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#41 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von dasa 14.04.2009 21:07

Hallo,

vielleicht hilft dir der hier weiter, bzw. der link dazu: klick

Dein Anlagenbau sieht sehr vielversprechend aus und der bisherige Baubericht ist nicht nur intersessant, sondern auch sehr informativ und vielsprechend.

Deinen Beitrag habe ich abonniert, denn ich will nix mehr verpassen!

#42 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 03.05.2009 19:58

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Testfahrten in der Gleiswendel - stimmen die Berechnungen?



Hallo,

Obwohl ich meine knappe Zeit eigentlich besser zum Fortschritt beim Aufbau meiner Anlage nutzen sollte, wollte ich es jetzt endlich wissen:
  • Schaffen meine US Loks (zumeist keine Haftreifen) es wie geplant, ca. 40 4achsige Waggons die Gleiswendel hinauf zu ziehen?
  • Kippen die vorderen Waggons ggf. durch die Zugkräfte nach innen?
  • Schieben sich Waggons mit "normalen" Bügelkupplungen bei Talfahrt zusammen, verhaken sich und entgleisen?

Diese Fragen beschäftigen mich seit ich mein Anlagenkonzept beschlossen habe, denn ich möchte die langen Züge verwirklichen und den vorhandenen Platz im Keller nicht nur zwei-, sondern dreidimensional nutzen, d.h. die Züge "unterirdisch" speichern. Viele MoBa-Kollegen haben mir von Gleiswendeln abgeraten und mir die unterschiedlichsten Probleme vorausgesagt.

Die Kernfrage bei der Realisierung meines Anlagenkonzepts besteht in der richtigen Abstimmung der Dimensionen der Gleiswendeln mit der Gleislänge der Schattenbahnhöfe. Es würde ja wenig Sinn machen, die Länge der Schattenbahnhöfe an Zügen auszurichten, die die Gleiswendeln nur abwärts befahren können.

Diese Abstimmung musste natürlich bereits in der Planungsphase durchgeführt werden. Hierzu habe auf meiner damaligen Testanlage (Tischtennisplatte) etliche Zugkraft-, Waggongewicht- und Rollwiderstandsmessungen durchgeführt und Berechnungen angestellt. Dabei kam als theoretischer Wert heraus, dass meine langen Züge die Gleiswendel hinauf kommen, wenn sie nicht mehr als 1,65% Steigung hat. Ich habe über meine Berechnungen hier berichtet. Soweit die Theorie - aber wie würde die Wirklichkeit aussehen?

Nachdem die Infrastruktur für die Ebene der unteren Schattenbahnhöfe vor wenigen Tagen fertig wurde, eröffnete sich die Möglichkeit, die Fragen durch Erprobung ein für allemal zu klären.

Hierzu habe ich einen Teil der Gleiswendel provisorisch aufgebaut, die am linken unteren Schattenbahnhof beginnt. Da sie ohnehin wieder abgebaut wird, habe ich mir das hinunter führende Gleis gespart und nur das mit 77 cm Radius bergauf führende Gleis verlegt. Pro Umdrehung erreicht die Gleiswendel 8 cm Höhenunterschied. Somit ergibt sich eine Steigung von 1,65%. Die Teststrecke besteht aus 10 Peco Streamline Flexgleisen à 915mm in der Gleiswendel und ca. 15m in der Ebene verlegtem Roco Line Fertiggleis als Zufahrt zur Gleiswendel.


1. So sieht der erste Testzug aus: C&O 1633 mit 38 Coal Hoppers und einem roten Caboose am Schluss.




2. Der Rollwiderstand des ersten Testzuges beträgt ca. 40g in der Ebene.




3. Nun fährt der erste Testzug in die Steigung ein; wenige Waggons hinter der Lok sieht man den sanften "Knick".




4. Der Zug ist etwas länger als eine Umdrehung der Gleiswendel; in wenigen Augenblicken wird C&O 1633 eine Etage höher vor dem Caboose fahren.




5. Nachdem auch der Caboose in der 1,65% Steigung ist, zeigt die Federwaage eine Zugkraft von knapp über 80g an; genau wie voraus berechnet - freu!
Die haftreifenlose Rivarossi Lok ist am Limit, in der Ebene bringt sie knapp 90g Zugkraft auf. Aber mit gelegentlichem Schleudern schafft sie es durch die Wendel.
Es treten keine Kippprobleme auf, weder am Tender noch bei den vorderen Waggons.





6. Nun will ich es aber wissen! Wann beginnen die vorderen Waggons nach innen zu kippen?
Lokwechsel - jetzt muss die Haftreifen-bestückte N&W 1224 heran. An den Zug werden weitere 18 Coal Hoppers (darunter 6 schwerere Modelle) angekuppelt, und wieder geht es mit Federwaage in die Gleiswendel.
Der zweite Testzug füllt mit seinen 57 Waggons (228 Achsen) fast den gesamten Probeaufbau. Aber kein Problem für N&W 1224; sie zieht in der Ebene 230g - dank Haftreifen.





7. In der Ebene sind es zunächst noch ca. 55g Rollwiderstand; als der gesamte Zug in der Steigung ist, pendelt sich die Federwaage bei ca. 120g ein. Aber weiterhin keine Kippprobleme. Der große Radius macht's.




8. Also werden noch mehr Waggons angekuppelt: 4 Tankwagen und 13 Boxcars kommen hinzu; macht zusammen 74 Waggons oder 296 Achsen für den dritten Testzug!
In der Ebene muss N&W 1224 dafür 100g Zugkraft aufbringen, in der Steigung 160g. Hätte der komplette Zug in die 9,15m lange Gleiswendel gepasst, würde die Federwaage jetzt ca. 200g anzeigen.
Auf dem letzten Meter der Gleiswendel zittern die ersten beiden Coal Hoppers leicht. Aber Kippgefahr besteht noch nicht - auch nicht beim Tender.





Da fällt mir jetzt wirklich ein Stein vom Herzen - alles Paletti, die Berechnungen stimmen. Die Loks bewältigen die Steigungen mit langen Zügen, und es gibt eine breite Sicherheitsmarge bis Kippprobleme auftreten.

Ein kleiner Zusatztest ergab, dass auch die Abwärtfahrt bei Fahrzeugen mit Bügelkupplung keine Probleme ergibt.

... war insgesamt also ein aufschlussreiches und erfreuliches MoBa-Wochenende!

#43 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von SH1 03.05.2009 20:05

WoW tolle Arbeit und schöner Zug mit einer beachtlichen Länge. Gruß Simon

#44 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 04.05.2009 09:14

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Hy Al.

Ist ja der Hammer!!!

Zuerst mal ein Kompliment an Deine Züge, wunderschöne Loks mit Anhang.

Tja, wie Du richtig schreibst, der große Radius machts!!!

Freue mich sehr für Dich, daß alles so reibungslos klappt und die früher überlegten Bedenken nicht eingetreten sind!!!

Sind schon Wahnsinnsteile, Deine Züge.

So nebenbei...
Ich bin sehr beruhigt, daß wenigstens in der "heißen Phase" auch bei Dir ein bißchen Werkzeug und Klim-Bim rumliegt!

Freue mich schon auf weitere Bilder Deiner Anlage!

#45 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von BigBoyFan 04.05.2009 12:54

Wow!
Nun ist es amtlich: der Radius macht's! Danke für die Mühe, die Du dir gemacht hast, um uns das zu zeigen! Leider hat nicht jeder so viel Platz um eine solche Wendel unterzubringen. Bei uns gibt es eine Kehre (ohne Steigung) mit 55 cm Radius. Sonst haben wir 60er- bzw. 70er-Radien. Nun könnten wir, wie manche, uns mit einem Teilausschnitt begnügen um authentisch zu bleiben. Da wir aber trotz der nicht optimalen Platzverhältnisse amerikanisch fahren wollen, haben wir diese eine 55er-Kurve in den nicht sichtbaren Bereich verbannt. Da ist es notwendig, so manches Rollmaterial ,,55er-tauglich'' zu machen! Hier wird behutsam vorgegangen, das Rollmaterial soll nach wie vor authentisch wirken! Eine weitere reizvolle Herausforderung ist es, Störungsfreiheit zu erlangen, was uns gelungen ist. Ich hoffe, daß ich noch in diesem Monat Teil eins vorstellen kann! (Ich habe fast fertig.) Grüße BBF

[ Editiert von BigBoyFan am 04.05.09 12:55 ]

#46 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von CrusaderX 04.05.2009 16:09

Freut mich, dass Du die ersten Hürden erfolgreich meistern konntest!

Um so erfreulicher, dass Deine Berechnungen in die Du ja sehr viel Hirnschmalz reingesteckt hast gestimmt haben. Ich fänd's klasse wenn Du das ganze noch mal zusammenfassen könntest, damit es auch anderen Wendelbauern zum nachschlagen und nachrechnen dienen kann



Gruß
Simon

#47 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 05.05.2009 00:54

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@ Simon

Al hat sogar einen eigenen Thread wo's nur um die Gleiswendel, deren Rollwiederstand, Steigungsgrad usw. geht!!
Findest Du hier:
topic.php?id=302459&msgid=3326509

#48 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 23.05.2009 18:53

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Drei Testfahrten im Video



Hallo,

erstmal herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Beiträge.

Mittlerweile habe ich eine Menge Testbetrieb in der Gleiswendel gemacht. Bei dieser Gelegenheit habe ich die Zugkraftwerte von all meinen haftreifenlosen Loks gemessen und von einigen mit Haftreifen. Neben den Güterzügen habe ich auch Züge mit meinen längsten Schnellzugwagen und den längsten 2Achsern getestet und viele wichtige Informationen für den endgültigen Aufbau der Gleiswendel und einen störungsfreien Betrieb gewonnen.

Zu meiner Verwunderung konnte ich bisher keine reproduzierbaren Unterschiede zwischen der Zugkraft meiner Loks in der ebenen Geraden und in der Gleiswendel (r=77cm, 1,65% Steigung) messen. Dies kann natürlich nicht richtig sein, denn ein 1.200g schweres Modell hat bei 1,65% Steigung ca. 20g Hangabtrieb, d.h. 20g weniger Zugkraft. Also werde ich wohl meine Messmethodik noch verbessern müssen.

Die Zugkraft der Chesapeake & Ohio (C&O) 1633 von Rivarossi lag so nahe an der Soll-Last (38 Coal Hoppers und 1 Caboose), dass sie sich beim Wiederanfahren in der Steigung doch manchmal schwertat. Störungsfreies Anfahren ist jedoch für den später im "unterirdischen Bereich" vorgesehenen Automatikbetrieb unabdingbar. Daher habe ich der C&O 1633 entgegen meiner ursprünglichen Absicht nun doch Haftreifen verpasst. Dadurch wuchs die Zugkraft von knapp 90g auf über das Doppelte. Sie zieht jetzt 190g.

Nach dieser Erstarkung steht C&O 1633 im unten eingefügten Video mit 57 Waggons und 228 Achsen im Schlepp in der "Abstellschnecke" meiner Testanlage, um in wenigen Augenblicken die Gleiswendel in Angriff zu nehmen. Der Generator wird hochgefahren und der Scheinwerfer eingeschaltet. Es folgt ein kurzer Achtungspfiff, und dann setzt die Lok mit der Achsfolge (1'C)C3' - oder amerikanisch 2-6-6-6 ("Allegheny") - mit geöffneten Zylinderhähnen und dem typischen Doppelschlag einer simple Articulated ihren schweren Zug gaaaanz langsam in Bewegung.

Die ungewöhnliche Achsfolge rührt daher, dass die C&O die stärkste Dampflok der Welt haben wollte - ein 3achsiges Drehgestell war nötig, um die riesige, tief herunter reichende Feuerbüchse zu tragen. Im August 1943 erreichte C&O 1608 vor dem Messwagen mit über 14.000 US tons am Haken 46 miles per hour (74 km/h), was 7.498 PS am Zughaken entsprach - über 1.000 PS mehr als ein Big Boy!
(Quellen: "The Allegheny - Lima's Finest" by E.L. Huddleston, Th.W. Dixon Jr., Hundman Publishing 2001; "Big Boy" by William W. Kratville, Autoliner Inc., Omaha, Nebraska 2004).

Nun aber zurück zum Modell. In der Gleiswendel verlangsamt sich der Auspuffschlag der C&O 1633 etwas, bis die Lastregelung des nachgerüsteten QSI-Decoders gegengeregelt hat. Der Klang der Dampfschläge wird lauter und härter. Am Ende der Teststrecke, kurz vor dem Stillstand, werden die Bremsen angelegt, was sie mit einem vielstimmigen Quietschen quittieren. Und hier das Video dazu:




Ebenso wie die C&O fuhr auch die Pennsylvania Railraod (PRR) im Osten der USA. Eine ihrer modernsten und erfolgreichsten Dampfloks war die Baureihe J1, ein Nachbau der C&O T1, mit der Achsfolge 1'E2' - oder amerikanisch 2-10-4 ("Texas") - und einem gigantischen 8achsigen Tender. Das Modell dieser Lok von Broadway Limited (BLI) ist mit Haftreifen auf der letzten Kuppelachse ausgestattet. Meine PRR 6432 stammt aus der BlueLine Serie. Diese Loks sind mit analogem (!) Sound ausgestattet und besitzen eine 8polige Schnittstelle zur Nachrüstung eines DCC Decoders. Ich habe einen ESU Lok Pilot 3 eingebaut.

Das hohe Gewicht gibt der Lok zusammen mit den Haftreifen eine sehr hohe Zugkraft. Würde man sie dauernd ausnutzen, so würde sicher schneller Verschleiß an Motor und Getriebe auftreten. Aber dies ist kein Dauerbetrieb, sondern nur ein Test. Hier das Video von PRR 6432 mit 74 Waggons und 296 Achsen am Haken in der Gleiswendel:





Der Big Boy der Union Pacific (UP) ist bei uns die bekannteste US Dampflok. Er hat die Achsfolge (2'D)D2' - oder amerikanisch 4-8-8-4 ("Big Boy"). Ich habe vor einigen Jahren das Modell von Trix gekauft; mittlerweile ist die Auswahl etwas größer. Das Trix Modell ist sehr schön detailliert, hat hervorragende Laufeigenschaften und einen technisch nicht stimmigen, jedoch unter H0 Modellen herausragend vollen Klang; Details dazu hier. Zugleich ist der Trix Big Boy ein Modell ohne Haftreifen. Das Erstaunliche ist, dass er dennoch eine recht hohe Zugkraft besitzt. Sie ist wesentlich höher als die anderer, etwa gleich schwerer haftreifenloser Loks (z.B. Lionel Challenger) und fast 4mal so hoch wie die Zugkraft der etwa halb so schweren Trix US Mikado (1'D1'); Zugkraftwerte siehe hier. Meine bislang einzige Erklärung dafür ist, dass der Big Boy Räder aus einem besonders griffigen Metall besitzt(?). Der Trix Big Boy kann als einzige haftreifenlose Lok meiner Sammlung den schweren Testzug mit 74 Waggons und 296 Achsen die Gleiswendel hinauf ziehen.

Im Video beginnt der Big Boy die Testfahrt mit seinem schweren Zug in der "Abstellschnecke" meiner Testanlage. Der Radius dort sinkt von außen nach innen von 61 cm auf 29 cm, was den Rollwiderstand erheblich erhöht.

Die Luftpumpen des Big Boy tun noch ein paar Schläge, dann wird die Druckluftbremse mit einem langen "Pschhhhhhhhhh" gelöst, und die Lok zieht gaaaanz langsam an. Die Kupplungen der zusammengeschobenen Waggons werden eine nach der anderen gespannt - 74 mal jeweils einige Millimeter. Lange dauert es, bis sich auch die hinteren Waggons in Bewegung setzen. Es sind jene, die in der schärfsten Kurve stehen, und der Rollwiderstand des Zuges wächst kräftig an - einmal rutscht der Big Boy durch, dann hat er seine Last im Griff und zieht sie ungemein geschmeidig mit einem vollklingenden "Wuff - Wuff" aus der Schnecke. Absolut souverän und mit perfekt arbeitender Lastregelung geht es schließlich in die Gleiswendel, an deren Ende ein vielstimmiges Quietschen vom Anlegen der Bremsen kündet.

#49 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 23.05.2009 19:33

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Hy All.

Tjo...



1.) Mich frisst der Neid!

2.) Mich frisst der Neid!!

3.)Mich frisst der Neid!!!

So leid es mir tut, für's Erste kann ich nur eines sagen...

GEIL!!!!

umschalten in den Beruhigungsmodus...

Erstens mein Kompliment für Deine Loks und deren Anhang!!
Zweitens, hervorragende Fahreigenschaften!!
Drittens, wie gut man "das Schwerertun" der H-8 hören kann ist faszinierend!!
Alle Sounds gefallen mir ausgesprochen gut (vor allem weil ich ja aus Erfahrung weiß, daß es in Natura noch besser ist), lustiger weise der, der 2-10-4 PRR am Besten, obwohl ich sonst ein Fan der Riesen bin!?

Es ist schon gewaltig wenn es einem möglich ist, einen solchen "Tatzelwurm" an einem vorbeiziehen zu lassen, dieses Privileg des großen Raumes haben nur wenige unter uns!

Wünsche Dir bestes Gelingen beim Finishing Deines Sbhf's und den Wendeln und freue mich über die nächsten News!!

Übrigens Danke, daß Du Dir die Mühe mit der Filmerei gemacht hast, war ein Genuß für mich!

#50 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von BR423 23.05.2009 20:06

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#


What is this!??? This is Fucki'n good!!! -> Würde ein Engländer sagen. Ich sag nur: Top, Geil, Sauber...

Mit bleibt das Essen im Hals stecken...

Das ist ja mal "endgeil"!



Traumhaft, mit Landschaft ist das der absolute Burner...

Ich fide das GEIL , GEIL , GEIL!!!!

Bin zwar kein Dampflok oder USA Fan, aber das ist ja Geil...

Mehr fällt mir net ein...




Mehr Bilder!








Grüße, Lukas

#51 Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 19.07.2009 22:11

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Auf mehrfachen Wunsch: UP 9000 auf Testfahrt in der Gleiswendel



Hallo,

herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Beiträge. Auf meinen Beitrag über die UP 9000 bekam ich mehrere Anfragen, ob man die UP 9000 nicht auch mal mit schwerer Last in die Gleiswendel schicken könnte.
O.K., hier ist sie mit 57 Coal Hoppers und 228 Achsen - viel Spaß beim Ansehen:

#52 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 20.07.2009 09:45

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Ahhhhhhhhh yeahhhhh!!!!

Menno ist das Teil stark!
Nach Deinen technischen Nachbesserungen sieht das ja jetzt gut aus!
Das alles so schön funzt und auch die Anfahrt auf der Steigung möglich ist verdankst Du ja hauptsächlich Deinen großzügigen Radien!
Wieder schön anzusehen!

So nebenbei...
Du bräuchtest ja ein Mega BW um Deine Schatzies alle auf die Anlage zu bringen, woran man so vorbeifuhr ist ja schon mächtig!!

Edit meinte noch, es wäre schon cool gewesen den Synchron-
Rauchausstoß zu sehen...

[ Editiert von ificouldiwould am 20.07.09 9:52 ]

#53 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von monty48 10.11.2009 02:39

Bin ja auch ein Freund der amerikanischen Loks und habe auch einige (Big Boy, Challenger etc.).

Aber warum muß man diese armen Dinger denn sooo quälen?

Erinnert mich so an diesen Quasimodo von Dracula in "Van Helsing":

"Weil ich das gut kann."

#54 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von monty48 18.01.2010 12:28

Als Ergänzung zu meinem obigen Beitrag "Loks quälen":

War natürlich ironisch gemeint. Um Mißverständnisse auszuschließen: Tatsächlich handelt es sich um sehr schöne und, vor allen Dingen, sehr informative Aufnahmen und Videos.

#55 Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 16.05.2010 00:58

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Landschafts- und Gleisplanung



Hallo,

meine Schattenbahnhöfe sind immer noch nicht fertig. Wenn ich doch nur mehr Zeit daheim hätte! Ich werde wohl noch lange brauchen, bis meine MoBa fährt...

Aber mit einem Notebook ist kann man auch arbeiten, wenn man nicht zuhause ist. So habe ich in der letzten Zeit mit WinTrack 9 versucht, meine Vision von meiner Anlage in einen 3dimensionalen Landschafts- und Gleisplan umzusetzen.


Für die konkrete Planung habe ich die nachfolgenden Prämissen festgelegt:
  • Plausible 3Dimensionalität von Gelände, Gewässerlauf und Streckenführung (z.B. "hochwassersichere Lage" der Gleise in einer plastischen Landschaft)
  • Mindestradius = 60 cm; im sichtbaren Bereich aber möglichst > 80 cm
  • Steigungen < 2%
  • Durchfahrthöhen > 8 cm (Schienenoberkante zu Schienenoberkante)
  • Parallele Gleisführung zur Plattenkante vermeiden
  • Maximierung der Länge der sichtbaren Strecken
  • Enge Kurven möglichst an nur Stellen, wo der Betrachter die kurveninnere Seite des Zuges sieht
  • Weite Kurven (möglichst r > 90 cm), wo man auf die kurvenäußere Seite des Zuges blickt
  • Vielfältige Fahrmöglichkeiten sollen einen abwechslungsreichen Betrieb ermöglichen
  • Die Schattenbahnhöfe an den Enden der zweigleisigen Hauptstrecke müssen umfahren werden können
  • Einführung der 2gleisigen Hauptstrecke in die Wendeln zu den Schattenbahnhöfen immer so, dass das kurvenäußere Gleis bergauf führt (größerer Radius, geringere Steigung) und das innere bergab
  • Die Gleislänge im Bereich der 3gleisigen Bahnstation mit Überholgleis muss ausreichend für einen US Güterzug mit 45 Coal Hoppers sein (siehe Testfahrten in der Gleiswendel und Drei Testfahrten im Video)
  • Die Nebenstrecke muss auch für lange Güterzüge befahrbar sein (Steigung, Kurven), die sich im "loop" selbst überqueren und den Kopfbahnhof am Ende der Nebenstrecke umfahren können
  • Der Kopfbahnhof am Ende der Nebenstrecke muss über ein Gleisdreieck zum Drehen von Schlepptenderloks verfügen
Nach diesen Prämissen entwickelte ich den folgenden Plan, den ich Euch im 3D Modus von WinTrack aus verschiedenen Blickwinkeln vorstellen möchte. Auf Eure Kommentare bin ich gespannt.

Bitte beachten:
- WinTrack verstärkt im 3D Modus die Höhen und zeigt daher manchmal etwas überdramatisierte Höhenunterschiede
- Ich habe noch keine Bäume "gepflanzt"
- Die Kulisse ist noch nicht an die Anlage angepasst
- Die Gleiswendeln und Schattenbahnhöfe sind ausgeblendet


1. Überblick aus der Richtung, aus der man den Keller betritt



2. Nochmals ein Überblick aus der Gegenrichtung.



3. Unsere Detailbetrachtung beginnen wir vom Eingang gesehen links. Dort mündet die 2gleisige Hauptstrecke in die Gleiswendel zu den linken Schattenbahnhöfen, und die eingleisige Nebenstrecke zweigt zum hochgelegenen Kopfbahnhof ab.
Am rechten Hinterrand erscheint die Nebenstrecke wieder aus dem Tunnel; bis dort hat sie von der letzten Weiche gerechnet 4 cm Höhe gewonnen, die Hauptstrecke ist 4 cm abgestiegen - zusammen genug für die Überquerung.
Vorn rechts im Bild beginnt die "einsame Bahnstation" mit einem Überholgleis in der Mitte, und der Fluss endet hier an seinem tiefst gelegenen Punkt.
Auf das große freie Planum kommt noch ein Bw mit Drehscheibe. Ich bin mir noch nicht sicher, von wo man die Zufahrt wählen sollte.




4. Hier sieht man nochmals den Beginn der "einsamen Bahnstation" im unteren Flusstal und die dahinter stetig ansteigende Nebenstrecke.



5. Fortsetzung der "einsamen Bahnstation" mit ihrem langen Überholgleis. Ihre Erbauer hatten hohe Kosten aufzubringen, denn der mäandrierende Fluss musste mehrmals überquert werden.
Die Nebenstrecke schwingt sich zur anderen Talseite hinüber und überquert die Bahnstation und den Fluss.




6. Am Ende eines langen Rechtsbogens vereinigt sich das Überholgleis wieder mit den Hauptgleisen. Ab hier muss die Hauptstrecke ansteigen, denn das Flusstal verengt sich zu einer Schlucht, durch die uns das Wasser über mehrere Stromschnellen entgegenfließt. So muss die Hauptstrecke in der Steigung zunächst eine Engstelle durch einen Tunnel passieren, um dann dem Fluss entgegen weiter anzusteigen. Oberhalb der größten Stromschnelle überbrückt sie den Fluss - nun weitet sich das Tal wieder, dem jetzt weiter oben am Hang auch die Nebenstrecke wieder folgt.
Die Nebenstrecke überbrückt die Schlucht direkt an ihrem Beginn und verlässt das Tal, um in einem "loop" weiter an Höhe zu gewinnen, in dessen Verlauf sie die Schlucht noch zwei weitere Male überquert.




7. Die Hauptstrecke muss den Fluss noch mehrmals im Verlauf des oberen Flusstals überqueren, das sie schließlich in einem weiten Rechtsbogen verlässt.
Nach der letzten Flussbrücke fädeln sich zwei eingleisige Strecken aus: Die untere führt zur Gleiswendel und ermöglicht das Umfahren der Schattenbahnhöfe. Die obere stellt das Ende unserer "eingleisigen Nebenstrecke" dar, die eigentlich in den hochgelegenen Kopfbahnhof mündet, ihn über eine im Tunnel versteckte Weiche jedoch auch umfahren kann und dann über eine Gleiswendel zurück zur 2gleisigen Hauptstrecke führt.
Die Nebenstrecke überquert das obere Flusstal und schwingt sich dann über die Hauptstrecke, die alsbald in die unter dem Berg liegende Gleiswendel zu den rechten Schattenbahnhöfen mündet. Die Höhe der Nebenstrecke wird im hinteren Bildbereich von WinTrack übertrieben dargestellt. Der Höhenunterschied zur Hauptstrecke beträgt nur 20 cm.




8. Nun ist auch der hochgelegene Kopfbahnhof sichtbar. In dem Tunnel davor ist die besagte Weiche versteckt.
Nach Einfahrt in den Kopfbahnhof wird die Lok vom Zug abgekuppelt und über die Weiche bis zum Prellbock vorgezogen. Tenderloks können nun ihren Zug umfahren und am anderen Ende wieder angekuppelt werden. Schlepptenderloks können über ein verstecktes Gleisdreieck gewendet werden. Hierzu nehmen sie rückwärts die in einem Rechtsbogen in den Tunnel führende Strecke, die über eine im Tunnel versteckte Weiche in die Gleiswendel mündet. Dort wird die Fahrtrichtung gewechselt, und die Lok fährt vorwärts bis über die zweite im Tunnel versteckte Weiche. Danach geht es rückwärts an das Zugende - Wendemanöver abgeschlossen!


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#56 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von stilmixer 16.05.2010 19:42

Absolut beeindruckend!


Bin neu hier und musste erstmal den ganzen Thread durchstöbern. Respekt für deinen langen Atem. Ich habe vor kurzem mit letzter Kraft 40x70cm Anlagenfläche fertiggestellt.

Wenn deine Anlage dann mal landschaftlichen Hintergrund für die Züge bietet, dann wirds der Hammer! Ich finde auch die Idee mit der "Multinationalität" gut.

Zwei Gedanken habe ich noch:
Das BW mit Drehscheibe auf der linken Wendelfläche soll aufs Niveau der Hauptstrecke, oder?

Deine Landschaftsplanung finde ich sehr plausibel. Ich persönlich würde aber wahrscheinlich den Loop in der Nebenstrecke weglassen und diese lieber sich über ein kurzes Stück etwas von der Hauptstrecke entfernen lassen. Sprich: geradeaus führen statt Loop. Mir wärens in dem Bereich einfach zu viele Brücken übereinander. Andererseits, jetzt wo ich so tippe: Es ist der landschaftliche Höhepunkt. Also kann man da auch "streckendramaturgisch" auf die Kacke hauen...


Prost!

#57 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von dasa 16.05.2010 20:07

Hi Al,

deine Dokumentation zum Bau war ja bisher schon ein Leckerbissen schlechthin. Deine Gleisplanung ist nicht weniger schlecht, ganz im Gegenteil, bis dato wußte ich gar nicht das man Modellbahnhintergründe mit laden kann.

Jowi hat es mir auch angetan, obwohl ich mich bisher nicht entscheiden konnte. Ich gehe mal sehr davon aus das du Jowi kennst - falls nicht, die kombinieren dir verschiedene Hintergründe nach Wunsch und haben auch was amerikanisches im Programm.

#58 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Big_Boy 16.05.2010 21:34

TOP!!!

Mehr sag ich nicht!!

LG Lukas

#59 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 22.05.2010 11:55

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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten!


Zitat
Gepostet von stilmixer
...
Das BW mit Drehscheibe auf der linken Wendelfläche soll aufs Niveau der Hauptstrecke, oder?
...

Das Bw mit Drehscheibe gehört in den Kontext der "einsam gelegenen Bahnstation" und muss aus baulichen Gründen (Platzbedarf) auf der linken "Wendelplatte" untergebracht werden. Aus gestalterischen Gründen sollte es höher liegen, damit nicht das "Spielbahn-Bild" entsteht: "Haupt- und Nebenstrecke umkreisen Bw". Daher plane ich das Bw auf dem Plateau und möchte die beiden Strecken im Tunnel darunter verschwinden lassen. Derzeit liegt das Plateau 11 cm über dem Niveau der "einsam gelegenen Bahnstation". In der Planung habe ich aber noch ca. 3 cm "Luft" und könnte das Plateau um etwa 30% absenken, so dass der Höhenunterschied nur noch knapp 8 cm betragen würde.

Da die WinTrack 3D Ansicht die Höhenunterschiede übertreibt und ich auch gestalterisch, z.B. durch Bäume, noch Abmilderungen erreichen kann, wird das Plateau mit dem Bw real nicht so "schlimm" aussehen wie in der Computersimulation.


Zitat
Gepostet von stilmixer
...
Ich persönlich würde aber wahrscheinlich den Loop in der Nebenstrecke weglassen und diese lieber sich über ein kurzes Stück etwas von der Hauptstrecke entfernen lassen. Sprich: geradeaus führen statt Loop. Mir wärens in dem Bereich einfach zu viele Brücken übereinander.
Andererseits, jetzt wo ich so tippe: Es ist der landschaftliche Höhepunkt. Also kann man da auch "streckendramaturgisch" auf die Kacke hauen...
...

Mit Deinem Tipp hast Du voll ins Schwarze getroffen!

Deine Befürchtung, ob das mit den vielen Brücken nicht zu unruhig wird, ging mir auch durch den Kopf. Ich baue aber darauf, dass ich bei der Ausgestaltung der Landschaft noch einiges zur optischen Trennung und Ablenkung tun kann. Die jetzigen Bilder zeigen ja nur die nackte Landschaft ohne Bäume und immer den gleichen monotonen Brückentyp. Außerdem übertreibt WinTrack in der 3D Ansicht die Höhenunterschiede, so dass die Stelle in Natura nicht ganz so spektakulär aussehen wird. Die Höhenunterschiede betragen von Schienenoberkante zu Schienenoberkante jeweils nur 8 - 10 cm.

Noch ein Aspekt: Das Fortlassen des "Loop" hätte nicht nur "streckendramaturgische" (was für ein treffender Ausdruck! ) Konsequenzen, sondern auch den Verlust von ca. 5 m Streckenlänge für die Überwindung des Höhenunterschieds (24 cm) der Nebenstrecke zur Folge.

Im Laufe des langen Wochenendes werde ich noch ein paar Bilder vom Eingang der Schlucht mit den Brücken einstellen.


Zitat
Gepostet von dasa
...
Ich gehe mal sehr davon aus das du Jowi kennst
...

Ja, die eingefügten Kulissen stammen von JoWi. WinTrack enthält als kostenlose Beilage einige Kulissen von JoWi und von Faller.

Durch den probeweisen "Einbau" der Kulissen in die 3D Ansicht meines Plans bin ich darauf aufmerksam geworden, dass ich wahrscheinlich eine individuell angepasste Kulisse benötigen werde.

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#60 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Hohni 22.05.2010 13:47

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Wow. Ich bin auch echt begeistert von den amerikanischen Lokriesen.
Ich freu mich schon, Bilder vom weiteren Anlagenbau und der Landschaft zu sehen. Ich hoffe sie wird so imposant wie es der Gleisplan verspricht.

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