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#1 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 25.09.2007 20:02

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Nach meinem Besuch beim Industriegebiet der ehem. Maag in Zürich (hier gibt es mehr Bilder) habe ich mal ein wenig herumskizziert. Erst in meinem Skizzenbuch, dann mit dem Planungsprogamm.

Bei mir zu Hause wartet immer noch ein kleines Segment von 100 x 45 cm auf eine konkrete Verwendung. Da ich links und rechts noch je 10 cm dazugegeben habe, ist der folgende Plan auf 120 x 45 cm geplant.

Die Schienen sind allesamt als Rillenschienen im Pflaster oder Teer des Innenhofes versenkt, die Geometrie (Weichen 12° mit r=500mm) schreit nach Eigenbau.



Betrieblich stelle ich mir vor, dass links beim Tor Kassetten angesetzt werden können, worin die Rangierlok mit ihren Wagen verschwindet oder auch herausfährt. Mit zwei Eisenwinkeln und einem Brett liessen sich diese Kassetten obendrein günstig herstellen - und mit einem Deckel versehen würden sie sogar zur Aufbewahrung des Rollmaterials dienen. In irgend einem MoBa-Heft (MIBA spezial?) habe ich diese Idee gesehen, da könnte sie nützlich werden.

Dieser Rohentwurf ist noch nicht das gelbe vom Ei. Aber vielleicht habt ihr ja noch Ideen/Vorschläge/Hinweise, womit sich der Spiel- und Realitätswert dieses Planes noch erhöhen lässt.

#2 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 25.09.2007 21:46

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Öhm... dann gebe ich mir als erstes halt selber eine Antwort

Die Skizze passt auch auf das originale Segment, 100 x 45 cm reichen aus!

Natürlich muss ich da einige Kompromisse machen, aber vielleicht ist es ja doch ok so:

#3 RE: kleine Rangieranlage von neuanfang23 26.09.2007 01:02

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Hey das sieht sehr interessant aus... könnte mir das auch in einer größeren spur (0,0e/m. oder noch größer) vorstellen, da kann man dann so richtig ins detail gehen und ein evtl. gebäudeselbstbau wäre nicht so eine fummelei

#4 RE: kleine Rangieranlage von Retour 26.09.2007 06:59

Lustig, ich war gestern auch im Maag-Areal, um bisschen Bastelkram abzuholen. Der Plan sieht gut aus, die doppelte Einfahrt mit Drehscheibe sieht aber etwas nach Overkill aus. Kommt aber vermutlich auf die Epoche an, heute würde das wohl niemand mehr so bauen. Bastle gerade an einem ähnlichen Plan, allerdings ist das Vorbild ein Aussenwerk der Junkers Motorenwerke.

#5 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 26.09.2007 08:45

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@neuanfang23:

0e: Ja, aber sicher! Da müsste man Normalspurfahrzeuge auf Rollböcke oder -wagen verladen und dann mit kleinen Rangierdiesel in die Hallen schieben (dazu gibt es einige schöne Vorbilder wie z.B. die Hohenlimburger Kleinbahn:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hohenlimburger_Kleinbahn
http://www.hfinster.de/StahlArt2/archive...1-23-24.12.1983

@Retour:

Natürlich ist schon alleine die Waggon-Drehscheibe heute nicht mehr das Gelbe vom Ei, zumal der Radstand moderner Zweiachser weit grösser ist als der Durchmesser der Drehscheibe. Aber ich denke mir diese Anlage auch irgendwo dreissig Jahre (oder mehr) früher, als die Bahn noch Wagenladungsverkehr satt betrieb.

Die Drehscheibe im Maag-Areal hast du auch gesehen?



Gleich drei Anschlüsse von einer Drehscheibe aus, und noch eine Umfahrungsmöglichkeit! (Gut, zwei der drei Anschlüsse sind eher Durchfahrten, aber auf meinem Plan ist das bei einer Einfahrt auch der Fall).

Hast du evtl. auch Bilder von den Junkers Werken? Und wo bist du zu Hause, dass du in Zürich Material abholst?

[ Editiert von markstutz am 26.09.07 8:46 ]

[ Editiert von markstutz am 27.09.07 9:19 ]

#6 RE: kleine Rangieranlage von Retour 26.09.2007 10:05

Ja, klar kenne ich die Drehscheibe im Maag-Areal. Aber eben - ist eine Epochensache. An sich finde ich das auch super.
Über die Junkerswerke gibt es relativ wenig brauchbares Material im Netz. Jede Menge Photos über die Flugzeuge, aber wenig über die Gelände - da macht sich niemand die Mühe sie einzuscannen. Hier gibt es unter "Companies" -> "Facilities and Organisations" -> "Bernburg" einen Plan. Das Problem ist, daß Flugzeugbau vergleichsweise riesige Hallen benötigt und eigentlich auch ein eigenes Flugfeld, wenn die Maschinen dort montiert werden. Außerdem ist Bernburg erst in der Nazizeit aufgebaut worden und nicht noch zu der interessanten Zeit als Hugo Junkers noch selber involviert war. Ich habe mir von Märklin die entsprechenden Packungen gekauft (auch einfach, weil ich ein Junkers-Interessierter bin), sehe eine richtige Realisierung des Projekts aber noch nicht am Horizont, zumindest nicht in H0. Könnte aber mal ein paar Bilder aus Büchern einscannen, wenn es Dich interessiert.
Im Maag-Areal was abholen kann ich, weil ich nur eine S-Bahn-Station weiter wohne - in Oerlikon.

#7 RE: kleine Rangieranlage von neuanfang23 26.09.2007 12:16

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na dann gäbe es ja auf der kleinen fläche echt viel zu tun

#8 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 27.09.2007 10:50

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Die Geometrie hat mir noch nicht wirklich gefallen im oberen, kürzeren Gleisplan. Darum hier eine editierte Version:



- das untere Gleis geht rechts nun ins Gebäude, so wie auf dem Vorbildfoto hinter der Drehscheibe.

- für die Rangierlok (evtl. umgespritzte Köf von Brawa?) gibt es nun links einen kleinen Köf-Schuppen, erreichbar via Drehscheibe.

- der obere Gleisstumpen ist als Entladegleis für den Kohlebunker (graues Feld = Ladeluke) gedacht.

- rechts soll mittels beider Häuserfronten eine Strassenschlucht dargestellt werden, wo evtl. auch eine Erweiterung nach rechts denkbar wäre (für ein zweites Segment). Daher gibt es dort jetzt auch keinen Prellbock mehr.

Noch nicht beantwortet habe ich die Frage, wo die Köf betankt werden könnte (und evtl. auch andere Lastkraftwagen, die mit Diesel fahren). Evtl. neben dem Heizhaus? Dort ist ja noch was frei - und einen alten Kesselwagen von Brawa habe ich auch bestellt: http://www.brawa.de/Produkte/H0/Gueterwa...3-scheller.html

#9 RE: kleine Rangieranlage von Gleichstromer Jan 27.09.2007 13:27

Hallo,

hab ne Frage zu dem Kohlebunker: Ist unter/neben den Gleisen ein Rost, also ein Gitter, in das die Kohle fällt, die dann mit Förderbändern etc. wieder hochgeholt wird? Selbstentladewagen werden ja nach unten entladen, entweder direkt unter den Waggon oder daneben. Aber wie ist das denn bei Kohlelagern, die über der Erde sind? Da muss die Kohle ja irgendwie wieder hochgeholt werden...
Die Kohle fällt zwar nach unten, aber muss ja irgendwie nach oben in den Bunker:

#10 RE: kleine Rangieranlage von steffend2 27.09.2007 13:58

bei manchen passt ein Förderband unter die Ausschüttrichter
http://www.stinnes-freight-logistics.de/...erbar_4Rad.html

bei anderen hilft ne Schaufel

#11 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 27.09.2007 23:14

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Oh. Ja, natürlich, bei den modernen Schwerkraftentladewagen habt ihr natürlich recht.

Ich habe vergessen, eine ungefähre Epoche anzugeben. Wenn ich das irgendwo zwischen den 30er und 50er Jahren plaziere, dann kommen nur Hochbordwagen in Frage, die man halt ausschaufeln muss. Und den Bunker stelle ich mir unterirdisch vor. Damit kann man aus dem Om (o.ä.) in das Loch schaufeln.
Früher war Muskelkraft nicht so teuer.

Oder wenn Selbstentlade, dann zur Seite gerichtet. Das ginge auch.

Trotz meinem Dementi: Danke für den Hinweis!

[ Editiert von markstutz am 27.09.07 23:16 ]

#12 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 28.09.2007 11:46

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Ohne Wagendrehscheibe?

Wäre auch möglich:



Ist einfach nicht mehr das gleiche, d.h. weiter vom Vorbild entfernt...

#13 RE: kleine Rangieranlage von steffend2 28.09.2007 12:13

Dann hättest du auf jeden Fall den Vorteil die Waggons mit der Lok bis zu den Entladestellen bringen zu können. Andernfalls passt halt nur der Waggon ohne Lok drauf und muss manuell zugestellt werden (i.d.R. durften Waggondrehscheiben eh nicht von Loks befahren werden) Dann stellt sich noch die Frage wie die Drehscheibe im Modell angetrieben wird. Motor ist aufwendig und eigentlich auch unnötig wenn der Wagen dann von Hand weitergeschoben wird. Waggon von Hand drehen ist aber eher fummelig.

Wenn dir die Vorbildorientierung wichtig ist würde ich se drin lassen, den sie ist ja schon ein markantes Merkmal des Industriegebiets und in deiner gewählten Epoche gab es sie ja noch wie Sand am Meer.

#14 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 29.09.2007 10:58

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Hallo Steffen

Folgende Überlegung hat die Waggon-Drehscheibe aus dem Segment gekippt:

- es gab in einem anderen (leider nicht mehr existierenden) Ind.gebiet in Zürich noch eine andere Drehscheibe, dessen Gebäude ich sehr gerne nachbauen würde.

- die Möglichkeit, ein zweites Segment anzuhängen, ist in der letzten Variante durchaus gegeben.

- kann ich die Drehscheibe auf einem anderen Segment betrieblich günstiger anordnen.

Zum Drehen: vielleicht geht das über ein Schneckengetriebe, dass unter der Drehscheibe ein Zahnrad in der vertikalen Achse antreibt. Anschliessend müsste händisch rangiert werden.

#15 RE: kleine Rangieranlage von ergsterbaer 29.09.2007 16:57

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Hallo Mark,
also ich finde die Version mit der Drehscheibe wesentlich besser. Ganz nebenbei, ich kenne die Bahnstrecke in die Obernamer noch aus Kindheitserinnerungen. Das muss so die Zeit zwischen 63 und 66 gewesen sein.


Peter

#16 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 29.09.2007 17:13

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Zitat
Gepostet von ergsterbaer
Ganz nebenbei, ich kenne die Bahnstrecke in die Obernamer noch aus Kindheitserinnerungen. Das muss so die Zeit zwischen 63 und 66 gewesen sein.
Peter



Jetzt verstehe ich dich nicht ganz. Welche Bahnlinie meinst du?

#17 RE: kleine Rangieranlage von markstutz 03.10.2007 21:34

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So. Es tut sich etwas.

Darum hier drei erste Bilder dieses Projektes, und gleich dann auch noch eine Frage.



Stellprobe mit dem zweiten Gleisplan.

Inzwischen bin ich mir aber sicher, dass die Wagendrehscheibe auf ein zweites Segment verlegt wird. Darum ist dieser Gleisplan auch nicht mehr aktuell.


Erste Gleisbau-Versuche
Mit Schienenprofilen und -nägeln von Old Pullman habe ich mich ans Verlegen der ersten Schienen gemacht. Das die Profile nur Code 70 sind, machte dem Roco-Es aus meiner Sammlung bereits Mühe: er holperte über die Schienennägel.


Ein zweiter Versuch
Wie kann ich die volle Profilhöhe nutzen?
Ich löte das Profil auf Nägelköpfe, die ich im Brett einschlage. Die Idee ist, dass ich mit zwei Profilen nebeneinander die Rillenschienen imitieren kann.

Nur klappt das Auflöten nicht besonders gut. Ich muss aber zugeben, dass ich keinerlei Lötwasser verwendet habe. Ist das evtl. mein Problem?

Ich werde mich an der Kleinserienmesse übernächstes Wochenende mal nach Rillenschienen umsehen, mal gucken ob ich da noch eine einfachere Lösung finde.

#18 RE: kleine Rangieranlage von pikoman 03.10.2007 22:32

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Hi Mark,

ei was ´ne Fummelei mit den Schienen. Code 70 ist zwar schick, aber du hast es ja selbst festgestellt: nicht für die Masse an Waggons geeignet. Warum nicht Code 83?
Zur Lötfrage: wenn das Zinn Flußmittel enthält, dann ist Lötwasser (oder ähnliches) nicht notwendig.
Ich nutze persönlich trotz Zinn mit Flußmittel immer noch etwas Lötfett, aber nur ganz bissi ;-)
Läuft dann wie geschmiert.

Übrigens ein sehr schönes Projekt, dass ich sehr gerne weiter verfolgen werde

Gruß
Alex

#19 RE: kleine Rangieranlage von neuanfang23 04.10.2007 07:24

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hey... na da kann man ja sehr gespannt sein auf weiter bilder *freu*

... wie pikoman schon sagte... was ne fummellei ...

... und auch der zusätzlichen verwendung von lötfett trotz flussmittel kann ich nur zustimmen ... geht dann echt wesentlich besser

#20 RE: kleine Rangieranlage von Gustav 04.10.2007 07:44

>>Ich löte das Profil auf Nägelköpfe, die ich im Brett einschlage. Die Idee ist, dass ich mit zwei Profilen nebeneinander die Rillenschienen imitieren kann.<<

Halte ich nicht für gut. Nägel sind relativ grob gefertigte Sachen. Zwei Nagelköpfe sind nie gleich dick, und wenn man mit dem Hammer draufgeschlagen hat, erst recht nicht.

Rillenschiene besser so:

Winkelprofil mit langem und kurzem Schenkel, auf den langen Schenkel die Schiene auflöten.

>>Zur klappt das Auflöten nicht besonders gut. Ich muss aber zugeben, dass ich keinerlei Lötwasser verwendet habe. Ist das evtl. mein Problem?<<

Auch, aber nicht primär. Es liegt an der Temperatur. Immerhin sind das recht lange Metallstücke, in die sich die Hitze ruck-zuck verkrümelt.
Vernünftig geht das nur mit der Flamme.

Um das Problem richtig zu lösen, würde ich mir erst einmal eine Lötvorrichtung aus Aluminium machen, die Schiene und Winkelprofil fest und im richtigen Abstand hält. Und dann erst löten. Und zwar mit einem richtigen Brenner, nicht mit so einem Bastel-Lötgerät mit Feuerzeuggas.

>>Ich werde mich an der Kleinserienmesse übernächstes Wochenende mal nach Rillenschienen umsehen, mal gucken ob ich da noch eine einfachere Lösung finde.<<

Soweit ich das aufgrund der Ankündigungen überblicke, wirst Du da in Bauma niemanden finden. Ist trotzdem interessant dort.

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