur solche Weichen eingesetzt, wo der Bogen vor dem Herzstück zuende ist, dadurch ergibt sich beim Zusammensetzten zweier Weichen automatisch eine Zwischengerade.

Um dies beim Modell nachzubilden braucht es entweder solcher Weichenmodelle oder mann muss die meisten gängigen Modellweichen hinter dem Herzstück "kappen" - dann passt bei reduziertem Gleisabstand sogar eine Zwischengerade hinein - und die Gleisverbindung ist dann immer noch kürzer als eine konfektionierte, vorbildwidrige.

Ingo

#4 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von ec paganini 20.02.2008 20:26

Hallo!
Bei Weichenverbindungen lassen sich meist aus Platzgründen keine Zwischengeraden einbauen, man kann aber die Weichen entsprechend ausrichten, daß wenige Gegenbögen notwendig sind.
Auf Strecken sind die Zwischengeraden vor allem der Betriebssicherheit geschuldet, denn fahrende Züge können auf solchen Zickzackfahrten leicht entgleisen.

Möglich, vielleicht auch platzsparender sind statt Zwischengeraden auslaufende Radien ("Übergangsbögen"), also z.B. am Rocoline-Gleis angeordnet (R3 auf R3 Gegenbogen): R3-R3-R6-R20-R20-R6-R3-R3, dann können sie Kurzkupplungskulissen langsam in die Mittelstellung kommen.
So eine Lösung sieht im sichtbaren Bereich auch wesentlich besser aus.

#5 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von markstutz 20.02.2008 20:31

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Besser: Flexgleis!

Und hier gucken, warum: topic.php?id=302566

#6 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von xv_htv 20.02.2008 20:44

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Nee lasst mal Jungs fuer meine 169m-Radien brauch ich keine Klothoiden :-) Ich wollte nur Gegenboegen vermeiden. Ich hab auch was im Netz gefunden (zum Vorbild) was ich hier noch einstell wenn ich es wiederfinde ..

Edit: Es ging um R20 an R20 (10 Grad Weichen)

[ Editiert von xv_htv am 20.02.08 20:50 ]

#7 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von WalterVölklein 20.02.2008 20:44

Hallo,

hier mal einige üblichen Gleisverbindungen bei Meterspur:

#8 RE: Zwischengerade bei Gleisverbindung von xv_htv 20.02.2008 21:19

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Heureka

Quellen:
(Entwurf) Fahrbahnpraxis Normalspur D RTE 22040 S.29 (Kap 3.2.3)
http://www.voev.ch/dcs/users/81/D_RTE_22...urf_03_2007.pdf (Normalspur mit falscher Formel)

Fahrbahnpraxis Meter - und Spezialspur D RTE 22540
http://www.oeffentlicherverkehr.ch/dcs/u..._14-07-2007.pdf

(des Verband oeffentlicher Verkehr der Schweiz)

R1,R2 = Radien der Gegenboegen
Rid = ideeller Radius
LZmin = Mindestlaenge der Zwischengerade

Rid=(R1*R2) / (R1*R2) //Welch ein Unfug
Rid=(R1*R2) / (R1+R2) // vmtl. korrekte Formel aus dem Schmalspurwerk

Grenzwerte im Normalfall (Normalspur)
LZmin bei Rid
0 m 110m
6 m 100m
7.5 m 92.5m
11.5 m 75m

Das sollten die Schweizer kennen und den anderen hilft es auch

VG Nils

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