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#1 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von markstutz 09.01.2008 16:57

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Das Planungs-FAQ ist immer noch in Bearbeitung. Darf ich euch bitten, diesen Ausschnitt einmal zu lesen und ggf. noch Korrekturen bzw. Ergänzungen anzubringen?

Die Abschnitte nummeriere ich zur einfacheren Orientierung (bitte bei Anmerkungen die Absatz-Nr. mitangeben, danke!).




Epochen und ihre Bedeutung für die Planung

1 Epochen der Eisenbahn

Deutschland (http://www.morop.eu/de/normes/nem806d_d.pdf)

* Epoche I (1835-1920): Länderbahn-Epoche - Epoche des Eisenbahnbaus. Grosse Staatsbahnnetze entstehen, regionale Strecken als Privatbahnen.

* Epoche II (1920-1950): Reichsbahn-Epoche - Die Eisenbahnen werden vom Deutschen Reich übernommen. Einheitsbauarten für Loks und Wagen.

* Epoche III (1950-1970): Frühe Bundesbahn(BRD)- und Reichsbahn(DDR)-Epoche - Aufbau und Modernisierung in BRD und DDR. Strukturwandel hin zu Diesel- und Elektrotraktion.

* Epoche IV (1970-1990): Späte Bundesbahn(BRD)- und Reichsbahn(DDR)-Epoche - Abschluss Strukturwandel, neue Farbschemen im Fuhrpark. Einführung UIC-Anschriften.

* Epoche V (ab 1990): Epoche der Deutschen Bahn AG - Zusammenlegung von DB und DR zur DB AG. Liberalisierung, vermehrt private EVU.

Österreich (http://www.morop.eu/de/normes/nem801a_d.pdf) keine offiziellen Epochen-Namen vorhanden

* Epoche I (bis 1920): Eisenbahnbau, ab 1882 ensteht die k.k.St.B.

* Epoche II (1920-1945): Nach Ende der Monarchie Übergang von k.k.St.B. zur BBÖ. Beginn der Elektrifizierung.

* Epoche III (1945-1970): Wiederaufbau nach 2. WK. Fortsetzung Elektrifizierung, wo nicht vollzogen Strukturwechsel zu Diesel. Einführung UIC-Anschriften.

* Epoche IV (1970-1990): Abschluss Traktionsumstellung. Beginn neue Farbgebung.

* Epoche V (ab 1990): Neues Farbscheme. Liberalisierung, vermehrt private EVU.


Schweiz (http://www.morop.eu/de/normes/nem804ch_d.pdf) keine offiziellen Epochen-Namen vorhanden

* Epoche I (bis 1920): Epoche des Eisenbahnbaus, bis 1901 als Privatbahnen, ab 1902 als SBB. Beginn der Elektrifizierung.

* Epoche II (1920-1945): Elektrifizierung fast aller Linien.

* Epoche III (1945-1970): Abschluss der Elektrifizierung. Grunderneuerung Fuhrpark, Ende der letzten Dampfloks im Rangierdienst.

* Epoche IV (1970-1990): Einführung UIC-Anschriften.

* Epoche V (ab 1990): Grosse Bahnprojekte (Neue Eisenbahn-Alpen-Transversale, Bahn 2000), neues Farbschema. Übergang der SBB in eine spezialrechtliche AG. Verpendelung fast aller Züge. Liberalisierung, vermehrt private EVU.

2 Was hat die Epoche mit der Planung zu tun?

2.1 Fahrzeuge:

Die ersten Lokomotiven waren zweiachsige Dampflokomotiven mit kurzem Tender, die ersten Personenwagen waren bessere Kutschen, die auf Eisenbahn-Achsen gesetzt wurden. Reisen war ein Luxus, den sich nur gut betuchte Zeitgenossen leisten konnten. Kurze Züge, sehr gemächliche Abläufe und eine zierliche Eisenbahn prägten die Epoche I. Mit zunehmenden Fahrgastzahlen und Gütermengen mussten die Eisenbahnen stärkere Lokomotiven beschaffen, mehr Wagen bauen und die Bahn-Infrastruktur ausbauen. Bis zur Epoche II waren praktisch nur zweiachsige Güter- und Personenwagen im Einsatz (Ausnahme: Personenwagen von hochwertigen Zügen). Die Epoche III brachte den Wandel im Rollmaterial, der sich im Güterverkehr bis in die Epoche IV weiterzog. Alte zweiachsige Personenwagen wurden durch bequemere Drehgestellwagen ersetzt, auch bei den Güterwagen wurden die alten, schwachen Wagen (etnscheidend ist für Güterwagen ihre Beladungsgrenze!) durch neue ersetzt.

Interessant sind auch Formen- und Farbenvielfalt: während die Länder- und Privatbahnen in der Ep. I ihr eigenes Farbkleid pflegten (jede Wagenklasse hatte eine eigene Farbe, auch die Loks waren farbig). Die grossen entstehenden Bahnen DRG, BBÖ, SBB strebten nach Einheitlichkeit des Fuhrparkes. In der Epoche III entstehen immer mehr spezialisierte Güterwagentypen. Die Epoche IV bringt je nach Land eine neue Farbgebung für die Personenwagen (andere Länder erst in Ep. V). Die Epoche V ist geprägt durch immer mehr private EVU, die aber immer mehr Fahrzeuge "ab der Stange" kaufen (z.B. Traxx).


2.2 Verfügbarkeit der Modelle
Die Epochen III und V werden von den Herstellern sehr gut abgedeckt. Die Epochen II und IV sind auch ausreichend verfügbar, allerdings werden hier Lücken nicht so konsequent gefüllt wie in den erstgenannten. Die Epoche I ist eher ein kleiner Markt, bei dem die Abdeckung sich je nach Hersteller auf bestimmte Bahnen beschränkt (Trix: K.Bay.St.B., Brawa: K.Wü.St.B.).


2.3 Bahnhöfe:

Die Bahnhöfe wurden ebenso wie die Fahrzeuge den Bedürfnissen angepasst. Wo mehr transportiert wurde, mussten mehr Züge und einzelne Wagen Platz finden. Bahnhöfe wurden verlängert, um längere Züge aufnehmen zu können, Überhol- und Abstellgleise mussten gebaut werden. Anschlussgleise ermöglichten Industrie und Gewerbe den schnelleren Versand ihrer Güter, Rangierbahnhöfe entstanden zum effizienteren Umschlag und Verteilen der Güterwagen. In der Epoche III wurden viele kleine Nebenbahnen stillgelegt, weil sich der Betrieb auch ihnen selbst mit "günstigen" Triebwagen (Schienenbus als Retter der Nebenbahnen) nicht mehr lohnte. Wo sich auch der Güterverkehr nicht mehr lohnte (Konkurrenz durch LKW), wurden Gütergleise abgebaut & die Bahnhöfe verkamen teilweise zu Haltestellen mit nur noch einem Gleis.


2.4 Industrie & Gewerbe:

War früher (Ep. I bis früher Ep. III) die Eisenbahn fast alleiniges Transportmittel auf dem Landweg, haben LKW der Eisenbahn für viele Güterarten den Rang abgelaufen. Die veränderten Bedürfnisse (schnelle Verfügbarkeit, Standorte auch abseits der Eisenbahnlinien) führten dazu, dass die Eisenbahn heute vor allem Schüttgüter (Kies, Öl, Getreide, Zement, Kohle, Erz) und Container sowie LKW(-auflieger) auf Fernrelationen transportiert. Die Nahzustellung ist praktisch in alleiniger LKW-Hand.

Das hat natürlich auch Folgen für die Eisenbahn. Waren früher Anschlussgleise zu verschiedenen kleinen und grossen Industrie- und Gewerbebetrieben die Regel, sind heute viele Anschlüsse nicht mehr in Betrieb. Wo die Eisenbahn noch für den Gütertransport zum Zuge kommt, ist häufig ein grösseres Güteraufkommen vorhanden. Gesamthaft hat das Gütervolumen in den letzten 50 Jahren stark zugenommen (Beispielzahlen aus der Schweiz: 1950 fuhr die SBB 2'211 Mio Tonnen-Kilometer, 1970 waren es 7'019 Mio Tonnen-Kilometer und 2005 fuhr die SBB 11'291 Mio Tonnen-Kilometer). Die Folge: Gütertransporte sind heute viel konzentrierter als früher, wer also in Epoche V Güterverkehr darstellen will, muss das entsprechend genügend gross einplanen.


3 Konsequenzen für die Planung der Modellbahn:

Die vorbildgerechte Umsetzung eines Bahnhofes (egal ob frei erfunden oder ob es ihn wirklich gibt) ist abhängig von der gewählten Epoche. Während ein Bahnhof in der Ep. II oder III ziemlich "üppig" mit Gleisen ausgerüstet sein darf, ist er in der Ep. V unbedingt auf das zwingend Notwendige zu beschränken. Auch die Einrichtungen für die Kunden (Bahnsteige, Empfangsgebäude, kommerzielles Umfeld des Bahnhofes) sind je nach Zeitraum ganz unterschiedlich ausgebildet!

Daneben hat aber auch die Fahrzeugauswahl der Anlagen-Epoche einen Einfluss auf die Planung. Während die Güterzüge der aktuellen Epoche V häufig Container-Züge, Züge des kombinierten Verkehrs oder sonst eher lange und schwere Züge sind, waren sie in den Epoche II und III noch wesentlich bunter, d.h. mit verschiedenen Wagen bestückt und der Leistung der Lokomotiven entsprechend auch weniger lang und schwer.

Noch wichtiger aber sind die Fahrzeuglängen im Verhältnis zu den verwendeten Radien (siehe oben). Da sind die kürzeren, 2- oder 3-achsigen Wagen früherer Epochen ggü. den modernen Drehgestell-Wagen im Vorteil - es sei denn, die geplanten Radien hätte eine vierstellige Millimeterzahl.

4 Fazit:

- Die Wahl der Epoche ist primär eine Frage des einsetzbaren Rollmaterials. Daneben hat die Epoche aber auch Einfluss auf die Stimmigkeit der Gleis- und Gebäudeanlagen.

- Je früher die Epoche, desto kleiner sind die typischen Elemente, die auf einer Modellbahn nachgebildet werden.

- Je früher die Epoche, desto mehr Güterverkehr ist auf kleinen Stationen anzutreffen (Stückgutverkehr, einzelne Wagen an Rampe, Ladestrasse, Anschlussgleis). Je später die Epoche, desto konzentrierter und umfangreicher ist der Güterverkehr (v.a. Container, Kombinierter Verkehr, Ganzgüterzüge).

- Realistischer Betrieb ist in jeder Epoche möglich! Die Gestaltung der Anlage soll aber unter Berücksichtigung der epoche-typischen Eigenheiten geschehen.

[ Editiert von Moderator markstutz am 10.01.08 7:31 ]

#2 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von Volker Seydel 09.01.2008 17:45

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Hallo,
sehr gut beschrieben, kurz und trotzdem völlig ausreichend für die erste Standortbestimmung - ich habe keine Fehler gefunden.

#3 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von hazus 09.01.2008 21:51

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Ein paar Dinge gehen mir ab:

Ep 4: die Bahn wird bunt, Abkehr vom Einhritsgrün
Ep 5: die Bahn wir noch bunter: Private EVUs

ICs, S-Bahn ab Ep 4,

In Ep 5: Modernisierung von Bahnhöfen, gleichbedeutend mit Rückbau, aber mehr Komfort für den Kunden.

Ein paar Worte zur Verfügbarkeit von Fahrzeugen, gerade in der Ep 1 wär angebracht.

#4 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von photopeter 09.01.2008 22:22

Hi.
Ja, das mit den Fahrzeugen... Die beliebteste und somit auch am besten abgedeckte Epoche ist die Epoche 3. Danach dürfte (bei den Kids bestimmt sogar davor) die Epoche 5 kommen, die auch sehr gut mit Fahrzeugen abgedeckt ist. Einige gravierende Lücken wie z.B. Rotlinge und DoStos in vernünftiger Ausführung werden grade gestopft. Damit ist das Gros komplett. Dann kommt die Epoche 4, die vor allem bei denen beliebt ist, die vom Alter her in dieser Zeit aufgewachsen sind. Auch da ist das Angebot ziemlich umfangreich. Die "alten" Epochen 2 und 1 hingegen sind eher etwas für Spezialisten. So weit mir bekannt ist, bauen ca 15% in Epoche 2 und nur ein paar wenige Prozent in Epoche 1. Und grade in der Epoche 1 gab es unglaublich viele Fahrzeugtypen, was sich locker bis in Epoche 2 hinzieht, auch noch weit darüber hinaus. Wann wurden noch mal die letzten Länderbahn Dampfloks bei der DB oder DR ausgemustert (so P8, T18, G8 und Konsorten)? Bei der DB gab es die drei Typen noch mit Computernummer(038, 078 und 055), also nach 1969 und somit in Epoche 4. Obendrein waren die 38 und die 78 mit die ersten Dampfloks die für Wendezug- Steuerung ausgerüstet wurden, also der Vorreiter des modernen Personenverkehrs, wie er heute aktuell statt findet. Nicht die moderneren Einheitsloks, nein die alten Länderbahn- Typen wurden dafür verwendet. Bei der DR waren diese Loks sogar noch länger im Einsatz. Diese Flut an Fahrzeugen, die noch dazu nur von wenigen wirklich gebraucht und gekauft würden, macht ein komplettes Angebot durch Großserienhersteller nahezu unmöglich. Hier liegt das größte Potential für die Kleinserien- Hersteller. Diese Modelle sind aber sowohl vom Preis (1000€ sind nicht ungewöhnlich für eine solche Lok, die dann aber meist traumhaft gut aussieht) noch von der Ausführung (oft bis meist als Bausatz) nur etwas für Spezialisten.

Das Fahrzeug- Angebot sollte bei der Planung einer Anlage auch mit berücksichtigt werden.
Hat man Platz, kann man die Epoche nachbauen, die einem zusagt. Bei beengten Platzverhältnissen sollte man sich als Anfänger am besten für die Epoche 3 entscheiden, wobei "Ausrutscher" sowohl nach Epoche 1 und 2 als auch nach Epoche 4 kein großes Problem darstellen. Lediglich ein ICE oder ein Taurus mit Ganz- Güterzug macht sich auf so einer kleinen Epoche 3 Anlage nicht wirklich gut.

#5 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von hazus 09.01.2008 23:45

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Ich finde ja Epoche 4 ganz interessant, war ersens meine Kindheit und 2. ist sie zumindest in Österreich ein recht vielseitig: von Ep3 Triebwagen bis zu den ersten Ansätzen der Moderne,halt kurz vor Taurus und Talent. Und wenn man doch sowas hat, ists eine zeitlich vorverlegte Pro befahrt mit einer Designstudie.

#6 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von ificouldiwould 10.01.2008 00:41

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Hi zusammen.

Ich würd gern fragen... auch ganz leise...

Da ich ja ''Ösi'' bin... und eigentlich Bahn/Epochentechnisch, von ''wissend'' ungefähr so weit weg bin wie die Erde vom Mars...

Dieses DR, DB... dings, öhmmm... sagt mir jetzt nicht wirklich was, glaube zwar das hat irgendwas mit vor Wende, nach Wende und Reichsbahn vor WW II, nach WW II, zu tun...
aber könnte man da vielleicht auch ein gaaaaanz klein bissi
''Ösi-Epochen'' erklären????

BIIIIEEETE... DANKE!!!!

Sonst aber SUPER erklärt warum und wieso man sich überhaupt damit auseinandersetzen sollte/müßte!

Finde überhaupt Eure Idee für diese Sache

#7 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von markstutz 10.01.2008 05:11

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Hallo zusammen

Herzlichen Dank für eure Inputs. Ich nehme die Ideen & Kritiken gerne entgegen!

Geändert werden:

- Epochen (genauere Erläuterung, Einbezug aller DACH-Länder)
- Fahrzeugverfügbarkeit
- "Empfehlung" für Einsteiger

Wenn aber noch mehr Idee da sind, bitte posten!

#8 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von martin-leo 10.01.2008 09:44

Also für die Einsteiger ein absolut brauchbarer Leitfaden.

Für so Eisenbahngeschichtsfuzzis wie ich einer bin, gäbs da schon was zu unterscheiden. Aber das würde den Rahmen eines Leitfadens sprengen und deshalb verkneif ich mir das !

Zum Thema Bahnhöfe und Epoche. Auch in Ballungszentren ist ein Umbau der Gleisanlagen in der Epoche V nicht zu übersehen. Gerade im Grossraum Stuttgart sind bereits große Güterterminal komplett verschwunden! (Güterbhf. Stuttgart Hbf. seit ende der 80ziger bereits!) Von Stuttgart21 schreibe ich hier lieber nichts!

Was die Fahrzeuge anbelangt würde ich aber meinen, daß die Epochen I und II, vergleicht man den Modellbestand vor 10 Jahren doch sehr gut dastehen. Nicht zuletzt dadurch, daß die Gebr. Fleischmann sich zumindestens sich den Preußischen Länderbahnloks annehmen. Die letzte Neuheit dieser Fa.,BR 95 ist eigenlich eine Entwicklung der KPEV.
(Bez. Pr.T20 !) Die ersten tatsächlichen Einheitsloks der DRG kamen ja erst 1925 mit der BR 01/02 und da geht für mich die Epoche II eigentlich erst los. Aber das ist mein Bier! (Prost !)

Um unseren österreichischen MOBA-Freund (ificould...)auf einen neueren Kenntnisstand zu bringen folgendes:

Auf Grund der Weimarer Verfassung von 1919 wurden am 01.04.1920 alle großen Länderbahngesellschaften zur Reichseisenbahn zusammengefaßt. Also noch nicht zur Reichsbahngesellschaft !!! Die Deutsche Reichsbahngesellschaft (DRG) wurde per VO vom 12.2.1924 am 30.08.1924 gegründet! DIe Bezeichnung Deutsche Reichsbahn Gesellschaft ist also korrekt von 1924 bis zum 10.2.1937, denn da wurde die Reichsbahngesellschaft durch eine Neuregelung zwischen der Reichsbank und der DRG wieder dem Reich unterstellt und damit zur Deutschen Reichsbahn DR. Nachdem Ende des WWII konnten sich die Allierten Siegermächte nicht auf eine einheitliche Bahnverwaltung einigen. Auch die Vermögensfrage blieb generell ungeklärt, sowie der Eisenbahnverwaltungsstatus im Bereich Berlin. So das die Deutsche Reichsbahn in der ehemaligen DDR ihren Namen behielt. Das Kuriose dabei war, Angestellte Der Reichsbahn, die für (West-)Berlin zuständig waren und in damals "West-Berlin" lebten waren Arbeiter und Angestellte der ex DR / DDR ! Auch die S-Bahn (Ost und West) unterstand bis zur Wende der DR !
Alles klar !!!

#9 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von markstutz 10.01.2008 09:56

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Hallo Martin

Danke für deine detaillierten Infos. Aber wie du richtig schreibst, sind das dann wohl zu viele Infos, um dem Einsteiger die Epochen und die Fragen in deren Zusammenhang zu erläutern.

#10 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von hazus 10.01.2008 10:15

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Das war ja auch nicht als Input für das FAQ gedacht, sondern als Crashkurs in deutscher Eisenbahn Geschichte für uns Ösis.

#11 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von martin-leo 10.01.2008 10:23

AUCH !!!

Aber wichtig und gut ist es, daß es einen Leitfaden für die Einsteiger gibt und da ist unser Mod auf dem besten Wege !

#12 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von ificouldiwould 11.01.2008 02:30

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Hoi Martin.

Danke für die kleinen Einblicke in deutsche Bahn-Geschichte. (herrlich komliziert , aber sicher alles im Rahmen der deutschen ''Gründlichkeit'' :lol

Ich hoffe die ''Ösi''- Bahn ist weniger kompliziert!!!

Und ich glaube auch aus des Moderators Antwort erlesen zu haben, daß er vielleicht auch etwas über die anderen Länder betr. Epochen machen will!

Das wäre da ich soooooooooooo viele Loken einfach ...l finde und über die Jahre vielleicht so Nationen-Tage einführen kann, mal SBB, ÖBB, DB... und mit ein wenig Info würde dann wenigstens kein totales Chaos auf der MoBa herschen

#13 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von markstutz 11.01.2008 05:52

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Hallo Börny

Guck mal oben in die redigierte Fassung meines Auszuges.

Ich habe DACH-Länder in die länderspezifischen Epochen unterteilt.

Die anderen Länder-Normen findet man übrigens unter

http://www.morop.eu

#14 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von druse 11.01.2008 10:15

Als anfänger würde ich mich freuen Aussagen über der Länge der Bahnhofsgleise in bezug auf die Epoche zu finden.
Denn bei vielen Diskusionen hier kommt oft der einwand Gleise zu kurz.

Gruß Andreas

#15 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von ificouldiwould 11.01.2008 11:14

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Hi Mark & Co

Also erstmal für die Erweiterung des FAQ, leider sind wir auch so kompliziert !

Nur eines erkenne ich nicht so recht, ab wann wurde das T auf den Loken/Wagen gegen ÖBB getauscht?? Es fahren ja nach wie vor noch viele damit rum!
Überhaupt... wozu der Aufwand?

#16 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von photopeter 11.01.2008 11:19

Hi.
Das mit den Gleislängen lässt sich natürlich nicht so pauschal sagen, aber prinzipiell, je länger desdo besser. Ist der Bahnsteig vom ersten bis zum letzten mm vollgestopft und die Lok schon auf den Weichen angekommen, so sieht das einfach nicht gut aus. Ist der Bahnsteig doppelt oder drei mal so lang wie der Zug, wirkt das eher wohltuend großzügig.

Im Allgemeinen kann man für Nebenbahnen in Epoche 1 und 2 bei einer Bahnsteiglänge von 1 Meter (Tenderlok plus 4 Donnerbüchsen ca 80-90cm) anfangen. Auf Hauptbahnen sollte möglichst das doppelte (also 2 Meter) zur Verfügung stehen. In Epoche 3 eher etwas länger. Ein Zug mit einer V100 und 3 Silberlingen ist ca 1,10 Meter lang (3x30cm für die Wagen plus Lok 20cm). Also sollte der (Neben-)Bahnsteig möglichst mindestens 130-150cm lang sein. An der Hauptbahn sind jetzt z.B. eine BR 01 mit 6 Wagen schon über 2 Meter lang (6x30cm plus Lok 30cm sind 210cm) so das eigentlich 2,50 Meter Bahnsteiglänge anzustreben sind. In Epoche 4 werden die Züge noch mal etwas länger. Weniger an den Nebenbahnen. Hier reicht ein Zug mit 4 Silberlingen plus Lok (ca 150cm) eigentlich immer aus. Auf der Hauptstrecke sollte man versuchen, möglichst 3 Meter lange Bahnsteige zu erreichen. Und die vor allem, aber nicht nur, bei den jüngeren Mobanern beliebte Epoche 5, hier wird es jetzt ganz heftig. Auf reaktivierten schwach genutzten Nebenstrecken reicht es zwar oft, wenn die Bahnsteige lang genug für eine Doppeleinheit Lint, Desiro, Talent,... (ca 1-1,20 Meter) sind aber sobald man eine etwas stärker befahrene Strecke nachbilden will, wird es gleich deutlich länger. Regio- Express Züge bestehen in der Regel aus Lok, 4 Zwischenwagen und Steuerwagen, macht 1,70 Meter (5-30cm für die Wagen plus 20cm für die Lok) Somit ist man in Epoche 5 auf der Nebenbahn praktisch schon bei der Länge der Hauptstreckenbahnhöfe der Epoche 2. Die Hauptbahn ist noch extremer. Ein ICE1 oder ICE2 Ganzzug ist über 4 Meter lang, ein IC kann bis zu 4,60 Meter (14x30cm plus 2 Loks je 20cm) lang werden. Der ICE2 Halbzug und der ICE3 sind, obwohl deutlich kürzer, auch noch 2,4 Meter lang (8 x 30cm). Güterzüge sind mindestens 3-5 Meter lang
Man sieht also, in Epoche 5 braucht man richtig viel Platz.
Klar kann man alle Züge verkürzen, doch ein ICE1 mit 4 Wagen sieht einfach nicht aus. Auch der IC sollte möglichst nicht aus weniger als 7 Wagen (2,30 Meter) bestehen. Das sind die kürzesten planmäßigen ICs. Und ein Güterzug mit 3 oder 4 Wagen sieht auch nicht aus, vor allem nicht, wenn davor eine moderne Lok gespannt ist. Ein Taurus oder Traxx mit einem Zug dahinter, der kaum länger ist als die Lok, das geht einfach nicht...

#17 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von martin-leo 11.01.2008 11:26

Also mit der redigierten Fassung des Deutschen Teils kann ich sehr gut leben !!!

Was den schweizer und den österreichischen Teil angeht, halt ich mich raus, Denn da haben die Kollegen mehr Ahnung !

#18 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von markstutz 11.01.2008 11:47

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Ich versuche, die Zugslängen mal noch in einer Tabelle aufzuarbeiten. Das kann ich aber erst heute Nachmittag machen & muss dann mal noch schauen, wie ich das einfügen kann. Vielleicht als Grafik.

Ich finde es übrigens super, dass hier so viele mitdenken das gibt mir das Gefühl von Interesse an der Arbeit und dass hier ein gemeinsames Wissen vorhanden ist, dass nicht zu verachten ist!

#19 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von druse 11.01.2008 13:52

@photopeter: danke Gruß Andreas

#20 RE: Bearbeitungsthread zum Planungs-FAQ von hazus 11.01.2008 14:06

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zu den Epochen in .at: Die Farbgebung in Ep 4 war das rot-cremefarbene Jaffa-Design, in Ep 5 das rot graue CS-Design. Davor war alles grün, bis auf die Triebwagen, die sowohl in EP 3 als auch 4 und zu einem großen Teil noch in Ep 5 blau beige waren / sind.

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