Seite 1 von 7
#1 Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 01.11.2007 16:32

avatar

.

Hallo miteinander,

nach jahrzehntelangem Sammeln möchte ich mit dem Bau meiner H0 Anlage beginnen. Dazu steht ein verwinkelter Kellerraum zur Verfügung.
Für Euren Rat zu meinem Vorhaben wäre ich sehr dankbar.


Mein Vorhaben - Grundsatzüberlegungen

1. Vision

Konzept
Die Anlage dient als Bühne für den Einsatz deutscher Dampfloks sowie internationaler technischer Höhepunkte der Dampfloktechnik vor plausiblen Zügen. Die Szenen auf dieser Bühne werden so generisch gestaltet, dass sie sich in einem beliebigen Land der gemäßigten Klimazone befinden können.

Thema
Dampfbetrieb in einem entlegenen Flusstal eines bewaldeten Mittelgebirges. Zeitraum mit Schwerpunkt zwischen 1920 und 1970. Schwere Züge auf einer 2gleisigen steigungsreichen Hauptstrecke zwischen zwei bevölkerungsreichen Regionen (Schattenbahnhöfe (SchBhf)); abzweigende 1gleisige Nebenstrecke. Lokwechsel (UmspannBhf, Betriebswerk (Bw)), Übergaben (EndBhf).

Betrieb
In erster Linie verkehren deutsche, gelegentlich auch andere europäische und nordamerikanische Züge. Zuglängen bis etwa 5 m (ca. 40 Güterwagen) sind möglich.


2. Ausführung

Unterbau
Spanplatten mit Unterzügen aus Multiplex; Unterzüge Gleiswendeln (GW) und Wendeschleifen mit Stahlprofilen. Die Anlage verläuft 60 cm tief rundum an der Wand entlang; nur die Tür bleibt ausgespart; Tiefe im Bereich der GW und Wendeschleifen 164 cm (Skizzen s.u.).

Sichtbarer Teil
Bei der Landschaftsgestaltung steht die Natur im Vordergrund. Bebauung nur im Mindestumfang, soweit möglich ohne geographische Festlegung. Sichtbare Strecken sind mindestens doppelt so lang wie die längsten Züge.

Links liegen Bw und UmspannBhf (5 m Gleislänge), der durch Tunnels (von den li SchBhf) über die Hauptstrecke erreicht wird. Dort erhalten bergwärts fahrende Züge eine stärkere Lok, Vorspann oder eine Schublok aus dem angeschlossenen Bw. Talwärts fahrende Züge erhalten eine kleinere bzw. schnellere Lok. Zurückkehrende Vorspann- und Schubloks fahren zur Versorgung in das Bw durch, wo sie auf ihren nächsten Einsatz warten.

Am rechten Ende des UmspannBhf beginnt die 5 m lange Rampe der Hauptstrecke. Sie folgt der ansteigenden Sohle des Flusstals und verschwindet schließlich in einem Tunnel (zu den re SchBhf). Zuvor zweigt von ihr die Nebenstrecke ab, die über mehrere Schleifen Höhe gewinnt und am Berghang entlang zum hochgelegenen EndBhf führt. Er ist zugleich Endstation einer normalspurigen Privatbahn. Zwischen ihr und der Staatsbahn finden hier Übergaben statt.

Unsichtbarer Teil
Beide Enden der Hauptstrecke führen über 2gleisige GW hinab in 2 übereinander liegende SchBhf mit 5 m Gleislänge - insgesamt also 4 SchBhf (Skizzen s.u.). Die GW überwinden pro Umdrehung 8 cm Höhenunterschied (Schienenoberkante zu Schienenoberkante). Das Außengleis (Radius 77 cm, Steigung 1,65%) führt hinauf, das Innengleis hinab (Radius 69 cm, Steigung 1,84%). Die GW / SchBhf können über versteckte Schleifen umfahren werden.

Die Nebenstrecke hat mehrere eingetunnelte Abschnitte. Der EndBhf, der nur für kürzere Züge geeignet ist, kann über eine getarnte GW hinab zur Hauptstrecke umfahren werden. So können auch lange Züge die Nebenstrecke befahren. Die Privatbahn hat außerhalb des EndBhf nur einen kleinen SchBhf.

Gleissystem / Steuerung
Das verwendete 2Leiter-Gleissystem mit niedrigem Schienenprofil (Code 83, 2,1 mm) ermöglicht einen Mischbetrieb von NEM und RP 25 Radsätzen. Der Fahrbetrieb findet mit DCC statt.

Mindestradius
Auf der gesamten Anlage beträgt der Mindestradius 60 cm, um einen störungsfreien Betrieb auch langer 1:87 Modelle zu gestatten. Im sichtbaren Bereich der Hauptstrecke beträgt der Mindestradius 100 cm, auf der Nebenstrecke 75 cm.

Sonstiges
In gewissem Umfang sind Kompromisse notwendig und etwas Toleranz erforderlich, z.B. bei der Nationalität von Signalanlagen oder einem rechts fahrenden französischen Zug.


3. Planungs- und Baugrundsätze
.
  • Optimale Ausnutzung des verfügbaren Platzes (Fläche und Höhe)
    .
  • Vielseitige, abwechslungsreiche Betriebsmöglichkeiten
    .
  • Größtmögliche sichtbare Streckenlänge, vorbildnahe Optik von Kurven
    .
  • Gleichmäßige Ausleuchtung ohne Gegenlicht; energiesparend
    .
  • Gute Bewegungsfreiheit zwischen den Anlagenteilen, d.h. auch genügend Platz zum Bücken/Hocken; lichter Raum mindestens 70cm
    .
  • Gute Zugänglichkeit, möglichst von mehreren Seiten, auch zu verdeckten Bereichen (Tunnelstrecken, GW, SchBhf), insbesondere zu Stellen mit erhöhtem Störungsrisiko (Weichen, Kontakte, etc.)
    .
  • SchBhf erhalten abschaltbare Arbeitsbeleuchtung
    .
  • In der Infrastruktur verbaute Materialien dürfen nicht arbeiten (naturgewachsenes Holz kann schwinden, quellen, reißen, sich verziehen, drehen oder werfen) und müssen alterungsbeständig sein (nicht verspröden, schrumpfen etc)
    .
  • Eingebaute Technik sollte langfristig Hersteller-unabhängig nachbeschaffbar sein
    .
  • Die von außen nicht zu öffnenden Lichtschächte vor den Kellerfenstern müssen zu Reinigungszwecken über die Anlage hinweg durch die Kellerfenster erreichbar bleiben (Brüstungshöhe 160cm)

.

4. Grundriss, Skizzen - anklicken zum Vergrößern -

Grundriss


Höhenprofil, unmaßstäblich. . . . . . . . .Neuentwurf (ab #121)
. . . . . . . . . . .

Skizze Gleisplan, unmaßstäblich. . . . .Neuentwurf (ab #121)
. . . . . . . . . . .

sichtbare Anlage. . . . . . . . . . . . . . . .Neuentwurf (ab #121)
. . . . . . . . .

Gleiswendel und Schattenbahnhöfe li


Gleiswendel und Schattenbahnhöfe re

#2 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 05.11.2007 19:07

avatar

hi allegheny

kenne dich ja schon ein bißchen vom us forum und genieße immer deine angaben zu den gestellten fragen, vor allem weil du so schnell fast 1zu1 von englischen seiten in's deutsche übersetzt...
ist für mich zwar egal aber für die meisten sehr gute denke ich!

so, jetzt aber zu deiner anlage...
bin zwar selbst im moba-bau noch recht neu, aber da ich ein ''drauflosundbau''- typ bin mangelt es ja nicht an phantasie.

zuerst einmal zu deinen schattenbhf's...
wenn ich recht verstanden habe sollen es 4 stk werden!!!!

manno, mächtig viel rollmaterial was du da abstellen kannst!
da diese ja meist zuerst gebaut werden hätte ich da mal ein paar fragen bevor ich meinen senf dazu abgebe.

1.)willst du von allen 3 gleiswendeln auch auf die ''grundplatte zufahrt haben oder nur von ganz li. oder re.??

2.)sind die schattenbhf miteinander verb. oder nur 1u.3 und 2u.4??

3.)der (kopf) bhf.auf 140cm wird von einer strecke über die gesamte anlage erreicht oder eher kürzer (steigung??)

sodale... wenn du mir darauf antwortest dann können wir ja mal weitersehen.

mflg ific

#3 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Bernd Müller 05.11.2007 20:03

avatar

Hallo Allegheny

Ich würde Dir raten, dich bei Deinem Anlagenthema für einen Kontinent zu entscheiden.
Europa und Amerika gleichzeitig passt nicht gut zusammen.
Das ganze Umfeld um die Gleise herum ist doch total unterschiedlich.
Es gibt überhaupt keine Gemeinsamkeiten, sodaß die Züge irgendwie deplatziert wirken würden.

Der von Dir angedachte Bahnhof ist in der Ausführung zwischen Europa und Amerika komplett verschieden.
In Europa gibt es dort mehrere Bahnsteige für den Personenverkehr, während in Amerika außer dem Hausbahnsteig direkt am Bahnhofsgebäude sonst nur Anlagen für den Güterverkehr vorhanden sind.
Das zugehörige BW ist in Amerika um Welten größer.
Allein die Drehscheibe hat ganz andere Dimensionen um z.B. eine Lok gleichen Namens wie Dein Nickname zu drehen.
Eine 01 würde man auf so einer riesigen Drehscheibe gar nicht finden.
Die Bekohlungsanlage kann auch unterschiedlicher nicht sein.
Bei uns gab es nur kleine Kohlebunker, die von einem Kran aus beschickt wurden.
Häufig führte der Kran auch die Bekonlung direkt durch.
In Amerika hingegen gab es die riesigen Bekohlungstürme, die per Förderband versorgt wurden.
Diese Kohletürme standen nicht selten sogar über dem Streckengleis, damit die Loks unterwegs Kohle nachfassen konnten, ohne deshalb vom Zug abgekuppeln zu müssen.

Und die Details am Rande der Strecke sind auch teilweise Grundverschieden.
Man denke nur an die klassischen Telegrafenmasten.

Vieleicht wäre es möglich, die geplante Anlage etwas zu verkleinern und dafür eine zweite kleine Anlage zu bauen, auf der dann der andere Kontinent nachgebildet wird.

#4 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 05.11.2007 20:34

avatar

????

öhm...

großbekohlungsanlage von faller...
paßt doch auch die lok darunter...
und bei uns zB. im kamp-tal stehen wegen platzmangels auch auf großen teilen der strecke die alten tel/strommasten direkt neben der strecke...
die häuser halten wir zB. in backstein (außer am betr.gel, das von den amis nicht benutzt wird) und die sehen in amerikanischen städten fast gleich aus???

also ich finde nur wegen des geländes ist das kein hinderniß und wenn er amis und europäer abwechselnd fährt sollte das keine sache sein, oder

mfg ific

#5 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von steffend2 05.11.2007 23:41

Ich würde auch auf jeden Fall Personenbahnhöfe und BWs vermeiden.

Dann bleiben einem nicht mehr besonders viele Möglichkeiten für die Streckenführung.



Sorry hab grade keine Zugriff auf ein Gleisplanungsprogramm. Der große fette Strich soll die zweigleisige Hauptstrecke sein. Die Bahnhöfe und die Anschließer sind nur schematisch zu verstehen.

#6 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 05.11.2007 23:42

avatar

Hallo Börny, hallo Bernd,

danke für Eure Kommentare. Ich werde mal versuchen, der Reihe nach darauf einzugehen. Zunächst also Börny's Fragen:

Zu 1. und 2.: Es sind 2 Gleiswendeln geplant – je eine am linken und am rechten Ende der zweigleisigen Hauptstrecke. Jede Gleiswendel bedient 2 Schattenbahnhöfe, der jeweils obere wird über eine Abzweigung aus der Wendel erreicht. Auf 60 cm Tiefe und mit dem festgelegten Mindestradius von 60 cm kann jeder Schattenbahnhof 6 Abstellgleise erhalten; macht also eine Speicherkapazität von 24 Zügen.
Zu 3.: Der Kopfbahnhof (re Anlagenteil) wird von der aus der Abzweigstation (li Anlagenteil) führenden Nebenstrecke erreicht. Sie läuft über die gesamte Anlage „neben“ der Hauptstrecke am Berghang entlang und gewinnt beständig an Höhe – die Hauptstrecke bleibt unten am Fluß.

Die nachfolgende Skizze habe ich zu den Fragen angefertigt; ich hoffe, dass sie Klarheit schafft.

Höhenprofil, unmaßstäblich



Und nun zu Bernd’s Kommentaren. Ja, Du hast Recht, in den USA ist vieles anders als in Europa. Und es gibt an vielen Orten die Unterschiedlichkeiten, die Du ansprichst. Ich meine aber, dass es auch Stellen gibt, wo die Übereinstimmungen überwiegen.

So haben z.B. die Appalachen im Osten der USA landschaftlich eine große Ähnlichkeit mit unseren Mittelgebirgen. Bei vielen Flußtälern dort kann man, vor allem wenn keine Bebauung vorhanden ist, nicht auf den ersten Blick erkennen, ob sie in Europa oder in den USA liegen. Deswegen will ich ja den Schwerpunkt auf Landschaft legen und Bebauung nur im geringen Umfang einsetzen.

Ich räume natürlich ein, dass es eine Reihe von Restbereichen gibt, wo man bei meinem Vorhaben etwas Toleranz aufbringen muss. Bestimmte Unterschiede werden sich nicht auflösen lassen. Aber ich plane ja eine Modellbahn – sie kann, aber sie muss nicht eine bestimmte Wirklichkeit nachbilden.

Mir geht es weniger um die Nachbildung einer bestimmten Gegend, z.B. das Neckartal bei Eberbach oder den Bahnhof Kottenforst bei Bonn, sondern ich möchte eine Bühne bauen, die es mir ermöglicht, mich am Anblick von Höhepunkten der Dampfloktechnik vor plausiblen Zügen (Länge, Zusammenstellung) zu erfreuen. Das bedeutet zum Beispiel, dass mal eine deutsche BR 05 mit einem Schnellzug ihre Bahn zieht, ein andernmal sich eine amerikanische Norfolk & Western Y6 (2-8-8-2) mit ca. 40 vierachsigen kohlebeladenen Trichterwagen die Steigung der Nebenstrecke hinaufquält und irgendwann eine französische Chapelon 231 E, 240 P oder die 242 A mit ihrem Schnellzug über die Hauptstrecke eilen kann.

#7 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 06.11.2007 00:59

avatar

hi allegheny!

dann werde ich mal schauen was ich auf deinen plänen so herumstöpseln kann.

#8 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Bernd Müller 06.11.2007 10:29

avatar

Wie wäre es, die Anlagenteile mit Landschaftsgestaltung als Module, bzw. Segmente zu bauen?
Damit könnte man dann praktisch zwei Anlagen bauen.
Eine amerikanische und eine europäische.
Die Segmente können dann passend zu den Fahrzeugen aufgebaut werden.

Die nicht verwendeten Teile könnten unter der Anlage gelagert werden.

Die Schattenbahnhöfe können fest installiert werden, da sie für beide Anlagenthemen verwendbar sind.

#9 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 06.11.2007 12:00

avatar

@steffend2

Unsere Postings haben sich gestern abend leider um eine Minute überschnitten. Danke für Deinen Beitrag und insbesondere, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, einen Vorschlag für einen Gleisplan mit Landschaft zu erstellen.

Zu schlägst eine interessante Alternative zu dem von mir oben dargelegten Konzept vor, das ich aber vorerst noch weiter verfolgen möchte. Trotzdem enthält Dein Vorschlag gute Lösungen und wertvolle Anregungen, die ich gerne aufnehmen und weiterverfolgen werde.


@ Bernd Müller

Auch eine interessante Idee. Sie würde als Nebeneffekt auch gleich noch das Problem mit lösen, dass eine Anlage ihren Reiz verlieren kann, wenn sie fertig ist. Deinem Vorschlag folgend könnte man immer wieder neue Module bauen und neu kombinieren.

#10 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Bernd Müller 06.11.2007 12:05

avatar

Wenn genug Platz zum lagern der Module vorhanden ist, kann man auch noch mehr bauen.

Beim bauen selbst wird es auch nicht langweilig, denn mal kann man europäisch bauen, mal amerikanisch.

#11 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 06.11.2007 14:22

avatar

ja bernd...

wenn man so viel platz hätte....

aber bei mir wäre das ein schuß in den ofen, denn dann würde ich eine noch größere anlage bauen

aber schön wär's schon wenn man zwei modul-anlagen bauen könnte...

#12 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 15.11.2007 23:46

avatar

Hallo,

bevor man mit der Errichtung des Unterbaus beginnt, kann es Sinn machen, über der künftigen Anlage vorher noch die Beleuchtung zu installieren.

Bei der Beleuchtung gibt es neben technischen Aspekten wie ausreichende Helligkeit, gute Ausleuchtung, richtiger Einstrahlwinkel und Lichttemperatur (Tageslicht 6500 K oder warmweis 2700 K ?) auch noch weitere wichtige Fragen wie Vermeidung von Mehrfachschatten bei Verwendung mehrerer Lichtquellen (beim Vorbild gibt es nur eine Sonne) sowie die Anschaffungs- und Stromkosten.

Eine gute Ausleuchtung erreicht Kreuzspinne mit seiner Lösung; in #57 seines Threads zeigt er, wie er es gemacht hat. Zusätzlich zu mehreren konventionellen Deckenlampen dürfte er schätzungsweise etwa 20 Strahler installiert haben. Vermutlich kann er beide Beleuchtungen unabhängig voneinander schalten.

So ist man mit Halogenleuchten bei einer Großen Anlage schnell bei 500W bis 1.000W angelangt; und die Stromrechnung wird dauerhaft entsprechend hoch. Ersetzt man zum Stromsparen eine 50W Halogenleuchte durch einen LED-Strahler, so muss einen mit mindestens 60 LEDs (besser 66 oder 78 LEDs) nehmen, um auf die gleiche Lichtstärke zu kommen. Dann ist man mit ca. 12,-€ pro „Birne“ dabei und genießt den Status eines Technikpioniers, der das Risiko mit der Standfestigkeit der innovativen Leuchtmittel trägt. Die LED Strahler sind meines Wissens technisch noch nicht voll ausgereift; die LEDs sind normalerweise standfest, aber noch nicht immer die Elektronik in den Lampen.

Als Alternativen fallen mir Energiespar-Strahler und Neonröhren ein. Bei ihnen stellt sich wie auch bei den LEDs u.a. die Frage nach der Lichttemperatur.

Halogen-, LED-, Energiespar-Strahler oder Neonröhren – gibt es noch weitere Alternativen? Wie würdet Ihr es machen?

#13 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von KPEVler1988 16.11.2007 14:56

Hallo Allegheny, hallo der ganze Rest!

um die Anlage gleichzeitig für die USA und Europa einsetzen zu können, hier ein paar Denkanregungen von mir (relativ unsortiert):
- Europa selbst ist ein weit gestreuter Begriff. Man müsste sich dann schon für ein Lans (z.B. Deutschland) entscheiden - oder habe ich da was nicht gelesen?
- Es könnte helfen, nur die Bahnhöfe auswechselbar zu machen. Dann hätte man quasi zwei Anlagen, weil von der Ausführung der Bahnhöfe der Betrieb größtenteils abhängt. Die Strecken dazwischen könnten dann so gestaltet werden, dass sie zumindest nicht ausschließlich einem Land zugeordnet werden können.
- Man könnte austauschbare Details vorsehen (ich gehe sowieso davon aus, dass das geplant ist). Signale, Hinweisschilder (zumindest am vorderen Anlagenrand), Gebäude, Autos, Personen (dünner Draht in einem Bein, der in ein Loch gesteckt wird...), ... könnten austauschbar sein, sodass die Anlage einen anderen Charakter erhält. Gerade diese Details machen ja den landestypischen Eindruck aus. Ich wohne nahe der niederländischen Grenze, und wenn ich dort rüberfahre, merkt man der Landschaft selbst keine Veränderung an. In diesem zusammenhang könnten sogar einige wenige Bäume ausgewechselt werden, sodass zumindest an exponierten Stellen typische Arten stehen.
- Interessant wäre, ob zu anderen Zeiten die Unterschiede geringer waren. Doch da wohl eine große Modellsammlung besteht, kommt diese Alternative wohl nicht in Frage.

Ich hoffe, damit etwas geholfen zu haben, Euer

Tilman

#14 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von steffend2 16.11.2007 16:35

Die Idee gint mir auch im Kopf rum. Bei den Bahnhöfe den Bereich zwischen den Ausfahrsignalen auswechselbar zu machen.

Hier als Marshalling yard mit nur einem Personenbahnsteig


und dann als deutscherer Bahnhof

#15 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Kreuzspinne 17.11.2007 19:36

avatar

Hallo Allegheny, hallo in die Runde,

in Beitrag #12 ging es um Anlagenbeleuchtung. Hier noch ein paar - vielleicht "erhellende" - Angaben zu meinem Beleuchtungssystem.

Gleich vorweg es ist nicht optimal! Das liegt zum einen daran das das System nicht alle Bereiche gleichmäßig ausleuchtet und zum anderen in den oben erwähnten hohen Stromkosten bei voller Beleuchtung.

Beim Bau meiner Beleuchtung ging es mir um drei grundsätzliche Wünsche. Erstens sollte es für den Spielbetrieb ein ausreichendes und schönes Licht geben. Zweitens sollte das Licht für ansprechende Fotografie halbwegs ausreichen ohne zusätzliches (teures) Fotogerät kaufen zu müssen. Drittens sollten sich die Anschaffungskosten im Rahmen halten, da schon die Anlage an sich naturgemäß viel Geld kostet.

Fündig wurde ich im blau-gelben Möbelhaus! Dort gab es und gibt es immer noch ein Halogensystem für ca. 25 EUR das 5x 20W Halogenstrahler, den Trafo und - ganz wichtig -ein biegbares Stromschienensystem enthält. Diese Stromschienen lassen sich in weiten Grenzen vollkommen flexibel biegen. Weiterhin kann man sie auch kürzen! Das war bei mir nötig um den Abstand der Strahler auf das nötige Maß verringern zu können. Ich habe bei ca. 10m Modulanlagenlänge vier dieser Systeme im Einsatz. Die Halogeneinsätze gibt es ja in verschiedenen Varianten. So kann man eigentlich alle Lichtwünsche erfüllen.

Um das Fotografieren zu erleichtern habe ich noch 6 einfache Deckenleuchten in zwei Reihen in der Mitte meiner ja U-förmigen Anlage montiert. Diese sind auch von IKEA und haben pro Stück sagenhafte 1,99 EUR gekostet. Sie sind mit normalen 60W Glühlampen bestückt. Da ich dieses Licht ja nur zum fotografieren nutze habe ich auf Sparlampen verzichtet. Selbstverständlich ist es extra schaltbar.

Viele Grüße
Jan

[ Editiert von Kreuzspinne am 17.11.07 20:51 ]

#16 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 18.11.2007 03:31

avatar

So, spät aber doch, ein Versuch einen Gleisplan zu entwerfen.
Bitte verzeih mir die diletantische Ausführung, aber es ist mein Erstlingswerk, hoffe das es aber trotzdem so halbwegs geht.
War halt sehr schwer ohne Gleisplan Soft-Ware !


(http://img84.imageshack.us/img84/4418/atgleisplanky8.jpg)

Übrigens wir haben im Keller ganz normale Energiesparlampen plus zwei bewegliche Deckenstrahler, die ein gewaltig gutes Licht abgeben, brauchen wir nur wenn wir an der Strecke direkt arbeiten oder für Fotos, sonst reicht das normale Licht bzw. eine Schreibtischlampe.

#17 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Kreuzspinne 18.11.2007 09:59

avatar

Guten Morgen,

hier noch ein wichtiger Nachtrag. Das Halogensystem heißt Magnesium. Leider kostet es mittlerweile offensichtlich 45 EUR (http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30041650).

Allen einen schönen Tag
Gruß Jan

[ Editiert von Kreuzspinne am 18.11.07 10:02 ]

#18 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 18.11.2007 18:30

avatar

Hallo,

habt vielen Dank für Eure Vorschläge, Denkanstöße und Informationen. Ihr habt Euch z.T. viel Arbeit gemacht – oh Mann, wenn ich die Uhrzeit von Börny’s Posting mit dem Gleisplan sehe . Dieser Austausch ist sehr hilfreich, und jeder Beitrag geht in auf irgendeine Weise in meine Überlegungen mit ein.

Da kommende Woche einige Handwerksarbeiten im Eisenbahnkeller anstehen, ist für mich derzeit die Frage nach der Beleuchtung am dringendsten. Im Rahmen der Arbeiten müssten nämlich die Kabel an der Decke zur Beleuchtung mit verlegt werden. Am Beispiel von Jan, dem ich hier nochmals für seine Tips danke, könnte man sich konkret orientieren und Strahler über der Vorderkante der Anlage anbringen. Diese Lösung bringt erwiesenermaßen gute Resultate.

Was bisher noch nicht diskutiert wurde: Was haltet Ihr von Neonröhren? Sie bringen kräftiges Licht und verbrauchen vergleichsweise wenig Strom. Würdet Ihr Sie in Erwägung ziehen?

#19 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von ificouldiwould 18.11.2007 20:03

avatar

Hi Al!

Also ganz ehrlich, wir haben Neon-Röhren im zweiten Kellerraum, Licht ist gut und stark, aber DIE ART von Licht die sie erzeugen sind zumindest für meine Augen für Modellbahn ARBEITEN!! nicht so gut geeignet!!!

Ergibt schlechte ''Tiefensicht'', heist meiner Meinung nach beeinträchtigt es das plastische-dreidimensionale Sehen des Menschen!

Ist aber wahrscheinlich von Mensch zu Mensch verschieden,
in einem guten Lampen-Fachhandel haben sie vielleicht ein ''Licht-Studio'' wo Du die Lichteffekte erproben kannst.
Ansonsten... na ja versuch mal bewuster die Beleuchtung Deiner Umgebung wahrzunehmen (tut man normalerweise nicht, hell ist hell ), vielleicht bemerkst Du dann irgendeine Lichtquelle die Dir besonders zusagt/in der Du besonders ''scharf'' siehst??!!

#20 RE: Bau einer H0-Anlage – bitte gebt Euren Rat von Allegheny 19.11.2007 17:12

avatar

Hallo

tja, wenn nicht dieses ewige und wäre ... ... ...

Bisher konnte ich mich noch nicht für eine bestimmte Beleuchtung entscheiden; bis morgen abend muss ich eine Auswahl getroffen haben, weil am Mittwoch die Kabel verlegt werden müssen.

Bei meiner Suche nach weiteren technischen Informationen zu Hochvolt (230V) und Niedervolt (12V) Halogen-Spots, Energiesparlampen-(ESL)-Spots und LED-Spots sowie zu Neonröhren bis ich unter anderem auf zwei Testberichte gestoßen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte: Vergleich Halogen mit LED und ESL Spots und LED statt Glühlampen?

Was tun – vielleicht doch blendfreie 80cm Neon-Arbeitsplatzleuchten mit flimmerfreiem warmweißem Licht über der Anlagenkante montieren? - Aber seht Euch mal den Grundriss an...
Oder doch besser Halogen-Spots mit der Option einer späteren Umrüstung auf ESL oder LED Spots? Hochvolt oder Niedervolt ?

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz